Hurrtz: auch nicht-selbstöffnende-Popups verpönt?

Hallo Forum,

bezugnehmend zum momentan ausgelasteten Selfhtml-Server und der damit einhergehenden fehlenden Suchoption stelle ich hier folgende (und hoffentlich nocht nicht zu oft gestellte) Frage:
Sind Popups verpönt?
Ich spreche hier nicht von Popups, die sich ungefragt öffnen, sondern von solchen, die der User selbst öffnet.
Meiner Ansicht nach sind sie wegen dem Javascript und der (von mir) ausgeschalteten Statusleiste, etc. (-> ist in dem Bereich, indem ich sie verwende, halt einfach nicht notwendig).

Ich habe auf meiner Seite mal einen kleinen Versuch gestartet, Popups zu verwenden und habe sie im Moment noch kaum eingebaut.
Bevor ich mit dem Einbau weitermache, würde ich gerne die Meinung der Fourumsbenutzer hören, was dieses Thema angeht.

Referenz: http://www.hurrtz.de -> dort auf Darwin Awards, dort weiterklicken, dann: die ersten 14 Links bei "Die Neuen Darwin Awards"

Ich bedanke mich im Voraus bei allen, die sich die Mühe machen, sich über dieses Thema Gedanken zu machen.

Mit freundlichen Grüßen: Hurrtz

  1. hallo!

    ich finds scheiße. echt. wenn ich ein neues fenster haben will, dann mach ich es mir selber auf.

    mfg, johannes

    1. Hallo,

      diese Diskussion haben wir ier schon oft geführt.

      Ich stehe auf dem Standpunkt, wenn ich eine "normale Website" baue, sollte der User das selbst entscheiden können. Wenn es sich aber um eine Datenapplikation handelt, sollte dies der Programmdesigner nach Ergonomie-Kriterien entscheiden. Er sollte dann aber auch daran denken, nicht mehr benötigte Fenster wieder zu schließen.

      Ein praktisches Beispiel ist eine Erfassungsmaske (Formular). Für einige Felder gibt es eine Nachschlagefunktion. Die entsprechende Liste (und die Zusatzfunktionen) öffnet sich in einem Popup. Nach Auswahl eines Wertes wird dieser in das Formular übernommen und das Popup geschlossen.

      Ein zweites Beispiel ist die Großanzeige von Bildern aus einer Übersicht. Es wäre lästig, die Überichtsseite jedes Mal neu laden zu müssen.

      Grüße

      Tom

      1. Hallo Tom,

        ich danke dir für deine ausführliche Kritik.
        Es tut mir leid, dass dieses Thema schon so oft diskutiert wurde - ich hätte mich ja auch gerne informiert, wenn es mir möglich gewesen wäre, aber ich habe schon seit ca. 3 Stunden gewartet und die Ungeduld ist eine sehr menschliche Scwäche...

        Nun stellt sich mir ein weiteres Problem: Ist es denn so, dass sich ein Popup definitionsgemäß selbst öffnet? Kann man Fenster, die mit der Popup-Technik geöffnet werden, sich aber erst öffnen, wenn der Anwender es will (also so wie bei mir), noch als Popups bezeichnen?

        Mit freundlichen Grüßen an Tom und alle weiteren Forumsteilnehmer: Hurrtz

        1. Hallo,

          Nun stellt sich mir ein weiteres Problem: Ist es denn so, dass sich ein Popup definitionsgemäß selbst öffnet? Kann man Fenster, die mit der Popup-Technik geöffnet werden, sich aber erst öffnen, wenn der Anwender es will (also so wie bei mir), noch als Popups bezeichnen?

          Per Definition bin ich mir nicht sicher, landläufig werden aber alle Fenster, die per JS geöffnet werden, als Popups bezeichnet.
          Für die Zwecke, die Tom beschrieben hat, sehe ich keinen Grund, dies nicht zu nutzen, ich tu dies selber auf meinen Seiten.
          Etwas anderes ist es imho, Popups automatisch zu öffnen. Das kann sehr leicht zur Verärgerung der Besucher führen und sollte meiner Meinung nach tunlichst vermieden werden.
          Auch sollte sichergestellt sein, daß die Informationen bei abgeschaltetem Js trotzdem erreichbar sind, dann spricht nach meinert Überzeugung nichts gegen deren Verwendung.

          Gruß

          Kurt

          --
          "Mut ist eine Tugend, doch Angst beweist Vernunft, Bewusstsein und Phantasie. Die Kunst ist es abzuwägen."
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          1. Hallo Kurt,
            ich danke dir für deine Meinung.
            Sie wird sicherlich bei meiner Entscheidung über die Weiterführung von Popups Verwendung finden.

