Hallo!
[Metadaten]
Wahre Worte, keine Lösung.
XHTML 2 in seiner derzeitigen Version ist ja wieder nur eine Idee, den Inhalt stärker oder anders zu strukturieren, ein kleiner Teilbereich dessen, was eine Auszeichnungssprache eigentlich können sollte. Man bedenke etwa auch die Problematik von <link>, wo keiner so genau weiß, was etwa ein Kapitel sein soll, wohin die Autorangabe führen soll (das hast du ja schon erwähnt) und generell, welche Beziehungen wie angegeben werden sollen. Im wesentlichen sind nur Teilbereiche (etwa nächste Seite, vorherige Seite) nutzbar, ohne ein Orakel befragen zu müssen. Abseits dieser praktisch derzeit verschmerzbaren Dinge gibt es noch den ewigen Gelehrtenstreit um Überschriften (wie etwa in [pref:t=67119&m=383696]) und diverse andere »Brennpunkte«.
Das liegt teilweise am Grundkonzept von HTML, stark beeinflusst von der englisch-amerikanischen Vorstellung wissenschaftlicher Dokumente und teilweise mit Hypertextelementen angereichert, das man über die Jahre einfach mitgeschleppt hat, und das sich keiner so recht zu ändern traut, denn eine einigermaßen universale Auszeichnungssprache ist ja keine Aufgabe für ein nettes Wochenende, sondern, wie die dementsprechende Forschung zeigt, ein Glaubenskrieg und eine Lebensaufgabe. Insofern ist die Chance, dass das Konsortium da etwas ändert, gering. Man hat zwar durchaus schon vor langer Zeit das Problem erkannt, versucht es aber zu zersplittern und streut wahllos in diversen Spezifikationen Verweise auf andere Standards wie Dublin Core (auch etwas unglücklich und auf eine kleine Minderheit der Seiten, im wesentlichen nur wissenschaftliche, beschränkt), RDF (wer soll denn das verwenden, denke ich mir immer) und ähnliches. Abgesehen davon, dass Webautoren in absehbarer Zeit, wenn wirklich alles so kommen wird, wie man sich das derzeit vorstellt, fast ein Studium absolvieren müssen, um eine semantisch brauchbare Seite zu schreiben (mit katastrophalen Auswirkungen auf die Inhalte, aber das hatten wir alles schon mehrmals), schwinden auch immer mehr die Chancen, das so etwas je auswertbar ist.
Meine persönliche Privatmeinung ist, den Meta-»author« als Angabe des Realnamens ohne Pseudonym und E-Mail-Adresse zu definieren und den <link>-author als Angabe einer Seite wie etwa http://emmanuel.dammerer.at/, im weitesten Sinne eine private Homepage eben. Dazu noch eine Description und dann kann man das Thema Metadaten eigentlich schon wieder abschließen. Leider.
emu