Der Martin: Hotel / Unternehmungsempfehlungen für USA / Kanada

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Hallo Frank,

Ich plane vom 15.9.2008 bis 4.10.2008 in Kalifornien unterwegs zu sein, ...

*neid*

1 Woche bin ich an LA gebunden.

Das hört sich an, als sei das eine Geschäftsreise, an die du noch ein paar Tage Privaturlaub anhängst. In der angenehmen Situation war ich 1996 auch: Geschätzte 2..3 Tage Arbeit beim Kunden in der Nähe von NYC, und ich konnte meinen Chaef überreden, dass ich danach noch ein paar Tage Urlaub anhänge. So war ich dann insgesamt zwei Wochen weg und habe außer NYC auch ein wenig von der Ostküste bis rauf nach Boston gesehen.

Den Rest kann ich mir verteilen auf SAN-SFO-SEA-LAS

Denkst du eher an Mietwagen/Motels, oder eher an Inlandsflüge und Hotels? Das macht insofern einen großen Unterschied, als man bei der ersten Variante sehr viel flexibler ist, vielleicht auch nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel". Ich ziehe diese Art und Weise vor - auch wenn man dagegen argumentieren kann, dass man durch die langen Strecken viel Zeit "verliert".

Wer also (speziell aus persönlicher Erfahrung) Hotels empfehlen kann, der ist mir willkommen.

Konkrete Empfehlungen im Bereich _H_otel kann ich nicht geben, da ich immer die Mietwagen/Motel-Variante gewählt habe. Also am Flughafen das Auto übernommen, dann war's mir egal, wenn das erste Quartier auch 30 Meilen weg war. Das Motel für die erste Übernachtung habe ich immer schon von zuhause aus im Voraus gebucht, die restliche Reise dann immer spontan von Tag zu Tag, meist ohne Reservierung.
Im Raum L.A. war ich sehr angetan vom "Voyager Motor Inn" in Van Nuys (NW von Downtown L.A. am San Diego Fwy, etwa 15 Meilen Fahrt von LAX). Tipp: Vom Flughafen nicht den San Diego Fwy (405) nehmen, sondern den Sepulveda Blvd parallel, da kommt man oft schneller voran.
In S.F. bin ich zuletzt in einem Motel am Ende der Judah St untergekommen (kann mich leider nicht mehr an den Namen erinnern). Das war zwar nicht gerade vornehm, aber ordentlich und preiswert. Man war von dort zu Fuß in fünf Minuten an der Pazifikküste, und fast direkt vor dem Haus war die Endhaltestelle der Tram, die einen in etwa einer halben Stunde bis ins Stadtzentrum brachte (Endstation an der Market St).

Dito für Unternehmungsideen, nur eine Sache ist bereits absolut Pflicht: Six Flags Magic Mountain.

Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, solltest du *unbedingt* etwa zwei Tage für den Weg von L.A. nach S.F. einplanen und den Pacific Coast Highway (Hwy #1) fahren. Ich war jedesmal wieder begeistert von der teils schroffen, teils lieblichen Küstenlandschaft.

In L.A. fällt mir nicht gar so viel Sehenswertes ein; die typischen Tourismusziele wie z.B. die Universal Studios oder Disneyland braucht man, glaube ich, nicht extra zu erwähnen. Für den nächsten Besuch in L.A. habe ich mir vorgenommen, endlich mal den berühmt-berüchtigten Mulholland Drive abzufahren. Ist vielleicht enttäuschend, wer weiß, aber das möchte ich dann wenigstens mal selbst beurteilen können.
Dagegen wüsste ich in S.F. gar nicht, was ich zuerst nennen sollte; die ganze Stadt ist IMHO ein Traum. Aber zumindest der Kernbereich ist zum Glück so klein, dass man in zwei Tagen eine Menge Eindrücke sammeln kann.
Weiter die Küste rauf (Seattle) kann ich mangels eigener Erfahrungen nichts mehr beitragen.
Las Vegas schließlich ist IMHO eigentlich langweilig, wenn man sich nicht an Casino-Rummel erfreuen mag (sei es beim Spielen oder auch nur beim Zuschauen) oder ausgefallene Shopping-Erlebnisse sucht. Was mir gefällt, ist das Klima (gut und gerne 40°C tagsüber, dabei knacktrockene Luft). Der McCarran Airport (LAS) liegt übrigens mitten in der Stadt. Eventuell ist ein Ausflug zum Lake Mead ganz nett, mit etwas Glück kann man das Kraftwerk am Hoover Dam besichtigen (vielleicht heute nicht mehr, aus Sicherheitsgründen). Ich fand's hochinteressant und beeindruckend. Auch eine Fahrt durchs Death Valley ist ein Erlebnis. Reichlich Wasser mitnehmen, nicht nur zum Trinken, auch fürs Auto, falls man mal Kühlwasser nachfüllen muss!

Von S.F. aus ist es etwa eine Tagesfahrt bis zum Yosemite NP, nach dem Yellowstone vielleicht der bekannteste US-Nationalpark. Trotz des Touristenrummels ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Okay, als ich letztes Mal da war, habe ich den Yosemite Anfang Mai erlebt, da war im Gebirge noch Spätwinter. Es hat geregnet, stellenweise ging der Regen auch schon in Schnee über, und der Tioga Pass, über den ich den Park eigentlich verlassen wollte, war wegen Schnee gesperrt.

Viel Spaß jedenfalls und schon jetzt eine schöne Reise,
 Martin

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Schon gewusst, dass Aftershave trotz des Namens eigentlich eher fürs Gesicht gedacht ist?