Hi,
- Die alte Methode war, dass der Zielmailserver (laut Maildomain) die Mail einfach mal annimmt und nach dem Empfang schaut, ob er den zugehörigen User finden und die Mail dort zustellen kann. Gründe für das Scheitern sind z.B. "Postfach voll", "Serverfestplatte voll" oder "User existiert nicht". Wenn die Zustellung scheitert, schickt dieser Mailserver dem (angeblichen) Absender eine Fehlermail zurück, in der das Scheitern der Zustellung samt Grund verkündet wird, und ggf. noch der gesamten oder einen Teil der originalen Mail dranhängt, damit der Sender sich erinnert, um welche Mail es ging.
das tun viele "Volks-Maildienste" wie GMX oder web.de heute noch.
Doch, Mailserver akzeptieren entweder Mails - dann stellen sie sie ihrem User auch zu, und wenn der sie löscht, egal ob wegen Spamfilter automatisiert oder manuell, ist es sein Problem - oder sie verweigern den Empfang (und geben an dieser Stelle schon gewisse Auskünfte über die Gründe, denn der legitime Sender sollte ja erkennen können, warum der Versuch scheiterte).
Das mag in der Mehrheit zutreffen; es gibt aber reichlich Mailserver von kleinen und mittleren Unternehmen, die alle ankommenden Mails klaglos annehmen und dem Absender den Empfang quittieren, und dann erst untersuchen, ob ein passender Empfänger existiert. Zwei solche Beispiele kenne ich selbst aus dem näheren Umfeld. Eines dieser beiden Unternehmen hat sogar noch einen Spamfilter an seinen Mailserver angeflanscht, der ankommende wie abgehende Mails nach bestimmten Stichworten oder Mustern durchsucht, und die Nachricht im Fall eines Treffers aussortiert. Weder Absender noch der eventuell existierende Empfänger bekommen davon etwas mit; das einzige, was passiert, ist ein Eintrag in eine Protokolldatei. Die schaut der Admin aber auch erst an, wenn man sich massiv beklagt und mit einiger Bestimmtheit sagen kann, dass man in einem gegebenen Zeitraum eine e-Mail von einem bestimmten Absender hätte bekommen müssen. Und dann bequemt sich der besagte Admin vielleicht *wirklich*, mal einen Blick ins Log zu werfen, und sagt: "Stimmt, das war letzten Freitag. Ist ausgefiltert worden. Keyword Match. Nein, die Nachricht wurde gelöscht, die kann ich Ihnen nicht mehr zur Verfügung stellen."
Ciao,
Martin
Jungs sind wie Waschmaschinen: Wenn man sie anmacht, kommen sie ins Schleudern.
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