Tom: "kostenlose" Probearbeit

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Hello,

[...] denn noch bin ich ja in ungekündigter Stellung.

Das ist mMn relevant.

Hier greifen Rechtstatbestände in der von der "Gasminister-Mafia" gewünschten Art und Weise ineinander: keiner weiß am Ende, was dabei heraus kommt, wenn es knallt. Das ist sicherlich die von der Anwaltschaft der Art des Herrn S. genauso gewünscht gewesen, als die damalige Regierung mit Hilfe der Damen "aus Brasilien" die "Agenda 2010" durchgewunken haben.

1. Solange Du noch einen laufenden Arbeitsvertrag hast, darfst Du dich zwar irgendwo anders
   vorstellen gehen, aber nicht dort arbeiten, ohne das Einverständnis deines aktuellen
   Arbeitgebers zu haben.

2. Wenn Du woanders arbeitest und der jetzige Arbeitgeber bekommt davon Wind, dann ist
   für ihn ein Grund für eine fristlose Kündigung.

3. Wenn das Unternehmen an einer Probearbeit wirklich interessiert ist, dann werden sie
   Dir auch einen normalen Stundenlohn dafür bezahlen - schon um sich von dem Vorwurf der
   Schwarzarbeit freizuhalten.

[Das ist mir auch schon öfter widerfahren. Einmal haben sie mich zwei Wochen machen
   lassen und viele meiner Ideen sind sogar in das Projekt eingeflossen. Ich bin bezahlt
   worden, aber dann kam da plötzlich einer mit einem Uni-Diplom für Informatik. Der hat
   sich das angeguckt, genickt, und ich war draußen.]

4. Wenn Du irgendwo arbeitest, egal, ob du dafüre Geld bekommst oder nicht, und deine
   Leistung dirket oder indirekt die wirtschaftliche Verwertung hat, dann ist das
   Schwarzarbeit (laut Gesetz und mMn auch laut Moral). Ausnahmen nur bei behördlicher
   Anordnung auf der Grundlage von StGB oder SozGesBuch, oder wenn es sich um ehrenamtliche
   Tätigkeit in einem Verein handelt, oder wenn die Mitarbeit in einem Familienbetrieb
   erfolgt, in dem der Inhaber (natürliche Person) im ersten Verwandtschaftsgrad zu Dir
   steht.

Hast Du schon ein Gehaltsangebot vorliegen?
Wie sehen die Vereinbarungen zur Einarbeitung aus?
Wie hoch ist ein üblicher Stundensatz für einen Freelancer in diesem Bereich?

Ich bin inzwischen der Meinung, dass man von vornherein schriftliche Vereinbarungen zu Allem benötigt und ohne fest vereibarte Entlohnung überhaupt nichts mehr laufen sollte. Solange Du noch eine feste Anstellung hast, solltest Du denen auch knallharte Forderungen (nett Verpackt, nutze CSS dafür *g*) stellen.

Und es gibt genug Arbeit. Es gibt in den Betrieben, die damit beauftragt werden, nur nicht genug Geld. Das liegt aber an denjenigen, die seit Helmut Kohl die Kohle eingesackt haben und (wie man immer wieder hört) vorbei am deutschen Fiskus irgendwo parken, wo sie keinem 'was nützt.

Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz

Tom vom Berg

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/ \ Nur selber lernen macht schlau
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