Moin!
bandbreite sollte kein problem sein. gedacht war, das wir von der kamera direkt auf eine box gehen, welche uns das format auf ein taugliche grösse runterrechnet. von dort gehen wir mittels adsl zum provider. und der provider bittet eh genug bandbreite an. es ist auch nur für ein kleiner kundenstamm gedacht. also kaum mehr als 1-2 personen gleichzeitig.
Das funktioniert aber nur, wenn der Provider, wie dargelegt, eine Relaystation bietet, denn ADSL hat ja in Senderichtung eine wesentlich kleinere Bandbreite, als in Empfangsrichtung. Wenn du also eine Bandbreite von 300 kBit/s anbieten willst, benötigst du schon die schnellsten ADSL-Angebote der meisten Provider, um Bandbreite für nur EINEN Zuschauer aufzubringen, denn normal sind Upstream-Bandbreiten von 128 oder 192 kBit/s (das reicht beides nicht für einen Zuschauer), 384 kBit/s ist nur bei den schnellen Zugängen zu finden (reicht gerade so für einen Zuschauer), und 500 kBit/s (das mir bekannte Maximum für ADSL derzeit) gibts z.B. bei der Telekom gar nicht (es würde auch nicht für zwei Zuschauer reichen).
Außerdem unterschätze nie die Attraktivität von Streams. Wenn du erst mal "entdeckt" und in irgendeinem Blog erwähnt wirst, dann hast du augenblicklich ein Problem, wenn du nur auf zwei Zuschauer gleichzeitig eingerichtet bist.
technisch habe ich bis jetzt nur videokarten gefunden, welche dies umrechnen. am liebsten wäre mir aber grad eine all-in-one-box? auch noch nie was davon gehört?
Deine "All-in-one"-Box nennt sich Streaming-Server, ist ein stinknormaler Intel- oder AMD-basierter "PC" im 19"-Servergehäuse (Edel-Ausführungen nehmen eine Höheneinheit = teuer, normal käufliche PC-Komponenten passen in Gehäuse mit vier Höheneinheiten - die Gehäuse sind aber auch nicht so billig, wie man erwartet), enthält ein geeignetes Betriebssystem (Linux wohl nicht unbedingt, jedenfalls sind mir dazu ad hoc keine Streaming Server bekannt, die das Video direkt komprimieren), die Video-Capture-Karte und das Streaming-Server-Programm, welches dann live die hereinkommenden Bild- und Toninformationen in einen Stream umrechnet und idealerweise dann nur an den Relayserver beim Provider weiterreicht. Aber natürlich kannst du die Besucher auch direkt auf deinen Streamingserver zugreifen lassen (wobei die Frage ist, ob das funktioniert, denn sowas hängt von der Software ab, die benutzt wird).
An Streamingformaten hast du im Prinzip drei Wahlmöglichkeiten: Windows Media, Real oder Quicktime. Alle drei Streamingserver sind irgendwie kostenlos bei den Herstellern herunterzuladen und für den regulären Einsatz mit wenigen Zuschauern auch nahezu oder ganz kostenlos zu benutzen. Du könntest also relativ gefahrlos erstmal zuhause ausprobieren, was geht - und was nicht. :)
- Sven Rautenberg