Hallo,
Deshalb gelten solche Geschäfte ebenfalls als Haustürgeschäfte.
Der Hinweis ist gut, aber hier kaum zutreffend, denn der Vertreter befand sich "in einem Elektromarkt".
Ein Elektromarkt fällt nicht unter die in deinem Artikel genannten "öffentlichen Verkehrsmittel und –flächen" ...
das kommt nun sehr darauf an, was man unter "öffentlich" versteht. Im amtlich-juristischen Sprachgebrauch ist das nämlich etwas anderes, als die Masse der Bevölkerung als "öffentlich" bezeichnet. Für Otto Normalverbraucher ist das jeder Ort, der für die Allgemeinheit zugänglich ist - also auch die Geschäftsräume von Supermärkten, Baumärkten oder Restaurants.
und es ist nun auch nicht so, dass ein Kabel-Deutschland-Vertreter in einem Elektromarkt "überraschend" wäre in dem Sinne, dass der Kunde in einem Elektromarkt "nicht mit Vertragsangeboten rechnet".
Doch, ist es möglicherweise schon - je nachdem, was der OP hier mit dem Elektromarkt meinte. Leider geht das aus seinem Text nicht eindeutig hervor. Wenn es ein Elektromarkt im Sinne von Elektronik ist, der auch Computer, Telefone und so'n Kram führt, dann gebe ich dir bedingt Recht. Dann ist ein Angebot eines Kommunikationsdienstleisters hier durchaus gut aufgehoben; für mich hat es aber trotzdem noch den Charakter eines Haustürgeschäfts, da ist es aus meiner Sicht egal, ob der Anbieter seinen provisorischen Stand auf der Straße aufgebaut hat oder als Gast in den Geschäftsräumen eines anderen Ladens. Das ändert sich für mich erst dann, wenn der "Fremd"-Anbieter einen festen Stand in den Räumen eines anderen Ladens hat, und das beispielsweise auch durch ein Plakat, ein Banner oder eine Reklamefahne von außen erkennbar ist.
Ich hatte "Elektromarkt" allerdings eher im Sinne eines Baumarkts verstanden. Und dort würde ich den Stand eines Kommunikationsdiesntleisters tatsächlich als "überraschend" und "nicht zu erwarten" einordnen.
Ganz im Gegenteil: Neben den eigenen Läden würde ich Elektromärkte sogar als (stationäre) Hauptabsatzschiene für alle Arten von Telekommunikationsverträgen ansehen.
Wenn wir im Bereich der Consumer-Elektronik sind, wie ich sie oben umrissen habe - ja, einverstanden.
Zur Ausgangsfrage: Kabel Deutschland ist eigentlich recht kulant. Anrufen oder schreiben, Verkaufssituation schildern (tüddeliger alter Opa bekommt von gewieftem Schlipsträger was aufgeschwatzt), um Storno bitten. Freundlich oder zumindest höflich bleiben.
Vor allem der Hinweis, freundlich zu bleiben, ist oft Gold wert. Fällt einem aber manchmal schwer, wenn man sich sowieso schon über den Gesprächspartner geärgert hat.
Schönes Wochenende,
Martin
Früher habe ich mich vor der Arbeit gedrückt. Heute könnte ich stundenlang zusehen.
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