flowh: Einteilung der Partionen für Windows und Linux

Hallo miteinander!

Ich wollte mal euren Rat einholen, was ihr so für vernünftig haltet.

Ich bin (in Kürze) stolzer Besitzer einer 160GB IDE- und einer 320GB SATA-II-Festplatte und will auf meinem Computer sowohl Linux (Ubuntu) als auch Windows (XP Home) laufen lassen. Das Windows brauche ich eigentlich nur für Spiele, unter Linux möchte ich arbeiten (programmieren, Bildbearbeitung) und alles andere (Filme anschauen, Musik hören,...) machen, für das man einen PC braucht.

Wo ich nun etwas unsicher bin, ist bei der Einteilung der Partitionen. Für Windows brauche ich max. 40 GB, für Dateien (Musik, etc..) benötige ich am besten die ganzen 320GB.

Meine Aufteilungsidee wäre wie folgt:
160GB-Platte:
  - 40 GB Windows
  - 1 GB Swap für Ubuntu
  - 15 GB root
320GB-Platte:
  - nur /home

Was haltet ihr davon? Ist das sinnvoll für meine o.g. Bedürfnisse? Oder wie würdet ihr es einteilen?

Servus

--
flowh .
Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.
   - Die Ärzte
  1. Hi!

    Meine Aufteilungsidee wäre wie folgt:
    160GB-Platte:
      - 40 GB Windows
      - 1 GB Swap für Ubuntu
      - 15 GB root
    320GB-Platte:
      - nur /home

    Ich würde Windows in 2 Partitionen aufteilen - eine für das Windows, eine für die weitere Software (inkl. Speicherstände etc.) - für den Fall, dass du Windows mal neu installieren müssen solltest.
    Bei zwei Festplatten würde ich außerdem auf der jeweils anderen ein Backup der relavanten Daten ablegen (hilft natürlich nicht immer, aber lässt sich sehr gut automatisieren). Natürlich braucht man dann schon noch Backups auf externen Medien etc. aber wenn es automatisch geht kann man inkrementelle Backups per crond öfter machen.
    Swap hinter Windows finde ich gut, weil du dann notfalls eine weitere Windows-Partition hinzufügen kannst. Bei so viel HD würde ich allerdings mindestens 5 GB für Swap "opfern" - die Performance wird es dir vermutlich danken!
    Und wenn man noch eine kleine Partition frei lässt kann man darauf jederzeit ganz einfach eine neue Distribution ausprobieren - ist auch ganz schön (vielleicht 5 - 10 GB).

    Grüße aus Nürnberg,
    Tobias

    1. Hallo Tobias!

      Und wenn man noch eine kleine Partition frei lässt kann man darauf jederzeit ganz einfach eine neue Distribution ausprobieren - ist auch ganz schön (vielleicht 5 - 10 GB).

      Gute Idee!

      Danke auch für die anderen hilfreichen Tips!

      Servus

      --
      flowh .
      Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.
         - Die Ärzte
      1. Hi!

        Danke auch für die anderen hilfreichen Tips!

        Bitte - einem Linuxnutzer hilft man doch gerne!!!

        Grüße aus Nürnberg,
        Tobias

    2. Hallo Tobias,

      Swap hinter Windows finde ich gut, weil du dann notfalls eine weitere Windows-Partition hinzufügen kannst. Bei so viel HD würde ich allerdings mindestens 5 GB für Swap "opfern" - die Performance wird es dir vermutlich danken!

      Wieso wird die Performance es ihm danken? Ob er nun 1 GB oder 5 GB hat, sobald Linux auf den SWAP zurückgreift, wird das System wesentlich langsamer. 1 GB reicht auf den heutigen Systemen IMHO komplett aus. Normalerweise gilt die Faustregel SWAP = 2 * RAM, bei 256 MB RAM sollte man sich also eine SWAP-Partition von einem Gigabyte anlegen. Heutzutage rate ich stets zu einem GB, und selbst bei meinem lokalen Server (2 GB RAM) verwende ich nur ein GB als SWAP. 5GB SWAP halte ich persönlich für reine Verschwendung. ;-)

      Grüße

      Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/

      --
      Linux is like a wigwam - no windows, no gates and an Apache inside!
      Selfcode: ie:{ fl:| br:> va:} ls:< fo:} rl:( n4:( ss:) de:> js:| ch:? sh:| mo:) zu:)
      1. Hi!

        Wieso wird die Performance es ihm danken? Ob er nun 1 GB oder 5 GB hat, sobald Linux auf den SWAP zurückgreift, wird das System wesentlich langsamer. 1 GB reicht auf den heutigen Systemen IMHO komplett aus. Normalerweise gilt die Faustregel SWAP = 2 * RAM, bei 256 MB RAM sollte man sich also eine SWAP-Partition von einem Gigabyte anlegen. Heutzutage rate ich stets zu einem GB, und selbst bei meinem lokalen Server (2 GB RAM) verwende ich nur ein GB als SWAP. 5GB SWAP halte ich persönlich für reine Verschwendung. ;-)

        Stimmt natürlich - aber bei der Menge an Festplatte kommt es auf 4 GB für Daten vermutlich nicht mehr drauf an - vielleicht wären 2 GB ein besserer Tipp gewesen und in so gut wie allen Fällen reicht das 1 GB natürlich locker aus. Ich habe mich von den großen Zahlen blenden lassen (bei meinem Laptop muss ich mich beim externen HD-Platz etwas beschränken - da sind solche Zahlen sehr groß ...) :-) .

