Henry: Fragen zur Migration von Windows nach Linux Mind

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Fragen zur Migration von Windows nach Linux Mind

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      Thunderbird und Terminkalender, Aufgaben

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      Posting-Längenbegrenzung

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        NTFS-3G mit permissions-Option

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      OS-unabhängige Scanner

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                                  Windows 7 im Vergleich

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          Ist Flash wirklich tot?

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            Flash ist tot!

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Hallo,

ich hatte vor kurzem die folgenden beiden Beiträge hier im Forum verfasst:

richtige Windows 10 Version

passenden PC finden

Bezogen auf diese beiden Beiträge hat sich die Situation dahingehend geändert, dass ich in den nächsten Monaten definitiv weg von Windows hin zu Linux Mind möchte.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal dafür bedanken, dass ihr mich vor Windows 10 bewahrt habt. Endlich habe ich es begriffen :-).

Diesbezüglich ergeben sich eine ganze Menge Fragen, die ich trotz intensiver Recherche nicht final beantworten kann. Diesbezüglich hoffe ich sehr auf Eure Hilfe.

  1. Laut folgender Grafik Historie UNIX gibt es ja neben Linux noch weitere Unix ähnliche Systeme, die entweder unter der GNU GPL Lizenz oder der BSD Lizenz laufen. Neben Linux wären das Minix, Free BSD, NetBSD, OpenBSD sowie Open Solaris. Nun war es ja Anfang der 90er so, dass sich die BSD Lizenz in einem Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang befand und das Open Solaris noch nicht zur Verfügung stand. Der Quellcode von Minix war zwar offen, Herr Tannenberg erlaubte aber nicht, dass man ihn verändert. Kurzum Anfang der 90er gab es kein vollkommen offenes Unix ähnliches System. Hier hat Linus Torvalds dann mit seinem in Minix entwickelten Kernel, der unter der GNU GPL Lizenz veröffenlticht wurde, voll ins Schwarze getroffen. Kurzum die Verbreitung von Linux gegenüber den anderen quelloffenen Unix ähnlichen System ist deshalb so viel größer, weil Linux Anfang der 90er das einzige quelloffene Unix ähnliche System war. Nur weil Linux das erste (ab Anfang der 90er) offene Unix ähnliche System war heißt es aber noch lange nicht, dass es heute das beste ist. Ist das so korrekt erklärt?

  2. Warum nutzt ihr eigentlich Linux und nicht stattdessen Minix, eine der BSD-Varianten oder OpenSolaris?

  3. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann liegt der Hauptunterschied zwischen der GNU GPL Lizenz und der BSD Lizenz darin, das basierend auf BSD Ablegern auch kommerzielle Software entstehen darf aus GNU GPL Ablegern hingegen nicht?

  4. Nach langer Recherche möchte ich mit Linux Mind in Verbindung mit Cinnamon beginnen. Nun gibt es ja eine Linux Mind Variante die direkt auf Debian basiert und eine Variante die über Ubuntu auf Debian basiert. Welche der beiden Varianten nutzt ihr und aus welchem Grund?

  5. So wie ich das sehe gibt es in LibreOffice kein E-Mail Programm. Ist das so richtig? Falls ja, warum nicht bzw. was würdet ihr mir als Outlook Ersatz empfehlen?

  6. Wie häufig gibt es denn Updates bezogen auf Mind und wie kann ich die einspielen bzw. geschieht das automatisch?

  7. Benötige ich für ein Linux-System ein Antivirenprogrammen und/oder eine Firewall. Wenn ja, welche würdet ihr mir empfehlen?

  8. Kann ich die Dateien und Verzeichnisse von Windows 8.1 einfach so nach Mind rüber kopieren. Linux verwendet doch ein anderes Dateisystem als Windows oder?

  9. Das Wiso Steuer-Sparbuch läuft leider nur auf Windows. Spricht irgendwas dagegen, dass ich die Software mit Wine starten kann?

  10. Nach Recherche im JTL-Forum muss ich leider sagen, dass die JTL-Wawi nur mit einem MS-SQL-Server läuft. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist der MS-SQL-Server ein Ausschluss-Kriterium für Wine. Was also tun. Option A wäre eine VM-Ware auf Linux, Option B den JTL-Server bei einem MS-SQL Hoster zu hosten und den JTL-Client auf Wine zu installieren. Welche der beiden Varianten denkt ihr ist die bessere Wahl?

  11. Welche Software ist für das tägliche inkrementelle bzw. differenzielle Backup bezogen auf Linux zu empfehlen?

  12. Welche Software ist für ein Festplattenabbild (Image) zu empfehlen?

  13. Wenn ich schon auf Mind umsteige, dann möchte ich es auch richtig lernen. Gibt es hierzu ein bestimmtes Buch bzw. eine bestimmte Quelle im Netz die ihr empfehlen würdet. Mein Englisch hält sich in Grenzen deshalb bitte eine deutsche Quelle.

  14. Ursprünglich als ich noch bei Windows bleiben wollte hatte ich folgenden neuen Rechner geplant:

  • Grafikkarte: MSI GeForce GTX 960 Gaming 2G
  • CPU: AMD FX-8350
  • OS Festplatte: ADATA Premier Pro SP900 2,5" SSD 128 GB, Solid State Drive
  • Daten Festplatte: Seagate ST1000DM003 1 TB, Festplatte
  • Arbeitspeicher: Crucial DIMM 16 GB DDR3-1600 Kit, Arbeitsspeicher

Sollte ich bezogen auf die Hardware etwas anpassen. Weiß ja nicht wie das mit der Treiber Unterstützung ist bzw. ob Linux einen anderen Speicherhunger hat als Windows.

  1. Hab ich irgendwas vergessen, was ich bei der Migration von Windows auf Mind unbedingt berücksichtigen sollte?
  1. Hallo

    Alle Fragen kann ich dir nicht beantworten. Ein paar aber schon.

    Bezogen auf diese beiden Beiträge hat sich die Situation dahingehend geändert, dass ich in den nächsten Monaten definitiv weg von Windows hin zu Linux Mind möchte.

    Mint, wie die Minze.

    Warum nutzt ihr eigentlich Linux und nicht stattdessen Minix, eine der BSD-Varianten oder OpenSolaris?

    Für Linux (bei mir Ubuntu) gibt es nach meinem Dafürhalten die breiteste Unterstützung mit Lesestoff, Foren u.Ä.. Das macht es für mich machbar, den Rechner zu administrieren.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann liegt der Hauptunterschied zwischen der GNU GPL Lizenz und der BSD Lizenz darin, das basierend auf BSD Ablegern auch kommerzielle Software entstehen darf aus GNU GPL Ablegern hingegen nicht?

    Nein, auch auf Basis von GPL-Software darf kommerzielle Software entstehen. Aber die Bestimmungen, besonders jene, den Code der eigenen aus anderer GPL-Software entstandenen Software bei Veröffentlichung wiederun als GPL-lizensiert freizugeben, ist für viele nicht attraktiv. Die BSD-Lizenz ist in der Hinsicht weit weniger restriktiv.

    Nach langer Recherche möchte ich mit Linux Mind in Verbindung mit Cinnamon beginnen. Nun gibt es ja eine Linux Mind Variante die direkt auf Debian basiert und eine Variante die über Ubuntu auf Debian basiert. Welche der beiden Varianten nutzt ihr und aus welchem Grund?

    Ich würde zur Ubuntu-basierten Variante greifen. Seitdem die nur noch auf der LTS-Version von Ubuntu basiert, kann es in Sachen Stabilität weit weniger unangenehme Überraschungen geben.

    So wie ich das sehe gibt es in LibreOffice kein E-Mail Programm. Ist das so richtig? Falls ja, warum nicht bzw. was würdet ihr mir als Outlook Ersatz empfehlen?

    Ja, es gibt in Open- bzw. Libre-Office keinen Emailclient (Outlook ist ja auch wesentlich mehr als das). Ich benutze Thunderbird als Emailclient (unter Linux und Windows).

    Wie häufig gibt es denn Updates bezogen auf Mind und wie kann ich die einspielen bzw. geschieht das automatisch?

    Linux-Distributionen basieren auf Repositories, die, wenn sie regelmäßiger Pflege unterliegen, mehrfach monatlich – manchmal mehrfach wöchentlich – Updates bereitstellen. Das gilt für jedse über eines der Repositories bezogenen Programme, nicht nur für OS-Komponenten. Wenn du die Einstellungen nicht allzusehr verbiegst, werden updates automatisch oder auf Nachfrage geladen und installiert. Das funktioniert also so wie bei Windows auch.

    Kann ich die Dateien und Verzeichnisse von Windows 8.1 einfach so nach Mind rüber kopieren. Linux verwendet doch ein anderes Dateisystem als Windows oder?

    Den Dateien ist es egal, auf welchen Dateisystem sie liegen. Du kannst deine Dateien also in das neue System kopieren. Unter Linux gibt es übrigens nicht das Dateisystem, sondern mehrere mögliche. Die haben alle ihre Vor- und Nachteile (Geschwindigkeit vs. Stabilität) sowie optimale Einsatzzwecke (z.B. lokal vs. Netzwerk).

    Einzig bei Textdateien kannst du stolpern, da Zeilenumbrüche unter unixoiden OS anders aussehen als unter Windows (unixoid: \LF („\n“), Windows \CR\LF („\r\n“)).

    Das Wiso Steuer-Sparbuch läuft leider nur auf Windows. Spricht irgendwas dagegen, dass ich die Software mit Wine starten kann?

    Das recherchiere bitte selbst. Neben Wine hast du auch die Möglichkeit, eine Virtuelle Maschine mit Windows einzusetzen. Das selbst probieren bleibt dir an der Stelle nicht erspart. Auf einem Zweitrechner ist das aber nicht allzu abenteuerlich.

    1. Welche Software ist für das tägliche inkrementelle bzw. differenzielle Backup bezogen auf Linux zu empfehlen?

    Unter Ubuntu wird Déjà Dup mitgeliefert. Vermutlich gibt es dieses Programm auch unter Mint oder es gibt dort eione eigenen integrierte Lösung. Mir hat das jedenfalls immer gereicht. Das Ubuntuusers.-Wiki hat eine gute Übersicht zum Thema.

    1. Welche Software ist für ein Festplattenabbild (Image) zu empfehlen?

    dd

    1. Wenn ich schon auf Mind umsteige, dann möchte ich es auch richtig lernen. Gibt es hierzu ein bestimmtes Buch bzw. eine bestimmte Quelle im Netz die ihr empfehlen würdet. Mein Englisch hält sich in Grenzen deshalb bitte eine deutsche Quelle.

    Die Seite ubunutusers.de, besonders deren Wiki, ist eine mMn gute Quelle. Da Mint, bei entsprechender Wahl, ebenfalls auf Ubuntu basiert, sind die meisten der dortigen Angaben auch für Mint gültig.

    • Grafikkarte: MSI GeForce GTX 960 Gaming 2G

    Sollte ich bezogen auf die Hardware etwas anpassen. Weiß ja nicht wie das mit der Treiber Unterstützung ist bzw. ob Linux einen anderen Speicherhunger hat als Windows.

    Die Grafikkarte ist noch relativ neu. Ich habe eine andere, die auch mit dem 960-er Chip läuft. Von daher weiß ich, dass die Ubuntu-Quellen den passenden Treiber von NVidia noch nicht enthalten. Den kannst du dir zwar von NVidia herunterladen, du musst aber das Kernelmodul selbst kompilieren. Dieses Verfahren ist für einen Anfänger ungeeignet, zumal der Vorgang bei jedem Kernelupdate wiederholt werden muss, bis der Treiber über das Repo angeboten wird.

    1. Hab ich irgendwas vergessen, was ich bei der Migration von Windows auf Mind unbedingt berücksichtigen sollte?

    Folge der in einem der anderen Threads mehrfach ausgesprochenen Empfehlung, einen Zweitrechner mit Linux aufzusetzen und die verschiedenen Fragestellungen praktisch zu ergründen, ohne das alte Produktivsystem entsorgt zu haben.

    Tschö, Auge

    -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
    Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
  2. Hi,

    Bezogen auf diese beiden Beiträge hat sich die Situation dahingehend geändert, dass ich in den nächsten Monaten definitiv weg von Windows hin zu Linux Mind möchte.

    dann präge dir jetzt schon mal ein (was für ein passender Begriff), dass die Distro nicht Mind (Verstand, Geist), sondern Mint (Münzprägeanstalt oder Minze) heißt.

