Über den Sinn einer Spende
Ein kleiner Artikel von Rolf Rost.
Hallo liebe Forumer. Eigentlich wollte ich heute abend über diejenigen schreiben, die, von Hartz IV betroffen nun dazu gezwungen sind, in kleinere oder besser formuliert => in ihnen, von der Größe her zustehende Wohnungen zu ziehen.
Jedoch gibt es über diese Thema tatsächlich nichts zu schreiben außer der Feststellung, dass Hartz IV für derartig Bedürftige nämlich gar nicht vorgesehen hat, solche Wohnräume überhaupt bereitzustellen.
Was also solls, der Regen wird die wegspülen, sobald die in der Gosse liegen.
Aber zum Thema 'Spenden' fällt mir eine interessante Geschichte ein. Ich erinnere mich an einen Spendenaufruf in der DDR in der damaligen Zeitung 'Junge Welt', es ging darum, zu spenden um die Lebensbedingungen der befreundeten Vietnamesen zu verbessern.
Unmittelbar vor diesem Spendenaufruf erschienen Artikel in der 'Junge Welt', wo deren Lebensweise schilderten, und insbesondere über die Tatsache berichteten, dass das Fahrrad eines der wichtigsten Verkehrsmittel in Vietnam ist.
Tja, und da war eben der kleine Junge von nebenan, der, von diesen Berichten sich sehr ergriffen zeigte und an die 'Junge Welt' schrieb, dass er sein Fahrrad, was er zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, nach Vietnam spenden wollte.
Das Propagandaministerium der DDR teilte über das Zentralorgan ('Neues Deutschland') dem kleinen Jungen unmissverständlich mit, dass '... in der DDR hergestellte Fahrräder völlig ungeeignet sind sowohl für einen Einsatz in Vietnam als auch als Spende'.
Auch die 'Junge Welt' berichtete damals darüber, dass 'Sachspenden' ungeeignet sind.
Nun, es steht dem Leser dieser Zeilen heute frei, darüber zu urteilen, ob das heute Anders ist.
Allen Forumern hier ein schönes Wochenende!
Euer Rolf
PS: Das Fahrrad, was ich damals zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, war ungefähr 20 Jahre lang mein treuer Begleiter.