Thomas J.: Was ist die Einheit Lpi?

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aber leider habe ich ja noch eine andere Unbekannte die GS (Summe der darstellbaren Graustufen) Sie wird ja hier nicht angegeben:

Anzahl Graustufen = (Auflösung des Ausgabegerätes in dpi/Rasterweite in lpi)²

Man kann damit alles mögliche hin und her rechnen. Grundsätzlich kann die Anzahl der Graustufen nicht größer als 256 sein. Eine geringere Anzahl ist je nach Motiv akzeptabel oder auch nicht. Beispielsweise wird man bei einer Landschaftsaufnahme nur schwer auf Abstufungen verzichten können, weil es sonst in dem wunderschönen blauen Himmel zu Abrissen kommt. Der Effekt ist ähnlich wie bei einem gif-Bild, wo zu wenig Farben drin sind.

Die Rasterweite (lpi) ist ein drucktechnisches Maß, das angibt wie fein das verwendete Druckraster ist. 150 lpi bedeutet 150 Linien pro inch. Die entsprechende Bildauflösung für eine optimale Qualität ist demnach 300 dpi. Wenn ich nämlich 150 Linien zeichne, muß ich dazwischen natürlich etwas Abstand lassen, damit die Linien auch als solche erkennbar sind. Also habe ich 150 Strich + 150 kein Strich. Hätte das Bild nur 150 dpi, würde die Hälfte von jedem Bildpunkt durch das Druckraster fallen.
Eine höhere Bildauflösung bringt keine Qualitätssteigerung mehr, sondern nur einen Zuwachs an Dateigröße.

Beispiel (qualitativ hochwertiger Druck):
Ich möchte ein 80-er Raster drucken, d.h. 80 lpcm = 200 lpi.
Die Bildauflösung für eine maximale Qualität wäre demnach 400 dpi.
Um dabei auch die bestmögliche Anzahl an Graustufen zu produzieren, muß die Druckerei das Bild mit (Wurzel aus 256)*200 lpi = 3.200 dpi ausgeben. Da kann nur ein Postscript-Belichter der gehobenen Preisklasse.

Thomas J.