            Mit freundlichen Grüßen an Kurt und alle weiteren Forumsteilnehmer: Hurrtz

      2. Hallo Tom,

        Ich stehe auf dem Standpunkt, wenn ich eine "normale Website" baue, sollte der User das selbst entscheiden können. Wenn es sich aber um eine Datenapplikation handelt, sollte dies der Programmdesigner nach Ergonomie-Kriterien entscheiden. Er sollte dann aber auch daran denken, nicht mehr benötigte Fenster wieder zu schließen.

        Ich habe Webapplikationen gesehen, welche genau mit diesem Argument Popup-Fenster für jede weitere Formular- bzw. Interaktionsebene wählen. Heraus kommen also bis zu mehrere Fenster, welche miteinander nicht streng verbunden sind, das heißt, es ist nicht mit JavaScript die Aufgabe des einen, aktiven Fensters gelöst. Nach dem Öffnen hängen die Fenster in der Regel ohne erkennbare Verknüpfung irgendwo in der Raumzeit herum und es gibt in der Regel nur Links zu weiteren Fenstern mit Formularen, das Absenden des Formulars und das Schließen des Fensters. Das ist an sich unnötig, weil viele Applikationen eine wunderbar konsequente hypertextartige Sitehierarchie bzw. Interfacestruktur haben. Bis auf das Sessiongedöhns, welches man in den Query String schieben muss, ließe sich prinzipiell jedes Teilinterface/jede Datenmaske mit einer URL benennen. Die Funktionen zur Bearbeitung der Datensätze könnten ohne weiteres über eine Verzeichnisstruktur (in der Dokumentnavigation und in der URL) abgebildet werden und die einzelnen Funktionen zur Manipulation der Datensätze über klassische Listenmenüs zugänglich gemacht werden. Eine echte Gleichzeitigkeit, direkte Abhängigkeit und Querkommunikation (»damit Formular 1 in Fenster 1 abgesendet werden kann, muss in Formular 2 in Fenster 2 etwas gewählt werden, welches sich nach der Wahl schließt und die Daten in Formular 1 in Fenster 1 zurückschreibt« usw.) existiert nur in den seltensten Fällen, eine Parallelität ist somit nicht nötig, denn der Rest ist hierarchisch im klassischen beispielsweise über Breadcrumb Trails abbildbaren Sinne. Das ergäbe eine stets einfache und sich selbst erklärende Navigation, die die grundlegende Orientierung (Wo bin ich, wo komme ich her, wo kann ich hin...) jederzeit durch Pfade und Verzweigungen der jeweiligen Ebene sicherstellt. Bei der Popup-Lösung ist bereits im zweiten Popup nicht mehr ersichtlich, welcher Datensatz gerade bearbeitet wird, weil es mehr oder weniger anonym und in keinen Kontext eingebunden ist (was kein grundsätzliches Problem einer Mehrfensterlösung ist, dennoch ist das Realisieren eines Quersprungs nach oben/zurück oder zu einer anderen Untertabelle/-maske sinnlos). Das geht meist aus der Beschaffenheit des Backends hervor, genauer gesagt aus der Organisation der Programme/Scripts zur Datenmanipulation. Der Programmierer freut sich über solche Strukturen, das Interface wird dadurch inkonsistent, weil die Bedienung in anderen Bahnen verläuft als die der Verarbeitung. Was im Frontend eine Hierarchie ist, ist im Backend ein autarkes Script mit unterschiedlichen Parametern. So interessieren sich die Scripts, die letztlich die Datenbankoperationen vornehmen, nicht um den Kontext, in welchem sie aufgerufen wurden und wenn sie ihren Dienst getan haben, leiten sie direkt weiter zu einem neuen Fenster oder schließen sich nur, im schlimmsten Falle noch, ohne das Elternfenster mit der Übersicht zu aktualisieren.

        Ein praktisches Beispiel ist eine Erfassungsmaske (Formular). Für einige Felder gibt es eine Nachschlagefunktion. Die entsprechende Liste (und die Zusatzfunktionen) öffnet sich in einem Popup. Nach Auswahl eines Wertes wird dieser in das Formular übernommen und das Popup geschlossen.

