Christoph Schnauß: Daten von sehr alter Platte retten

hallo Forum ;-)

Ich habe ein Problem *g*

Vor ein paar Wochen hat mich eine ehemalige Mitschülerin so ganz nebenbei gebeten, mir mal ihren Rechner anzuschauen, weil der nicht mehr "wollte". Prima, hab ich mir angesehen  ...  und wäre beinahe fluchtartig davongesaust. Der Grund für den "Ausstieg" des Rechners war bei ihr, daß sich das Netzteil verabschiedet hatte. Also habe ich mal eben ihre Festplatte ausgebaut (eine 80 MB große Maxtor mit dem Herstellungsdatum Januar 1990  -  korrekt:1990) und ihr versprochen, daß ich mindestens ihre Daten retten könnte.

Hm. Nun hab ich also versucht, diese Platte mal in einen meiner Rechner zu stopfen  -  der älteste funktionsfähige, den ich noch habe, ist ein 486er von 1993. Aber der wollte nicht, sagte mir immer nur, daß er mit der Platte nix anfangen kann. Also hab ich sie der Reihe nach in andere Rechner gesteckt. Das Problem ist, daß diese Platte noch keinerlei Jumper hat und grundsätzlich davon ausgeht, daß sie als "Single" in einem Rechner steckt  -  ich habe aber keine Ahnung, wie sie eventuell formatiert ist und was drauf sein könnte. Auf einem Pentium III, auf dem ich sie als Master angeschlossen und dummerweise meine auf Slave gejumperte eigene Platte dringelassen habe, hats mir auf "meiner" Platte den MBR so zerschossen, daß ich ihn nicht mehr reparieren kann, grmpf.

Der einzige Rechner, mit dem ich wenigstens _irgendwas_ sehen konnte, war ein Pentium IV, in dem ich mit einer Zusatzkarte einen zweiten IDE-Bus habe. Da kriege ich dann wenigstens gezeigt, daß irgendwas auf dieser alten Platte drauf ist, kann die Plttengeometrie auslesen (17 Zylinder ...), aber nix kopieren. Selbst "dd" von LINUX aus versagt.

Ich habe inzwischen gesagt bekommen, diese Platte sei mit FAT formatiert  -  natürlich weder FAT16 noch FAT32, aber was gabs denn da noch? Und mit welchem Betriebssystem komme ich da ran? Ich habs von DOS 6.22 aus probiert, leider erfolglos.

Hat jemand eventuell einen Hinweis, wie ich dieses Museumsstück dazu bringen könnte, mir seine Geheimnisse preiszugeben?

Meine ehemalige Mitschülerin ist irgendwas in der Leitungsebene des Eisenacher Theaters und hat mir anvertraut, daß sie ein paar Libretto-Texte geschrieben hätte, die sie gerne wiedersehen möchte, weil das eigentlich im kommenden Frühjahr auf den Spielplan sollte (Probenbeginn November 2004), und jetzt hat sie ihre Weltliteratur leider nicht mehr zur Verfügung. Welches Betriebssystem sie drauf hatte und welches Programm sie verwendet hat, konnte sie natürlich nicht sagen. Ich bin nicht sicher, ob das eine DOS/Win3.1-Installation ist. Wichtig ist allein, daß ich irgendwas finden kann, was Text enthält. Aber wie stelle ich das jetzt an?

Grüße aus Berlin

Christoph S.

  1. Hallo Christoph,

    Selbst "dd" von LINUX aus versagt.

    Jetzt ist folgendes _GANZ_ wichtig: mit welcher Fehlermeldung?

    Viele Grüße,
    Christian

    1. hi,

      Selbst "dd" von LINUX aus versagt.
      Jetzt ist folgendes _GANZ_ wichtig: mit welcher Fehlermeldung?

      Mit gar keiner :-( Ich habs 46 Stunden laufen lassen. Keine Anzeigen im syslog, keinerlei Meldungen in einem mitlaufenden "tail", aber auch absolut kein Ergebnis. Ein Hexeditor zeigt mir allerdings, daß "irgendwas" drauf ist auf der Platte, nur im Zielverzeichnis landet nix.

