hi Cräcker,
du sprichst mir aus der seele.
ich glaube nicht, daß es eine gute Lösung ist, alle Angebote für alle zugangsgeräte kompatibel machen zu wollen. Dadurch bleibt nur der kleinste gemeinsame nenner übrig, und damit vergeben wir viele chancen.
genau. im übertragenen sinne hiesse der kleinste nenner ja, dass man z.b. keine musik machen sollte, weil gehörlosen dafür die zugangsmöglichkeit (hörvermögen) fehlt.
Ich verstehe einfach nicht, warum man die individuellen Fantasieanregenden vielfältigen Möglichkeiten der miteinander verbundenen Computer per Grundsatz so beschränken möchte. Gerade die Fraktion, die zu recht die Individualität der Zugansgeräte als Vorteil so hoch hält, verhält sich bei der Freizügigkeit der Angebots(!)möglichkeiten doch manchmal ark beschränkt. Das halte ich für recht Fantasielos und bremsend. Nicht jede Seite muß "in" jedes Gerät passen, und es ist eine frage der zielsetzung des Angebotes, ob dies nötig ist oder nicht.
ich denke auch das internet ist gross genug für viele verschiedene interessen. es ist halt nicht mehr (wie vielleicht vor 10 jahren) ein reines informations-medium, sondern hat mittlerweile auch viel *künstlerischen* inhalt. natürlich sollte kunst bestenfalls immer für jeden zugänglich sein. dies ist im internet aber in sofern der fall, als dass man sich den passenden browser, das flash-plug-in etc. (bei interesse) kostenlos runterladen kann. wer bestimmte angebote mit seinem home-computer (pc oder mac) nutzen will, findet also einen kostenlosen weg dies zu tun. vorraussetzung ist natürlich eine fehlerfreie programmierung.
bei handy-displays, hand-holds etc. stellt sich die frage, in wie fern diese nicht (momentan zumindest noch) eher als geräte zur reinen informations-präsentation via internet zu verstehen sind (obwohl, ...so ein javascript-pong auf dem handy, ...auch nicht schlecht :).
Im Gegensatz zu anderen bin ich nicht der Meinung, daß nur der (erste) Wunsch und das (erste) Empfinden des Besuchers bei der gestaltung einer Seite zählt. Etwas Sperrigkeit kann einer Seite auch gut tun.....
auf jeden fall. pure informationen sollten zwar möglichst jedem überall zugänglich präsentiert werden, alles was darüber jedoch hinaus geht, also im weitesten sinne *unterhaltung/kunst* kann, - und sollte oftmals -, auch sperrig präsentiert werden. es geht halt um das direkte Erleben eines werkes. wäre es möglich dieses Erleben in ein paar (z.b. lynx oder handy zugänglichen) informationen zusammenzufassen, würde ein künstler kein werk präsentieren müssen, sondern nur eine interpretation, also den inhalt des werkes. genau dieser inhalt ist jedoch das werk.
neulich war ich mit freunden auf der documenta. sie fragten andauernd sachen wie "und was bedeutet dieses kunstwerk jetzt?". eine verständliche frage beim anblick zeitgenössischer kunst ;)
aber: ich denke, ein künstler will uns genau das sagen, was er im werk darstellt, sonst würde er es sich einfacher machen und statt des werkes und einen zettel hinlegen, wo draufsteht, was er uns zu sagen hat.
wollte ich nur mal (in lynx zugänglichen informationen :) sagen
mfg
*stefan