        Solche Fallunterscheidungen bzw. Alternativwege lassen sich ebenso unproblematisch über eine lineare Schritt-für-Schritt-Abfrage (bei Software nennen sich solche flexibel interaktiven Abfrage-Spielchen oft »Wizard«) mit entsprechenden selektiven Zwischenschritten lösen, anders gedacht wäre sowohl serverseitig als clientseitig dynamisches Einfügen der fraglichen Auswahlliste samt Abhängigkeiten mit anderen Formularteilen unter ähnlichem Aufwand möglich. Wenn man erst einmal JavaScript als gegeben voraussetzt, lassen sich über DHTML und Formularmanipulation ungeahnte Aufgaben lösen, ohne sich der Komplexität von mehreren Fenstern mit aufeinander aufbauenden Formularen, welche auch noch miteinander kommunizieren müssen, auseinanderzusetzen.

        Ein Beispiel, was mir kürzlich jemand in Antwort auf meinen Popup-Artikel zeigte, ist http://www.buda.de/service/. Darauf lassen sich die meisten obigen Aussagen anwenden und ich könnte mir diese Applikation um einiges benutzbarer ohne Popups vorstellen (sicherlich ist die Frage nach benutzbaren und verständlichen Interfaces nicht das einzige Kriterium, welches eine Rolle spielt). Ich werde das noch näher untersuchen und eventuell eine beispielhafte Alternativversion (Frontend) erstellen.

        Mathias

        1. Hallo Mathias,

          ich habe noch nicht alles (verstandenesgemäß) durchgelesen, aber ich werde es noch tun. Versprochen.

          Ein Beispiel, was mir kürzlich jemand in Antwort auf meinen Popup-Artikel zeigte, ist http://www.buda.de/service.

          Ich habe mir das angesehen und auf den ersten Blick gedacht: Saubeuer und übersichtlich aufgebaut. Nach den Clicks auf Anmelden (mehrere) dachte ich jedoch, dass die Firma einen guten Webprogrammierer gebrauchen könnte. Man hat schlichtweg vergessen, den Namen (Bezeichner) des Fensters in JavaScript wiederzuverwenden.

          Es gibt einen Weg durch den Dschungel von HTML und JavaScript. Allerdings ist es manchmal schwer, den einzuhalten.

          Grüße

          Tom

          1. Hallo,

            Ein Beispiel, was mir kürzlich jemand in Antwort auf meinen Popup-Artikel zeigte, ist http://www.buda.de/service.

            Ich habe mir das angesehen und auf den ersten Blick gedacht: Saubeuer und übersichtlich aufgebaut. Nach den Clicks auf Anmelden (mehrere) dachte ich jedoch, dass die Firma einen guten Webprogrammierer gebrauchen könnte. Man hat schlichtweg vergessen, den Namen (Bezeichner) des Fensters in JavaScript wiederzuverwenden.

            Nur für den Fall, dass du dich (oder andere Mitleser) dort tatsächlich anmelden wolltest: Ich habe natürlich nur vom Demonstrationszugang gesprochen, wie er auf der rechten Seite beschrieben ist, die Zugangsdaten für das Gastkonto lauten bk / bk. Dann beispielsweise über Betrieb -> Bilanzjahr -> Energie-Verbrauch -> Neue Buchung usw. durchhangeln, dann wird das Sitekonzept deutlich. Bezüglich des rein technischen Fehlers hast du natürlich recht.

            Mathias

    2. Hallo Johannes,

      ich finds scheiße. echt. wenn ich ein neues fenster haben will, dann mach ich es mir selber auf.

      danke für deine Kritik, aber meine Popups öffnen sich doch erst, wenn der User es will.
      Ich kann mir vorstellen, dass es User gibt, die es nicht mögen, wenn sich ungefragt Fenster öffnen. Das hatte ich weder vor, noch werde ich soetwas einbauen.

      Mit freundlichen Grüßenan Johannes und alle weiteren Forumsteilnehmer: Hurrtz

      1. Hallo,

        danke für deine Kritik, aber meine Popups öffnen sich doch erst,
        wenn der User es will.

        ...kennzeichnest Du denn jeden Link, der in ein popup führt? ;-) Wahrscheinlich doch eher nicht, oder? Dann weiß also doch der Besucher gar nicht, das sich gleich ein Popup öffnet....

        Chräcker

        1. Hallo Chräcker,

          danke für deinen Hinweis.
          So habe ich die Angelegenheit natürlich noch nicht betrachtet...

          Na, mal sehen.

          Mit frendlichen Grüßen an Chräcker und alle weiteren Forumsteilnehmer: Hurrtz

        2. Hallo Chräcker und Hurrtz,

          danke für deine Kritik, aber meine Popups öffnen sich doch erst, wenn der User es will.

