Sup!
ich fand' Schröders letzte (?) Aussage zu der Außenpolitik war symptomatisch für das ganze: "Zu dieser Frage kann es nur eine klare und eindeutige Meinung geben <und nun folgt eine längere aussagelose Schwafelei>". Ich habe so das Gefühl, dass da eigentlich beide das gleiche wollen, sich aber alle Mühe geben aus nichts einen riesiger Unterschied zu machen (wie in der Politik üblich).
Stoiber wollte sagen: "Gerade um den Krieg zu verhindern, müssen wir den Irak erstmal glaubhaft bedrohen, und wenn das nicht hilft, vielleicht wirklich angreifen, falls wirkliche Gefahren bestehen und die UN eine entsprechende Resolution verabschiedet. Wenn die BRD in die Reichweite irakischer Atomwaffen gelangen sollte, wäre das nicht gut."
Schröder wollte IMHO sagen: "Hmmmm... wir wollen keinen Krieg, nicht mit mir, nicht mit uns... naja... also nö, keinen Krieg!".
Ich fand es etwas undurchsichtig, was er wirklich meinte.
Bei der Bildungspolitk scheint man ja etwas weiter auseinander zu liegen, SPD will gleiche Bildung für alle (->Gesamtschule), CDU das bestehende Schulsystem nur mal bundesweit auf bayrischen Standard bringen (= nicht jeder Macht Abitur, aber wer es macht hat auch was gelernt).
Und die FDP will eine Bildung, die nicht nur bundesweit auf bayerischem Standard (und damit international dennoch nur im unteren Mittelfeld) ist, sondern eine im internationalen Vergleich gute Bildung.
Die bisherigen Schulkonzepte haben entweder aus Lehrermangel oder aus konzeptionellen Mängeln samt und sonders versagt. Wir brauchen eine neue, dogmenfreie Bildungspolitik, die am besten von einer Partei durchgesetzt werden kann, die nicht aus partei-ideologischen Gründen einem der beiden Systeme "Gesamtschule-mit-Klassen-bis-zum-achten-Schuljahr-und-ohne-Noten" oder "traditionell dreiglierige Schule" anhängt - der FDP.
Und wir brauchen, und das hat bisher auch nur die FDP in dieser Deutlichkeit so gesagt, Schulanfänger, die Deutsch sprechen - niemand darf eingeschult werden, ohne fliessend Deutsch zu sprechen, denn alle Kinder haben optimale Voraussetzungen für den Schulanfang verdient, niemand darf durch schlechte Voraussetzungen (u.A. Schüler mit mangelden Deutschkenntnissen) in seiner Klasse von vorneherein in seiner Bildung gebremst und benachteiligt werden.
Unsere Kinder haben mehr verdient als das mittlerweile 30-jährige Rumgemurkse am Schulsystem, und besseres als Politiker, die die Güte eines Schulsystems daran messen, wieviel Prozent der Leute dieses System mit Abitur verlassen (die SPD tut sowas manchmal).
Gruesse,
Bio