Der Martin: Acer Aspire 6530 und langsames Vista

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Hallo,

Windows arbeitet systemintern mit sogenannten DIB's. Wenn du eine Datei im *.jpg Format mit einer Größe von 3MB hast, dann bedeutet dies nicht, daß sie nur 3MB im Speicher belegt. Windows wandelt die JPG intern in eine DIB um, wodurch die Datenmengen erheblich anwachsen.

das ist mir völlig klar.

Nun nimm eine Bilddatei, die 100MB groß ist (ich arbeite mit solchen Monstern tagtäglich).

Derart riesige Bilddateien sind mir zwar noch nie begegnet, aber das ist auch nicht das Thema. Der Knackpunkt ist, dass das Video-RAM nur das speichern muss, was momentan auf dem Bildschirm dargestellt wird. Was ein Programm darüber hinaus so alles an Daten im Arbeitsspeicher vorhält, hat damit eigentlich nichts zu tun, das kostet "gewöhnlichen" Arbeitsspeicher, aber nicht den Speicher der Grafikkarte. Und wenn ein Grafikprogramm ein Fünf-Megapixel-Foto komplett dekomprimiert im Arbeitsspeicher vorhält, sind das auch maximal etwa 20MB (bei 32bit Farbtiefe).

Wenn also z.B. Adobe Bridge die Berechnung der Bildvorschau einer derart großen Datei in die GPU nebst Video RAM auslagert, dann bedeutet dies, daß die CPU und das normale RAM nicht mehr so stark in Anspruch genommen werden. Entsprechend schneller wird das System.

Ja, sicher. Es heißt aber auch, dass die Anwendung dann optionale Ressourcen verwendet, wo sie primär eigentlich CPU-Power und CPU-Arbeitsspeicher verwenden würde. Also nur eine Optimierung unter günstigen Umständen, kein "Muss". Deine Äußerung, 256MB seinen "etwas mager", suggeriert nämlich, dass ein so gigantischer Pool an Videospeicher *notwendig* sei.

So long,
 Martin

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Ich stehe eigentlich gern früh auf.
Außer morgens.