Moin!
Grundsätzlich halte ich Cheatahs Hinweis für wichtig, mit der Planung der Altersvorsorge einen unabhängigen Finanzdienstleister zu beauftragen. Das kann der freie Versicherungsmakler um die Ecke, aber auch AWD, DVB o.ä. sein.
Naja, was man vom AWD so im Internet lesen kann, insbesondere von ehemaligen Mitarbeitern, ermuntert ja nun nicht gerade, mit dem Laden zusammenzuarbeiten.
Es erschüttert jedenfalls erheblich den Eindruck, man würde dort unabhängig beraten. Sicherlich ist das durchaus auch möglich - aber jeglicher Finanzberater steht halt im Konflikt, einen Mittelweg zu finden zwischen dem Wohl und Interesse des Kunden, und seiner eigenen Interessen - und die sind oftmals schlicht finanzieller Natur, also werden die Produkte als besonders gut angepriesen, bei denen der Vertreter höhere Provisionen kassiert.
Ist mir persönlich schon mit einem Bankberater (nicht AWD) passiert. Der hat sich, obwohl er von meiner begonnenen Selbständigkeit wußte, nicht für Krankenversicherung oder Berufsunfähigkeit interessiert (auch nicht nachgefragt, was da schon für Absicherung besteht), sondern sich auf die Rentenversicherung gestürzt. Ist als Produkt einfach zu verkaufen, keine Gesundheitsprüfung (wer krank ist, tut der Versicherung ja nur gutes, wenn er früh stirbt), einfach nur Kapitalanlage.
Der Finanzberater meines Vertrauens wies mich außerdem noch auf einen weiteren Umstand hin, den die Angebote des Bankberaters aufwiesen: Obwohl er mein Geburtsdatum kannte, und alle Tarifrechner automatisch 65 Jahre als Rentenalter annehmen, hat er manuell die damalige automatische Laufzeit von 34 auf 35 Jahre erhöht. Warum, ist unbekannt. Die Aussage meines Finanzberaters dazu: 35 Jahre Laufzeit bedeutet die maximale Provision, 34 Jahre Laufzeit wäre weniger Provision. Und ob man nun mit 65 oder 66 Jahren in Rente geht, ist doch heute völlig egal, oder? :-|
- Sven Rautenberg
My sssignature, my preciousssss!