Sebastian Becker: Welche Schriftarten

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Hallo, sommech,

Welche Schriftarten sehen am besten aus, sind am besten lesbar und auf jedem bekannteren System installiert?

Ich nehme an, Du fragst im Hinblick auf die Bildschirmdarstellung bzw. Gestaltung von Webseiten.

Da gibt es nicht so viel Gestaltungsspielraum, da bei den für Fließtext verwendeten Schriftgrößen Details wegen der Rasterung in Bildpunkte gar nicht richtig angezeigt werden können.

Zudem sollte man sich auf die auf Windows und Macintosh-Rechnern normalerweise installierten Fonts beschränken:

Andale Mono
Arial
Arial Black
Comic Sans
Courier New
Georgia
Impact
Times New Roman
Trebuchet
Verdana

Von diesen Schriften hat sich für Fließtext vor allem die serifenlose Verdana bewährt, da sie gut lesbar ist, für die Bildschirmdarstellung optimiert wurde und einen neutralen Charakter hat. Eine Alternative wäre Arial, die etwas kleiner ist und enger läuft.

Insbesondere für Überschriften und nur in Ausnahmefällen für Fließtext  kämen auch Serifenschriften wie Georgia (Pendant zu Verdana), Times New Roman oder die serifenlose Trebuchet in Betracht.

Code oder Text mit Nachrichtencharakter kann man gut mit Courier New darstellen, die einen konstanten Zeichenabstand hat und Schreibmaschinenschriften nachempfunden ist.

Comic Sans hat eine eher kindliche Anmutung und wirkt auch irgendwie abgedroschen. Auch die übrigen oben aufgeführten Schriften sind nur für Sonderfälle geeignet.

Neben dem Schrifttyp spielen auch die Schriftfarbe und -größe sowie die Zeilenlänge und der Zeilenabstand eine große Rolle im Hinblick auf Aussehen und Lesbarkeit. Es macht Sinn, sich auch hierüber ausführlich Gedanken zu machen und ausgiebig zu testen.

Wichtig ist, im Stylesheet Alternativfonts zu definieren, die verwendet werden, wenn die bevorzugte Schrift auf dem jeweiligen System (z.B. Linux) nicht installiert sein sollte, also z.B.

font: 10px Verdana,Arial,Helvetica,Geneva,sans-serif;

oder

font: 12px Georgia, "Times New Roman", Times, serif;

Für Überschriften kann man aus gestalterischer Sicht typografisch theoretisch aus dem vollen schöpfen, muß dann aber mit Bildern oder Flash arbeiten. Durch die Verwendung von "Image-Replacement"-Techniken kann man eine Kompatibilität sicherstellen.

http://www.alistapart.com/articles/fir/
http://shauninman.com/mentary/past/ifr_an_fir_alternative.php

Nicht unerwähnt bleiben soll der Vollständigkeit halber die Möglichkeit, beliebige Schriften mittels Microsoft WEFT in Webseiten einzubetten. Diese Technik ist aber umständlich und nicht vollständig kompatibel und hat sich ebenso wie Bitstreams Konkurrenzsystem TrueDoc nie durchsetzen können.

Grüße,

Sebastian