Hi,
Die aussergerichtliche Einigung in den USA ist ja wohl eher ein Witz:
"Ihr habt Euer Monopol missbraucht".
"Ok, wir zahlen die Strafe dann mit kostenlosen Lizenzen unserer Programme fuer Schulen".
so etwas nennt man normalerweise Verfahrenseinstellung gegen Bussgeld und ist durchaus ueblich.
Abgesehen davon wird der Markt fuer Mediaplayer und Co. in den naechsten Jahren kommen. Spaetestens wenn Filme mit DRM gesichert sind, werden sich die Filmfirmen Lizenzen fuer bestimmte Codecs und Formate kaufen muessen. Kann MS dann auf eine entsprechende Verbreitung des Mediaplayers hinweisen, klingelt bei denen die Kasse.
Das sind Argumente. Aber dennoch geht mir personelich der "EU-Wettbewerbskommissar" auf die Nerven. Waechter dieser Art lehnen sich oft aus Eigeninteresse zu weit aus dem Fenster.
Abgesehen davon: sowohl in den USA als auch in Europa sind die entsprechenden Gremien (Gerichte, Ausschuesse, ...) vom Missbrauch ueberzeugt. Sind die Untersuchungen in den USA auch von den wirtschaftsfeindlichen Kraeften in Europa beeinflusst worden?
Auch in den USA gibt es natuerlich Personen, die sich einen Namen machen moechten.
Aber was soll Microsoft denn anders machen als "Windows" einen "Media-Player" beizufuegen? Oder auch einen "http-Client"? - Das sind doch nun mal durchaus auch Aufgaben eines (guten ;-) Betriebssystems.
Gruss,
Lude