Orlando: zur Reformdebatte in Deutschland

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Hi Ludger,

es gibt grundsaetzlich zwei "Konzeptrichtungen": die einen beschwoeren die Gerechtigkeit, die anderen die Fairness.

beides sind positiv besetzte Begriffe, wie sehen diese Konzepte im Detail aus?

Wobei Gerechtigkeit und Fairness immer auch Umverteilung bedeuten, Gerechtigkeit aber deutlich mehr als Fairness.

Weil Fairness eher etwas mit freiwilligem Verzicht zu tun hat, Gerechtigkeit aber mit der Verteilung der Ansprüche? Jedenfalls entspräche das meinem Sprachempfinden.

Was wäre denn gerecht und wie lässt sich das argumentieren?

Mach mal einen Vorschlag.

Ich werde mich hüten ;-) Ich finde, das Sozialwesen kann nicht "gerecht" sein, dafür ist der Hintergrund der Anspruchsberechtigten zu vielfältig.

Ich versuch's auch mal: Chancengerechtigkeit oder Chancengerechtigkeit

Worin unterscheiden sich diese? *g*

oder die Feststellung, dass viele Ethikfragen schlichtweg vom Staat _geregelt_ sind
Kündigungsfristen als Frage der Ethik? Steckt da wirklich ein Alt-68er in dir?

Durchaus, ich habe die Zeit ja voll miterlebt.

Das beantwortet aber nicht die eigentliche Frage: Findest du, dass Kündigungsfristen vollkommen frei vereinbar sein sollten bzw. dass eine Überregulierung vorliegt? Wenn ja, wie würdest du die Rahmenbedinungen definieren, wenn es um Kranke, Schwangere, Ältere usw. geht? Meinst du, frei vereinbare Fristen wären fair? Oder gar gerecht?

oder die "Redewendung", dass es 'eine Art vagabundierendes Moralkapital' gibt.
[Phrasenschwein]
Aber der anvisierte Sachverhalt ist doch nicht ganz ungegeben (political corectness).

Die berechtigte Aufregung mit diesem Begriff abzuqualifizieren halte ich nicht für korrekt, ganz im Gegenteil.

und dass man die Aufregung bezüglich millionenschwerer Abfertigungen so betitelt, sagt uns einiges über den Interviewten.

Was haeltst Du von der Neid-Debatte? Ist das nicht voellig destruktiv?

Neid bedeutet, jemand anderem etwas zu neiden, was mit dieser Debatte nichts zu tun hat. Hier geht es um die Anprangerung unverschämter Selbstbedienung.

Und wenn Dein Vorgesetzter viel verdient oder der Boss vom Boss bekommt noch mehr, bejkommst Du dann gute oder schlechte Stimmung?

Da bist du bei mir beim Richtigen. Es ist nämlich mein Job, anderen Leuten (und mir ;-)) die Gehälter auszuzahlen. Darunter sind mein Boss und dessen Boss, ja. Die Zahlen, die ich sehe bedeuten für mich nur eines: Arbeit. Wer was verdient, ist mir egal und dass dies nicht unbedingt etwas mit erbrachter Leistung zu tun hat, stört mich auch nicht wirklich.

Aber den Sachverhalt "Die, die das richtige wollen und das falsche machen" gibt es doch?

Ja. Überall.

Grüße,
 Roland

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