      Ähm ... daß ich mit "dd" einigermaßen zurechtkomme, muß ich hoffentlich nicht nachweisen?

      Grüße aus Berlin

      Christoph S.

  2. Moin,

    Der einzige Rechner, mit dem ich wenigstens _irgendwas_ sehen konnte, war ein Pentium IV, in dem ich mit einer Zusatzkarte einen zweiten IDE-Bus habe. Da kriege ich dann wenigstens gezeigt, daß irgendwas auf dieser alten Platte drauf ist, kann die Plttengeometrie auslesen (17 Zylinder ...), aber nix kopieren. Selbst "dd" von LINUX aus versagt.

    Was steht im Kernel-Log? Probiere file -s /dev/hda (oder wo auch immer die Platte hängt, probiere ausserdem das ganze für evt. existierende Partitionen).

    Benutze einen Hex-Editor (wie lde) oder strings um nach irgendwelchen Hinweisen in ASCII zu suchen.

    --
    Henryk Plötz
    Grüße aus Berlin
    ~~~~~~~~ Un-CDs, nein danke! http://www.heise.de/ct/cd-register/ ~~~~~~~~
    ~~ Help Microsoft fight software piracy: Give Linux to a friend today! ~~
    1. hallo Henryk,

      Was steht im Kernel-Log?

      Glaub mir, ich würde herzlich gerne mitposten, was ich im log sehe. _Wenn_ ich denn was finden könnte. Vielleicht brauchte ich dann gar nicht erst zu fragen, denn mit den logs umgehen sollte ich eigentlich können. Es gibt aber nichts, was in meinen logs steht, bis auf die Feststellung, daß das Betriebssystem gestartet ist.

      Probiere file -s /dev/hda

      Selbtverständlich ist es nicht /dev/hda :P
      Macht aber nix. Es ist im Moment /dev/hde, aber ich kanns nicht mounten. Für dd brauche ich auch keinen Mountpoint, hilft mir aber trotzdem nix.

      Benutze einen Hex-Editor (wie lde) oder strings um nach irgendwelchen Hinweisen in ASCII zu suchen.

      Alles schon passiert. Mit so einem Problem melde ich mich ja erst, wenn alle mir bereits bekannten Strategien kein Ergebnis gebracht haben :-( Danke dir trotzdem.

      Grüße aus Berlin

      Christoph S.

      1. Hallo,

        komme mir ja dämlich vor zu diesem Thread was zu posten, zumal ich noch nie mit Linux was gemacht habe. Aber die Befehle dürften ja ziemlich identisch sein, vor Jahren habe ich mit SCO gearbeitet.
        Dort gab es den Befehl »dosmnt /dev/hd blabla« und der zeichnete sich dadurch aus, daß er nur ältere DOS/Windows-Partitionen erkannte. Nach dosmnt verwendete man doscp um auf die Unix-Partition zu kopieren.

        So, das wars schon :-)
        Viennamade

  3. Hallo Christoph,

    ich hoffe, dass meine alten BIOS- und DOS-Kenntnisse vielleicht doch nch für irgendwas gut sind...

    Ich habe ein Problem *g*

    Wer hat das nicht! :-|
    Und in jedem kleinen Problem steckt bekanntlich ein großes, das nur zu gern raus will.

    [...] dummerweise meine auf Slave gejumperte eigene Platte dringelassen habe, hats mir auf "meiner" Platte den MBR so zerschossen, daß ich ihn nicht mehr reparieren kann, grmpf.

    Oh ja. Das habe ich auch schon mal geschafft. :(

    [...] kann die Plattengeometrie auslesen (17 Zylinder ...), aber nix kopieren. Selbst "dd" von LINUX aus versagt.

