Frage zur Benennung der Platten/Partitionen bei Grub
Fabian St.
- sonstiges
0 Vinzenz
Hi!
Ich habe mir in meine Workstation vor ein Paar Tagen eine neue Festplatte eingebaut, um mir darauf Gentoo zu installieren. Da sie als Secondary Master angeschlossen ist, hat sie demnach die Bezeichnung /dev/hdc unter Linux. Primary Slave ist mein Brenner, Primary Master meine andere Festplatte.
Ich wollte nun meinen bestehenden Grub unter SuSE 9.0 dazu veranlassen, mein neues Stage1 Gentoo zu starten. Also habe ich folgenden Eintrag in der menu.lst hinzugefügt:
title=Gentoo Linux 2.6.8-gentoo-r3
kernel (hd2,0)/vmlinuz-2.6.8 root=/dev/hdc3 #hdc1 ist /boot
Daraufhin quittierte mir Grub die Auswahl mir error 21: selcted disk does not exist.
Versuchsweise habe ich nun das ganze wie folgt verändert:
title=Gentoo Linux 2.6.8-gentoo-r3
kernel (hd1,0)/vmlinuz-2.6.8 root=/dev/hdc3
Wie durch ein Wunder funktioniert nun das ganze. Aber warum muss es denn (hd1,0) heißen - das ist ja hdb1 - und damit eigentlich mein Brenner!? Oder verstehe ich da was nicht?
Grüße,
Fabian St.
Hallo Fabian,
Ich habe mir in meine Workstation vor ein Paar Tagen eine neue Festplatte eingebaut, um mir darauf Gentoo zu installieren. Da sie als Secondary Master angeschlossen ist, hat sie demnach die Bezeichnung /dev/hdc unter Linux. Primary Slave ist mein Brenner, Primary Master meine andere Festplatte.
Grub zählt nur Festplatten, keine CD-ROM-Laufwerke, keine Brenner. Siehe auch http://www.gentoo.org/doc/de/handbook/handbook-x86.xml?part=1&chap=10
Somit ist Deine neue Festplatte die zweite Festplatte => (hd1,x)
title=Gentoo Linux 2.6.8-gentoo-r3
kernel (hd2,0)/vmlinuz-2.6.8 root=/dev/hdc3 #hdc1 ist /bootDaraufhin quittierte mir Grub die Auswahl mir error 21: selcted disk does not exist.
Das wäre die dritte Festplatte. Es gibt keine Äquivalenz zwischen hdc und hd2 :-)
Versuchsweise habe ich nun das ganze wie folgt verändert:
info grub hätte Dir gesagt, dass auf der grub-Kommandozeile Kommandovervollständigung vorhanden ist und z.B.:
root(
gefolgt von einem TAB Dir die Liste der Laufwerke, Partitionen angezeigt hätte.
title=Gentoo Linux 2.6.8-gentoo-r3
kernel (hd1,0)/vmlinuz-2.6.8 root=/dev/hdc3Wie durch ein Wunder funktioniert nun das ganze. Aber warum muss es denn (hd1,0) heißen - das ist ja hdb1 - und damit eigentlich mein Brenner!? Oder verstehe ich da was nicht?
Das ist kein Wunder, s.o.
Ich bin übrigens der Ansicht, dass info grub explizit erwähnen könnte, dass die Zählung der Festplatten ausschließlich Festplatten zählt und CD-ROM-Laufwerke außen vor läßt. Aber von meinem bisher einzigen (dazu mißlungenen) Versuch einer Gentoo-Installation konnte ich mich an diesen Passus in der Gentoo-Hilfe erinnern.
Freundliche Grüsse,
Vinzenz
Hi Vinzenz!
Grub zählt nur Festplatten, keine CD-ROM-Laufwerke, keine Brenner. Siehe auch http://www.gentoo.org/doc/de/handbook/handbook-x86.xml?part=1&chap=10
Genau den Teil habe ich überlesen, da ich dachte, dass es darin immer noch um den Framebuffer geht.
Somit ist Deine neue Festplatte die zweite Festplatte => (hd1,x)
Genau! Wenn ich dies nun beim kernel-Statement eintrage, funktionierts. Man muss eben darauf kommen, dass Grub keine CD-Laufwerke, etc. zählt.
Das wäre die dritte Festplatte. Es gibt keine Äquivalenz zwischen hdc und hd2 :-)
Das ist kein Wunder, s.o.
