Johnny: Der Krieg gegen den Irak hat begonnen.

Oh Shit. Krieg.

Meine Gedanken - ich möchte ausdrücken, was ich fühle. Ich habe ein flaues Gefühl im Magen. Bomben in Bagdad. Gott bewahre.

JFK sagte: "Überlege nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst". Ich frage mich, was ich für diesen Planeten tun kann.

Die sind doch nicht ganz dicht. Einklang mit der Natur sieht anders aus. Jetzt werden bestimmt all die neuentwickelten militärischen Errungenschaften ausprobiert und mal sehen, was dann passiert. Die Welt ist klein.

Ich habe kein gutes Gefühl. Ein schlechtes Gefühl bringt mich auch nicht weiter. Ich will aber etwas tun, und das Beste, was ich tun kann, ist Glücklichsein. Oder? ?? NEIN sagen zu etwas, bei dem ich nicht erhört werde, GEGEN Krieg zu sein, bringt mir das weiter? Ich möchte in diesem Moment viel lieber JA! zu etwas sagen können.

Ich bin überzeugt davon, daß die größte Kraft im Universum die LIEBE ist - und daß die Liebe zu Mutter Erde der einzige Weg ist aus diesem Schlamassel wieder raus. Ich bin überzeugt davon, daß es einen Weg gibt, wie dieser Planet wieder ins Gleichgewicht kommen kann. Krieg ist das nicht. Ich hoffe, sie bringen uns nicht alle um...

Kennst Du das Experiment mit der Termitenkönigin?
Termiten sind blind - und man hat versucht herauszufinden, wie die Kommunikation abläuft. Entnimmt man die Königin und trägt sie einen Kilometer weit weg, läuft alles normal weiter. Tötet man die Königin, stoppt sofort jede Tätigkeit, die Termiten laufen ziellos umher.

Das ergibt das Bild eines Wesens, das nicht einen Körper hat, sondern aus vielen Körpern besteht. So stelle ich mir die Menschheit vor - und Mutter Natur ist die Königin. Das ist meine Wahrheit.

Mutter Erde sag mir, was zu tun ist - und gib mir die Kraft es zu tun. Verdammt, ich liebe das Leben viel zu sehr um diesen Planeten verrecken zu sehen.

Ich würde mich freuen, wenn es unter Euch noch mehr Menschen gibt, die JETZT ERST RECHT Liebe geben. Was ist Deine Wahrheit?

Johnny

  1. Du hast Recht.
    Ich finde diesen Krieg auch schwachsinnig. Nur weil der Ami an sich nicht warten will und aufgrund vernachlässigter Bildung bzw. aus Rache bzgl. dem 11. September den Irak nun "büßen" lässt...wurde doch sogar von offiziellen Quellen bestätigt, das George dem Volk untergejubelt hat, das der Irak mit an den Anschlägen schuld war...nun ja, wie du schon sagtest, jetzt werden die neusten "Spielzeuge" ausgepackt und ausprobiert.

    Ich finde es enttäuschend, die Menschen wegen sowas leiden zu lassen...sind die meisten doch auch im eigenen Land Opfer...unschuldige Opfer. Oder ist selbst ein kleines Mädchen schuld daran, das das WTC nicht mehr steht? In meinen Augen nicht.

    Krieg ist eine Lösung, aber keine Gute. Statt den Prüfern noch mehr Zeit zu geben, kurbelt George in Amerika die Waffenindustrie wieder an...hatten wir alles schonmal.

    Ich bin zwar kein Kriegsgegner, d.h. ich toleriere es, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt...aber sind wir doch mal ehrlich...beide Seiten sind irgendwo schuld. Amerika wegen der Rachsucht, der Irak wegen der uneinsichtigen Haltung gegenüber dem "Klassenfeind". Trotzdem: Man hätte es anders lösen können, nur keiner wollte warten.