    1. Warum nutzt ihr eigentlich Linux und nicht stattdessen Minix, eine der BSD-Varianten oder OpenSolaris?

    Weil fast alle heute verbreiteten Distros auf Linux als Kernel setzen.

    1. Nach langer Recherche möchte ich mit Linux Mind in Verbindung mit Cinnamon beginnen. Nun gibt es ja eine Linux Mind Variante die direkt auf Debian basiert und eine Variante die über Ubuntu auf Debian basiert. Welche der beiden Varianten nutzt ihr und aus welchem Grund?

    Ubuntu steht im Ruf, das ursprüngliche, traditionelle Linux-Konzept an vielen Stellen zu "verbiegen" oder etwas anders zu interpretieren/implementieren, als die meisten anderen Distros. Debian ist dagegen näher am ursprünglichen Konzept geblieben und wird von vielen als klarer und sauberer angesehen.
    Trotzdem nutze ich die Ubuntu-basierte Linie, habe mit LMDE nur ab und zu mal in einer VM rumgespielt.

    1. So wie ich das sehe gibt es in LibreOffice kein E-Mail Programm. Ist das so richtig?

    Korrekt. Und richtig so, IMO, weil damit die Aspekte Produktivität und Kommunikation, die MS in seiner Office-Suite vermischt, getrennt bleiben. Mir gefällt das besser.

    würdet ihr mir als Outlook Ersatz empfehlen?

    Wenn du, wie ein großer Teil der User, Outlook nur als Mailclient nutzt, würde ich Thunderbird stattdessen empfehlen. Wenn aber die weiteren Outlook-Funktionen (Terminkalender, Groupware-Funktionen) für dich wichtig sind, könnte Evolution interessant sein. Kenn ich aber nur vom Hörensagen, weil ich diese Funktionalität nicht nutze und nicht brauche.

    1. Wie häufig gibt es denn Updates bezogen auf Mind und wie kann ich die einspielen bzw. geschieht das automatisch?

    Es gibt kein festes Zeitraster, die Updates kommen unregelmäßig, so wie sie halt anfallen. Bei der typischen Installation wird ein Update-Manager mit installiert, der die Verfügbarkeit von Updates mit einem Icon im Panel signalisiert. Klickt man drauf, bekommt man eine Liste der Updates mit einer Einschätzung der Wichtigkeit (1..3) und kann entweder in einem Rutch alle akzeptieren oder gezielt einzelne ablehnen.
    Man kann diesen Update Manager auch so einstellen, dass verfügbare Updates automatisch und ohne Rückfrage heruntergeladen und installiert werden. Wie bei Windows. ;-)

    1. Kann ich die Dateien und Verzeichnisse von Windows 8.1 einfach so nach Mind rüber kopieren. Linux verwendet doch ein anderes Dateisystem als Windows oder?

    Du kannst sie einfach auf ein Linux-Filesystem umkopieren; Linux kann aber auch mit NTFS umgehen und auf Windows-Filesysteme direkt zugreifen. Allerdings mit einem teilweise erheblichen Performance-Verlust - mit anderen Worten: Es geht, aber lahm.

    1. Das Wiso Steuer-Sparbuch läuft leider nur auf Windows. Spricht irgendwas dagegen, dass ich die Software mit Wine starten kann?

    Weiß ich nicht, ich kenne die Software nicht aus eigener Anschauung. Wenn sie defensiv programmiert ist, nur offiziell dokumentierte APIs verwendet und auf die Nutzung von Windows-spezifischen Funktionen verzichtet, stehen die Chancen gut. Einfach ausprobieren.
    Wenn's nicht geht, dann eben in einer VM. Als Virtualisierungssoftware wäre mein Tipp VirtualBox.

    1. Welche Software ist für ein Festplattenabbild (Image) zu empfehlen?

    Das Linux-Kommandozeilentool dd oder dessen Ableger dd_rescue.

    1. Wenn ich schon auf Mind umsteige, dann möchte ich es auch richtig lernen. Gibt es hierzu ein bestimmtes Buch bzw. eine bestimmte Quelle im Netz die ihr empfehlen würdet. Mein Englisch hält sich in Grenzen deshalb bitte eine deutsche Quelle.

    Ich kann dir nur den guten Rat geben, dein Englisch ein wenig aufzupolieren. Der größte Teil aller Linux-spezifischen Ressourcen im Netz (Tutorials, Anleitungen, Foren) ist in Englisch.

    1. Hab ich irgendwas vergessen, was ich bei der Migration von Windows auf Mind unbedingt berücksichtigen sollte?

    Sanft umsteigen, wie ich schon empfohlen habe. Den noch funktionierenden Windows-PC nicht platt machen, sondern die nächsten paar Wochen und Monate immer noch als Fallback-Lösung in der Hinterhand haben.

    So long,
     Martin

    1. Hallo und guten Abend,

      1. So wie ich das sehe gibt es in LibreOffice kein E-Mail Programm. Ist das so richtig?

      Korrekt. Und richtig so, IMO, weil damit die Aspekte Produktivität und Kommunikation, die MS in seiner Office-Suite vermischt, getrennt bleiben. Mir gefällt das besser.

      würdet ihr mir als Outlook Ersatz empfehlen?

      Wenn du, wie ein großer Teil der User, Outlook nur als Mailclient nutzt, würde ich Thunderbird stattdessen empfehlen. Wenn aber die weiteren Outlook-Funktionen (Terminkalender, Groupware-Funktionen) für dich wichtig sind, könnte Evolution interessant sein. Kenn ich aber nur vom Hörensagen, weil ich diese Funktionalität nicht nutze und nicht brauche.

      Thunderbird hat seit ein paar Tagen (19. Juli 2015) auch Terminkalender und Aufgaben. Ob die nun auch Groupwarefähig sind, habe ich noch nicht herausgefunden. Ich fand es nur nicht nett, dass der Defaultwert für Updates auf "still und heimlich" stand. Das ist nicht Linux-like!!! (ja drei Ausrufezeichen).

      Wer echte Groupwarefunktionalität vergleichbar mit Novell-Groupware haben will, der sollte sich mit dem Horde-Projekt beschäftigen.
      http://www.horde.org/

      Ich bin zwar auch noch nicht wirklich durchgedrungen, fand aber alles, was ich bisher verstanden habe, plausibel und vernünftig.

      Grüße
      TS

      1. Tach,

        Thunderbird hat seit ein paar Tagen (19. Juli 2015) auch Terminkalender und Aufgaben. Ob die nun auch Groupwarefähig sind, habe ich noch nicht herausgefunden.

        das Lightning Plugin ist jetzt (wieder) integriert statt getrennt; man kann damit auch in Gruppen zusammenarbeiten.

        Wer echte Groupwarefunktionalität vergleichbar mit Novell-Groupware haben will, der sollte sich mit dem Horde-Projekt beschäftigen.
        http://www.horde.org/

        Ich würde mir eher Kolab anschauen (vorallem, seit sie Horde als Webfrontend ersetzt haben).

        Ich bin zwar auch noch nicht wirklich durchgedrungen, fand aber alles, was ich bisher verstanden habe, plausibel und vernünftig.

        Ich mag's nicht.

        mfg
        Woodfighter

  3. Tach,

    Bezogen auf diese beiden Beiträge hat sich die Situation dahingehend geändert, dass ich in den nächsten Monaten definitiv weg von Windows hin zu Linux Mind möchte.

    viel Spaß

    1. Laut folgender Grafik Historie UNIX gibt es ja neben Linux noch weitere Unix ähnliche Systeme, die entweder unter der GNU GPL Lizenz oder der BSD Lizenz laufen. Neben Linux wären das Minix, Free BSD, NetBSD, OpenBSD sowie Open Solaris.

    von den genannten sind die BSDs und Solaris Unix (also direkte Abstammung von Unix System V), allerdings ist nur Solaris auch UNIX (das ist ein Trademark und man bekommt es für eine Zertifizierung verliehen).

    Kurzum Anfang der 90er gab es kein vollkommen offenes Unix ähnliches System.

    Aber es wurde daran gearbeitet, das Projekt heißt GNU und es war fast fertig (leichte Übertreibung); es fehlte nur noch die „Kleinigkeit“ eines Kernels.

    Hier hat Linus Torvalds dann mit seinem in Minix entwickelten Kernel, der unter der GNU GPL Lizenz veröffenlticht wurde, voll ins Schwarze getroffen.

    Linux ist erst über ein Jahr nach ursprünglicher Veröffentlichung mit der GPL als Lizenz erschienen, anfangs war es nicht frei im Sinne der FSF.

    Kurzum die Verbreitung von Linux gegenüber den anderen quelloffenen Unix ähnlichen System ist deshalb so viel größer, weil Linux Anfang der 90er das einzige quelloffene Unix ähnliche System war.

    Jein, quelloffenheit ist hier weniger wichtig als Freiheit; das ursprüngliche UNIX war auch quelloffen (und anfangs auch frei, zumindest hat niemand hier aufs Urheberrecht gepocht). Und der Erfolg von Linux ggü. einem der BSD-Derivate ist vermutlich nicht so einfach zu erklären.

    Nur weil Linux das erste (ab Anfang der 90er) offene Unix ähnliche System war heißt es aber noch lange nicht, dass es heute das beste ist. Ist das so korrekt erklärt?

    Die Aussage sollte stimmen.

    2. Warum nutzt ihr eigentlich Linux und nicht stattdessen Minix, eine der BSD-Varianten oder OpenSolaris?

    Der eigentliche Grund: Ich bin da beruflich reingeschlittert.

    MINIX: Die Hardwareunterstützung ist ggü. Linux stark eingeschränkt.
    BSD: Ich mag die GPL lieber als die BSD License.
    Opensolaris: Das gabs damals noch nicht.

    3. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann liegt der Hauptunterschied zwischen der GNU GPL Lizenz und der BSD Lizenz darin, das basierend auf BSD Ablegern auch kommerzielle Software entstehen darf aus GNU GPL Ablegern hingegen nicht?

    Nein, es gibt keine Einschränkung bzgl. der Kommerzialität, SuSe EE besteht zum wesentlichen aus GPL-Code ist aber eindeutig eine kommerzielle Distribution. Der Unterschied ist: Wenn ich GPL-Code verändere und kompiliere und dieses Kompilat an jemand anderen weitergebe, muss ich den geänderten Quellcode mitliefern; bei BSD Lizenzen gibt es diese Einschränkung nicht (dafür allerdings je nachdem welche der Lizenzen genau, die Einschränkung der Namensnennung).

    4. Nach langer Recherche möchte ich mit Linux Mind in Verbindung mit Cinnamon beginnen. Nun gibt es ja eine Linux Mind Variante die direkt auf Debian basiert und eine Variante die über Ubuntu auf Debian basiert. Welche der beiden Varianten nutzt ihr und aus welchem Grund?

    Du meinst Mint, und ich nutze keine der beiden. Zerbrich dir nicht den Kopf darüber, du wirst vermutlich sowieso irgendwann Dinge entdecken die dir an er gewählten Distri nicht passen und dann nochmal wechseln (oder auch nicht), aber mit deinem jetzigen Wissensstand wird es vermutlich keinen großen Unterschied machen.

    5. So wie ich das sehe gibt es in LibreOffice kein E-Mail Programm. Ist das so richtig?

    ja

    Falls ja, warum nicht bzw. was würdet ihr mir als Outlook Ersatz empfehlen?

    Als Outlook-Ersatz vermutlich Evolution als E-Mailprogamm deutlich eher Thunderbird oder Claws. Es hängt halt davon ab, was du brauchst.

    6. Wie häufig gibt es denn Updates bezogen auf Mind und wie kann ich die einspielen bzw. geschieht das automatisch?

    Was genau meinst du mit Updates? Sicherheitsupdates oder Upgrades der Software auf neue Versionen mit neuen Features? Erstere gibt es so oft wie nötig, letztere grob halbjährlich.

    7. Benötige ich für ein Linux-System ein Antivirenprogrammen und/oder eine Firewall. Wenn ja, welche würdet ihr mir empfehlen?