Ich bin übrigens der Ansicht, dass info grub explizit erwähnen könnte, dass die Zählung der Festplatten ausschließlich Festplatten zählt und CD-ROM-Laufwerke außen vor läßt. Aber von meinem bisher einzigen (dazu mißlungenen) Versuch einer Gentoo-Installation konnte ich mich an diesen Passus in der Gentoo-Hilfe erinnern.
Wo taucht bei dir denn ein Problem auf? Anfangs war ich auch etwas skeptisch, aber wenn man Schritt für Schritt nach der Anleitung vorgeht, ist die Installation m.E. nicht sehr schwierig.
Man sollte eben ein Grundwissen über Linux mitbringen und sich im klaren sein, was die einzelnen Befehle bedeuten.
Ich für meinen Teil kann bestätigen, dass ich alleine durch die Installation von Gentoo viel dazu gelernt habe.
Grüße,
Fabian St.
Hallo Fabian,
Wo taucht bei dir denn ein Problem auf? Anfangs war ich auch etwas skeptisch, aber wenn man Schritt für Schritt nach der Anleitung vorgeht, ist die Installation m.E. nicht sehr schwierig.
Nach Abschluß der Installation besaß ich kein benutzbares System. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, woran es exakt lag.
Man sollte eben ein Grundwissen über Linux mitbringen und sich im klaren sein, was die einzelnen Befehle bedeuten.
Das bringe ich schon mit :-)
Ich für meinen Teil kann bestätigen, dass ich alleine durch die Installation von Gentoo viel dazu gelernt habe.
Die Gentoo-Installationsdoku ist wirklich ausgezeichnet. Ich habe ebenfalls sehr viel dazugelernt, aber auch, dass man sich für seine erste Gentoo-Installation nicht den ältesten und langsamsten Rechner während einer normalen Arbeitswoche aussuchen sollte (Vier Tage, PII/350).
Mein nächster Versuch wird im Urlaub erfolgen, dazu auf einem schnelleren Rechner. Selbst wenn dieser auch nicht erfolgreich sein sollte, ich besitze viel Geduld und kann sehr hartnäckig sein :-)
Freundliche Grüsse,
Vinzenz
Hi Vinzenz!
Man sollte eben ein Grundwissen über Linux mitbringen und sich im klaren sein, was die einzelnen Befehle bedeuten.
Das bringe ich schon mit :-)
Das merkt man auch aus deinen kompetenten Beiträgen zum Thema Linux hier im Forum :-)
Die Gentoo-Installationsdoku ist wirklich ausgezeichnet. Ich habe ebenfalls sehr viel dazugelernt, aber auch, dass man sich für seine erste Gentoo-Installation nicht den ältesten und langsamsten Rechner während einer normalen Arbeitswoche aussuchen sollte (Vier Tage, PII/350).
Da sprichst du einen wichtigen Punkt an - genau diesen Fehler begang ich auch:
Pentium 2 300Mhz
64MB SD-RAM
emerge xorg-x11: 15h
emerge xfce4: 8h
emerge kde: 20h (!!)
Da krieg man echt die Krise ;-)
Auf meiner Workstation läuft Gentoo nun jedoch sehr flott und auch ohne Probleme. Sogar die Transparenz und der Schatten unter Xorg-6.8.0 bremsen das System nicht merklich ein.
Mein nächster Versuch wird im Urlaub erfolgen, dazu auf einem schnelleren Rechner. Selbst wenn dieser auch nicht erfolgreich sein sollte, ich besitze viel Geduld und kann sehr hartnäckig sein :-)
Na dann, viel Spaß! :-)
Grüße,
Fabian St.
Hi ihr beiden,
Die Gentoo-Installationsdoku ist wirklich ausgezeichnet. Ich habe ebenfalls sehr viel dazugelernt, aber auch, dass man sich für seine erste Gentoo-Installation nicht den ältesten und langsamsten Rechner während einer normalen Arbeitswoche aussuchen sollte (Vier Tage, PII/350).
Da sprichst du einen wichtigen Punkt an - genau diesen Fehler begang ich auch:
Pentium 2 300Mhz
64MB SD-RAM
Nur mal so als Tipp: es gibt eine nette Sache namens distcc, die auch von Gentoo unterstützt wird. Es gibt sogar Leute, die stellen Windows-Rechner mit einer Cygwin-Cross-Compile-Umgebung zum Kompilieren ab. ;-)
Viele Grüße,
Christian