Hi Roland Borger,
ha, da hast Du ja von den lieben KollegInnen die volle Kelle Vorurteile serviert bekommen *g*
Leider stimmt davon fast gar nichts mehr:
1. Arbeitsplatzsicherheit:
Immer mehr Stellen im öffentlichen Bereich werden befristet, zugunsten privater Konstruktionen abgeschafft usw.
2. Formale Qualifikation ist unabdingbare Voraussetzung.
3. Laumalocherei:
Die Zeiten, wo man sich im öffentlichen Dienst nur durch Büroschlaf seine Brötchen verdienen konnte, sind in vielen Bereichen vorbei. In einigen Bereichen herrscht durch Personalabbau und dauernde Experimente und Umstrukturierungen sogar ein ganz schöner Stress.
4. Alles über einen Kamm scheren
Die Situation in den verschiedenen öffentlichen und halböffentlichen Institutionen sehr verschieden. Nur eins haben alle gemeinsam: Ohne akademischen Abschluss isses mit der dicken Kohle nickes, aber das wurde ja bereits gesagt.
Ich habe einige Jahre meines Lebens im öffentlichen Dienst verbracht, um mich gleich mal zu outen, und fand vor allem die zum Teil sinnlosen Hierarchien und die übermäßige Bürokratisierung schlimm. Oft sind ganze Bereiche deshalb auch derart mit sich selbst und dem irren Regelfundus beschäftigt, dass man kaum zu kreativer Arbeit kommt, und wenn Du zu denen gehörst, die etwas bewegen wollen, dann sind die Bürokraten und Bremser meist - Deine Vorgesetzten..... :(
Trotzdem gibt es durchaus interessante Arbeitsfelder und funktionierende Zusammenhänge, nur ganz konkret anschauen muss man es sich halt schon, und Vorurteile und Pauschalisierungen zu Hause lassen.
Viele Grüße
Mathias Bigge