Andreas Korthaus: Eigener Server - Einkaufsliste ?

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Hallo!

Ich weiß zwar sehr gut das es normalerweise keinen Sinn hat sich selbst einen Server hinzustellen (es sei denn fürs LAN), aber ich finde das Thema immer wieder höchst interessant ;-)

Ich denke das beste wird eine Lösung von HP/IBM/SUN etc. sein, aber
a) kosten die meist nicht wenig, und
b) macht das ja keinen Spaß ;-)

Bevor Du aber eine Einkaufsliste zusammenstellst solltest Du mal definieren was der Rechner alles leisten soll.

Du schreibst Du willst ein "Programm" laufen lassen, meinst Du den IIS? Was soll alles auf dem Rechner laufen?
Willst Du den Server direkt an das Internet anbinden? Wieviele Besucher erwartest Du gleichzeitig maximal? Was sind das für Seiten(Statisch, dynamisch, DB-basiert...)
Das größte Problem hierbei ist
a) die Sicherheit, und
b) die Anbindung.

Wenn Du einen vernünftigen Upstream haben willst und direkt eien Domain auf Deinen Rechner leiten willst, brauchst Du eine fest eIP und eine Standleitung, ob ISDN, SDSL oder was weiß ich. ISDN ist meist zu langsam für einen Webserver, SDSL kann bei kleineren Seiten sicher ausreichen, aber da gehen die Preise ohne Traffic wohl erst bei 100 EUR im Monat los.

Und von wegen Sicherheit würde ich das auch nicht so auf die leichte Schulter nehmen, stell Dir vor irgendein Angreifer schafft es ein 500MB großes Video auf Deinen Server zu laden, und gibt es in einschlägigen Kanälen bekannt. Kannst davon ausgehen dass Deine Leitung dan komplett zu ist - was noch nicht ganz so schlimm ist, aber wenn Du das z.B. übers Wochenende oder im Urlaub nicht merkst, wenn Du z.B. eine 2,3 Mbit Anbindung hast dann sind das 300 KB/Sekunde, also ca. 18 MB/Minute, schön über 1 GB pro Stunde, also ca. 50 GB an einem Wochenende.
Wenn Du mal mit 1 Cent pro MB rechnest, macht das mal eben 500 EUR extra.
Außerdem musst Du Deinen Zeitaufwand rechnen, Du musst Dich um Sicherheits-Updates selbst kümmern, selbst Probleme lösen, Du musst richtiges Backup haben, Du musst in kürzester Zeit Hardware-Defekte beheben können, Du bezahlst den Strom, Versicherung, Du trägst jegliches Risiko(Einbruch, Brand, Stromausfall, Leitungsprobleme...)...

Die Frage ist ob Du das _alles_ genauso gut könntest wie ein Provider.

Wenn Du jetzt immer noch nicht vom Gegenteil überzeugt bist können wir weiter über Deine Einkaufsliste reden. Hierzu solltest Du wie geagt möglichst genauere Angaben machen(s.o.).
Ich würde auch auf jeden Fall noch einen Support-Vertrag drauflegen, damit Du wenigstens Hardware-Technisch nicht alleine da stehst.

Grüße
Andreas