    Du hast bestimmt 17 Sektoren gemeint. Ja, das hätte ich erwartet. Damals hatten "alle" Platten 17 Sektoren - jedenfalls haben sie sich dem IDE-Controller gegenüber so identifiziert. Aus historischen Gründen. Aber wahrscheinlich hat das BIOS des alten Rechners schon eine Übersetzung der Geometrie auf möglicherweise 63 Sektoren gemacht. Dann müsste man die Platte auch wieder mit dieser Geometrie ansprechen, sonst gibt's nur elektronisches Kleinholz.
    Ah, Moment: Wie hast du die Platte (im neuen Rechner) im BIOS-Setup eingetragen? Gar nicht? Automatisch? Das könnte der Schlüssel sein. Versuch mal, die Plattengeometrie einzugeben, die dein Linux rausgekriegt hat. Auf keinen Fall LBA!!

    Warum stöpselst du nicht probehalber mal ein funktionierendes Netzteil in den Uralt-PC? Wenn sich nur das Netzteil entseelt hat, besteht Hoffnung, dass der Rest noch funktioniert.
    Und 80MB -oder das wichtigste davon- kann man in der allergrößten Not sogar noch via Disketten rüberziehen.

    Ich habe inzwischen gesagt bekommen, diese Platte sei mit FAT formatiert - natürlich weder FAT16 noch FAT32

    Doch, es muss FAT16 sein. Nur wenn die Platte _winzige_ Partitionen enthielt (weniger als 4MB), kann es auch noch FAT12 gewesen sein.

    aber was gabs denn da noch?

    Nichts - wenn ich mal davon ausgehe, dass diese Platte unter DOS eingerichtet und benutzt wurde (und das erscheint mir bei dem Alter naheliegend). Das gute alte DOS kannte bis einschließlich Version 6.22 nichts außer FAT12 (vorwiegend für Disketten) und FAT16.

    Ich habs von DOS 6.22 aus probiert, leider erfolglos.

    Auf einem anderen PC? Dann _muss_ die Plattengeometrie im BIOS dieselbe sein, wie im ursprünglichen Rechner eingestellt (siehe oben, Übersetzung durch den IDE-Controller).

    Hat jemand eventuell einen Hinweis, wie ich dieses Museumsstück dazu bringen könnte, mir seine Geheimnisse preiszugeben?

    Wie gesagt: Funktionierendes Netzteil, dann nochmal mit dem Dinosaurier probieren. Da sehe ich die größte Erfolgschance.

    Ich bin nicht sicher, ob das eine DOS/Win3.1-Installation ist.

    Zumindest von DOS würde ich mit ziemlicher Sicherheit ausgehen.
    Ich hoffe, das bringt dich ein kleines Stück weiter.
    Viel Glück,

    Martin

    1. n'abends,

      ich hoffe, dass meine alten BIOS- und DOS-Kenntnisse vielleicht doch nch für irgendwas gut sind...

      Wir haben, denke ich, alle mal "so" angefangen. Und so ganz ist das wohl auh nicht in Vergessenheit geraten, man muß nur die alten Aufzeichnungen mal vorkramen ...

      Du hast bestimmt 17 Sektoren gemeint.

      Ups. Recht hast du. Punkt für dich.

      Dann müsste man die Platte auch wieder mit dieser Geometrie ansprechen, sonst gibt's nur elektronisches Kleinholz.

      Schon recht, bloß _wie_?

      Wie hast du die Platte (im neuen Rechner) im BIOS-Setup eingetragen?

      Ich glaube, ich habe drei dutzendmal diverse Einstellungen probiert.

      Automatisch?

      Nee ... Allerdings habe ich unter anderem auch mal die automatische Erkennung gewählt. Hat nix gebracht.

      Auf keinen Fall LBA!

      Genau das scheint (zumindest für das BIOS meines ältestens Rechners) aber das Problem zu sein. Mit "Normal" oder "Auto" startet gar nix, mit "LBA" wird wenigstens so weit gestartet, daß ich am Monitor ... gar nichts sehe, auch keine Fehlermeldung. Es blinkert an der Stelle, an der der Cursor auftauchen müßte, und das tuts stundenlang.

      Warum stöpselst du nicht probehalber mal ein funktionierendes Netzteil in den Uralt-PC?

      Weil sich dieser Uralt-PC inzwischen auf einer Müllkippe in der Nähe von Eisenach befinet und ich längst wieder in Berlin sitze :-(

      Wenn sich nur das Netzteil entseelt hat, besteht Hoffnung, dass der Rest noch funktioniert.