    Ich halte sowohl Virenscanner als auch Desktop-Firewalls für Schlangenöl, deshalb ist meine Antwort ein klares nein; die tatsächliche Antwort hängt von folgender Frage ab: Wie häufig führst du Code, den du aus einer Quelle, der du nicht vertrauen kannst, aus? Vermutlich lautet meine Antwort dann immer noch nein, weil ich es für wahrscheinlicher halte, dass jemand in einem Forum dir ein rm -rf ~ unterschiebt, als dass du einen ITW-Linux-Virus erwischt.

    8. Kann ich die Dateien und Verzeichnisse von Windows 8.1 einfach so nach Mind rüber kopieren.

    Im Prinzip ja, aber… Also ich kann das, ob du das kannst, kann ich nicht sicher einschätzen.

    Linux verwendet doch ein anderes Dateisystem als Windows oder?

    Im Allgemeinen schon, allerdings kann Linux sowohl NTFS als auch FAT lesen und schreiben.

    9. Das Wiso Steuer-Sparbuch läuft leider nur auf Windows. Spricht irgendwas dagegen, dass ich die Software mit Wine starten kann?

    Scheinbar nicht: https://appdb.winehq.org/objectManager.php?sClass=application&iId=4750

    10. Nach Recherche im JTL-Forum muss ich leider sagen, dass die JTL-Wawi nur mit einem MS-SQL-Server läuft. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist der MS-SQL-Server ein Ausschluss-Kriterium für Wine. Was also tun. Option A wäre eine VM-Ware auf Linux, Option B den JTL-Server bei einem MS-SQL Hoster zu hosten und den JTL-Client auf Wine zu installieren. Welche der beiden Varianten denkt ihr ist die bessere Wahl?

    Ich würde wine so oft wie möglich vermeiden. Das in einer virtuellen Maschine (VM-Ware ist eine der (und vermutlich nicht die Beste) Möglichkeiten dazu) laufen zu lassen, hängt halt von der verfügbaren Hardware ab.

    11. Welche Software ist für das tägliche inkrementelle bzw. differenzielle Backup bezogen auf Linux zu empfehlen?

    rsync oder etwas, das Backup auf rsync-Basis macht.

    12. Welche Software ist für ein Festplattenabbild (Image) zu empfehlen?

    dd

    13. Wenn ich schon auf Mind umsteige, dann möchte ich es auch richtig lernen. Gibt es hierzu ein bestimmtes Buch bzw. eine bestimmte Quelle im Netz die ihr empfehlen würdet. Mein Englisch hält sich in Grenzen deshalb bitte eine deutsche Quelle.

    Das mit dem Englisch kann auf Dauer zu einem Problem werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die deutsche Mint-Doku unter http://www.linuxmint.com/documentation.php 2 Minor-Versions hinterher; ich weiß nicht wie aussagekräftig das im spezielle Fall ist, aber das ist definitiv ein generelles Problem, deutsche Doku ist „immer“ weniger speziell und weniger aktuell. Ich kann dir kein Buch zum Thema empfehlen, weil ich selber nie eins gelesen habe; ich würde auf der Mint Webseite und im Forum anfangen.

    Sollte ich bezogen auf die Hardware etwas anpassen. Weiß ja nicht wie das mit der Treiber Unterstützung ist bzw. ob Linux einen anderen Speicherhunger hat als Windows.

    Ich würde mehr RAM reintun, aber ich habe letztens auch 32GB in meinen privaten Rechner gesteckt (eher stecken lassen).

    15. Hab ich irgendwas vergessen, was ich bei der Migration von Windows auf Mind unbedingt berücksichtigen sollte?

    Ich (wie andere in den anderen Threads auch schon) würde dir vorschlagen, das nicht schlagartig vollständig umzustellen; das wird vermutlich nicht funktioneren, sofern du nicht eine hohe Toleranzschwelle für Frust hast. Die Umstellung ist nicht immer einfach und reibungslos, weil du gewisse Dinge einfaqch anders gewohnt sein wirst oder weil du nicht verstehen wirst, warum gewisse Dinge nicht funktionieren.

    mfg
    Woodfighter

    P.S. Vermutlich steht alles schon in den bereits vorhandenen Antworten drin, aber ich schicke das jetzt trotzdem noch ab.

    Folgende Nachrichten verweisen auf diesen Beitrag:

  4. Aloha ;)

    Okay, ich klinke mich jetzt auch nochmal mit meinem Senf ein - aber keine Bange, ich habe die anderen Antworten alle gelesen und versuche nur noch das zu beantworten, wo es mMn weitere Aspekte zum von meinen Vorrednern bereits Geantworteten hinzuzufügen gibt.

    1. Nach langer Recherche möchte ich mit Linux Mind in Verbindung mit Cinnamon beginnen. Nun gibt es ja eine Linux Mind Variante die direkt auf Debian basiert und eine Variante die über Ubuntu auf Debian basiert. Welche der beiden Varianten nutzt ihr und aus welchem Grund?

    Ich nutze die Ubuntu-Variante. Dafür gibt es tatsächlich mehrere Gründe (wenn auch nicht alle gewichtig sind). Zunächst sei mal gesagt, dass es äußerlich kaum Unterschied zwischen der Mint-Standardvariante (Ubuntu) und der LMDE (Linux Mint Debian Edition) gibt. Lediglich die Basis unter der Haube ist eine andere: Mint (normal) basiert auf Ubuntu, das wiederum auf Debian basiert. LMDE basiert direkt auf Debian. Jetzt gibt es zwischen Debian und Ubuntu ein paar Unterschiede, was Release-Art und Entwicklungszyklen etc. angeht - das finde ich aber für den Endanwender nicht mal so übertrieben wichtig. Der Knackpunkt für Linux Mint, überhaupt eine weitere Version anzubieten ist einfach der, dass man nicht von einer einzelnen Mutterdistribution abhängig ist.

    Der mMn gravierendste Unterschied hinter Debian und Ubuntu ist die Philosophie. Die Debian-Gemeinde sind gnadenlose Verfechter des freie-Software-Gedankens (frei wie in Freiheit), während Ubuntu einen Weg geht, der nicht ganz so extrem ist (sie akzeptieren teilweise auch frei wie in Freibier). Das wirkt sich vor allem auf die in offiziellen Paketquellen verfügbare Software aus. Während in Debian-Paketquellen kein Fünkchen Software zu finden ist, die nicht haargenau dem "frei wie in Freiheit" entspricht, ist Ubuntu da liberaler und lässt manche freie (wie in Freibier) Software in ihre Repositories.

    Da die Linux-Mint-Entwickler aber bei beiden Versionen obendrauf trotzdem ihr eigenes Süppchen kochen (Ziele von Linux Mint sind ja unter anderem ein gut harmonierendes System mit extra für das System konfigurierter, stabiler Software) sind die Unterschiede im Endeffekt marginal.

    Nach diesem ausufernden Vorwort: Ich nutze die Standardversion (Ubuntu-basiert), weil...
    ...ich mich gut mit der Ubuntu-Interpretation von frei arrangieren kann - sogar vielleicht ein wenig besser als mit der Debian-Hardliner-Ideologie
    ...ich überall da, wo ich kein Mint einsetze, Ubuntu einsetze (auf dem Server, in Kürze wohl auch auf dem Mobiltelefon) ...ich damit sicher sein kann, dass ich auf alle Ubuntu-Tricks auch unter Mint zurückgreifen kann - und die Ubuntu-Userbase ist ziemlich groß (und gerade was die eher-Laien angeht imho deutlich größer als die Debian-Userbase, so dass es sehr viele einfache, anschauliche Erklärungen gibt) ...es immerhin die Standardversion ist ;)

    1. Wie häufig gibt es denn Updates bezogen auf Mind und wie kann ich die einspielen bzw. geschieht das automatisch?

    (Ergänzend zu den guten Antworten bezüglich Software, Paketquellen und OS-Komponenten will ich nur noch auf ein Upgrade der Distribution auf eine komplett neue Version eingehen.)

    Einer der Kernpunkte von Linux Mint ist das Bestreben, ein absolut stabiles System zu schaffen. Dem folgt auch die Philosophie von Linux Mint, wenn es um ein Versionsupdate geht. Zunächst sollte man sich die Frage stellen, ob man überhaupt ein Upgrade auf eine neue Version braucht. Das ist, so die Entwickler, nämlich nur dann wirklich notwendig, wenn man aus irgendeinem Grund mit dem alten aus konkreten Gründen tatsächlich unzufrieden ist (Prinzip: dont change a running system).

    Sollte das der Fall sein, empfehlen die Mint-Entwickler auch hier die möglichst saubere und stabile Variante: Eine Neuinstallation der neueren Version. Das mag radikal erscheinen, ist aber im zweiten Blick nicht mal so heftig. Unter Linux kann das home-Verzeichnis - also die eigenen Dateien - ja ganz einfach gesichert werden. Und im Gegensatz zu Windows, wo gelegentlich alles überall herumfährt, trennt Linux Daten sehr sinnvoll (d.h. im Allgemeinen sind alle benutzerspezifischen Einstellungen und Daten im Home-Verzeichnis untergebracht). Für die installierten Programme und weiterführenden Systemeinstellungen bringt Linux Mint ein eigenes Backup-Tool mit (sinnvoll: unter Linux reicht es ja im Gegensatz zu Windows, einfach die Paketliste zu sichern um die Programme zu sichern), das deine alten Einstellungen und Programme im neuen System wiederherstellt.

    Es gibt dazu eine detaillierte Upgradeanleitung.

    1. Benötige ich für ein Linux-System ein Antivirenprogrammen und/oder eine Firewall. Wenn ja, welche würdet ihr mir empfehlen?

    Nein. Das sage ich aus voller Inbrunst, zumindest was das Antivirenprogramm angeht (über Firewall will ich nicht so viel sagen; das ist eine Abwägungssache - zumindest braucht man sie nicht mehr als in Windows, weil es in Linux imho weniger potentielle Sicherheitslücken in den eingebauten Sicherheitsmechanismen gibt als in proprietärer Software).

    Neben dem Argument, dass es überhaupt verschwindend wenig Viren für Linux gibt (lohnt sich benutzerzahlenmäßig nicht; außerdem sind es doch gerade die "doofen" Windows-User, die man im Durchschnitt einfacher über den Tisch ziehen kann) ist für mich vor allem die fehlende Gelegenheit entscheidend:

    Unter Windows fängt man sich (persönliche Schätzung) bestimmt 90% aller Viren ein, indem man unbedacht auf eine heruntergeladene Datei klickt, indem sich beim Installieren von Programmen aus dem Internet Viruse ungefragt mitinstallieren, ...

    Unter Linux beziehst du massiv weniger Software direkt aus dem Internet, da du die meisten benötigten Programme in deinen komplett sicheren, geprüften Paketquellen findest und sie vollautomatisch über deinen Paketmanager installieren lässt. Kaum eine Möglichkeit, einen "drive-by" zu versuchen. Auch alle Programme, die du nicht in den Paketquellen findest, gibt es für gewöhnlich direkt vom Hersteller in vertrauenswürdiger Paketform, die wieder ein Paketmanager (und keine dubiose Installationsroutine mit Bloatware) auf dein System packt. Und zum Ausführen systemkritischer Prozesse wie Installationen fordert Linux jedesmal vollkommen selbstverständlich dein Administrator-Passwort an - das kannst du auch verweigern, wenn so eine systemkritische Abfrage plötzlich aus dem E-Mail-Anhangs-scheinbar-PDF-Dokument kommt - zumal solche Dateien, die ausgeführt werden können, unter Linux ein Flag brauchen, das erst du selbst ihnen nach dem Herunterladen verpassen kannst (während unter Windows einfach jede exe, egal ob frisch heruntergeladen oder nicht, prinzipiell ausführbar ist). Und ja, Windows zieht da in den letzten Jahren nach, und trotzdem sind sie meilenweit von der Konsequenz entfernt, die Linux auf diesem Sektor zeigt. Und das macht sich bezahlt.

    1. Kann ich die Dateien und Verzeichnisse von Windows 8.1 einfach so nach Mind rüber kopieren. Linux verwendet doch ein anderes Dateisystem als Windows oder?

    Wie die anderen schon sagten: Linux "kann" alle Windowsdateisysteme. Wenn du auf deinem PC bisher eine eigene Platte (oder Partition) mit deinen Daten hattest, kannst du die genau so wie sie ist in einen Linuxrechner stecken und auf die Daten genauso zugreifen - nach ein wenig Anpassung der Einhängoptionen (Stichwort: ntfs-3g) lässt sich das auch produktiv einsetzen, sofern die Performanceunterschiede der Dateizugriffe auf deine Datenplatte keine allzu große Rolle spielt.

