Hallo Günther,
Wie TN, STN, DSTN, FSTN, TSTN (alle Passiv-Matrix-Displays) bzw. TFT-TN-LCDs funktionieren ist mir klar.
huii, mir war gar nicht bewusst, dass es so viele Variationen gibt...
Laut sämtlicher Grafiken die ich bisher gesehen habe, sind nämlich z.B. bei IPS alle LC-Moleküle exakt parallel ausgerichtet (innerhalb einer Flüssigkristallzelle) und man kann durch ein E-Feld lediglich die Ausrichtung aller LC-Moleküle gleichzeitig und um denselben Winkel verändern. Das gäbe aber für mich keinen Sinn, da ich nicht nachvollziehen kann, wo hier die Polarisationsrichtung der Lichtwelle gedreht wird
Mir ist diese Display-Technologie bisher nicht vertraut, darum kann ich jetzt nur mal "laut denken".
Beim klassischen LCD liegen zwei polarisierende Folien übereinander, deren Polarisationsebenen um 90° verdreht sind. Das Flüssigkristall-Material dazwischen ist im neutralen Zustand amorph, hat also im Gesamtergebnis keine optische Auswirkung. Beim Anlegen einer Spannung richten sich die Moleküle alle in einer Orientierung aus, und das bewirkt eine Drehung der Polarisation der Lichtwellen um 90°. Ergebnis: Lichtwellen, die die erste Folie passiert haben, können nach dem Passieren der LC-Schicht auch durch die zweite Folie wieder austreten.
Ich vermute nun, dass beim IPS die nicht errekten LC-Moleküle, die ja -wie du sagst- schon alle in eine Richtung ausgerichtet sind, die Funktion der ersten Folie übernehmen und nur noch auf einer Seite des Displays eine weitere Polarisationsfolie sitzt. Beim Anlegen einer Spannung ändert sich die Polarisierung des LC-Materials, und dadurch ändern sich im Zusammenspiel mit der verbleibenden Folie die optischen Eigenschaften des betreffenden Segments.
Wie gesagt, nur meine Vermutung.
Kann mir hier irgendjemand weiterhelfen (oder hat eine Idee, wo man diesbzgl. genaue Infos herbekommen könnte)?
Nö, weitere Infos oder Quellen habe ich leider auch nicht.
So long,
Martin
Paradox ist, wenn der Innenminister sich äußert und der Außenminister sich erinnert.