Christopher: Ist die ganze Welt verrückt oder bin ich es?

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Hallo,

so sehr ich mich auch auf der Seite der Anti-Pharmacy sehe, dennoch bin ich ein absoluter Gegner von polarisierender, perfide inszenierter Medienberichterstattung. So fundiert dieser Bericht auch sein mag (John Virapen etc), dennoch komme ich nicht um diese mediale Ausbeutung/Ausschlachtung herum - es geht auch in diesem Bericht einzig um stumpf herbeigefuehrte Meinungsbildung - egal ob "Inside Job" oder nicht. Schwarz, weisz.. beides sind keine korrekten Ansaetze.

Ich erwarte von einer Dokumentation - vor allem wenn sie Missstaende aufdecken moechte (dann sogar noch um so mehr) - eine vollkommen und gaenzlich unparteiliche Position; welche in diesem Bericht schlicht weg nicht gegeben ist.

Seien es die Vorhaenge, die sie obligatorisch (einzig fuer die Kamera) zuziehen, wenn sie zu dem Gespraech mit der Apothekenrundschau einladen, oder der weinende Mann am Anfang der Reportage, oder das Ausgrauen des Hintergrundes wenn sie die Medikamente einblenden (mit der noch obligatorischen Hervorhebung des Medikamentes), oder den Bassanbiederungen, um der Berichterstattung ein trauervollere Stimmung zu geben...
All das sind sublime und von den Medien perfide einstudierte Vorgehensweisen um Gefuehle/Reaktionen/Meinungen zu oektroieren.. welche bei einer unparteilichen Berichterstattung nicht zum Vorschein kaemen - zumindest nicht auf solch eine intentioese und gewollte Art und Weise.

Die Reportage sieht sich in etwa identisch zu Zeitgeist, was an und fuer sich auch eine gute Zusammenstellung von Fakten sein koennte, welche jedoch durch uebertriebene Meinungsmacherei mehr Schaden anrichtet, als die offiziellen Berichterstattungen bezueglich dieses Themas jemals tun koennten. Wuerde sie lediglich Fakten liefern, ohne eine Meinung bilden zu wollen, wuerde sie vermehrt Begrueszung finden.

Grusz,
Christopher