Hi Christian,
c) auch noch mein Betriebsystem wechsen sollte, nur, um einen Quelltexteditor nutzen zu können (der allerdings angeblich wirklich nicht schlecht sein soll)
Fast alle die geantwortet haben, kommen aus der Linux-Ecke, dennoch äußern sie alle etwas zum Dreamweaver, was auf bloßen Vermutungen beruht.
Es ist Fakt, dass ...
der Quelltexteditor im Dreamweaver nicht viel taugt, wohl aber der des externen mitgelieferten Homesite.
Es wird halt aus Deinem Posting deutlich, dass Du über eine Sache schreibst, die Du nur vom Hörensagen kennst. Das gleiche gilt für alle anderen Vorposter. Mehr wollte ich nicht sagen.
b) Dreamweaver dadurch mehr RAM verbraucht, als wenn es nur ein Source-Editor wäre
Jede grafische Oberfläche verbraucht mehr RAM als eine textorientierte Oberfläche. Das ist aber doch wohl kaum ein Problem. Der Dreamweaver ist da auch - angesichts der Vielzahl der eingebundenen Tools - relativ bescheiden und läuft klaglos auch auf älteren Systemen.
c) ich von "WYSIWYG" nichts halte
Es kommt eben darauf an, was man macht. Wenn Du einen grafischen Entwurf umzusetzen hast, sind visuelle Tools halt nützlich. Wenn Du mit einem Editor und Browsern als Kontrollinstanz arbeitest, musst Du halt immer zwischen den Programmen hin und herschalten, um zu sehen, ob alles passt. Du arbeitest halt nicht im grafisch orientierten Bereich. Eine Grafik ist drei Pixel zu groß? Einmal anklicken, und Du hast im Dreamweaver die gleichen Befehle wie in Fireworks zum Beschneiden oder skalieren der Grafik.
d) Dreamweaver durchaus viel Geld kostet
Für den Hobbyisten ist das Ding natürlich teuer, aber für eine Firma dürfte das wohl das geringste Problem sein.
Ist Windows, ist nicht puristisch, muss also Scheiße sein *g*
Ich hab nicht gesagt, dass er Scheisse ist; ich schrieb sogar über den Source-Editor, dass dieser »sehr gut sein soll« (so wurde es mir zumindest erzählt).
Leider falsch.
Und die sonstigen Funktionen von Dreamweaver, die den Source-Editor betreffen, sind auch in anderen Programmen verfügbar, die _speziell_ für das Bearbeiten von Quelltexten entwickelt wurden.
Es gibt immer wieder Fragen im Forum, die ich mit dem Dreamweaver in Sekundenschnelle löse. Ein Beispiel: Jemand hatte neulich ein vermurkstes Riesenprojekt mit tausend Dateien und darunter einer stattlichen Zahl von Leichen. Sowas habe ich neulich auch übernommen, netterweise verteilt auf ein Chaos sinnfreier Unterverzeichnisse. Im Dreamweaver hat die Suche nach verwaisten Dateien und das Verschieben in ein Archivverzeichnis ein paar Sekunden gedauert, fast ausschließlich Lese- und Kopierzeit. Dass das CK an der Shell in gleichem Tempo schafft, halte ich für möglich, es sind aber viele berufen und nur wenige auserwählt *g* Anschließend das Ordnen der Verzeichnisse mit dem Reparieren aller Links: Einfach die Dateien hin und herschieben und bei der Frage, ob die Links repariert werden sollen, OK drücken - das hat doch was *g*
Dann der Debugger für den Quellcode: Wer würde bei irgendeiner Programmiersprache darauf verzichten wollen? Und der Vali ist zwar nett, aber erfordert doch immer etwas mehr Zeit, als mal eben zwischendurch ne Funktionstaste zu drücken.
Ich komme hier immer wieder in eine Werberolle für die Windowswelt, was mir eigentlich überhaupt nicht passt, aber mich ärgert einfach, dass immer wieder Stellung zu Dingen bezogen wird, die man nicht wirklich kennt. Unter Dreamweaver-Nutzern neige ich eher zu heftiger Kritik an bestimmten Features, die jedem auf die Nerven gehen, der mit dem Ding arbeitet, davon wurde aber bisher im Thread genau nichts erkannt, was meine Ausgangsthese bestätigt: Viele Linux-Freaks können der Versuchung nicht widerstehen, ihre zum Teil durchaus berechtigten Vorurteile abzulassen *g*
Viele Grüße
Mathias Bigge