      Dieser "Rest" bezog sich ikm wesentlichen auf die Platte. Beim Aufschrauben des Rechners kam mir außer einer Staubwolke auch noch ein Speicherbaustein entgegengeflogen ...

      Und 80MB kann man in der allergrößten Not sogar noch via Disketten rüberziehen.

      Ja, kann man, aber dazu muß erstmal irgendein Rechner da sein, der diese 80 MB irgendwie in kopierfähigen Zustand bringt.

      Das gute alte DOS kannte bis einschließlich Version 6.22 nichts außer FAT12 (vorwiegend für Disketten) und FAT16.

      Ja, das entspricht meinem Kenntnisstand. Aber warum kriege ich diese Platte dann nicht gemounted bzw. warum passiert gar nix, wenn ich sie wirklich als "Single" in einen Rechner stopfe  -  egal ob alt oder neu  - , es hätte doch wenigstens das System, das drauf sein müßte, starten sollen. Auch wenn ich nicht genau weiß, welches System das ist.

      Wie gesagt: [...] dann nochmal mit dem Dinosaurier probieren. Da sehe ich die größte Erfolgschance.

      Geht aber leider nicht mehr :-(

      Grüße aus Berlin

      Christoph S.

      1. Hello,

        man muss ja von dieser alten Platte nicht booten.
        Und wenn man die Paramter bei IDE-Platten falsch einstellt, geht nichts kaputt, man kann nur nicht die gesamte Platte lesen. Und dann würde ich mal von Disk booten und versuchen, mit BIOS-Interrupt 13h auf die Platt zuzugreifen.

        Das kann man auch über 'debug' auf der Konsole machen.

        Als erstes

        mov ah, 10h
        mov dl, 80h   (oder 81h für den anderen Controller-Kanal)
        int 13h

        und ab damit

        da sollte dann in Flags cf eine 1 drinstehen für 'Bereit'

        Mit Unterfunktion 15h kann dann die Anzahl der Sektoren ausgelesen werden.

        Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

        Tom

        --
        Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
        Nur selber lernen macht schlau
      2. n'Abend ebenfalls noch,

        Du hast bestimmt 17 Sektoren gemeint.

        Ups. Recht hast du. Punkt für dich.

        :-)  !!

        Auf keinen Fall LBA!

        Genau das scheint (zumindest für das BIOS meines ältestens Rechners) aber das Problem zu sein. Mit "Normal" oder "Auto" startet gar nix, mit "LBA" wird wenigstens so weit gestartet, daß ich am Monitor ... gar nichts sehe, auch keine Fehlermeldung. Es blinkert an der Stelle, an der der Cursor auftauchen müßte, und das tuts stundenlang.

        Sch+@&#e. Dann liegt das Problem nicht beim Interpretieren der Daten durch irgendein Betriebssystem, sondern schon auf der Hardware-Ebene beim Ansprechen der Platte.
        Das ist wahrscheinlich der Moment, in dem das BIOS fragt, "He, du IDE-Gerät, was bist du denn?" Und das IDE-Gerät antwortet: "Ich bin eine Festplatte mit 80MB." Darauf das BIOS: "Ich glaub, ich hab da was nicht verstanden. Nochmal: He, du IDE-Gerät, was bist du denn?"
        Wenn du dagegen die Paramter im BIOS-Setup fest einträgst, bootet die Maschine zwar, kann aber die Platte anscheinend trotzdem nicht richtig adressieren.
        Als Linux-DAU muss ich dazwischenfragen: Mit "dd" würdest du - wenn's funktioniert - eine Image-Datei von der fraglichen Platte ziehen?

        Diese amüsante (?) Deadlock-Situation hatte ich übrigens vor einiger Zeit mit umgekehrtem Vorzeichen. Da wollte ich einem älteren Rechner eine 80GB-Platte (nicht 80MB!) spendieren, und hab nach langer Recherche festgestellt, dass das BIOS nur max. 32GB unterstützt. Nein, bei größeren Platten kommt keine Fehlermeldung, die BIOS-Initialisierung fragt nur endlos immer wieder an, weil sie die Antwort nicht versteht.