          ...kennzeichnest Du denn jeden Link, der in ein popup führt? ;-) Wahrscheinlich doch eher nicht, oder? Dann weiß also doch der Besucher gar nicht, das sich gleich ein Popup öffnet....

          Naja, und selbst wenn hinter einem Link großzügigerweise »Link öffnet sich in einem neuen Fenster« oder ähnliches steht, dann muss man nicht nur bedenken, dass der Benutzer unter Umständen nicht die Grundlagen des Benutzerinterface kenn, er ist also beispielsweise nicht routiniert darin, aufgehende Fenster zu maximieren usw. (so auch im Falle von target="_blank", habe ich schon öfters gesehen), sich einen Überblick über die Taskleiste zu verschaffen, die Fenster in ihrer Funktion und impliziten Abhängigkeit zu erkennen und hin- und her zu springen usw., sondern auch, dass er von sich aus keinen Schimmer hat, was ihm diese Nachricht sagen soll. Das heißt, es ist ihm sowieso nicht möglich, in irgendeiner Weise darauf zu reagieren oder es gar zu unterbinden, vor allem bei window.open()-Fenstern ist es letztlich nur in Spezialfällen von Vorteil, dass der Benutzer bereits vorher darum weiß.

          Wenn der Benutzer schon keine Wahl hat, bestünde noch die Möglichkeit, ihn auf sein Schicksal zumindest vorzubereiten, aber um dem Benutzer die Kompetenz zu vermitteln, die er benötigt, um eine auf Popups basierende Navigation wie beispielsweise bei einer Bildergalerie effektiv für sich zu nutzen, wäre bereits eine bebilderte Anleitung mittleren Umfangs nötig. Insofern wirft man manche Benutzer so oder so ins kalte Wasser.

          Mathias

          1. Hallo,

            oh ja, Danke, wie konnte ich "meine Alten" vergessen? (ohne Ironie gemeint ;-)) Du hast natürlich recht, denn die ganzen Anfänger, die ich in den letzten Jahren ins Internet begleitet habe, stoßen sich meistens an folgenden Punkten:

            1. warum geht der Inhalt nach oben weg, wenn ich die Scrolleiste nach unten bewege und warum nach unten, wenn ich die Leiste nach oben bewege? ;-)

            und

            2)  an sich öffnenden Fenster, das Problem können sie aber noch nicht mal benennen, weil sie noch nicht mal wissen, das das jetzt ein Fenster ist, das da quasie  jetzt zwei "unabhängige" Programme laufen, das das bisherige "dahinter" ist, das es ein "dahinter" überhaubt gibt und warum jetzt plötzlich die Schalter weg sind bzw alles anders aussieht etc ,-)

            Chräcker

  2. Hallo,

    ich persönlich sehe seltens einen Sinn in popups. Deswegen setze ich sie bis auf wenigen Ausnahmen nicht ein. Manchmal wünschen Kunden explizit ein Popup für die anzuzeigenden "erläuternden" Bilder. Das sind wohl auch die meist anzutreffenden popups. Diese sind aber meistens mit JS realisiert worden, und das führt dazu, das ich nicht mehrere Bilddateien "hintereinander weg" anfordern kann, um sie dann, fein auf Tabseiten verteilt, nacheinader mir anzusehen. (Weil jedes neue anklicken eines weiteren "hier-ist-das-Bild"-Links nur dazu führt, das das "eine" Popup mit eben diesem zuletzt angeforderten Bild beladen wird.) Das bremst....

    Um mich aber gebührend darüber zu ärgern fehlt mir die Zeit ;-) Deswegen unterbinde ich alle automatischen popups (und laß mir das unterdrücken über Icon in der Statusleiste anzeigen) und bestimme per mittlerer Maustaste bei jedem link selber, ob ich dafür einen neuen "Tab" aufmachen will oder nicht... Als User muß man sich ja nicht entmündigen lassen ,-)

    Chräcker

    1. Hallo Chräcker,

      ich danke dir für deine Kritik.
      Ich werde sehen, inwieweit sie bei meiner Seite Verwendung findet.
      Irgendwie wird sie aber auf jeden Fall Verwendung finden...

      Mit freundlichen Grüßen an Chräcker und alle weiteren Forusmteilnehmer: Hurrtz

  3. hi,

    Meiner Ansicht nach sind sie wegen dem Javascript und der (von mir) ausgeschalteten Statusleiste, etc. (-> ist in dem Bereich, indem ich sie verwende, halt einfach nicht notwendig).

    ob _ich_ meine statusleiste, meine menüleiste etc. irgendwo für "notwendig" halte, kannst _du_ doch gar nicht wissen.

    gruss,
    wahsaga