    Übrigens, wenn du eine Empfehlung für ein Dateisystem brauchst, das du unter Linux verwenden sollst (die verschiedenen Alternativen haben dir ja schon die anderen genannt): Nimm ext4. Nicht aus irgendwelchen besonderen Gründen, sondern einfach weil du Anfänger bist, besondere Anforderungen an dein Dateisystem im Moment noch nicht abschätzen kannst (unter Windows hattest du diese Wahl ja noch nie) und ext4 ein sicheres, stabiles Journaling-Dateisystem ist, das von sehr vielen Usern (außer denen mit Spezialanforderungen) eingesetzt wird.

    1. Wenn ich schon auf Mind umsteige, dann möchte ich es auch richtig lernen. Gibt es hierzu ein bestimmtes Buch bzw. eine bestimmte Quelle im Netz die ihr empfehlen würdet. Mein Englisch hält sich in Grenzen deshalb bitte eine deutsche Quelle.

    Mit Buch kann ich leider nicht dienen, da ich eher der Typ fürs Ausprobieren bin. Ich kann dir aber trotzdem zwei gute Quellen ans Herz legen: Das Portal linuxmintusers.de für alle Fragen, die ganz spezifisch Linux Mint betreffen (also Fragen zu Cinnamon, LinuxMint-Upgrade, ...) und für alle Fragen wie "wie richte ich ... ein", "wie installiere ich ...", "wie kann ich ... erreichen" das deutsche Ubuntuusers-Wiki - denn die aller-allermeisten Fragen, die am Anfang so auf dich zukommen, sind gar nicht Linux-Mint-spezifisch, sondern treffen so auf viele Linux-Systeme und vor allem auf Ubuntu so gut wie immer zu (zumindest in der Standardvariante von Mint).

    Wenn ich dir einen Rat geben darf: Sei mutig beim Ausprobieren - am besten, wie schon vielfach empfohlen, in einem Zweitsystem. Installier dir Linux und leg einfach mal los. Tu die Dinge, die du unter Windows gewohnt bist zu tun - Programme installieren, durch Ordner navigieren, ... Und jedes mal, wenn du auf ein Problem stößt, fragst du das Internet - wie gesagt, die imho kompetenteste Hilfe auf Deutsch gibts meiner Erfahrung nach oft im ubuntuusers-Wiki. Du wirst da damit konfrontiert werden, dass du manche Sachen aus der Konsole heraus machen sollst - und du wirst feststellen, dass die Dinge dadurch manchmal sogar einfacher sind als sie durch eine graphische Oberfläche je sein könnten (für manches existiert sogar eine grafische Oberfläche - und trotzdem benutzt man im Alltagsgeschäft dann aus Faulheit die Konsole, weil es sehr viel einfacher und schneller geht). Trau dich, die Befehle, die dir so vorgesetzt werden, einfach mal zu testen - die meisten sind erschreckend selbsterklärlich und zu allen kryptischen Befehlen gibt es ungefähr tausend Beschreibungsseiten im Internet oder in den MAN-Pages... Wenn du nicht weißt, nach was du suchen sollst, tipp einfach mal deine Frage im Klartext bei Google ein - es gab bei Linux immer jemanden, der das Problem auch schon hatte. Oder frag hier, wie du weißt helfen wir gerne ;)

    Ich bin ziemlich sicher, dass du Linux schon allein durch ausprobieren und beobachten ziemlich gut "richtig lernen" kannst. Gerade durch den konsequenten Aufbau - auch des Dateisystems und der Softwarepaket-Philosophie - werden die Möglichkeiten, etwas falsch zu machen, im Vergleich zu Windows wirklich minimiert.

    1. Ursprünglich als ich noch bei Windows bleiben wollte hatte ich folgenden neuen Rechner geplant:
    • Grafikkarte: MSI GeForce GTX 960 Gaming 2G
    • CPU: AMD FX-8350
    • OS Festplatte: ADATA Premier Pro SP900 2,5" SSD 128 GB, Solid State Drive
    • Daten Festplatte: Seagate ST1000DM003 1 TB, Festplatte
    • Arbeitspeicher: Crucial DIMM 16 GB DDR3-1600 Kit, Arbeitsspeicher

    Nichts daran auszusetzen - was Treiber angeht habe ich zugegebenermaßen nicht viel Ahnung, aber ich hatte unter Linux Mint noch nie Treiberprobleme - obwohl ich das schon auf unterschiedlichsten Systemen hatte. Meiner Erfahrung nach ist Mint eins der am besten mit Treibern versorgten Systeme überhaupt.

    TL;DR: Sorry...

    Grüße,

    RIDER

    -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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    1. Aloha ;)

      TL;DR: Sorry...

      Was ich sagen wollte: Ich bin soeben an die Längenbegrenzung eines Postings gestoßen. Dabei wollte ich mich doch nur kurz äußern :( Tut mir leid, ich verspreche Besserung...

      Grüße,

      RIDER

      P.S.: @Christian Kruse: Eine Längenbegrenzung? Ernsthaft? Wie kannst du mir das bloß antun :D xD scnr
      P.P.S.: Erfreuliche Neuigkeiten, das mention-Gedöns taucht jetzt auch bei mir am Schreibcursor auf, sehr gut und vielen Dank für den fixen fix - so kanns echt bleiben!

      -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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      1. Hallo Camping_RIDER,

        P.S.: @Christian Kruse: Eine Längenbegrenzung? Ernsthaft? Wie kannst du mir das bloß antun :D xD scnr

        Technische Notwendigkeit :) Sonst lädt noch einer ein 13MB-File hoch und legt damit den Server lahm.

        P.P.S.: Erfreuliche Neuigkeiten, das mention-Gedöns taucht jetzt auch bei mir am Schreibcursor auf, sehr gut und vielen Dank für den fixen fix - so kanns echt bleiben!

        Hihi, ich hab noch gar nichts gemacht...

        LG,
        CK

        -- CK kennt Wayne
    2. Tach,

      Das wirkt sich vor allem auf die in offiziellen Paketquellen verfügbare Software aus. Während in Debian-Paketquellen kein Fünkchen Software zu finden ist, die nicht haargenau dem "frei wie in Freiheit" entspricht, ist Ubuntu da liberaler und lässt manche freie (wie in Freibier) Software in ihre Repositories.

      hey, „wir“ haben auch non-free: „ Non-free software is made available to those who wish to risk its ills.“ – https://wiki.debian.org/DebianSoftware#Non-Free_Software_.28e.g._Adobe.27s_Flash.29

      zumal solche Dateien, die ausgeführt werden können, unter Linux ein Flag brauchen, das erst du selbst ihnen nach dem Herunterladen verpassen kannst (während unter Windows einfach jede exe, egal ob frisch heruntergeladen oder nicht, prinzipiell ausführbar ist).

      Ich möchte diese potentiell gefährlich Aussage nur korrigieren bzw. ergänzen: Man darf sich nicht auf das executable-Flag verlassen, viele Desktops fragen dann trotzdem, ob man die Datei ausführen möchte; Archive speichern das Flag, nach dem Auspacken, ist es also direkt ausführbar und es muss nicht direkt ausführbar sein, um gefährlich zu sein (z.B. ein .deb oder ein .swf).

      mfg
      Woodfighter

      1. Aloha ;)

        zumal solche Dateien, die ausgeführt werden können, unter Linux ein Flag brauchen, das erst du selbst ihnen nach dem Herunterladen verpassen kannst (während unter Windows einfach jede exe, egal ob frisch heruntergeladen oder nicht, prinzipiell ausführbar ist).

        Ich möchte diese potentiell gefährlich Aussage nur korrigieren bzw. ergänzen: Man darf sich nicht auf das executable-Flag verlassen, viele Desktops fragen dann trotzdem, ob man die Datei ausführen möchte; Archive speichern das Flag, nach dem Auspacken, ist es also direkt ausführbar und es muss nicht direkt ausführbar sein, um gefährlich zu sein (z.B. ein .deb oder ein .swf).

        Hm, okay, danke für die Ergänzung! Mir war nicht so direkt klar, dass ein Archiv das Flag speichern kann (und vor allem darf). Aber auch da gilt natürlich wieder, dass man grundsätzlich aus dubiosen E-Mails heruntergeladene Archive nicht entpacken sollte ;) (während ich mehr darauf rauswollte, dass unter Linux prinzipiell jede heruntergeladene Datei executable sein könnte, was aber - außer beim Auspacken aus einem Packet - für gewöhnlich bei heruntergeladenen Dateien erst manuell "aktiviert" werden muss)

        Grüße,

        RIDER

        -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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  5. Lieber Henry,

    mein Beitrag soll das bereits Gesagte ergänzen.

    dass ich in den nächsten Monaten definitiv weg von Windows hin zu Linux Mind möchte.

    Prinzipiell eine sinnvolle Entscheidung, sie birgt aber ein Lernpensum, das Du einerseits nicht fürchten musst, aber andererseits vermehrt in Foren und auf Anleitungsseiten abarbeiten wirst. Du hast Dich für freie Software entschieden und bist deshalb dann auch frei - mit allen Konsequenzen, die Freiheit mit sich bringt.

    1. Warum nutzt ihr eigentlich Linux und nicht stattdessen Minix, eine der BSD-Varianten oder OpenSolaris?

    Es ist schwierig, ein GNU-System mit einem anderen Kernel zu betreiben, wenn man zu wenig Ahnung hat, wie das gehen soll. Meine Ubuntu-Distribution auf einen Hurd-, BSD- oder gar Minix-Kernel umzustricken ist sicherlich eine Herkulesaufgabe. Und dann muss man auch fragen: "Wozu eigentlich?"

    Linux beherrscht die digitale Welt! Autos, deren Unterhaltungselektronik, Fernseher, Mobiltelefone, Multimediasysteme etc. laufen mittlerweile zunehmend mit Embedded-Linux. Nur nicht Geldautomaten. Da läuft zum Teil noch Windows 98 (kein Witz! Hat ein Kollege live und in Farbe gesehen!)...

    Nun gibt es ja eine Linux Mind Variante die direkt auf Debian basiert und eine Variante die über Ubuntu auf Debian basiert. Welche der beiden Varianten nutzt ihr und aus welchem Grund?

    Nimm die Ubuntu-basierte. Dann hast Du mehr deutschsprachige Hilfe-Quellen/Foren zur Verfügung, da es für Ubuntu eine Fülle an deutschsprachigen Anlaufstellen gibt, allen voran ubuntuusers.de.

    1. Wie häufig gibt es denn Updates bezogen auf Mind und wie kann ich die einspielen bzw. geschieht das automatisch?

    Man kann das Einspielen automatisieren. Ich erhalte jeden Tag irgendein Update irgendeiner Komponente - je nachdem wo gravierende Fehler oder gar Sicherheitslücken aufgetaucht sind. Der Vorteil gegenüber Windows-Systemen ist hier, dass jedes Programm auf diesem Wege aktualisiert werden kann. Da muss nicht jedes Teil selbst nach Hause telefonieren, um auf Updates zu prüfen (wie z.B. der Browser, das Office, der Mediaplayer, die Bildbearbeitung, etc...), denn alles wird über die zentrale Paketverwaltung auf dem neuesten Stand gehalten. Bis auf selbstverschuldete Ausnahmen natürlich.

    1. Benötige ich für ein Linux-System ein Antivirenprogrammen und/oder eine Firewall. Wenn ja, welche würdet ihr mir empfehlen?

    Wenn Du Dateien vor der Weitergabe an Windows-User auf Viren überprüfen willst, dann könntest Du ernsthaft über ein Antivirenprogramm nachdenken. Aber nur dann.

    1. Kann ich die Dateien und Verzeichnisse von Windows 8.1 einfach so nach Mind rüber kopieren. Linux verwendet doch ein anderes Dateisystem als Windows oder?