        Warum stöpselst du nicht probehalber mal ein funktionierendes Netzteil in den Uralt-PC?

        Weil sich dieser Uralt-PC inzwischen auf einer Müllkippe in der Nähe von Eisenach befinet und ich längst wieder in Berlin sitze :-(

        Oh. Gute Erklärung. ;)

        Dieser "Rest" bezog sich ikm wesentlichen auf die Platte. Beim Aufschrauben des Rechners kam mir außer einer Staubwolke auch noch ein Speicherbaustein entgegengeflogen ...

        Darf man fragen, wie lange diese Kiste schon nicht mehr in Betrieb war, oder anders formuliert: Wann hat sie zum letzten Mal noch funktioniert?

        Ich hätte da noch eine alte, noch funktionierende Maschine mit einem Pentium I/120MHz (Baujahr so um 1993/94, denke ich), komme ich aber frühestens nächsten Montag dran. Würde ich dir zum Testen gern zur Verfügung stellen - aber von der Stuttgarter Gegend bis nach Berlin ist es ein weiter Weg...?
        Wenn du eine Idee hast, wie ich helfen kann, gern...

        Gute Nacht einstweilen,

        Martin

        1. guten Abend (solange heute noch nicht morgen geworden ist),

          Das ist wahrscheinlich der Moment, in dem das BIOS fragt, "He, du IDE-Gerät, was bist du denn?" Und das IDE-Gerät antwortet: "Ich bin eine Festplatte mit 80MB." Darauf das BIOS: "Ich glaub, ich hab da was nicht verstanden. Nochmal: He, du IDE-Gerät, was bist du denn?"

          Jau, und das wiederholt sich so lange, bis einer der Partner keine Lust mehr hat und abschmiert.

          Als Linux-DAU muss ich dazwischenfragen: Mit "dd" würdest du - wenn's funktioniert - eine Image-Datei von der fraglichen Platte ziehen?

          Jaein  -  nicht unbedingt von der ganzen Platte, sondern in der Regel von der erkannten Partition, sofern es denn eine gibt. Aber "im Prinzip" stimmt das, was du vermutest.

          Diese amüsante (?) Deadlock-Situation hatte ich übrigens vor einiger Zeit mit umgekehrtem Vorzeichen. Da wollte ich einem älteren Rechner eine 80GB-Platte (nicht 80MB!) spendieren, und hab nach langer Recherche festgestellt, dass das BIOS nur max. 32GB unterstützt.

          Och, so einen Rechner hab ich auch noch als Dokumentenspeicher in meinem lokalen Netz.

          Beim Aufschrauben des Rechners kam mir außer einer Staubwolke auch noch ein Speicherbaustein entgegengeflogen ...
          Darf man fragen, wie lange diese Kiste schon nicht mehr in Betrieb war, oder anders formuliert: Wann hat sie zum letzten Mal noch funktioniert?

          Fragen darfst du gerne, aber ich kann dir leider keine konkrete Antwort geben. Ich war im Juli für eine Woche in Eisenach, hatte meine ehemalige Mitschülerin neun Jahre lang nicht mehr gesehen  -  da fragt und erzählt man sich halt dies und das, und ich hab ihr völlig arglos erzählt, daß ich manchmal bissel an meinem Rechner herumspiele. Daraus ergab sich dann ein bißchen Hin- und Herreden, und schließlich zeigte sie mir ihren Rechner. Da sie ein musisch bestimmter Mensch ist, konnte die Frage, wann der Rechner denn das letztemal funktioniert hätte, keine andere Antwort bringen als "weiß ich nicht mehr genau, ungefähr so vor einem halben Jahr, aber ich brauche dringend meine Libretto-Texte und du kriegst sofort ein Küßchen, wenn du sie mir wieder hervorzauberst".
          Naja, aus dem Küßchen ist nix geworden. *g*

          Wenn du eine Idee hast, wie ich helfen kann, gern...

          Ich würde dich mit Ideen überhäufen, wenn ich welche hätte ...

          Gute Nacht einstweilen,

          Gute Nacht ebenfalls.

