hardwareanforderungen von Ubuntu/Gentoo, Gnome mit Compiz?
*Markus
- sonstiges
Hallo,
Für meine Schwester benötige ich einen halbwegs tauglichen Computer, den sie für die Schule verwenden kann. Dazu könnte ich einen PII 400Mhz bekommen. Natürlich werde ich auf diesen PC auf keinen Fall ein Windows-System installieren, sondern irgend eine Linuxdistribution. Dabei schwebt mir entweder Gentoo oder Ubuntu vor, wobei ein halbwegs ordentlicher Fenstermanager vorhanden sein sollte. Ich würde Gnome vor KDE bevorzugen, da es m.M.n. nicht so ressourcenlastig ist, aber dennoch hätte ich gerne etwas "Eye Candy", wodurch ich das neue Xgl mit der Compiz-Erweiterung zusätzlich installieren will. Leider sind 400Mhz nicht besonders viel, aber ich denke, dass der Prozessor damit fertig werden sollte. Die Grafikkarte ist eine GForce2, die laut Angaben von Xgl gerade noch unterstützt wird.
Wie ressourcenlastig würde das ganz normale Arbeiten sein? Wäre es schon hart an der Grenze mit Ruckelnebeneffekten, o.ä, oder würde das System noch halbwegs schnell laufen? Ich kann es irgendwie schwer einschätzen, aber vielleicht hat ja schon jemand mit der Installation dieser, oder ähnlicher Software, auf so alten Rechnern Erfahrungen gemacht?
Markus
Hallo *Markus.
Für meine Schwester benötige ich einen halbwegs tauglichen Computer, den sie für die Schule verwenden kann. […] Dabei schwebt mir entweder Gentoo oder Ubuntu vor, wobei ein halbwegs ordentlicher Fenstermanager vorhanden sein sollte. Ich würde Gnome vor KDE bevorzugen, da es m.M.n. nicht so ressourcenlastig ist, …
Du kennst Xfce?
… aber dennoch hätte ich gerne etwas "Eye Candy", wodurch ich das neue Xgl mit der Compiz-Erweiterung zusätzlich installieren will.
Warum gleich die großen Geschütze auffahren? Xfce + Xorg7.1 + AIGLX genügen vollkommen für hübsches Eye-Candy. (Mein Desktop, auch wenn sich mittlerweile wieder ein paar kleine Details geändert haben.)
Einen schönen Donnerstag noch.
Gruß, Mathias
Hallo,
Du kennst Xfce?
Ja, das kam mir zuerst auch in den Sinn, ich vergaß es aber zu erwähnen.
Warum gleich die großen Geschütze auffahren? Xfce + Xorg7.1 + AIGLX genügen vollkommen für hübsches Eye-Candy.
Zitat aus Wikipedia zu AIGLX
Aktuelle Hardwareunterstützung
Zwar wird AIGLX unabhängig von der Grafikhardware entwickelt, jedoch wurde es bis jetzt nur auf wenigen Grafikkarten erfolgreich eingesetzt. Zu den Karten, die als unterstützt gelten, gehören die ATI Radeon 7000 bis 9250 (nur mit dem offenen radeon-Treiber) und die Intel i830 bis i945. Karten des Herstellers Nvidia werden bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht unterstützt.
Heißt das jetzt nur, dass die Grafikkarte AIGLX noch nicht hardwaremäßig unterstützt, und AIGLX aber trotzdem ausgeführt werden kann, oder läuft AIGLX mit einer GForce2 überhaupt nicht?
Warum gleich die großen Geschütze auffahren? Xfce + Xorg7.1 + AIGLX genügen vollkommen für hübsches Eye-Candy. Mein Desktop,
Sorry, aber sieht irgendwie leer und trostlos aus. Wo ist da das Eye-Candy? :)
Markus
Hallo *Markus.
Zitat aus Wikipedia zu AIGLX
Aktuelle Hardwareunterstützung
Zwar wird AIGLX unabhängig von der Grafikhardware entwickelt, jedoch wurde es bis jetzt nur auf wenigen Grafikkarten erfolgreich eingesetzt. Zu den Karten, die als unterstützt gelten, gehören die ATI Radeon 7000 bis 9250 (nur mit dem offenen radeon-Treiber) und die Intel i830 bis i945.
Dies stimmt so nicht.
Karten des Herstellers Nvidia werden bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht unterstützt.
Dies stimmt allerdings wieder.
Heißt das jetzt nur, dass die Grafikkarte AIGLX noch nicht hardwaremäßig unterstützt, und AIGLX aber trotzdem ausgeführt werden kann, oder läuft AIGLX mit einer GForce2 überhaupt nicht?
Es dürfte überhaupt nicht laufen, da Direct Rendering offenbar von den freien Treibern nicht unterstützt wird. Sorry, da hatte ich vorher nicht nachgeschaut.
Warum gleich die großen Geschütze auffahren? Xfce + Xorg7.1 + AIGLX genügen vollkommen für hübsches Eye-Candy. Mein Desktop,
Sorry, aber sieht irgendwie leer und trostlos aus. Wo ist da das Eye-Candy? :)
An praktisch jeder Ecke in Form des konsistenten und aufeinander abgestimmten Farbschemas zuzüglich Transparenz- und Schatteneffekte. (Und schnell ist das ganze dennoch.)
Einen schönen Donnerstag noch.
Gruß, Mathias
Hallo nochmal.
Heißt das jetzt nur, dass die Grafikkarte AIGLX noch nicht hardwaremäßig unterstützt, und AIGLX aber trotzdem ausgeführt werden kann, oder läuft AIGLX mit einer GForce2 überhaupt nicht?
