Ferrence: Wie hoch sollte die Vergütung sein?

Hallo!

Ich hab mal eine nicht einfache Frage:
Ich soll für einen Bekannten eine Website gestalten,
und ich hab keine Ahnung wie viel ich mir bezahlen lassen soll.
Zum einen will ich es ihm natürlich kostengünstig anbieten, zum anderen will ich mich aber nicht unter Wert verkaufen.

Es handelt sich um eine Art InfoPortal für ein größeres Wohnobjekt.
Datenbank, Login-Bereich, Newsletter, ist (noch) nicht erforderlich.
HTML, CSS und ein wenig JS dürften zum Einsatz kommen.
Ich gehe so von 20-30 HTML Seiten aus. Viele Bilder sind sinnvoll einzubinden, Lage und Anfahrtsplan, etc..

Habt Ihr eine Idee, wie hoch die Vergütung ausfallen sollte?

  1. Hallo,

    Habt Ihr eine Idee, wie hoch die Vergütung ausfallen sollte?

    50 bis 120 EUR pro Stunde mal die Anzahl der Stunden die du daran gedenkst zu arbeiten.

    Grüße
    Jeena Paradies

    1. 50 bis 120 EUR pro Stunde mal die Anzahl der Stunden die du daran gedenkst zu arbeiten.

      Kann ich nicht machen, da ich mich immer wieder mit ihm absprechen muss und dadurch eventuell immer wieder mal ganze abschnitte umändern muss fallen sicherlich zuviele Stunden an um es nach Stunden abzurechnen.

      1. Moin Ferrence,

        Kann ich nicht machen, da ich mich immer wieder mit ihm absprechen muss und dadurch eventuell immer wieder mal ganze abschnitte umändern muss fallen sicherlich zuviele Stunden an um es nach Stunden abzurechnen.

        in diesem Fall scheint es ja sowieso ein Sonderpreis zu sein, also mach pauschal. Eine Grundgebühr und eine Gebühr für jede weitere Seite.

        Je nachdem wie "flüßig" dein Auftraggeber ist, Grundgebühr 200 - 500 Euro, weitere Seite 20 - 50 Euro. Wie gesagt "Freundschaftspreis".
        Das weiß jeder wo er dran ist.

        regds
        Mike©

        --
        Freunde kommen und gehen. Feinde sammeln sich an.
        1. Die Sache ist die: Ich denke 500-600 Euro für eine Seite dieses Umfangs sind absolut in Ordnung für ihn und für mich die Schmerzgrenze.
          Die Frage ist kann ich mehr verlangen? Was durchaus berechtigt wäre.
          Ich glaube wenn ich ihm aufzeigen würde was eine große Firma für so einen Auftrag verlangen würde dann wäre er wohl ganz schön entsetzt,
          da ist man locker bei 2000 bis 3000 Euro und das ohne ständige Änderungen. Andereseits weiss ich nicht wen er noch in der Hinterhand hat, könnte ja sein dass ein anderer Bekannter für 300 Euro bereit ist es ihm zu machen, ich will nicht zu hoch pokern.
          Schließlich will man ja keinen "potenziellen Kunden" verlieren.
          Es ist also viel Fingerspitzengefühl gefragt...

          Die Idee mit dem Pflichtenheft hatte ich auch schon, wenn ich weiss was er genau will kann ich ihm auch relativ genau sagen wieviel Zeit das jeweils in Anspruch nimmt, jedoch habe ich dann immer noch das Problem mit der Bezahlung.