          Grüße aus Berlin

          Christoph S.

  4. hi!

    Ich habe inzwischen gesagt bekommen, diese Platte sei mit FAT formatiert  -  natürlich weder FAT16 noch FAT32, aber was gabs denn da noch?

    ich dachte immer, dass (frueher) FAT synonym fuer FAT16 gebraucht wuerde.

    Hat jemand eventuell einen Hinweis, wie ich dieses Museumsstück dazu bringen könnte, mir seine Geheimnisse preiszugeben?

    funktionierende alte rechnerteile kaufen (bei ebay oder so)

    Ich bin nicht sicher, ob das eine DOS/Win3.1-Installation ist.

    ja, vielleicht auch dr-dos oder os2 oder was ganz anderes (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Betriebssysteme).

    nichtsdestotrotz sind in anbetracht dieser geschehnisse mal wieder archaeologen und aeh die leute, die sich mit der aufbereitung (teilweise jahrtausende) alter schriften und sowas beschaeftigen, in meinem ansehen gewachsen. die festplatte ist ja nicht mal 20 jahre alt...

    prosit
    seth

    1. hallo seth,

      nichtsdestotrotz sind in anbetracht dieser geschehnisse mal wieder archaeologen und aeh die leute, die sich mit der aufbereitung (teilweise jahrtausende) alter schriften und sowas beschaeftigen, in meinem ansehen gewachsen. die festplatte ist ja nicht mal 20 jahre alt...

      Als altägyptischer Gott, solltest du doch Wissen, wie schwierig dass für die Wissenschaftler ist ;-) Aber überleg erst mal, was die Wissenschaftler in 3000 Jahren aus einer Festplatte rauskriegen können, die Champollion konnte ja immerhin die Hieroglyphen lesen, er musste _nur_ noch ihre Bedeutung herausfinden...

      Schöne Grüße,

      Johannes

      --
      ss:| zu:) ls:[ fo:) de:] va:) ch:) n4:| rl:) br:< js:| ie:{ fl:( mo:}
  5. Hallo

    hab nur grad mit Interesse die ganzen Vorschläge gelesen.. habe leider aber auch keine neue zündende Idee...

    nur etwas hab ich da noch..:
    www.smartwebdesign.ch/part.exe

    läuft nur unter dos - hat mir von dort aus aber schon gute Dienste geleistet... wenn ich mich recht erinnere erkennt es ziemlich viele Dateisysteme.. ist aber schon ne ganze Weile her.. aber wenn es nicht viel Aufwand macht kannst dus ja mal testen...

    bin auf dem absprung in die ferien.. werd also nicht mehr viel dazu sagen können - aber ehrlich gesagt sind meine Erinnerungen auch schon ziemlich verblasst ;) aber vielleicht hilft ja gerade, dass es alt ist..

    viel Glück

    Gruss Michael

  6. Hallo,

    Hat jemand eventuell einen Hinweis, wie ich dieses Museumsstück dazu bringen könnte, mir seine Geheimnisse preiszugeben?

    Wenn Du den Typ der Platte kennst, kannst Du vielleicht unter den unter http://www.heise.de/ct/tipsundtricks/cttt6.shtml#6_5 angegebenen Adressen die genaue Geometrie der Platte rausfinden.

    Diese Daten würde ich einmal dafür verwenden, die Platte alleine, also ohne irgendwelcher anderen Platten in einem Deiner betagten Rechner einzubauen und das BIOS entsprechend zu konfigurieren.
    Dann sollte das darauf befindliche Betriebssystem eigentlich booten.

    Wenn es sich um die zu rettenden Daten wirklich nur um Texte handelt, müsste eigentlich die eine oder andere Diskette reichen, um sie von der Platte runter zu holen.

    Viel Glück...
      Klaus

  7. Hallo,

    Der Grund für den "Ausstieg" des Rechners war bei ihr, daß sich das Netzteil verabschiedet hatte. Also habe ich mal eben ihre Festplatte ausgebaut (eine 80 MB große Maxtor mit dem Herstellungsdatum Januar 1990  -  korrekt:1990) und ihr versprochen, daß ich mindestens ihre Daten retten könnte.