    Möchtest Du denn Dateien nur auf einem Rechner verfügbar haben, oder möchtest Du sie in einem Netzwerk erreichbar machen? Wenn Du ein Dualboot-System einrichten möchtest, bei dem als Fallback nach wie vor Windows gestartet werden können soll, dann ist es besser, wenn Du die Dateien dort lässt, wo sie gerade sind. Dann kannst Du mit beiden Betriebssystemen darauf zugreifen und daran arbeiten. Windows kann nur Windows-Dateisysteme nutzen (es sei denn, Du installierst Treiber für Linux-Dateisysteme, was Du aber tunlichst bleiben lassen solltest!), Linux dagegen in beiden Welten lesen und schreiben. Entscheide also Du, warum Du einen Dateitransfer von wo nach wo wirklich benötigen solltest.

    1. Ursprünglich als ich noch bei Windows bleiben wollte hatte ich folgenden neuen Rechner geplant:
    • Grafikkarte: MSI GeForce GTX 960 Gaming 2G
    • CPU: AMD FX-8350
    • OS Festplatte: ADATA Premier Pro SP900 2,5" SSD 128 GB, Solid State Drive
    • Daten Festplatte: Seagate ST1000DM003 1 TB, Festplatte
    • Arbeitspeicher: Crucial DIMM 16 GB DDR3-1600 Kit, Arbeitsspeicher

    Für ein aktuelles Linux mehr als ausreichend. Man kann schon mit 4GB Arbeitsspeicher bequem arbeiten (Office, E-Mails "checken", Internet surfen, Multimedia konsumieren). Solltest Du aber speicherhungrige Tätigkeiten planen (z.B. Bildbearbeitung), dann sind die 16GB sicherlich sinnvoll. Ich fahre schon seit mehr als zwei Jahren mit 16GB unter Ubuntu - und kam dabei noch nie an die Grenzen. Allerdings nutze ich auch eine 128GB-SSD, auf der Win7 und Ubuntu als Dualboot installiert sind. Ebenfalls wie Du nutze ich eine weitere wirklich große Platte als Datengrab (mit NTFS als Dateisystem damit beide OS zugreifen können). Was die Grafikkarte angeht musst Du entscheiden, ob es eine teure Spielerkarte sein muss (wahrscheinlich für's Zocken unter Windows), oder ob es auch eine günstige Radeon tut (simplere Treiberei unter Linux).

    1. Hab ich irgendwas vergessen, was ich bei der Migration von Windows auf Mind unbedingt berücksichtigen sollte?

    Scanner? Benutzt Du irgendeinen Scanner? Teste den mal unter einem Live-Linux!

    Liebe Grüße,

    Felix Riesterer.

    1. Tach,

      Es ist schwierig, ein GNU-System mit einem anderen Kernel zu betreiben, wenn man zu wenig Ahnung hat, wie das gehen soll. Meine Ubuntu-Distribution auf einen Hurd-, BSD- oder gar Minix-Kernel umzustricken ist sicherlich eine Herkulesaufgabe. Und dann muss man auch fragen: "Wozu eigentlich?"

      ich werfe einfach mal nur https://www.debian.org/ports/kfreebsd-gnu/ und https://www.debian.org/ports/hurd/ in den Raum; über den Sinn lässt sich streiten.

      mfg
      Woodfighter

    2. Hallo Felix,

      Linux beherrscht die digitale Welt! Autos, deren Unterhaltungselektronik, Fernseher, Mobiltelefone, Multimediasysteme etc. laufen mittlerweile zunehmend mit Embedded-Linux. Nur nicht Geldautomaten. Da läuft zum Teil noch Windows 98 (kein Witz! Hat ein Kollege live und in Farbe gesehen!)...

      und viele der In-Store-Werbeterminals laufen unter XP embedded.

      Möchtest Du denn Dateien nur auf einem Rechner verfügbar haben, oder möchtest Du sie in einem Netzwerk erreichbar machen? Wenn Du ein Dualboot-System einrichten möchtest, bei dem als Fallback nach wie vor Windows gestartet werden können soll, dann ist es besser, wenn Du die Dateien dort lässt, wo sie gerade sind.

      Als Faustregel ... ja, einverstanden.

      Dann kannst Du mit beiden Betriebssystemen darauf zugreifen und daran arbeiten. Windows kann nur Windows-Dateisysteme nutzen (es sei denn, Du installierst Treiber für Linux-Dateisysteme, was Du aber tunlichst bleiben lassen solltest!)

      Warum? Zumindest ext2ifs, der Treiber für ext2/ext3-Filesysteme, hat mich bisher eigentlich überzeugt. Gut, er hat einen Schönheitsfehler - er erledigt alle Lese- und Schreibzugriffe als root. Aber das gilt für den NTFS3G-Treiber in Linux auch: Auch der erzeugt neue Dateien mit Administrator als Besitzer, auf die der gewöhnliche User dann zunächst nicht zugreifen kann.

      1. Hab ich irgendwas vergessen, was ich bei der Migration von Windows auf Mind unbedingt berücksichtigen sollte?

      Scanner? Benutzt Du irgendeinen Scanner? Teste den mal unter einem Live-Linux!

      Sehr guter Punkt.

      So long,
       Martin

      1. Aloha ;)

        Warum? Zumindest ext2ifs, der Treiber für ext2/ext3-Filesysteme, hat mich bisher eigentlich überzeugt. Gut, er hat einen Schönheitsfehler - er erledigt alle Lese- und Schreibzugriffe als root. Aber das gilt für den NTFS3G-Treiber in Linux auch: Auch der erzeugt neue Dateien mit Administrator als Besitzer, auf die der gewöhnliche User dann zunächst nicht zugreifen kann.

        Letzteres stimmt nicht, ich hatte in meiner Antwort nicht umsonst auf die ubuntuusers-Seite von ntfs-3g verlinkt... Das, was du schilderst ist zwar tatsächlich die Standardkonfiguration (und zusätzlich sehr nervig, weil überall das executable-Flag gesetzt ist) - mit der mount-Option permissions hingegen kannst du unter NTFS alle Linux-Dateirechte persistent (!) nutzen, der Treiber übeträgt das vollautomatisch auf die entsprechenden NTFS-Berechtigungen. Ich hab damit sehr gute Erfahrungen gemacht (auch Dualboot).

        Außerdem setze ich zumindest kein ext2/ext3-Dateisystem ein (nur ext4) und im Großen und Ganzen gilt schon, dass Treiber für Linux-Dateisysteme unter Windows echt suboptimal sind (schon allein, weil Windows im Gegensatz zu Linux überhaupt nicht dafür ausgelegt ist, andere Dateisysteme zu unterstützen und die entsprechenden Treiber nach meinem Verständnis demnach auch nicht so tief im Windows-System verankert werden können, wie sie unter Linux verankert werden - und Ausnahmen bestätigen die Regel).

        Grüße,

        RIDER

        -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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    3. Aloha ;)

      Das bringt mich auf was, vielleicht wisst ihr da mehr...

      Scanner? Benutzt Du irgendeinen Scanner? Teste den mal unter einem Live-Linux!

      Gibt es eigentlich headless-Scanner auf Hardware-Ebene? Ich meine damit einen Scanner, der eben nicht über die Software eines angeschlossenen PC's scannt, sondern komplett über ein eigenes Bedienfeld/Firmware einstellbar und benutzbar ist, und die Scans dann den betreffenden PCs über einen eingebauten Speicher z.B. per Netzwerk o.ä. zur Verfügung stellt? Das wäre doch irgendwie die optimale Lösung, auch unter Windows fühlt sich Scannen oft unnatürlich und umständlich an...

      Wenns das nicht gibt, dann kann ichs nicht verstehen.

      Grüße,

      RIDER

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      1. Hi,

        Gibt es eigentlich headless-Scanner auf Hardware-Ebene? Ich meine damit einen Scanner, der eben nicht über die Software eines angeschlossenen PC's scannt, sondern komplett über ein eigenes Bedienfeld/Firmware einstellbar und benutzbar ist, und die Scans dann den betreffenden PCs über einen eingebauten Speicher z.B. per Netzwerk o.ä. zur Verfügung stellt?

        reine Scanner AFAIK nicht, aber im professionellen Office-Bereich gibt es von verschiedenen Herstellern Standalone-Kombigeräte (Kopierer, Drucker, Fax, Scanner), die ein Dokument scannen und z.B. als PDF (oder PNG, JPEG, TIFF) an ein e-Mail-Postfach senden. Oder in ein freigegebenes Verzeichnis im Netz ablegen.

        So long,
         Martin

        1. Aloha ;)

          reine Scanner AFAIK nicht, aber im professionellen Office-Bereich gibt es von verschiedenen Herstellern Standalone-Kombigeräte (Kopierer, Drucker, Fax, Scanner), die ein Dokument scannen und z.B. als PDF (oder PNG, JPEG, TIFF) an ein e-Mail-Postfach senden. Oder in ein freigegebenes Verzeichnis im Netz ablegen.

          Schade, genau Kombigeräte möchte ich ja eher vermeiden (irgendwie verabscheue ich das, dass alles hinüber ist, wenn eine Komponente flöten geht) ;) Außerdem sind wir da ganz schnell in einem Bereich, der mein Budget weit übersteigt.

          Ich kann allerdings nicht wirklich verstehen, wieso es das nicht gibt. Immerhin muss man für den Scan auch immer wieder Dokumente nachlegen, d.h. es ist nur natürlich, dass man den Scanner während dem Scannen sowieso schon bedient. Dann kann man die Konfiguration doch auch gleich direkt am Scanner vornehmen - für den Endanwender in meinen Augen viel praktischer. Außerdem beschränkt sich der Treiberaufwand dann auf einen Treiber zum Lesen des im Scanner eingebauten Speichers, vergleichbar mit einer Kamera. Eigentlich ist ein Scanner doch auch sowas wie eine Digitalkamera, und niemand käme auf die Idee, mit der Kamera nur dann Bilder machen zu können, wenn sie mit einem Computer verbunden ist... Warum kommt man dann nicht bei Scannern auf die entsprechende Idee?!?

          Grüße,

          RIDER

          -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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          1. Hallo Camping_RIDER,

            Schade, genau Kombigeräte möchte ich ja eher vermeiden (irgendwie verabscheue ich das, dass alles hinüber ist, wenn eine Komponente flöten geht) ;)

            Wir reden hier nicht von Consumer-Geräten, sondern von professionellen Office-Lösungen, da kann man einzelne Komponenten des Systems austauschen.

            Außerdem sind wir da ganz schnell in einem Bereich, der mein Budget weit übersteigt.

            Das allerdings in der Tat ;-) Da kostet so eine Lösung problemlos schonmal 10k-15k. Habe sowas mal implementieren müssen, da hat sich das aber auch gelohnt: da wurden täglich mehrere tausend Seiten gedruckt und via Post verschickt.

            LG,
            CK

            -- CK kennt Wayne
  6. Hallo,

    ihr seid echt der Burner. Vielen Dank für die tolle Unterstützung.

    Eure Antworten habe ich mir aufmerksam angeschaut, daraus ergeben sich dann schonwieder Folgefragen.

    Es wäre prima, wenn Ihr mir nochmal helfen würdet.

    So langsam kommt der Migrationsprozess in die Gänge, habe bereits erste Erfahrungen mit der DVD-Version machen können, voll krass alles funktioniert auf Anhieb tadellos.

    1.) Noch habe ich den neuen PC nicht gekauft. Ich möchte im Vorfeld sicher gehen, dass die Grafikkarte auch treibertechnisch unterstützt wird. Das Kompilieren der Kernel wäre am Anfang eine Nummer zu groß für mich. Deshalb die Frage ob es eine offizielle Mint Datenbank gibt wo ich schauen kann, ob eine Grafikkarte unterstützt wird?

    2.) Bezogen auf das RAM waren die Antworten etwas widersprüchlich. Einer von Euch hat 32 GB vorgeschlagen. Grundsätzlich wäre das kein Problem, allerdings nur dann, wenn ich wirklich einen Nutzen daraus ziehen kann. Bildbearbeitung ab und an aber eher selten, in dem Kontext tendiere ich eher zu 16 GB. Was denkt ihr?

    3.) Bezogen auf die JTL Wawi werde ich die Virtual Box nutzen. Wenn ich dann sowieso eine VM habe kann ich die Wiso Steuer Software ja im Prinzip auch auf dieser VM betreiben. Alternativ könnte ich die Wiso Steuer Software ja auch unter Wine nutzen. Wo liegen die Vorteile von Wine und wo liegen die Vorteile der VM? Würdet ihr euch für Wine oder Virtual Box entscheiden?

