Der Martin: Anonymität vs. unbefugte Teilnahme (Umfrage)

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Hallo,

ich möchte eine Website schreiben über welche ich einen bestimmten Personenkreis befragen kann. Das ganze muss komplett anonym ablaufen, da ansonsten die Ergebnisse sicherlich verfälscht werden.
Andererseits möchte ich sicherstellen, dass auch nur die von mir gewünschten Personen an der Umfrage teilnehmen können.
Bei den Wahlen zum Landtag, Bundestag, etc. war das bisher gelöst. Man weist sich aus und bekommt dann den Wahlzettel, den man anonym ausfüllt.

ja, aber dadurch ist der Vorgang eben nicht mehr anonym, denn nachdem ich mich durch den Personalausweis identifiziert habe, wird ja sogar im Wählerverzeichnis dokumentiert, dass ich an der Wahl teilgenommen habe. Mir ist klar, dass diese Maßnahme nötig ist, um eine mehrmalige Teilnahme zu verhindern - aber damit ist IMO die Anonymität dahin, bzw. sie beschränkt sich dann nur noch auf meine Wahlaussage, aber nicht auf die Tatsache der Teilnahme (es sei denn, ich gebe einen leeren oder ungültigen Wahlzettel ab, aber selbst dann habe ich formal betrachtet teilgenommen).

Letztlich läuft alles auf die Vertrauensfrage hinaus.

Ja, und zwar in beiden Richtungen.
Entweder der Veranstalter verteilt die Wahlunterlagen an alle Wahlberechtigten und vertraut darauf, dass sie diese nicht an Unberechtigte weitergeben, sondern selbst ausfüllen oder vernichten. Dann können die Wähler ihre Wahlzettel z.B. in eine Sammelbox werfen und anonym bleiben.
Oder der Veranstalter gleicht die Identität der Teilnehmer mit der Liste der Wahlberechtigten ab, dann müssen die Wähler darauf vertrauen, dass diese Kontroll-Liste nach dem Ende der Wahl vernichtet wird.

Und so ist es im Prinzip bei der Online-Abstimmung auch.

Ciao,
 Martin

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Wer barfuß geht, dem kann man nicht die Schuld in die Schuhe schieben.
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