    Hm. Dieses Versprechen war sehr voreilig. Wenn Dir ein Nichtfachmann sagt, dass _nur_ das Netzteil defekt ist, kannst Du nicht davon ausgehen, das dies so stimmt ;-)).

    Hm. Nun hab ich also versucht, diese Platte mal in einen meiner Rechner zu stopfen  -  der älteste funktionsfähige, den ich noch habe, ist ein 486er von 1993. Aber der wollte nicht, sagte mir immer nur, daß er mit der Platte nix anfangen kann.

    Dann wird wohl auch die Platte defekt sein. Ein 486er aus 1993 sollte, vom BIOS her, in der Lage sein, eine solche Platte zu erkennen. Eigentlich sollten das alle anderen von Dir aufgeführten PCs auch. Du musst nur eventuell dafür sorgen, dass sie die Platte nicht mit IDE-Mode UDMA anzusprechen versuchen, sondern mit PIO.

    viele Grüße

    Axel

    1. Hello,

      es gab da mal die hässliche Einschränkung, dass IDE-Platten nur mit dem BIOS gelesen werden konnten, mit dem sie auch partitioniert und formatiert wurden. Die betroffenen BIOS haben eine 'Signatur' auf die Platte geschrieben, die vom Standard (Bootloader) abweicht.

      Wenn Christoph nun das BIOS nicht mehr hat, weil es bereits entsorgt ist, sieht er ggf. alt aus.
      Ich habe das mal festgestellt, als wir in unseren sämtlichen Rechnern Wechselrahmen für die Platten eingebaut haben, um den Seminarraum schnellstens von Programmierung auf Officeprogramme umrüsten zu können. Die Platten waren zwischen den Rechnern nicht tauschbar!

      Harzliche Grüße aus http://www.annerschbarrich.de

      Tom

      --
      Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
      Nur selber lernen macht schlau
    1. hallo Pepe,

      Bleib in Deinem Thread:
      http://forum.de.selfhtml.org/archiv/2004/7/85477/#m503142 :-)))

      Du warst fleißig und hast ins Archiv gekuckt. Falls du das Forum kennst, weißt du natürlich, daß ein bereits archivierter Thread nicht weitergeführt werden kann und es in diesem Fall durchaus zulässig ist, das Thema in einem neuen Thread wieder aufzugreifen, wenn es noch nicht genügend beantwortet ist.

      Grüße aus Berlin

      Christoph S.

      1. Tach,

        Du warst fleißig und hast ins Archiv gekuckt. Falls du das Forum kennst, weißt du natürlich, daß ein bereits archivierter Thread nicht weitergeführt werden kann und es in diesem Fall durchaus zulässig ist, das Thema in einem neuen Thread wieder aufzugreifen, wenn es noch nicht genügend beantwortet ist.

        Ich vermute dieses Wissen drückte er durch den Smilie am Ende seiner Aussage aus.

        mfg
        Woodfighter

      2. Hallo Christoph,

        http://forum.de.selfhtml.org/archiv/2004/7/85477/#m503142 :-)))

        Du warst fleißig und hast ins Archiv gekuckt.

        Pepe hat mir die Arbeit erspart, den Thread zu finden. Kannst Du die Fragen von nobody in http://forum.de.selfhtml.org/archiv/2004/7/85477/#m503632 etwas genauer beantworten.

        Du hast uns mitgeteilt, dass es sich um eine 80MB-Platte von Maxtor handelt, die 1990 produziert wurde. Ein paar weitere Details über die Platte wären nett:

        Format
        [ ] 3,5"
        [ ] 5,25"

        Bauhöhe
        [ ] halb
        [ ] ganz

        Ist noch etwas vom Typenschild übrig geblieben?
        Wenn ja, möglichst vollständig zitieren, oder abfotografieren, einscannen,... und Link zur Verfügung stellen.

        Ich kann mich düster daran erinnern, dass ich 1996 irgendwelche alte 40er und 80er-Platten in 386/486-Kisten nur dann ansprechen konnte, wenn ich den richtigen Typ angab (25 oder so).

        Freundliche Grüsse,

        Vinzenz