    4.) Einer von euch schreibt:

    „Ich würde wine so oft wie möglich vermeiden. Das in einer virtuellen Maschine (VM-Ware ist eine der (und vermutlich nicht die Beste) Möglichkeiten dazu) laufen zu lassen, hängt halt von der verfügbaren Hardware ab.“

    Ist das nutzen einer VM-Ware so Hardwarehungrig?

    5.) Ich nutze Adobe Live Cycle auf Windows. Gibt es da eine Alternative auf Linux?

    6.) Welche Alternative zu Adobe Pro gibt es in Linux?

    7.) Auf Eure Empfehlung hin werde ich dann beruhigt kein Anti Virus Programm und keine Firewall nutzen. Ich möchte mich aber nochmal vergewissern, ob das wirklich so OK ist. Bekomme bei dem Gedanken irgendwie Bauchweh.

    8.) Folgende Software nutze ich ebenfalls in Windows. Gibt es dazu eine gute Linux Alternative?

    newsbin.com

    9.) Abschließend noch die Frage warum DOS und Windows überhaupt so eine große Verbreitung haben? Es liegt doch auf der Hand das Linux um Welten besser ist als Windows.

    1. Hallo Henry,

      2.) Bezogen auf das RAM waren die Antworten etwas widersprüchlich. Einer von Euch hat 32 GB vorgeschlagen. Grundsätzlich wäre das kein Problem, allerdings nur dann, wenn ich wirklich einen Nutzen daraus ziehen kann. Bildbearbeitung ab und an aber eher selten, in dem Kontext tendiere ich eher zu 16 GB. Was denkt ihr?

      Nein, ich habe nicht 32GB vorgeschlagen. Ich sagte, dass ich 32GB verwende, aber die meisten User nicht so viel brauchen werden. Dass ich aber für die meisten User 8-16GB vorschlagen würde.

      LG,
      CK

      -- CK kennt Wayne
      1. Tach,

        Nein, ich habe nicht 32GB vorgeschlagen. Ich sagte, dass ich 32GB verwende, aber die meisten User nicht so viel brauchen werden. Dass ich aber für die meisten User 8-16GB vorschlagen würde.

        vielleicht meinte er auch mich: http://forum.selfhtml.org/self/2015/aug/3/fragen-zur-migration-von-windows-nach-linux-mind/1647096#m1647096

        mfg
        Woodfighter

    2. Mahlzeit,

      Eure Antworten habe ich mir aufmerksam angeschaut, daraus ergeben sich dann schonwieder Folgefragen.

      das ist völlig normal und zeigt nur, dass du dich wirklich mit dem beschäftigst, was man dir schreibt. Das ist durchaus nicht bei jedem so. :-)

      1.) Noch habe ich den neuen PC nicht gekauft. Ich möchte im Vorfeld sicher gehen, dass die Grafikkarte auch treibertechnisch unterstützt wird. Das Kompilieren der Kernel wäre am Anfang eine Nummer zu groß für mich. Deshalb die Frage ob es eine offizielle Mint Datenbank gibt wo ich schauen kann, ob eine Grafikkarte unterstützt wird?

      Eventuell ja. Davon abgesehen gibt es zwei Grafikkarten-Familien, die unter Linux allgemein recht gut unterstützt werden. Das ist einmal die ATI/AMD-Familie, und zum anderen die GeForce-Familie. Mit einer Grafikkarte aus einer dieser Linien (auch als onboard-Lösung) dürfte es relativ wenig Trouble geben.

      2.) Bezogen auf das RAM waren die Antworten etwas widersprüchlich. Einer von Euch hat 32 GB vorgeschlagen. Grundsätzlich wäre das kein Problem, allerdings nur dann, wenn ich wirklich einen Nutzen daraus ziehen kann. Bildbearbeitung ab und an aber eher selten, in dem Kontext tendiere ich eher zu 16 GB. Was denkt ihr?

      Ich hab nur 4GB und selbst das genügt mir. Natürlich habe ich Situationen, wo's gern mal ein bissl mehr sein dürfte, damit das System weniger zu swappen hat ...

      3.) Bezogen auf die JTL Wawi werde ich die Virtual Box nutzen. Wenn ich dann sowieso eine VM habe kann ich die Wiso Steuer Software ja im Prinzip auch auf dieser VM betreiben.

      Klingt vernünftig.

      Alternativ könnte ich die Wiso Steuer Software ja auch unter Wine nutzen. Wo liegen die Vorteile von Wine und wo liegen die Vorteile der VM?

      WINE ist einfach nur eine Kompatiblitätsschicht. WINE versucht, für ein bestimmtes Programm ein Windows-API zur Verfügung zu stellen, und sämtliche Systemaufrufe intern auf die Linux-APIs umzuschlüsseln. Das geht nicht immer hundertprozentig, weil die Systeme nun mal nicht gleich sind, und es zehrt auch ein bisschen an der Performance. Pech gehabt hat man dann, wenn ein Windows-Programm bestimmte Systemaufrufe oder -eigenschaften nutzt, die WINE eben nicht zur Verfügung stellt (bzw. stellen kann).

      Eine virtuelle Maschine bildet dagegen einen komplett eigenständigen, gekapselten PC nach, auf dem ein eigenes Betriebssystem läuft. Eine VM stellt für die Anwendung quasi die perfekte Illusion dar; für die laufende Anwendung ist praktisch nicht unterscheidbar, ob sie auf einem echten Windows-PC läuft oder in einer VM mit Windows als Betriebssystem.

      Würdet ihr euch für Wine oder Virtual Box entscheiden?

      Ich würde fast immer der VM den Vorzug geben.

      „Ich würde wine so oft wie möglich vermeiden. Das in einer virtuellen Maschine (VM-Ware ist eine der (und vermutlich nicht die Beste) Möglichkeiten dazu) laufen zu lassen, hängt halt von der verfügbaren Hardware ab.“

      Ist das nutzen einer VM-Ware so Hardwarehungrig?

      Ja. Schon allein dadurch, dass der VM eine bestimmte Menge RAM fest zugeteilt wird - diese Menge RAM muss das Host-System erstmal "einfach so" entbehren können. Und wenn du dir dann vorstellst, dass in der VM Windows mit all seinen Hintergrundtasks und -diensten läuft, dann wird klar, dass das auch einiges an CPU-Power fordert.

      5.) Ich nutze Adobe Live Cycle auf Windows. Gibt es da eine Alternative auf Linux?

      Keine Ahnung, kenne ich nicht.

      6.) Welche Alternative zu Adobe Pro gibt es in Linux?

      Keine Ahnung, kenne ich nicht. ;-)

      9.) Abschließend noch die Frage warum DOS und Windows überhaupt so eine große Verbreitung haben? Es liegt doch auf der Hand das Linux um Welten besser ist als Windows.

      Microsoft war sehr früh mit einem Komplettsystem am Markt, das einigermaßen auf Laien zugeschnitten war. Und Microsoft hat(te) eine gigantische Werbe- und Marketingmaschine. Microsoft hat(te) Verträge mit den meisten PC-Herstellern und Vertreibern, die ihre PCs dann gleich mit vorinstalliertem Windows verkaufen. Das ergibt eine riesige Verbreitung und einen unschätzbaren Marktvorteil.

      So long,
       Martin

    3. Tach,

      2.) Bezogen auf das RAM waren die Antworten etwas widersprüchlich. Einer von Euch hat 32 GB vorgeschlagen. Grundsätzlich wäre das kein Problem, allerdings nur dann, wenn ich wirklich einen Nutzen daraus ziehen kann. Bildbearbeitung ab und an aber eher selten, in dem Kontext tendiere ich eher zu 16 GB. Was denkt ihr?

      das war potentiell ich; ich denke dass 16GB für die meisten Dinge heutzutage ausreichen sein sollten, aber ich habe kürzlich, als ich meinen eigenen Rechner ausgetauscht habe, gesehen, dass es einen Unterschied von ca. 90€ ausmacht und deshalb gleich die volle Kapazität gekauft (dann hat man später auf keinen Fall Probleme mit einem Mischbetrieb unterschiedlicher RAM-Module.

      3.) Bezogen auf die JTL Wawi werde ich die Virtual Box nutzen. Wenn ich dann sowieso eine VM habe kann ich die Wiso Steuer Software ja im Prinzip auch auf dieser VM betreiben. Alternativ könnte ich die Wiso Steuer Software ja auch unter Wine nutzen. Wo liegen die Vorteile von Wine und wo liegen die Vorteile der VM? Würdet ihr euch für Wine oder Virtual Box entscheiden?

      Wenn die VM eh schon läuft, würde ich sie dafür auch verwenden. VirtualBox kann inzwischen auch einen seamless mode, mit dem man direkt Fenster aus der VM auf dem eigenen Desktop darstellen kann (hab ich aber noch nicht im Betrieb gehabt, meine VMs sind meist nur Terminals).

      Ist das nutzen einer VM-Ware so Hardwarehungrig?

      Du simulierst (das ist eine sehr grobe Vereinfachung bei heutiger Virtualisierung) halt einen vollständigen PC und der muss sich die Ressourcen mit deinem eigentlichen System teilen und auch wenn das bei einigen Komponenten wie CPU heutzutage fast performanceverlustfrei geht, ist zumindest das RAM eine geteilte Größe.

      5.) Ich nutze Adobe Live Cycle auf Windows. Gibt es da eine Alternative auf Linux?

      Wikipedia sagt, das gibt es auch für Linux (ob ich mir ausgerechnet von Adobe Software installieren würde, ist dann eine andere Frage)

      6.) Welche Alternative zu Adobe Pro gibt es in Linux?

      Du meinst Acrobat Pro? Dass hängt vom Anwedungszweck ab, Libreoffice, pdfedit, pdftk, …

      7.) Auf Eure Empfehlung hin werde ich dann beruhigt kein Anti Virus Programm und keine Firewall nutzen. Ich möchte mich aber nochmal vergewissern, ob das wirklich so OK ist. Bekomme bei dem Gedanken irgendwie Bauchweh.

      Ich hole mal aus:

      Was tut ein Virenscanner: Er scannt im Speicher und Dateien nach bekannten Virensignaturen (Viren, Trojaner, …) und versucht dann diese zu entfernen; es gibt so gut wie keine klassischen in the wild Linux-Viren, die sich klassisch per Mail verbreiten (diese Klasse kann man auch einfach mit Nachdenken besiegen); die Rechtetrennung ist im Alltag meist strikter als bei Windows, ein Virus bekäme also schwerer Root-Rechte; Virus-Polymorphie dürfte unter Linux einfacher und heuristische Virenjagd deutlich schwieriger sein. Mit dem Betrieb des Virenscanners hat man sich dann aber gleichzeitig ein Programm auf den Rechner geholt, das mit Root-Rechten läuft, sich regelmäßig mit dem Internet verbinden muss und Sicherheitslücken hat (so wie jede andere Software), also einen potentiellen Einfallspunkt für Angreifer (passende Meldung von heute).

      Was tut eine Desktop-Firewall: Schaltet sich zwischen Netzwerkkarte und die Dienste die auf dem Rechner laufen und erreichbar sind und blockiert Zugriffe entlang von konfiguerierten Regeln. Die eigentliche Frage lautet, warum sind diese Dienste überhaupt von anderen erreichbar, wenn sie das nicht sein sollten? Und das ist der Punkt, wo man ansetzt, man konfiguriert die Dienste passend statt eine unsichere Konfiguration zu haben und dann eine Schutzschicht zwischen den Dienst und das Internet zu schieben.

      8.) Folgende Software nutze ich ebenfalls in Windows. Gibt es dazu eine gute Linux Alternative?

      newsbin.com

      Vielleich pan; meine Newsnet-Zeiten sind noch länger her, als der Beginn meiner Linux-Karriere.

      9.) Abschließend noch die Frage warum DOS und Windows überhaupt so eine große Verbreitung haben? Es liegt doch auf der Hand das Linux um Welten besser ist als Windows.

