lulu: /RECHT: Gewinnspieleintragsservice, was nun?

Hallo

ich habe einige Fragen, die sich aus folgendem Sachverhalt ergeben:

auf einer Website läuft seit ca. 2 Jahren in regelmäßigen Abständen ein Gewinnspiel, wobei jedes einzelne ungefähr 6-8 Wochen im Netz steht.
Zu gewinnen gibt es nette, aber relativ unspektakuläre Preise
(also keine Autos, Weltreisen, oder fehlerfreie Software).

Zur Teilnahme muss man lediglich eine sehr leichte Quizfrage beantworten. Email + Adresse angeben fertig.

Vor einigen Tagen schwoll die Zahl der Teilnehmer plötzlich von wenigen Dutzend auf einige Tausend an.

Man kann sich die Ursache denken, jemand hat ein  "Gewinnspieleintragsserviceskript" auf das Teilnahmeformular losgelassen.

(Bei den automatisch versandten Daten handelt es sich um gültige Adressen. Das haben stichprobenartige Recherchen ergeben.)

Das Gewinnspielskript wurde also schnell überarbeitet, damit diese
"unsportlichen" Teilnehmer nicht berücksichtigt werden.
Soweit so gut.

Es wird jetzt seit mehreren Tagen alle zwanzig Sekunden ein
Post-Request geschickt. Dieser wird zur Zeit noch mit der
bisherigen Erfolgsbestätigung (also eine HTML-Seite mit ".. Viel Glück etc. ...") beantwortet, um vorerst keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Da kommt natürlich einiges an Traffic zusammen, den ja letztendlich der Websitebetreiber zahlen muss :-(

So jetzt endlich die Frage(n):

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit solchen Gewinnspieleintragsservice- Anbietern (ich nenne sie im Folgenden kurz GSESA), und wie man sich dagegen wehren kann?

Sind die GSESA ehrgeizig, d.h. versuchen sie etwaige Sperren zu umgehen, oder geben die schnell auf, wenn die schlichte Variante mit POST nicht funktioniert?
(Eine einfache Möglichkeit wäre ja beim Laden des Teilnahmeformulares eine eindeutige ID zu erzeugen, in ein hidden-field zu stecken, und diese ID beim Post-Request abzufragen.
Dann müsste der GSESA zuerst die Seite per GET-holen und die ID aus dem HTML extrahieren.
Da würde der Traffic dann ja noch weiter ansteigen.
)

Was würdet Ihr bei solchen Zugriffen zurückliefern?
404 Not found , 403 forbidden oder eine leere HTML-Seite, oder ...?

IP-Sperre wäre auch denkbar allerdings wechselt die alle paar Stunden.

Bei einem GSESA hält sich das ja noch im Rahmen, aber wenn man
mehrere von denen am Hals hätte wird es nervig oder?

Oder kann man evtl. rechtliche Schritte unternehmen?

Meine bisherige Idee ist es, jeden Tag automatisiert die URL zum Gewinnspiel zu wechseln, so dass es für die GSESA zumindest nicht ganz einfach ist.

Was würdet Ihr tun?

Viele Grüße

lulu

--
bythewaythewebsuxgoofflineandenjoytheday
  1. Holladiewaldfee,

    nur so 'ne Idee:
    Du könntest ja die Daten zuerst mal in eine temporäre Tabelle eintragen. Alle 24h lässt Du einen Cron drüber laufen, der alle Datensätze in die eigentliche Tabelle übernimmt, bei denen nicht öfter als 3 mal die gleiche IP verwendet wurde.

    Dann können die Typen eintragen, so viel sie wollen.

    Ciao,

    Harry

    --
      Man weiß erst was man hatte, wenn man es verloren hat.
      Intelligenz ist nicht zwingend etwas positives.
    1. Huhu Harry

      Du könntest ja die Daten zuerst mal in eine temporäre Tabelle eintragen. Alle 24h lässt Du einen Cron drüber laufen, der alle Datensätze in die eigentliche Tabelle übernimmt, bei denen nicht öfter als 3 mal die gleiche IP verwendet wurde.

      Ja, auch eine Möglichkeit.

      Es geht mir im Moment aber mehr um den verursachten Traffic, weniger um die "unsportlichen" Teilnehmer.
      (Diese lassen sich zur Zeit sehr einfach über die IP identifizieren und rauslöschen)

      Ich habe das jetzt noch gar nicht ausgerechnet aber wenn je POST-Request vielleicht 2 KB anfallen, macht das im Jahr 3x60x24x365 x 2 KB also ca. 1,57 GB.
      (Bei einem Request alle 20 Sekunden)

      Ok, ist nicht besonders schlimm aber ärgerlich ist es schon oder?