Es dürfte überhaupt nicht laufen, […]
Man sollte auch lesen, was man verlinkt. Solltest du den unfreien Treiber von Nvidia selbst verwenden, sollte es laufen:
Will my NVidia card work?
Yes. The Free software 'nv' driver doesn't support 3d acceleration but the Nvidia 1.0-9XXX series proprietary drivers have added support for GLX_EXT_texture_from_pixmap extension in this release.
Einen schönen Donnerstag noch.
Gruß, Mathias
Moin!
[PII 400Mhz]
Dabei schwebt mir entweder Gentoo oder Ubuntu vor, wobei ein halbwegs ordentlicher Fenstermanager vorhanden sein sollte.
Vergiß das mit Gentoo mal lieber ganz schnell wieder. Selbstkompilierte Systeme sind ja vielleicht ganz nett - aber sie nerven tierisch, wenn sie stunden- und tagelang zum Kompilieren benötigen. Die Kiste hat einfach nicht genug CPU-Power, um in annehmbarer Zeit (für einen Normaluser!) wichtige Pakete zu kompilieren. Allein schon X dürfte mehr als einen Tag in Anspruch nehmen - auch mit Tricks wie CCACHE. Ganz abgesehen von den wirklich dicken Applikationen wie OpenOffice.org (die es zum Glück auch in binärer Distribution bei Gentoo gibt), auf die man überhaupt nicht warten möchte - und die ggf. mit den falschen USE- oder Compilerflags auch gar nicht durchkompilieren.
Nimm Ubuntu. Das ist (so sagt man) nutzerfreundlicher, und insbesondere wesentlich schneller aktualisiert (ein extrem wichtiger Aspekt, wenn man das System sicher halten will). Außerdem funktioniert es.
Wie ressourcenlastig würde das ganz normale Arbeiten sein? Wäre es schon hart an der Grenze mit Ruckelnebeneffekten, o.ä, oder würde das System noch halbwegs schnell laufen?
Ich habe ein Gentoo (deshalb die Warnung vor den Compilierzeiten) auf einem P2-400 laufen gehabt, mit Gnome drauf. Das System war subjektiv einen Tick weniger responsiv, wie ein darauf laufendes Windows, funktionierte aber insgesamt recht vernünftig. Man sollte allerdings keine Anforderungen an sinnlosen Grafikspielkram stellen. Transparente Telnet-Shells etc. sehen zwar nett aus, kosten aber genau die CPU-Zeit, die man dann doch lieber für die Arbeit oder zumindest für schnelle Reaktion auf Benutzereingaben freigehalten hätte.
Ich muß allerdings hinzufügen, dass ich das Gentoo nicht wirklich für ernsthafte Arbeiten genutzt habe. :) Die Kiste war bedarfsweise DISTCC-Server.
- Sven Rautenberg
Hallo,
[PII 400Mhz]
Dabei schwebt mir entweder Gentoo oder Ubuntu vor, wobei ein halbwegs ordentlicher Fenstermanager vorhanden sein sollte.Vergiß das mit Gentoo mal lieber ganz schnell wieder. Selbstkompilierte Systeme sind ja vielleicht ganz nett - aber sie nerven tierisch, wenn sie stunden- und tagelang zum Kompilieren benötigen. Die Kiste hat einfach nicht genug CPU-Power, um in annehmbarer Zeit (für einen Normaluser!) wichtige Pakete zu kompilieren.
Ich weiß, aber ich werde wahrscheinlich so ziemlich das komplette System auf meinem Rechner vorkompilieren und einfach auf die andere Platte des Schneckenrechners rüberkopieren.
Allein schon X dürfte mehr als einen Tag in Anspruch nehmen - auch mit Tricks wie CCACHE. Ganz abgesehen von den wirklich dicken Applikationen wie OpenOffice.org (die es zum Glück auch in binärer Distribution bei Gentoo gibt), auf die man überhaupt nicht warten möchte - und die ggf. mit den falschen USE- oder Compilerflags auch gar nicht durchkompilieren.
OO würde ich nicht mal auf meinem 1.8GHz-Rechner kompilieren. :)
Nimm Ubuntu. Das ist (so sagt man) nutzerfreundlicher, und insbesondere wesentlich schneller aktualisiert (ein extrem wichtiger Aspekt, wenn man das System sicher halten will). Außerdem funktioniert es.
Das wäre natürlich auch mal eine gute Möglichkeit Ubuntu kennen zu lernen. Allerdings habe ich extrem wenig Zeit um mich um mögliche auftretende Probleme oder Konfigurationen, die auf Gentoo anders sind, zu kümmern. Es fängt ja schon bei apt-get an.
Wie ressourcenlastig würde das ganz normale Arbeiten sein? Wäre es schon hart an der Grenze mit Ruckelnebeneffekten, o.ä, oder würde das System noch halbwegs schnell laufen?
Ich habe ein Gentoo (deshalb die Warnung vor den Compilierzeiten) auf einem P2-400 laufen gehabt, mit Gnome drauf. Das System war subjektiv einen Tick weniger responsiv, wie ein darauf laufendes Windows, funktionierte aber insgesamt recht vernünftig. Man sollte allerdings keine Anforderungen an sinnlosen Grafikspielkram stellen. Transparente Telnet-Shells etc. sehen zwar nett aus, kosten aber genau die CPU-Zeit, die man dann doch lieber für die Arbeit oder zumindest für schnelle Reaktion auf Benutzereingaben freigehalten hätte.
Danke für die Info.
Markus