Sven Rautenberg: hardwareanforderungen von Ubuntu/Gentoo, Gnome mit Compiz?

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Moin!

[PII 400Mhz]
Dabei schwebt mir entweder Gentoo oder Ubuntu vor, wobei ein halbwegs ordentlicher Fenstermanager vorhanden sein sollte.

Vergiß das mit Gentoo mal lieber ganz schnell wieder. Selbstkompilierte Systeme sind ja vielleicht ganz nett - aber sie nerven tierisch, wenn sie stunden- und tagelang zum Kompilieren benötigen. Die Kiste hat einfach nicht genug CPU-Power, um in annehmbarer Zeit (für einen Normaluser!) wichtige Pakete zu kompilieren. Allein schon X dürfte mehr als einen Tag in Anspruch nehmen - auch mit Tricks wie CCACHE. Ganz abgesehen von den wirklich dicken Applikationen wie OpenOffice.org (die es zum Glück auch in binärer Distribution bei Gentoo gibt), auf die man überhaupt nicht warten möchte - und die ggf. mit den falschen USE- oder Compilerflags auch gar nicht durchkompilieren.

Nimm Ubuntu. Das ist (so sagt man) nutzerfreundlicher, und insbesondere wesentlich schneller aktualisiert (ein extrem wichtiger Aspekt, wenn man das System sicher halten will). Außerdem funktioniert es.

Wie ressourcenlastig würde das ganz normale Arbeiten sein? Wäre es schon hart an der Grenze mit Ruckelnebeneffekten, o.ä, oder würde das System noch halbwegs schnell laufen?

Ich habe ein Gentoo (deshalb die Warnung vor den Compilierzeiten) auf einem P2-400 laufen gehabt, mit Gnome drauf. Das System war subjektiv einen Tick weniger responsiv, wie ein darauf laufendes Windows, funktionierte aber insgesamt recht vernünftig. Man sollte allerdings keine Anforderungen an sinnlosen Grafikspielkram stellen. Transparente Telnet-Shells etc. sehen zwar nett aus, kosten aber genau die CPU-Zeit, die man dann doch lieber für die Arbeit oder zumindest für schnelle Reaktion auf Benutzereingaben freigehalten hätte.

Ich muß allerdings hinzufügen, dass ich das Gentoo nicht wirklich für ernsthafte Arbeiten genutzt habe. :) Die Kiste war bedarfsweise DISTCC-Server.

- Sven Rautenberg

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