          1. Moin,

            da ist man locker bei 2000 bis 3000 Euro und das ohne ständige Änderungen. Andereseits weiss ich nicht wen er noch in der Hinterhand hat, könnte ja sein dass ein anderer Bekannter für 300 Euro bereit ist es ihm zu machen, ich will nicht zu hoch pokern.
            Schließlich will man ja keinen "potenziellen Kunden" verlieren.

            das sehe ich gaaaaanz anders. Vergleiche sind immer schlecht. Das ist ähnlich wie wenn man mehr Gehlat fordert und hat als einziges Argument " Der Kollege verdient aber mehr für die gleiche Arbeit"

            Und wenn es unter Umständen potenzielle Dumping Anbieter gibt, dann lass lieber die den "Scheiß" machen, als dich unter Wert zu verkaufen. Ich geh mal davon aus, dass Du diesen Auftrag nicht um jeden Preis machst.

            Wenn dein "Kunde" von Anfang an auf dem Preis rum reitet und ihm der Preis wichtiger ist als das Ergebnis, dann lass es. Der Ärger steht dann schon in den Startlöchern.

            regds
            Mike©

            --
            Freunde kommen und gehen. Feinde sammeln sich an.
          2. Hallo,

            Die Idee mit dem Pflichtenheft hatte ich auch schon, wenn ich weiss was er genau will kann ich ihm auch relativ genau sagen wieviel Zeit das jeweils in Anspruch nimmt, jedoch habe ich dann immer noch das Problem mit der Bezahlung.

            Hm eine andere Idee wäre - wenn es denn ein Bekannter ist - ihn zu fragen was ihm denn deine Arbeit wert währe. Oft liegt man dann gar nicht so weit auseinander, wenn der Kunde nicht ganz auf den Kopf gefallen ist. Wenn er dann wirklich viel zu wenig bezahlen will, dann werdet ihr zusammen sowieso nicht glücklich, denn dann ist entweder er total unzufrieden oder du. In beiden Fällen sollte man sich gründlich überlegen ob eine Zusammenarbeit auf dieser Grundlage wirklich stattfinden sollte.

            Grüße
            Jeena Paradies

            1. Moin Jeena,

              Hm eine andere Idee wäre - wenn es denn ein Bekannter ist - ihn zu fragen was ihm denn deine Arbeit wert währe. Oft liegt man dann gar nicht so weit auseinander, wenn der Kunde nicht ganz auf den Kopf gefallen ist. Wenn er dann wirklich viel zu wenig bezahlen will, dann werdet ihr zusammen sowieso nicht glücklich, denn dann ist entweder er total unzufrieden oder du. In beiden Fällen sollte man sich gründlich überlegen ob eine Zusammenarbeit auf dieser Grundlage wirklich stattfinden sollte.

              deine Antwort ist wirklich um einen Tick besser formuliert als meine. Obwohl wir, so glaube ich, auf das Gleiche hinaus wollen.

              regds
              Mike©

              --
              Freunde kommen und gehen. Feinde sammeln sich an.
          3. hi,

            Ich denke 500-600 Euro für eine Seite dieses Umfangs

            Für _eine_ Seite? Nö. Das wäre extreme Preistreiberei. Streich mal eine Null hinten weg, dann wird es geringfügig realistischer. Für wirklich nur "eine Seite" sind aber eher 5 bis 6 Euro angemessen. Du brauchst ja kaum mehr als 5 Minuten dafür.

            Ich glaube wenn ich ihm aufzeigen würde was eine große Firma für so einen Auftrag verlangen würde dann wäre er wohl ganz schön entsetzt

            Das glaube ich weniger. Mal abgesehen davon, daß "große Firmen" Aufträge dieser Art wegen ihrer Geringfügigkeit vom Azubi erledigen lassen, ist die Aussage

            da ist man locker bei 2000 bis 3000 Euro und das ohne ständige Änderungen

            diskussionswürdig. Agenturen (das meinst du ja wahrscheinlich mit "große Firmen") schließen höchst ungern Pauschalverträge ab, sie staffeln das lieber.

            Grüße aus Berlin

            Christoph S.

      2. Hallo,

        Kann ich nicht machen, da ich mich immer wieder mit ihm absprechen muss und dadurch eventuell immer wieder mal ganze abschnitte umändern muss fallen sicherlich zuviele Stunden an um es nach Stunden abzurechnen.

