hi,
aber warum meinst du, dass du dich zum Zensor aufschwingen musst? Vielleicht aus vorauseilendem Gehorsam, falls der Verfassungsschutz mal an deine Tür klopft?
sofern dir diverse urteile zum thema gästebücher und "zu eigen machen" von deren inhalten noch nicht bekannt sind, google dich mal schlau ...
Ja, das ist eines der "Fettnäpfchen". Es geht in diesem Thread ja um die "rechte" Gesinnung.
Vom Alter bin ich 50+ und wir haben in der Schule nichts über die Nazizeit gehört. Da gab es das Fach Geschichte bis zur Machtergreifung, und dann Gemeinschaftskunde ab Gründung der BRD. Das "brennende" Thema war noch in den 60er Jahren sauber rausgeschnitten.
Irgendwie wurde so nebulös eingestreut, dass die Hitlerzeit schlecht war und wir das nie wieder haben wollen. Warum? Wenn die deutschen den Krieg gewonnen hätten, wäre Hitler sicher der Held, trotz Judenvernichtung. Oder vielleicht sogar wegen ... ? Die USA werden jedenfalls wegen ihrer Angriffskriege nicht weltweit isoliert. Was sagt uns das? Wer die Macht hat, darf über Leichen gehen und bekommt Recht.
Unser jetziges politisches System wurde uns von den Siegermächten aufgedrückt, wir haben es nicht selbst "erarbeitet". Das deutsche Volk hat niemals über das Grundgesetz abgestimmt, nicht mal im Frieden nach der DDR- Übernahme. Und das deutsche Volk darf weiter nicht abstimmen wie unsere Nachbarn. Ob wir den Euro wollen, ob wir internationalen Vereinigungen beitreten usw.
Und die Politiker haben einen Horror vor Volsbegehren und direkter Demokratie. Der Besatzungsstatus ist doch lange noch nicht zuende, weitergeführt von den eigenen Leuten. Und ehemalige Rechte gehen den Bach runter ohne Ersatz. Jetzt demnächst das Bankgeheimnis. Terrorismus? Auch Diktaturen hatten immer gute Gründe, warum die Rechte massiv einzuschränken sind. Erst ein (meist blutiger) Wandel brachte für das Volk Erleichterung.
Ich wüsste wahrhaftig nicht, warum ich stolz sein sollte, ein Deutscher zu sein.
Ich kann die Sehnsucht mancher Leute (oder der Mehrheit?) verstehen, endlich wieder eine Identität spüren zu wollen. Und mich interessieren ehrlich die Argumente, vorgetragen von Freunden und Gegnern.
Aber das Abwürgen von Diskussionen ist so, als dürfe man nicht über Deiche reden, nur weil die See hunderttausend Menschen geholt hat. Und wir sind keinesfalls wehrhaft, wenn dann mal der "rechte" Umbruch kommen würde.
Oder ist das sogar das Ziel der Politik ? Wie soll man es wissen, wenn man sich dauernd von solchen Themen distanzieren muss.
Mit wütenden Grüßen, Kalle