      1. User sind Gewohnheitstiere und wollten zu Hause das System haben, was sie aus dem Büro kannten (und Dos/Windows hatten damals noch keinen Kopierschutz)
      2. Solange eine kritische Masse an Nutzern nicht erreicht ist, lohnt es sich für manche Hersteller nicht Software für Linux zu schreiben (gut zu sehen in der Spielebranche, wo das so langsam Fahrt aufnimmt). Ich habe oben Alternativen für Acrobat Pro genannt, aber keine davon kann alles, was das Programm von Adobe kann; es gibt kein Programm, das genau so funktioniert wie Photoshop und wenn du mehrere 100 Stunden gelernt hast, damit zu arbeiten, wirst du vielleicht nicht die Lust/Zeit haben, dich auf ein anderes Programm einzustellen (das selbe gitl natürlich auch für die Zeit, die du gebraucht hast um Windows zu lernen).
      3. Es hat lange gedauert, bis Linux auf dem Desktop akzeptabel war, wenn man andere Systeme gewohnt war. Interface-Design ist verdammt schwer und wenn man eine Nutzerbasis hat, die im wesentlichen der Entwicklerbsis entspricht, hat man andere Anforderungen als den Normaluser.

      mfg
      Woodfighter

      1. Hallo,

        Was tut eine Desktop-Firewall: Schaltet sich zwischen Netzwerkkarte und die Dienste die auf dem Rechner laufen und erreichbar sind und blockiert Zugriffe entlang von konfiguerierten Regeln. Die eigentliche Frage lautet, warum sind diese Dienste überhaupt von anderen erreichbar, wenn sie das nicht sein sollten? Und das ist der Punkt, wo man ansetzt, man konfiguriert die Dienste passend statt eine unsichere Konfiguration zu haben und dann eine Schutzschicht zwischen den Dienst und das Internet zu schieben.

        im Prinzip stimme ich dir zu. Aber der Haupt-Zweck einer Desktop-Firewall ist doch nicht, Angriffe von außen abzublocken - das schafft eine überlegte Dienste-Konfiguration tatsächlich schon recht gut, und der NAT-Router mit SPI-Firewall, der an fast allen privaten Internet-Anschlüssen hängt, tut noch ein übriges dazu.
        Nein, der eigentliche Nutzen einer Desktop-Firewall, so wie ich sie unter Windows zu schätzen gelernt habe, ist die gezielte Festlegung, welche Anwendung über welches Protokoll mit welchem Server eine Verbindung aufbauen darf oder eben nicht darf. Beispielsweise um hartnäckige Phone-Home-Software ruhigzustellen, oder um zu vermeiden, dass die Tabellenkalkulation plötzlich und unerwartet im Internet sucht.

        Man darf das nicht als Sicherheits-Feature betrachten, sondern nur als eine Art Zugriffssteuerung.

        9.) Abschließend noch die Frage warum DOS und Windows überhaupt so eine große Verbreitung haben? Es liegt doch auf der Hand das Linux um Welten besser ist als Windows.

        1. User sind Gewohnheitstiere und wollten zu Hause das System haben, was sie aus dem Büro kannten (und Dos/Windows hatten damals noch keinen Kopierschutz)

        Haben sie heute auch nicht, oder? Zumindest Windows 7 hatte noch keinen.

        So long,
         Martin

        1. Tach,

          Nein, der eigentliche Nutzen einer Desktop-Firewall, so wie ich sie unter Windows zu schätzen gelernt habe, ist die gezielte Festlegung, welche Anwendung über welches Protokoll mit welchem Server eine Verbindung aufbauen darf oder eben nicht darf. Beispielsweise um hartnäckige Phone-Home-Software ruhigzustellen, oder um zu vermeiden, dass die Tabellenkalkulation plötzlich und unerwartet im Internet sucht.

          Man darf das nicht als Sicherheits-Feature betrachten, sondern nur als eine Art Zugriffssteuerung.

          extrem gesagt: Wenn es kein Sicherheitsfeature ist, ich mich also auf die Funktion nicht verlassen kann, (z.B. weil die Software beim nächsten Programmupdate meine Regeln eh wieder ändern kann) ist die Funktion sinnlos.

          1. User sind Gewohnheitstiere und wollten zu Hause das System haben, was sie aus dem Büro kannten (und Dos/Windows hatten damals noch keinen Kopierschutz)

          Haben sie heute auch nicht, oder? Zumindest Windows 7 hatte noch keinen.

          Seit Windows 95 gibt es diverse Kopierschutztechniken, angefangen mit den Seriennummern und der Aktivierung.

          mfg
          Woodfighter

          1. Hi,

            Nein, der eigentliche Nutzen einer Desktop-Firewall, so wie ich sie unter Windows zu schätzen gelernt habe, ist die gezielte Festlegung, welche Anwendung über welches Protokoll mit welchem Server eine Verbindung aufbauen darf oder eben nicht darf. Beispielsweise um hartnäckige Phone-Home-Software ruhigzustellen, oder um zu vermeiden, dass die Tabellenkalkulation plötzlich und unerwartet im Internet sucht.

            Man darf das nicht als Sicherheits-Feature betrachten, sondern nur als eine Art Zugriffssteuerung.

            extrem gesagt: Wenn es kein Sicherheitsfeature ist, ich mich also auf die Funktion nicht verlassen kann, (z.B. weil die Software beim nächsten Programmupdate meine Regeln eh wieder ändern kann) ist die Funktion sinnlos.

            ja, richtig. Aber warum sollte diese Software sowas tun? Die Zugriffssteuerung auf Anwendungsebene ist ja schließlich ein Kernfeature von Desktop-Firewalls. Falsch ist höchstens, dass solche Programmpakete gern als Security Suites angepriesen werden. Nein, es sind Tweaking Tools wie viele andere auch, mehr nicht.

            1. User sind Gewohnheitstiere und wollten zu Hause das System haben, was sie aus dem Büro kannten (und Dos/Windows hatten damals noch keinen Kopierschutz)

            Haben sie heute auch nicht, oder? Zumindest Windows 7 hatte noch keinen.

            Seit Windows 95 gibt es diverse Kopierschutztechniken, angefangen mit den Seriennummern und der Aktivierung.

            Das sind keine Kopierschutztechniken. Seriennummern kann man abschreiben, die Aktivierung ist ein fauler Zauber, solange es zahlreiche Wege gibt, ohne sie auszukommen.

            Ich habe jedenfalls mein legal erworbenes Windows XP nie aktiviert. Wozu auch?

            Versteh mich nicht falsch, ich will die Schwarzkopierer nicht verteidigen. Ich möchte nur klarstellen, dass MS-Betriebssysteme mindestens bis Win7 nahezu mühelos illegal kopierbar und benutzbar sind. Wie es mit Windows 8.x und Windows 10 aussieht, kann ich nicht beurteilen.

            So long,
             Martin

            1. Tach,

              ja, richtig. Aber warum sollte diese Software sowas tun?

              ich meinte die Software, die du am nach Hause telefonieren hindern wolltest nicht die Firewall

              Versteh mich nicht falsch, ich will die Schwarzkopierer nicht verteidigen. Ich möchte nur klarstellen, dass MS-Betriebssysteme mindestens bis Win7 nahezu mühelos illegal kopierbar und benutzbar sind. Wie es mit Windows 8.x und Windows 10 aussieht, kann ich nicht beurteilen.

              soweit ich mich entsinne, brauchte man schon bei XP einen Crack dafür oder musste die automatischen Updates ausschalten. Mit SP3 reichte es doch nicht mehr die Registry zu manipulieren, oder?

              mfg
              Woodfighter

              1. Aloha ;)

                soweit ich mich entsinne, brauchte man schon bei XP einen Crack dafür oder musste die automatischen Updates ausschalten. Mit SP3 reichte es doch nicht mehr die Registry zu manipulieren, oder?

                Ganz so einfach ist es zumindest nicht. Ich habe hier ein paar gültige XP-Lizenzen, die nicht mehr eingesetzt werden und wollte damit legalerweise XP auf einen Vista-Laptop aufspielen, der mit Vista einfach überfordert war.

                Aus unerfindlichen Gründen war mir eine Aktivierung mit der gültigen Lizenz nicht möglich (war aber auch schon nach der Einstellung des Supports - haben die dabei die Lizenzaktivierung auch deaktiviert?), woraufhin ich dann dachte ich versuch das Ding zu knacken.

                Die üblichen Registry-Manipulationen (und ich hab einiges ausprobiert) führten bei mir maximal dazu, dass ich alle 30 Tage erneut die Registry hätte manipulieren müssen. Was mir dann irgendwie auch zu doof war (wenns auch gegangen wäre / funktioniert hat).

                Grüße,

                RIDER

                -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
                Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

                # Facebook # Twitter # Steam # YouTube # Self-Wiki #

                ch:? rl:| br:> n4:? ie:% mo:| va:) js:) de:> zu:) fl:( ss:| ls:[
                1. Tach,

                  Aus unerfindlichen Gründen war mir eine Aktivierung mit der gültigen Lizenz nicht möglich (war aber auch schon nach der Einstellung des Supports - haben die dabei die Lizenzaktivierung auch deaktiviert?), woraufhin ich dann dachte ich versuch das Ding zu knacken.

                  ja mit der Einstellung des Supports wurde die Aktivierung deaktiviert, aber MS hat einen Patch veröffentlicht, der die Aktivierung automatisch durchführt.

                  mfg
                  Woodfighter

                  1. Aloha ;)

                    Aus unerfindlichen Gründen war mir eine Aktivierung mit der gültigen Lizenz nicht möglich (war aber auch schon nach der Einstellung des Supports - haben die dabei die Lizenzaktivierung auch deaktiviert?), woraufhin ich dann dachte ich versuch das Ding zu knacken.

                    ja mit der Einstellung des Supports wurde die Aktivierung deaktiviert, aber MS hat einen Patch veröffentlicht, der die Aktivierung automatisch durchführt.

                    Hm, okay, dann ist der bei mir nie angekommen :D Danke für die Info ;)

                    Grüße,

                    RIDER

                    -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
                    Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

                    # Facebook # Twitter # Steam # YouTube # Self-Wiki #

                    ch:? rl:| br:> n4:? ie:% mo:| va:) js:) de:> zu:) fl:( ss:| ls:[
              2. Moin,

                ja, richtig. Aber warum sollte diese Software sowas tun?

                ich meinte die Software, die du am nach Hause telefonieren hindern wolltest nicht die Firewall

                ach so, versstehe. Dann erst recht: Warum sollte diese Software sowas tun? Zumal sie dann administrative Privilegien bräuchte.

                Versteh mich nicht falsch, ich will die Schwarzkopierer nicht verteidigen. Ich möchte nur klarstellen, dass MS-Betriebssysteme mindestens bis Win7 nahezu mühelos illegal kopierbar und benutzbar sind. Wie es mit Windows 8.x und Windows 10 aussieht, kann ich nicht beurteilen.

                soweit ich mich entsinne, brauchte man schon bei XP einen Crack dafür oder musste die automatischen Updates ausschalten.

                Nein, weder-noch. Das Patchen einer Systemdatei war ab SP2 nötig, wenn man den Systemdateicheck deaktivieren wollte - etwa um weitere Patches durchzuführen oder auch um bestimmte Windows-Komponenten auf die harte Tour zu deinstallieren, bei denen das nicht von Haus aus vorgesehen war.

                Für die Do-It-Yourself-Aktivierung waren es bei XP mehrere Verfahren im Umlauf; einige haben die beschriebenen Nachteile. Ich habe eins benutzt, bei dem einfach bloß eine weitere DLL ins system32-Verzeichnis kopiert und registriert wird. Die wird dann bei jedem Systemstart mit geladen und gaukelt AFAIK dem Prozess winlogon.exe (und nur dem) vor, Windows würde im abgesicherten Modus laufen.

                Einen Eingriff nach dem gleichen Prinzip gibt's für Windows 7 auch.

                Mit SP3 reichte es doch nicht mehr die Registry zu manipulieren, oder?

                Das weiß ich nicht, mit SP3 war ich schon nicht mehr live dabei. Aber ich meine, das hätte unabhängig vom SP-Level funktioniert; vermutlich musste man die zusätzliche DLL nur neu registrieren.

                So long,
                 Martin

                1. Tach,

                  ach so, versstehe. Dann erst recht: Warum sollte diese Software sowas tun? Zumal sie dann administrative Privilegien bräuchte.

                  weil die Software daran interessiert ist nach Hause zu telefonieren und die administrative Privilegien hat sie während eines Updates ja.

                  soweit ich mich entsinne, brauchte man schon bei XP einen Crack dafür oder musste die automatischen Updates ausschalten.