        Hm. Dann erstell doch einfach ein Pflichtenheft mit der geschätzen Arbeitszeit für jeden einzelnen Arbeitsschritt und zeig ihm das erst einmal. Ich finde das für beide Parteien nur fair, so kann er sehen, wie viel Arbeit die einzelnen Schritte sind und du bist auch auf der sicheren Seite um nicht umsonst zu arbeiten, sondern für jeden Schritt bezahlt zu werden. Bei Änderungen kannst du ihm ja wieder so ein Teilpflichtenheftchen erstellen in dem genau aufgeschlüsselt wird was gemacht werden muss und wie lange es dauert.

        Du solltest ihn am Anfang aber vor allem darauf aufmerksamm machen, dass die Änderungen alle sein Geld kosten, und er sich deshalb vorher genau überlegen soll, was er denn eigentlich haben will. Das ist für beide Seiten viel schöner, da er dann genau das bekommt was er will und du die Sachen nicht umsonst zwei oder gar drei mal schreiben musst.

        Ganz am Anfang hatte ich nämlich auch einen Kunden der immer wieder etwas zu verändern gefunden hatte und ich irgendwie nie sagte, dass mich jede Veränderung im - Gegensatz zum vorher sinnvoll überlegtem - sehr viel Zeit kostet. Das ging dann ein paar Monate so, dass er immer wieder was zum verändern gefunden hat. Die Seite ging im Endeffekt nie online und ich habe auch nur die Hälfte des Geldes bekommen, welches mir eigentlich zustand.

        Grüße
        Jeena Paradies

        1. Moin Jeena,

          Hm. Dann erstell doch einfach ein Pflichtenheft mit der

          es gibt nichts schlimmeres, als ein Plichtenheft für jemand zu erstellen, der eigentlich gar nicht weiß was er will.
          Das kostet mehr Zeit, und daher Geld, als der ganze Rest.

          regds
          Mike©

          --
          Freunde kommen und gehen. Feinde sammeln sich an.
          1. Hallo,

            es gibt nichts schlimmeres, als ein Plichtenheft für jemand zu erstellen, der eigentlich gar nicht weiß was er will.

            Das ist ja gerade das was er dabei herausfinden soll.

            Das kostet mehr Zeit, und daher Geld, als der ganze Rest.

            Ich würde sagen, es kommt drauf an.

            Grüße
            Jeena Paradies

  2. Es handelt sich um eine Art InfoPortal für ein größeres Wohnobjekt.
    Datenbank, Login-Bereich, Newsletter, ist (noch) nicht erforderlich.
    HTML, CSS und ein wenig JS dürften zum Einsatz kommen.

    Diese Aussage...

    Ich gehe so von 20-30 HTML Seiten aus. Viele Bilder sind sinnvoll einzubinden, Lage und Anfahrtsplan, etc..

    paßt nicht zu dieser.

    oben sprichst du von dynmischen Inhalten die wohl nur mit Hilfe eines CMS (das evtl. sogar selber programmiert werden muss) erstellt werden können. Statische Inhalte können natürlich auch in einem CMS eingebaut werden, aber es ist etwas komplett anders ein CMS zu integrieren/erstellen, als 20 - 30 HTML Seiten zu erstellen.
    Im ersten Fall sind schnell ein paar tausend EUR zusammen im zweiten kommt man mit ein bisschen Übung mit ein paar hundert aus.

    Struppi.

    1. Hallo Struppi,

      Es handelt sich um eine Art InfoPortal für ein größeres Wohnobjekt.
      Datenbank, Login-Bereich, Newsletter, ist (noch) nicht erforderlich.
      HTML, CSS und ein wenig JS dürften zum Einsatz kommen.

      oben sprichst du von dynmischen Inhalten die wohl nur mit Hilfe eines CMS (das evtl. sogar selber programmiert werden muss) erstellt werden können.