      Und wenn ich jetzt z.B. die Variante mit der ID im hidden field
      als Zugangssperre benutzen würde und der GSESA sich dann die Teilnahmeseite vorher mit GET holt und diese vielleicht 30 KB gross ist, dann wird das schon etwas mehr.

      Allerdings ist das Ganze sehr theoretisch, denn ich glaube auch die GSESA werden sich bewusst sein, dass Ihre Aktionen wohl kaum über längere Zeit unbemerkt bleiben.

      Habe mir mal die Seite eines solchen Anbieters angeschaut und sie versprechen einem, dass man jeden Monat bei den 200 Top-Gewinnspielen eingetragen wird.
      Das Ganze kostet dann tatsächlich mehrere Euro im Monat.

      Viele Grüße

      lulu

      --
      bythewaythewebsuxgoofflineandenjoytheday
      1. Moin!

        Du solltest wirklich mit der "Geschäftslogik" beginnen. Ändere die Teilnahmebedingungen und dann gelegentlich die URL. Oder sende einen Errorcode. Das sollte bei den Betreibern genügend Aufmerksamkeit erregen um einmal nachzuschauen. Mit den entsprechenden Teilnahmebedingungen (schreibe da ruhig rein: "um überhöhten Traffic zu vermeiden") hast Du eine Grundlage für weitere Schritte.

        Ich gehe nicht davon aus, daß die das mißachten, weil auch die haben kein Interesse an einer Abmahnung oder anderen Rechtsfolgen. Im übrigen ist Dein Traffic auch deren Traffic...

        MFFG (Mit freundlich- friedfertigem Grinsen)

        fastix®

        --
        Meinereinerselbst ist auf der Suche nach Aufträgen
  2. Hi,

    (Bei den automatisch versandten Daten handelt es sich um gültige Adressen. Das haben stichprobenartige Recherchen ergeben.)

    ist geprueft worden, ob die Teilnehmer auch tatsaechlich existieren?

    Im fuer Dich "worst case" gibt es also den von Dir beschriebenen Service, der Einzelinteressen fuer Gewinnzwecke auf die genannte Art und Weise buendelt, und zwar auf legale und legitime Art und Weise.

    Dann muesste die GEschaeftslogik (zuerst die Teilnahmebedingunegn), dann die implementierte Logik angepasst werden.

    Aber das weisst Du ja selbst.   ;-)

    Gruss,
    Lude

    1. Huhu

      ist geprueft worden, ob die Teilnehmer auch tatsaechlich existieren?

      stehen zumindet so im Telefonbuch, die Mail-Adressen habe ich nicht überprüft, man will ja kein Spammer sein ;-)

      Im fuer Dich "worst case" gibt es also den von Dir beschriebenen Service, der Einzelinteressen fuer Gewinnzwecke auf die genannte Art und Weise buendelt, und zwar auf legale und legitime Art und Weise.

      Das ist dann vermutlich so ähnlich wie es die Firma Faber beim Lotto macht, naja ich dachte mir schon das man juristisch nichts dagegen machen kann (wäre in diesem Fall auch reichlich übertrieben).

      Wobei der Übergang zur dos-Attake dann irgendwann fliessend ist ...

      Jetzt melde ich mich erstmal bei sämtlichen Gewinnspiel-Eintragsdiensten an, und werde bald vor lauter
      Südseekreuzfahrten nicht mehr dazu kommen meine neuen Autos auszuprobieren....
      (Was solls die Garagen meiner vielen Einfamilienhäuser sind dann eh vollgestopft mit Heimtrainern und Unterhaltungselektronik und ...)

      Viele Grüße

      lulu

      --
      bythewaythewebsuxgoofflineandenjoytheday
  3. Hallo lulu,

    eine verbreitete technische Lösung sind diese Buchstenb und Zahlen Codes, die in von einer Grafik abgeschrieben werden müssen, und in das Formular eingetragen damit es gültig ist. Sowas lässt sich eigenltich recht einfach programmieren.

    Gruss

    Marko

    1. Hallo,

      eine verbreitete technische Lösung sind diese Buchstenb und Zahlen Codes, die in von einer Grafik abgeschrieben werden müssen, und in das Formular eingetragen damit es gültig ist. Sowas lässt sich eigenltich recht einfach programmieren.

      Werden diese Bilder eigentlich dynamisch erzeugt oder sind da einige fertige, die per Zufall ausgewählt werden?

      Gruss