        Grüße aus Nürnberg,
        Tobias

      2. Hi,

        Normalerweise gilt die Faustregel SWAP = 2 * RAM, bei 256 MB RAM sollte man sich also eine SWAP-Partition von einem Gigabyte anlegen.

        2*256MB=1024MB - Bist du dir da sicher? :-P

        Grüße aus dem schönstem Saarland der Welt!

        Alex

        1. Hallo Alex,

          Normalerweise gilt die Faustregel SWAP = 2 * RAM, bei 256 MB RAM sollte man sich also eine SWAP-Partition von einem Gigabyte anlegen.
          2*256MB=1024MB - Bist du dir da sicher? :-P

          *lol*, der ging natürlich nach hinten los. Ich meinte natürlich 512 MB, und wollte danach darauf hinweisen, dass ich heutzutage jedem System 1 GB SWAP gebe.

          Grüße

          Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/

          --
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          1. Hi!

            *lol*, der ging natürlich nach hinten los. Ich meinte natürlich 512 MB, und wollte danach darauf hinweisen, dass ich heutzutage jedem System 1 GB SWAP gebe.

            Hey - zwischen 512 MB und 256 MB sind gerade mal über 66% Unterschied, was die Ziffernauswahl betrifft - da ist doch gleich klar, was gemeint ist :-) .

            Grüße aus Nürnberg,
            Tobias

  2. Hallo flowh,

    Meine Aufteilungsidee wäre wie folgt:
    160GB-Platte:
      - 40 GB Windows
      - 1 GB Swap für Ubuntu
      - 15 GB root
    320GB-Platte:
      - nur /home

    Was haltet ihr davon? Ist das sinnvoll für meine o.g. Bedürfnisse? Oder wie würdet ihr es einteilen?

    Ich würde an deiner Stelle folgende Dateiaufteilung machen (basierend auf deiner Aufteilung):

    160G-Platte:
      - 40G-Partition als NTFS
      - 1G als SWAP
      - 15G als Root-Partition (inkl. /home), Dateisystem ext3

    320G-Platte:
      - 320G als ext3, unter Linux beispielsweise eingebunden als /mnt/data, unter Windows beispielsweise als Laufwerk "Z".

    Wenn du unter Windows nämlich das Tool "Ext2 IFS For Windows" installierst, kannst du ext2/ext3-Partitionen einbinden. Ich mache das momentan immer bei meinen USB-Platten. ext3 hat den Vorteil, dass es im Gegensatz zu FAT32 große Dateien unterstützt, und im Gegensatz zu NTFS existieren sowohl für Linux als auch für Windows Treiber/Programme dafür.

    Das Tool installiert sich in die Systemsteuerung, IMHO ist es am Besten, wenn man sich eine Verknüpfung auf dem Desktop anlegt. So kann man sehr schnell die ext3-Partition mounten und wieder umounten.

    Dann würde ich an deiner Stelle noch mit dem Befehl
    tune2fs -i 365d -C 100 /dev/sdc1
    (ACHTUNG: bei /dev/sdc1 natürlich deine entsprechende 320G-Partition einsetzen!) den Dateisystem-Check alle 365 Tage bzw. alle 100 Mounts durchführen lassen. Bei 320 GB Daten kann ein solcher nämlich ziemlich lange dauern.

    Grüße

    Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/

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    1. Hallo Marc!

      Vielen Dank für deine sehr hilfreiche Antwort!

      Servus

      --
      flowh .
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  3. Hallo

    Meine Aufteilungsidee wäre wie folgt:
    160GB-Platte:
      - 40 GB Windows
      - 1 GB Swap für Ubuntu
      - 15 GB root
    320GB-Platte:
      - nur /home

    mein persönlicher Vorschlag für die Swap-Partitionen(!) wäre, _beide_, d.h. sowohl eine für Linux (die von anderen Distributionen mitverwendet werden kann) als auch die für Windows aus Performancegründen auf die zweite Festplatte zu legen, d.h. auf die Festplatte, auf der das Betriebssystem _nicht_ installiert ist. Über die Größe ist bereits diskutiert worden; bei 320 GB wäre ich nicht kleinlich und würde jedem Betriebssystem einfach irgendwas zwischen ein und zwei Gigabyte spendieren.

    Die Meldung von Windows, es könne keine Hauptspeicherdumps mehr anlegen, wenn auf der Systempartition (oder ist es die Bootpartition?) keine Auslagerungsdatei vorhanden ist, würde ich getrost ignorieren. Oder hast Du einen entsprechenden Dump nach einem Bluescreen schon mal analysiert oder analysieren lassen?

    Leider ist Windows nicht in der Lage, für seine Auslagerungsdatei eine Raw-Partition zu nutzen, so wie dies bei Linux der Fall ist, sonst könnte Windows die Linux-Swap-Partitio(en) mitbenutzen. "Swap" ist übrigens auch ein irreführender Name, da Linux kein "Swapping" sondern "Paging" nutzt - so wie halbwegs moderne Windowsversionen auch.

    Freundliche Grüße

    Vinzenz