Hallo,
Vorgestern schrieb Ralph Segert einen interessanten Artikel, der uns hier auch zu dneken geben sollte: http://segert.net/weblog/text253.html
Die dortigen Erkenntnisse gehören in der BF-Szene schon seit langem zum Allgemeinwissen. Das sind Binsenweisheiten, die kein seriöser BF-Interessierter jemals bezweifelt hat. Das wurde in den Kommentaren bereits angemerkt. Die Beobachtung, dass der Begriff von nicht sachkundigen Bauernfängern als sinnentleerter Marketing-Begriff missbraucht wird, ist sicher richtig. Die Beobachtung, dass der Begriff für sich genommen faktisch eine ideale und absolute Auffassung suggeriert, ebenfalls. Deshalb ist der Begriff zurecht streitbar. Zugegeben, der Begriff fordert Missverständnisse bei denjenigen, die sich nur oberflächlich mit der Problematik auseinandersetzen. Die Forderung, deshalb den Begriff zu verwerfen, ist auch nicht neu. Darin sehe ich aber Lösung des Problems. Die Gefahr der Marketing-Verschlagwortung sehe ich auch bei den Alternativen. Gegen »Zugänglichkeit« (Accessibility) kann man ebenso einwenden, dass es keine hundertprozentig zugängliche Seite gibt. Diese Erkenntnis erfordert nicht viel Denkarbeit, insofern ist der Einwand eine reine Formalität. (»Kann es wirkliche, absolute Freiheit geben? Nein, nur Annäherungen. Kippen wir doch den Begriff ›Freiheit‹.«) Die Lösung liegt nicht in einer anderen Begriffswahl, sondern darin, die Bedeutung hinter allen Begriffen zu vermitteln - als ob sich diese im Begriff selbst erschöpfen würde.
Wollen wir nicht den Themenbereich (BARIEREFREIHEIT) gegen (BARIEREARMUT) austauschen?
Magst du das Archiv lesen, in dem diese Frage schon vor Jahren durchgekaut wurde, bis jeglicher Geschmack verloren ging?
Mathias