      Er sagt doch, dass dynamische Inhalte (Datenbank, Login-Bereich, etc.) eben _nicht_ erforderlich sind - oder nicht? :-/

      Gruss aus Luzern,
      Daniel

      1. Er sagt doch, dass dynamische Inhalte (Datenbank, Login-Bereich, etc.) eben _nicht_ erforderlich sind - oder nicht? :-/

        Jo, sieht so aus also ob ich das gestern Abend nicht so ganz kapiert habe.

        Struppi.

  3. hi,

    Ich soll für einen Bekannten eine Website gestalten,
    und ich hab keine Ahnung wie viel ich mir bezahlen lassen soll.

    Es gibt diese Diskussion hier im Forum häufiger. Die "Geschäftsbasis", die du ansprichst, ist dabei eine Vertrauensfrage, du willst es für einen Bekannten machen. Ich habe für "Bekannte" auch schonmal für 50 Euro, ein Abendbrot und die S-Bahn-Fahrkarten eine "Site" mit 30 Unterseiten gebaut, und ich habe auch schonmal jemandem für gar nichts ein komplettes Windowssystem aufgespielt und ihm zehn Stunden lang erklärt, wie er damit umgehen soll (genutzt hat es nix, zwei Stunden, nachdem ich zur Türe raus war, hatte er sich einen Virus eingefangen), aber das ist kein Maßstab.

    Grundsätzlich gibt es zwei Herangehensweisen: entweder vereinbarst du mit ihm einen Pauschalpreis fürs "Ganze" - also beispielsweise 1000 Euro, unabhängig davon, was du baust und wieviel das wird. Oder du gliederst es auf und sagst:

    • für das Konzept 100 Euro
    • für ein einfaches HTML-Dokument 20 Euro (oder weniger)
    • für ein Script (egal welches) xxx Euro
    • für jede Änderung am Entwurf 10 Euro
      Die Idee mit dem Pflichtenheft ist gut, findet aber mehr im kommerziellen Bereich Verwendung.

    Zum einen will ich es ihm natürlich kostengünstig anbieten, zum anderen will ich mich aber nicht unter Wert verkaufen.

    Das Problem ist, daß selbst beste Freundschaften an der Frage nach dem Geld zerbrechen können. Klar, man will einen Freund oder Bekannten nicht übers Ohr hauen. Aber auch der beste Freund muß verstehen können, daß du eventuell, abhängig von seinen Wünschen, sehr viel Zeit und Kreativität investieren mußt und daß das irgendwann mal an die Grenze gerät, bei der die Frage nach einem Entgelt eben nicht mehr so en passant erledigt werden kann.

    Es handelt sich um eine Art InfoPortal für ein größeres Wohnobjekt.
    Datenbank, Login-Bereich, Newsletter, ist (noch) nicht erforderlich.

    Das klingt aber verdächtig danach, daß genau das noch folgen muß, irgendwann.

    HTML, CSS und ein wenig JS dürften zum Einsatz kommen.

    Warum Javascript?

    Ich gehe so von 20-30 HTML Seiten aus. Viele Bilder sind sinnvoll einzubinden, Lage und Anfahrtsplan, etc..

    Das läßt sich auch ohne Datenbank in Kürze realisieren.

    Habt Ihr eine Idee, wie hoch die Vergütung ausfallen sollte?

    Es ist Verhandlungssache. Wichtig ist dabei einzig die Frage, ob es eine Vertrauensbasis gibt. Du mußt deine "Forderungen" ganz am Beginn so deutlich wie nur irgend möglich artikulieren, am besten schriftlich. Dann kennt dein Bekannter den Rahmen, in dem du dich bewegen willst und wird dir den Auftrag erteilen  -  oder eben auch nicht. Aber nichts ist schlimmer, als im _Nachhinein_, wenn du schon was gebastelt hast, festzustellen, daß ihr euch über die Vergütung doch nicht einig seid. Daran kann jede Freundschaft/Bekanntschaft zerbrechen.

    Grüße aus Berlin

    Christoph S.