Markus Trusk: Argh SuSE

Moin,
Ich habe gestern SuSE neu installiert, aber diesmal nur mit minimaler grafischer Oberfläche + KDE komplett. Es funktionierte tadellos. Danach habe ich alle verfügbaren Updates heruntergeladen und als ich heute den Rechner neu startete, funktionierte absolut nichts mehr.
Bei booten erhalte ich zB solche Meldungen bei den ganzen Checks, die er durchläuft:
Cant open dependencies file ..... PFAD                FAILED
Mein Internet funktioniert auch nicht mehr, sowie alle Windowspartitionen und Laufwerke können nicht mehr gemountet werden. (Fehlernmeldung zB bei d. Windowspartition: ntfs wird vom Kernel nicht untestützt).
Wenn ich mir /etc/fstab ansehe, stehen aber die richtigen Pfade drin.
Wenn ich jetzt mal auf Kontrollzentrum gehe und auf Linux Kernel, bekomme ich die Meldung, dass die Kerneldatei nicht gelesen werden konnte (oder so ähnlich).
Was ist da schon wieder los, und gibt es eine Möglichkeit dieses Chaos wieder rückgängig zu machen?

Markus Trusk.

  1. morgens,

    Ich habe gestern SuSE neu installiert

    Welchen Kernel hast du bzw. welche SuSE-Version?

    aber diesmal nur mit minimaler grafischer Oberfläche + KDE komplett

    Das ist schwer vorstellbar, weil YaST unter "minimales grafisches System" KDE nicht mitnimmt. Hast du zusätzlich "KDE komplett" eingestellt, ist das kein "Minimalsystem" mehr, wie es YaST meint  -  da hättest du anstelle von KDE den guten alten FVWM2.

    Danach habe ich alle verfügbaren Updates heruntergeladen

    Das kann ein Fehler gewesen sein, weil du dabei auch neue Kernelsourcen bekommst und beispielsweise der link /usr/src/linux nicht mehr stimmt (falsche Version) sowie genau das passiert, was du beschreibst: die Module unter /lib werden unter Umständen anders verlinkt.

    Cant open dependencies file ..... PFAD                FAILED

    Korrekt. Die links in /boot stimmen nicht mehr. Du mußt sie auf die neuen Pfade setzen.

    Wenn ich mir /etc/fstab ansehe, stehen aber die richtigen Pfade drin.

    /etc/fstab hat mit deinem Problem zum Glück nichts zu tun.

    Was ist da schon wieder los, und gibt es eine Möglichkeit dieses Chaos wieder rückgängig zu machen?

    Du müßtest von CD bzw. DVD starten können, dann wird der Kernel von der CD eingelesen. Du sagst YaST, daß du das "installierte System booten" möchtest  -  es gibt ein paar kleine Fehlermeldungen (falscher Kernel, Module werden nicht gefunden), aber dein System müßte hochfahren. Alle links in /boot kontrollieren, das sollte genügen. Wenn du sehr gründlich sein willst, baust du dir bei der Gelegenheit gleich deinen Kernel neu.

    Grüße aus Berlin

    Christoph S.

    1. Hi,

      Du müßtest von CD bzw. DVD starten können, dann wird der Kernel von der CD eingelesen. Du sagst YaST, daß du das "installierte System booten" möchtest  -  es gibt ein paar kleine Fehlermeldungen (falscher Kernel, Module werden nicht gefunden), aber dein System müßte hochfahren. Alle links in /boot kontrollieren, das sollte genügen. Wenn du sehr gründlich sein willst, baust du dir bei der Gelegenheit gleich deinen Kernel neu.

      Also ich kann das System auch booten, aber es funktioniert eben kein Internet mehr und die Laufwerke sind auch nicht mehr gemountet.
      Wie weiß ich denn, wo die neuen Pfade sind?

      Markus Trusk.

      1. Kann es eigentlich damit zu tun haben, dass ich die Checkbox "Quelldateien nach dem Update löschen" (oder so ähnlich) angeklickt habe? Oder sind damit die Quelldateien von den Downloads der Updates gemeint?

        Markus Trusk.

        1. Hi!

          Kann es eigentlich damit zu tun haben, dass ich die Checkbox "Quelldateien nach dem Update löschen" (oder so ähnlich) angeklickt habe? Oder sind damit die Quelldateien von den Downloads der Updates gemeint?

          Nein, damit hängt das nicht zusammen. Das sind nämlich - wie du richtig vermutet hast, die Quelldateien der Updates.

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          Grüße,

          Fabian St.

          1. Aha, was soll ich jetzt am besten machen? Wwenn ich Christophs Vorschlag beherzige, muss ich doch wissen, wo die Pfade jetzt sind. Neuinstallation wird wohl auch nicht viel bringen, da nach den ersten Updates wieder der gleiche Mist entsteht.
            Ich frage mich allerdings, wieso das von der Programmierung so ist, dass plötzlich die Pfade ganz wo anders sind, ich meine die Programmierer können sich ja wohl denken, dass dann so etwas entsteht.
            Übrigens habe ich SuSE 9.0.

            Markus Trusk.