    Wie ändert sich mein Leben dadurch? Ich hab irgendwo Angst. Wir liegen zwischen den Fronten...selbst wenn Raketen nicht so weit kommen (angeblich), wird doch die Welt zerstört, die ich meinen Kindern noch zeigen wollte. Unsere Regierung? Entschuldigung, aber alle Politiker sind gleich...entweder wir halten uns raus oder mischen aktiv mit...beides ist nicht das Wahre. Ich finde es daher gut, das wir eine rein unterstützende und HELFENDE Position eingenommen haben.

    Meine Wahrheit...hmm...Ich glaube, jeder der glaubt, es gibt ausser uns kein Leben im Universum, ist total verblödet. Andere Lebensformen haben nur kapiert, das wir Menschen, die immer noch im Krieg UNTEREINANDER leben, nicht den Kontakt wert sind...oder würdet ihr euch mit jemandem treffen, der sich eine Bombe um den Bauch gebunden hat? Nein. Q.E.D.

    Genug geheult und geflucht.
    Warten  wir ab, was sich ergibt, denn mal ehrlich...was können wir schon dagegen tun? Nichts.

    1. Hallo Alexander,

      Krieg ist eine Lösung, aber keine Gute.

      _gute_ Lösungen scheinen nicht nur Lösungen zu sein, sondern sie _lösen_ tatsächlich Probleme. Der Krieg ist nicht nur eine schlechte Lösung von Problemen, sondern er ist überhaupt keine. Krieg aus derart unlauteren Motiven, wie wir es immer wieder sehen und gesehen haben, kann erst recht mit einer _Lösung_ nichts gemein haben.

      Wie ändert sich mein Leben dadurch? Ich hab irgendwo Angst. Wir liegen zwischen den Fronten...selbst wenn Raketen nicht so weit kommen (angeblich), wird doch die Welt zerstört, die ich meinen Kindern noch zeigen wollte.

      Du hast Recht, die Welt wird zerstört und geschändet. Die Menschheit beweist sich und allen anderen im Universum mal wieder, wie töricht und dumm sie sein kann.

      Andere Lebensformen haben nur kapiert, das wir Menschen, die immer noch im Krieg UNTEREINANDER leben, nicht den Kontakt wert sind...oder würdet ihr euch mit jemandem treffen, der sich eine Bombe um den Bauch gebunden hat? Nein. Q.E.D.

      Full ACK. Du sprichst mir aus der Seele. Wenn mich jemand fragt, ob ich an Außerirdische Intelligenz glaube, antworte ich zumeist ähnlich: freilich gibt es Außerirdische, die haben nur keinen Bock auf uns Menschen, weil wir so dumm sind, unseren eigenen Ast abzusägen.

      viele Grüße
        Achim Schrepfer

      --
      »Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.« - Albert Einstein
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      1. Hi!

        Full ACK. Du sprichst mir aus der Seele. Wenn mich jemand fragt, ob ich an Außerirdische Intelligenz glaube, antworte ich zumeist ähnlich: freilich gibt es Außerirdische, die haben nur keinen Bock auf uns Menschen, weil wir so dumm sind, unseren eigenen Ast abzusägen.

        Lass es mich mit Harald Lesch sagen (sinngemaesz): Die Frage, ob es intelligentes Leben im Weltall gibt, konnte bis jetzt noch nicht beantwortet werden.

        So long

        --
        I am certain that some of our rhetoric must seem familiar to those who remember how World War Two started.
            -- Dennis T. Brown (NC State University Raleigh) in einem Leserbrief an den Spiegel
  2. TAch!

    Oh Shit. Krieg.

    Jup.

    Es gibt für das Leben eine Regel, die, wenn man sie beachtet, das Zusammenleben aller Menschen drastisch vereinfachen würde:

    Man sollte andere Menschen immer so behandeln, wie man selbst gern (von ihnen) behandelt werden würden.

    Den Maßstab, den man an andere legt, genauso an sich selber legen.

    Von anderen das erwarten, was man von sich selber erwarten würde.

