Hi Aqua,
sowas steht i.a. in der Betriebsanleitung, ich vermute allerdings, dass dort meist 10-40° für den Betrieb steht.
Lagerung ist bei etwas mehr möglich, vermutlich -15-55°.
Praktische Aspekte:
Tauwasser: absolut böse, Betauung ist nicht zulässig. Das ist durchaus praxisfremd, aber wer ein taufeuchtes Gerät auch noch einschaltet hat natürlich selber schuld, wenn es verreckt. Problem ist, das ein Lapttop ja immer (Akku) unter Strom steht.
Kälte:
Der Flüssigkristall wird zäh/friert ein. Das ist reversibel. Das Display wird langsamer bei Kälte. Ab Lagertemperatur kann eigentlich nix kaputtgehen (zeigt eben nix/schlecht an).
Die Displaybeleuchtung mag keine Kälte. Die (Kaltkathoden-Beleuchtungs-)Röhre zündet schlecht, Kaltzündungen gehen auf die Lebensdauer und die Röhre leuchtet (teils extrem) dunkel. Im Betrieb heizt sich die Röhre selber.
Festplatte, hier mal aus einem Toshiba Dateblatt:
Operating 5 to 55°C
Non-Operating -20 to 60°C
Shipping -40 to 70°C
Unterhalb dürfte Datenverlust möglich sein, wenn auch bei Null Grad äusserst unwahrscheinlich.
Der Akku, darf eventuell nur in einem beschränkten Temp-Bereich geladen werden (aber AFAIK eher nach oben beschränkt) und hat bei Kälte eine verringerte Kapazität.
Plastik: wird spröde und bruchfreundlicher.
Der Rest des Ganzen wird einfach vielleicht nur nicht vernünftig arbeiten, wahrscheinlich aber erst bei deutlichen Minusgraden.
Fazit: Laptop _nicht_ über nacht dort/im Auto lassen sondern immer im 'warmen' lagern, morgens hinschleppen (daher ja auch der Name: Schlepptop) und gleich einschalten. Dann heizt er sich nämlich ausreichend selber[1] und kann auch nicht betauen (das ist, wie gesagt auf jeden Fall zu vermeiden).
Bei unter minus 20 Grad und schneidendem Wind wird der dann nicht mehr funktioniernde Laptop sicherlich euer geringstes Problem sein...
Gruss,
Carsten
P.S. es gibt natürlich Laptops die von -25° bis +85° (o.ä.) spezifiziert sind, die sind aber unbezahlbar.
[1] ggfls. Pappkarton drüberstülpen. Nebeneffekt: dann kommt auch Willhem an euren Stand.