            1. Hallo,

              Ich frage mich allerdings, wieso das von der Programmierung so ist, dass plötzlich die Pfade ganz wo anders sind, ich meine die Programmierer können sich ja wohl denken, dass dann so etwas entsteht.

              <debian-mode>Das ist der Grund, warum ich schon lange keine SuSE mehr benutze - man weiß nie, wann oder warum sowas passiert.[1]</debian-mode>

              Abgesehen von meinen natürlichen Antipathien gegenüber SuSE hast du völlig recht, es ist ziemlich [dämlich] seltsam die Pfade woanders hinzulegen, und du müsstest schon beim Support fragen, was das soll.

              [1] Wenn ich so etwas bei einem Update meines Systems bemerke, dann mache ich mir nicht allzugroße Sorgen, mache, wenn es den nicht längst gibt einen Bugbericht, und schwupps beim nächsten täglichen Update ist das behoben. Zugegeben, dass ganze Kernel-Pfade versteckt werden passiert einfach nicht.

              Grüße aus Barsinghausen,
              Fabian

            2. hallo,

              Wenn ich Christophs Vorschlag beherzige, muss ich doch wissen, wo die Pfade jetzt sind

              Es sind nicht eigentlich "Pfade", sondern Versionsnummern. "SystemMap" und "vmlinuz" (das ist immerhin dein Kernel!) in /boot sind lediglich Softlinks zu den entsprechenden "echten" Dateien im selben Verzeichnis. Schau dir einfach mal dein /boot-Verzeichnis genau an.

              Übrigens habe ich SuSE 9.0.

              Aha. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, wenn du deine "Updates" mit YOU gemacht hast, kriegst du das, was für die aktuelle SuSE 9.1 gebaut wurde, und das ist auch eine ganze Menge. Auf jeden Fall bekommst du einen neuen Kernel (2.6.4, zumindest die Sourcen dafür), während dein "altes" System einen 2.4.x-Kernel hat(te). Das paßt hinten und vorne nicht zusammen, weil deine Module natürlich auf einen 2.4er Kernel eingestellt sind. Es ist zwar mit etwas Arbeit verbunden, aber es ist nach einem Update immer geraten, sich seinen Kernel neu zu bauen und zu installieren  -  wenn dann Probleme auftreten, hat man sie wenigstens selber produziert *g*

              Die Internetverbindung hat bei mir mit SuSE 9.0 problemlos funktioniert, bei der 9.1 kriege ich meinen Rechner auch (noch) nicht online.

              Übrigens stimme ich Fabian sehr zu: es sind genau diese Unwägbarkeiten, über die die SuSE auch nirgends Auskunft gibt, die genügend Anlaß geben, sich ein besseres und zuverlässigeres LINUX auszusuchen. Die Auswahl ist schließlich groß genug.

              Grüße aus Berlin

              Christoph S.

              1. Hi,

                Übrigens stimme ich Fabian sehr zu: es sind genau diese Unwägbarkeiten, über die die SuSE auch nirgends Auskunft gibt, die genügend Anlaß geben, sich ein besseres und zuverlässigeres LINUX auszusuchen. Die Auswahl ist schließlich groß genug.

                Ja, das habe ich auch schon bemerkt, nur ist die SuSE Installation fast idiotensicher und es lässt sich auch problemlos mit Windows zusammen installieren, was ich bei anderen Distris leider nicht behaupten kann, was die Installation angeht (zb keine Internetverbindung, usw usw)
                Habe zwar Mandrake und Debian noch nicht probiert, aber ich glaube kaum, dass es leichter sein wird als SuSE. Dabnei meine ich das verlinken usw.

                Markus Trusk.

                1. Hallo,

                  Habe zwar Mandrake und Debian noch nicht probiert, aber ich glaube kaum, dass es leichter sein wird als SuSE. Dabnei meine ich das verlinken usw.

                  Du brauchst keine Internetverbindung, wenn du CDs von Debian oder Mandrake hast. Nur, da hast du Recht, solltest du dein (Windows-)System auf die Linux-Installation vorbereiten, indem du

                  1. Ein komplettes Backup aller dir wichtigen Daten machst.
                  2. Mit einem Tool deiner Wahl die Partitionstabelle darauf vorbereitest, dass ein Linux installiert werden kann, indem du freundlicherweise eine Swap- und eine ext3-Partition anlegst, wobei du darauf achten solltest, dass Swap in etwa so groß ist wie dein RAM (ab 1GB brauchst du dann kein Swap mehr) wird und die ext3-Partition, wo Linux dann installiert wird mindestens etwa 4 Gigabyte, lieber ein bisschen mehr.

                  Alles andere sollte Mandrake und auch der neue Debian-Installer, sobald er denn mitsamt Debian 3.1 "sarge" veröffentlich wird, wirklich völlig allein können. Zu verlinken ist da auch bei Updates nichts.

                  Grüße aus Barsinghausen,
                  Fabian

                  1. hi Fabian,

                    1. Ein komplettes Backup aller dir wichtigen Daten

                    Das versteht sich eigentlich von selbst.