    Alle Menschen sind gleich. Vor allem man selbst.

    mit friedlichen Füßen,
    Torsten

  3. ich möcht da jetzt auch was dazu sagen:

    ich finde, es steht uns zu, stellung (hoffentlich dagegen!) zu beziehen, wir müssen uns aber immer die tasache vor augen halten, daß wir "nein zum krieg" nicht sagen, weil wir es besser wissen, sondern weil wir das glück haben, eigentlich nichts damit zu tun zu haben. der einfache mensch in bagdad ist kein schlechterer mensch als der einfache mensch in berlin.

    wir sind alle potentielle mörder, ob wirs nun wahr haben wollen oder nicht. und auch in mitteleuropa sind erst vor kurzem millionen menschen zum morden bewegt worden.

    warum lernen wir aber nicht aus der geschichte?
    weil gruppendynamik mehr einfluß auf unsere finstere seite hat als unser eigener verstand. der eigene verstand darf ein bißchen mitreden, solange alles rosig ist.

    das schlimmste in dieser hinsicht war für mich irgendeine song-contest-teilnehmerin, die es sich nicht nehmen ließ, ihr "no war"-statement abzugeben. da stellt es mir alle haare auf, wenn ihr wißt was ich meine...

    was kann man also tun?
    geben wir unseren kindern das bewußtsein dieser problematik mit:
    erschießt a b, so ist es mord.
    erschießt a b und c d, sind es 2 morde.
    ist krieg, sind es heldentaten. aber warum? ist es rühmlicher, jemans anderen umzubringen, weil es das regime gutheißt? ist es nicht in wirklichkeit noch viel schlimmer jemand umzubringen, den man nicht einmal haßt?

    hören wir doch auf, uns damit zu beruhigen, daß wir jetzt wissen, daß krieg böse ist. das haben die menschen immer schon gewußt.
    im geschichtsunterricht ein video über die greueltaten zu zeigen ist meiner meinung nach nicht nur sinnlos, sondern gefährlich. es verdrängt die echte gefahr, indem sie zur geschichte gemacht wird. das schreckliche ist nicht ein vergaster jude oder ein zerfetzter oberarm. das schreckliche ist, daß wir selbst erkennen müssen, daß auch wir daran schuld sein könnten!

    und diese erkenntnis beruhigt mich ein ganz klein wenig. jeder muß für sich selbst herausfinden, ober er ganz bei sich. sich der masse anzuschließen ist schön, und durchaus erlaubt (mode,...), solange man das bewußtsein dafür aufrecht erhält.

    1. Hi!

      wir sind alle potentielle mörder, ob wirs nun wahr haben wollen oder nicht.

      Man hoert dies immer wieder, so langsam wird es schon zum Sprichwort. Aber was bedeutet das eigentlich? Was soll damit ausgesagt werden? Nur dass wir kraft unserer Haende zum Toeten faehig sind? Das ist ja nun wirklich eine Binsenweisheit. Was steckt dahinter?

      So long

      --
      I am certain that some of our rhetoric must seem familiar to those who remember how World War Two started.
          -- Dennis T. Brown (NC State University Raleigh) in einem Leserbrief an den Spiegel
  4. Hallo,
    Ja nun ist es soweit. Die Amerikaner sind wieder mal auf Kreuzzug. Man sieht wieder mal, wozu Menschen für das liebe Geld in der Lage sind; Andere Länder wegen Öl (also im Endeffekt Geld) angreifen, ist irgendwie so, wie modernes Mittelalter.
    Wer sind wohl die wirklichen Bösewichte? Länder, die aufgrund von jahrelangen Sanktionen nicht mal die Mittel haben, um Massenvernichtungswaffen herzustellen, oder Staaten, die für Geld im Namen des sogenannten "Terrorissmus" töten?

    $xNeTworKx.
    --
    Mit Computern lösen wir Probleme, die wir ohne sie gar nicht hätten.

    1. .... die für Geld unter dem Namen des sogenannten "Kampf gegen den Terrorissmus" töten.

      wollte ich eigentlich schreiben.

      $xNeTworKx.

      --
      Mit Computern lösen wir Probleme, die wir ohne sie gar nicht hätten.