                    1. freundlicherweise eine Swap- und eine ext3-Partition anlegst

                    Für die SWAP gibst du selbst an, daß ab einer bestimmten (Platten-)Speichergröße kein unbedingtes Erfordernis besteht. Zu Ext3: das ist Geschmackssache. Ein Journalling-System sollte es schon sein, aber da gibts ja noch mehr.

                    die ext3-Partition, wo Linux dann installiert wird mindestens etwa 4 Gigabyte, lieber ein bisschen mehr.

                    "ein bißchen mehr" kann sehr ratsam sein. Ich habe, als ich es mal gründlich machen wollte, GenToo auf einer 5 GB-Partition nur deswegen nicht zusammenbauen können, weil das gute Stück sehr viel temporären Kram anlegt, wenn man es sich Stückchen für Stückchen selber zusammenschraubt (KDE belegt da allein ungefähr 2 GB).

                    Alles andere sollte Mandrake und auch der neue Debian-Installer, sobald er denn mitsamt Debian 3.1 "sarge" veröffentlich wird, wirklich völlig allein können

                    "sarge" gibts doch schon. Ich habs hier. Was ist denn daran ein "neuer Installer"?

                    Grüße aus Berlin

                    Christoph S.

                    1. So,
                      jetzt habe ich SuSE 9.0 einfach nochmal drüber installiert. Eigentlich zum 2. Mal heute, weil ich dummerweise in fstab herumgespielt habe und die Linuxpartition auf readonly gesetzt habe, wodurch ich nichts mehr nach Neustart ändern konnte, nicht mal mehr mit Knoppix :)
                      Vielleicht noch eine kleine Frage:
                      Ich habe Mozilla installiert, nur lässt er mich immer nur einen Browser zur gleichen Zeit starten. Irgendwie ist das ein bißchen nervig. Kann man das irgendwie umgehen, ohne dass man 2 Profile anlegen muss?

                      Markus Trusk.

                      1. Hallo,

                        Ich habe Mozilla installiert, nur lässt er mich immer nur einen Browser zur gleichen Zeit starten.

                        Wenn du mehrere Fenster willst versuch mal Datei-Neu-Fenster, oder <strg><n>.

                        Gruß
                        Alexander Brock

                        --
                        Selfcode: ss:{ zu:| ls:# fo:| de:] va:) ch:? sh:( n4:? rl:? br:> js:) ie:{ fl:| mo:}
                        http://emmanuel.dammerer.at/selfcode.html
                        Deshalb können Pinguine nicht fliegen:
                        Was nicht fliegt kann auch nicht abstürzen
                        1. Hi,
                          danke STRG + N funktioniert :)

                          Markus Trusk.

                          1. Hallo Markus,

                            ich kann Dir Fedora Core 2 wärmstens empfehlen :-)
                            Gestern in 20 Minuten installiert, Dualboot mit XP, kein Problem.
                            Seit ich von SuSE zu RedHat umgestiegen bin, wollte ich nie wieder zurück.

                            Freundliche Grüsse,

                            Vinzenz

                            1. Hallo Vinzenz,

                              ich kann Dir Fedora Core 2 wärmstens empfehlen :-)
                              Gestern in 20 Minuten installiert, Dualboot mit XP, kein Problem.
                              Seit ich von SuSE zu RedHat umgestiegen bin, wollte ich nie wieder zurück.

                              Ist es nicht so, dass man für RedHat eine beliebige Distribution in deinen Ausdruck einsetzen kann, ohne dass er false zurückgeben würde? :)

                              Grüße aus Barsinghausen,
                              Fabian

                      2. hi XnetworkX,

                        jetzt habe ich SuSE 9.0 einfach nochmal drüber installiert

                        upsa. _wie_ hast du das gemacht, Partition gelöscht und neu geschrieben oder Update von CD gefahren?

                        in fstab herumgespielt [...] und die Linuxpartition auf readonly gesetzt

                        Na und? Kein Problem. Läßt sich leicht reparieren.

                        wodurch ich nichts mehr nach Neustart ändern konnte, nicht mal mehr mit Knoppix :)

                        Natürlich kannst du ändern, und Knoppix kannst du vergessen, wenn deine SuSE  -  egal auf welche Weise  -  irgendwie gebootet werden kann.

                        Ich habe Mozilla installiert, nur lässt er mich immer nur einen Browser zur gleichen Zeit starten. Irgendwie ist das ein bißchen nervig. Kann man das irgendwie umgehen, ohne dass man 2 Profile anlegen muss?

                        Die Antwort hast du ja bereits. Ich mag mozilla nicht mit einer SuSE verwenden, das ist irgendwie eine Verhöhnung für mozilla. Und ich sage nochmals, daß ich die SuSE zwar einigermaßen zu kennen glaube, aber schon eine Weile nicht mehr mag.

                        Ich weiß übrigens nicht, ob dir news:de.comp.os.unix.linux.misc und/oder news:alt.linux.suse bekannt ist. Im Grunde genommen wärst du mit deiner Nachfrage dort etwas besser aufgehoben als hier, allerdings ist der Umgangston deutlich rauher.

                        Grüße aus Berlin

                        Christoph S.