                  Für die Do-It-Yourself-Aktivierung waren es bei XP mehrere Verfahren im Umlauf; einige haben die beschriebenen Nachteile. Ich habe eins benutzt, bei dem einfach bloß eine weitere DLL ins system32-Verzeichnis kopiert und registriert wird. Die wird dann bei jedem Systemstart mit geladen und gaukelt AFAIK dem Prozess winlogon.exe (und nur dem) vor, Windows würde im abgesicherten Modus laufen.

                  also musste man einen Crack installieren

                  mfg
                  Woodfighter

                  1. Hi,

                    ach so, versstehe. Dann erst recht: Warum sollte diese Software sowas tun? Zumal sie dann administrative Privilegien bräuchte.

                    weil die Software daran interessiert ist nach Hause zu telefonieren und die administrative Privilegien hat sie während eines Updates ja.

                    ich rede nicht vom Update, sondern vom normalen Alltagsbetrieb (bei einem Update rechnet man ja sowieso damit, dass wieder einiges verstellt wird). Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Auto-Update bei den meisten Programmen unter XP (zuletzt erlebt mit Firefox, Thunderbird und LibreOffice) sowieso gerade an den Berechtigungen scheitert, wenn man den Alltags-Benutzer wie empfohlen als eingeschränkten Benutzer anlegt. Damit das funktioniert, muss der Benutzer schon "Hauptbenutzer" sein, also Halb-Administrator. Das wollte man unter XP aber nicht haben, weil er diese erweiterten Rechte dann ständig hat; das Berechtigungskonzept ist damit für'n A... Ab Vista wurde das dank UAC etwas schlauer: Sobald erhöhte Privilegien erforderlich sind, fragt das System unübersehbar danach und macht erst nach Eingabe des Passworts weiter.

                    Für die Do-It-Yourself-Aktivierung waren es bei XP mehrere Verfahren im Umlauf; einige haben die beschriebenen Nachteile. Ich habe eins benutzt, bei dem einfach bloß eine weitere DLL ins system32-Verzeichnis kopiert und registriert wird. Die wird dann bei jedem Systemstart mit geladen und gaukelt AFAIK dem Prozess winlogon.exe (und nur dem) vor, Windows würde im abgesicherten Modus laufen.

                    also musste man einen Crack installieren

                    Das ist kein Crack nach meinem Verständnis, auch wenn man über die Grenzen philosophieren könnte. Da wird keine Windows-eigene Datei verändert, gelöscht oder ersetzt, sondern nur eine zusätzliche Bibliothek ins System eingeschleust. Es ist IMO vergleichbar damit, dass ich die Lüftungsöffnungen mit Tape zuklebe, nachdem ich festgestellt habe, dass die Lüftung in meinem Leasing-Auto sich nicht ganz abstellen lässt: Kein direkter Eingriff ins Produkt; ich beseitige einen Mangel des Produkts auf eine Weise, die leicht wieder zu entfernen ist.

                    Und dass die Notwendigkeit der Produkt-Aktivierung bei MS-Software ein Mangel des Produkts ist, das ist meine tiefe Überzeugung. Zwar schafft der Hersteller im Rahmen des Aktivierungs-Vorgangs Abhilfe, aber nur vorübergehend - nämlich so lange, bis sich die Hardware-Konfiguration über ein gewisses Maß hinaus verändert hat oder ich die Software auf einem anderen, neuen PC installieren will. Ergo: Keine wirkliche Beseitigung des Mangels, sondern nur ein Flickwerk auf Zeit.
                    Deswegen sehe ich mich in solchen Fällen als Kunde auch im Recht, selbst Maßnahmen zur Nachbesserung zu ergreifen, wenn ich dazu in der Lage bin.

                    Ob man das dann als Crack bezeichnen mag, ist jedem selbst überlassen.

                    So long,
                     Martin

                    1. Tach,

                      ich rede nicht vom Update sondern vom normalen Alltagsbetrieb

                      ich aber

                      (bei einem Update rechnet man ja sowieso damit, dass wieder einiges verstellt wird).

                      Admins tun das, normale User nicht und normale User haben meist keine Admins im Haus.

                      Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Auto-Update bei den meisten Programmen unter XP (zuletzt erlebt mit Firefox, Thunderbird und LibreOffice) sowieso gerade an den Berechtigungen scheitert, wenn man den Alltags-Benutzer wie empfohlen als eingeschränkten Benutzer anlegt.

                      Die haben doch inzwischen alle einen Daemon der mit system-Rechten läuft

                      Ab Vista wurde das dank UAC etwas schlauer: Sobald erhöhte Privilegien erforderlich sind, fragt das System unübersehbar danach und macht erst nach Eingabe des Passworts weiter.

                      UAC istunter Vista kein Sicherheitsfeature, jedes Programm kann die Abfrage umgehen und bekommt die Rechte trotzdem.

                      Das ist kein Crack nach meinem Verständnis, auch wenn man über die Grenzen philosophieren könnte. Da wird keine Windows-eigene Datei verändert, gelöscht oder ersetzt, sondern nur eine zusätzliche Bibliothek ins System eingeschleust.

                      Für mich eindeutig ein Crack; du installierst Software, die die Aktivierung umgeht.

                      Es ist IMO vergleichbar damit, dass ich die Lüftungsöffnungen mit Tape zuklebe, nachdem ich festgestellt habe, dass die Lüftung in meinem Leasing-Auto sich nicht ganz abstellen lässt: Kein direkter Eingriff ins Produkt; ich beseitige einen Mangel des Produkts auf eine Weise, die leicht wieder zu entfernen ist.

                      Nur ist das eine in Deutschland möglicherweise strafbar und das andere nicht. Ich befürchte (auch wenn ich das ähnlich sehen würde), dass man mit der Mängel-Arbumentation vor Gericht ein Problem hätte, alleine weil die Tatsache mit der Aktivierung vor Kauf bekannt war (oder hätte sein sollen; die Consumerpackungen hatten da meines Wissens Hinweise auf der Packung).

                      mfg
                      Woodfighter

                      1. Mahlzeit,

                        (bei einem Update rechnet man ja sowieso damit, dass wieder einiges verstellt wird).

                        Admins tun das, normale User nicht

                        ach nein? Die normalen User, die ich im Lauf der Jahre betreut habe, taten das fast alle. Da bin ich oft gebeten worden, mal die Programmeinstellungen zu kontrollieren oder nachzubessern, "weil da vor ein paar Tagen ein Update gelaufen ist".

                        Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Auto-Update bei den meisten Programmen unter XP (zuletzt erlebt mit Firefox, Thunderbird und LibreOffice) sowieso gerade an den Berechtigungen scheitert, wenn man den Alltags-Benutzer wie empfohlen als eingeschränkten Benutzer anlegt.

                        Die haben doch inzwischen alle einen Daemon der mit system-Rechten läuft

                        Zum Beispiel der "Mozilla Maintenance Service". Ja, aber mir ist es seinerzeit trotz tagelanger Versuche und Recherchen nicht gelungen, die drei genannten Produkte (Firefox, Thunderbird, LibreOffice) auf einem XP-Rechner ohne Admin-Eingriff automatisch aktualisieren zu lassen. Erst wenn ich den normalen Alltags-Benutzer zum "Hauptbenutzer" gemacht und ihm damit relativ weitreichende Rechte eingeräumt habe, ging das.

                        Ab Vista wurde das dank UAC etwas schlauer: Sobald erhöhte Privilegien erforderlich sind, fragt das System unübersehbar danach und macht erst nach Eingabe des Passworts weiter.

                        UAC istunter Vista kein Sicherheitsfeature, jedes Programm kann die Abfrage umgehen und bekommt die Rechte trotzdem.

                        Ups, ist das so?? Das ist mir neu.
                        Gilt das speziell für Vista, oder auch für Windows 7?

                        Das ist kein Crack nach meinem Verständnis, auch wenn man über die Grenzen philosophieren könnte. Da wird keine Windows-eigene Datei verändert, gelöscht oder ersetzt, sondern nur eine zusätzliche Bibliothek ins System eingeschleust.

                        Für mich eindeutig ein Crack; du installierst Software, die die Aktivierung umgeht.

                        Dann haben wir da unterschiedliche Vorstellungen. Für mich ist notwendige Bedingung für den Begriff "Crack", dass ich an vorhandenen Systemdateien aktiv Hand anlege.

                        Es ist IMO vergleichbar damit, dass ich die Lüftungsöffnungen mit Tape zuklebe, nachdem ich festgestellt habe, dass die Lüftung in meinem Leasing-Auto sich nicht ganz abstellen lässt: Kein direkter Eingriff ins Produkt; ich beseitige einen Mangel des Produkts auf eine Weise, die leicht wieder zu entfernen ist.

                        Nur ist das eine in Deutschland möglicherweise strafbar und das andere nicht.

                        Strafbar ist weder das eine noch das andere. Immerhin erwerbe ich das Recht zur Nutzung der Software, also möchte ich dieses Recht auch ohne weitere Gängelung ausüben können.

                        Ich befürchte (auch wenn ich das ähnlich sehen würde), dass man mit der Mängel-Arbumentation vor Gericht ein Problem hätte, alleine weil die Tatsache mit der Aktivierung vor Kauf bekannt war (oder hätte sein sollen; die Consumerpackungen hatten da meines Wissens Hinweise auf der Packung).

                        Das kann natürlich sein, nur glaube ich nicht, dass es so weit kommen würde. Immerhin hat keiner dadurch einen Nachteil - finanziell schon mal gar nicht, und da Microsoft immer wieder betont, dass die bei der Aktivierung ausgetauschten Daten keinerlei Rückschlüsse auf den konkreten Nutzer zulassen und nur sehr allgemeine Aussagen über dessen Hardware ermöglichen, entgeht denen auch keine relevante Information.
                        So what?

                        Aber abgesehen von der Rechtmäßigkeit der Produktaktivierung an sich oder des Umgehens derselben war das für mich ein entscheidender Aspekt, mich irgendwann von MS abzuwenden.

                        So long,
                         Martin

                        1. Aloha ;)

                          UAC istunter Vista kein Sicherheitsfeature, jedes Programm kann die Abfrage umgehen und bekommt die Rechte trotzdem.

                          Ups, ist das so?? Das ist mir neu.
                          Gilt das speziell für Vista, oder auch für Windows 7?

                          AFAIK und aus meiner Erfahrung heraus gilt das nur für Vista. Windows 7 ist nach allem was ich da schon gesehen habe ein ordentliches System (im Gegensatz zu Vista - sofern man bei Windows von einem ordentlichen System reden kann) und ich arbeite jetzt schon seit 4 Jahren damit, habe also schon ausreichend Erfahrung.

                          Mit Windows 7 war ich damals auch zufrieden von XP umzusteigen; Vista wäre mir nicht auf den Rechner gekommen. Und an der Einschätzung hat sich bis heute nichts geändert...

                          Das ist kein Crack nach meinem Verständnis, auch wenn man über die Grenzen philosophieren könnte. Da wird keine Windows-eigene Datei verändert, gelöscht oder ersetzt, sondern nur eine zusätzliche Bibliothek ins System eingeschleust.

                          Für mich eindeutig ein Crack; du installierst Software, die die Aktivierung umgeht.

                          Dann haben wir da unterschiedliche Vorstellungen. Für mich ist notwendige Bedingung für den Begriff "Crack", dass ich an vorhandenen Systemdateien aktiv Hand anlege.

                          Ich würde da auch woodfighter's Definition (die ja gewissermaßen eine Erweiterung deiner Definition ist) anlegen. Vergleiche dazu auch die Wikipedia-Definition (siehe zweiter Satz):

                          Ein Crack ist ursprünglich die Kopie eines Computerprogramms, bei der ein herstellerseitig angebrachter Kopierschutz entfernt wurde; heute ein Computerprogramm, das den Kopierschutz eines spezifischen anderen Computerprogramms entfernen kann.

                          Aber gut, unabhängig von den Begrifflichkeiten wissen wir ja, über was wir reden ;)

                          Strafbar ist weder das eine noch das andere. Immerhin erwerbe ich das Recht zur Nutzung der Software, also möchte ich dieses Recht auch ohne weitere Gängelung ausüben können.

                          woodfighter hat imho überlesen, dass du den Schutz nicht umgehst, um Missbrauch zu betreiben (aka die Software ohne Lizenz zu betreiben), sondern um die Software, für die du eine gültige Lizenz besitzt, auf eine bestimmte Weise zu nutzen.

                          Ersteres wäre, wie er richtig sagt, sicher strafbar, zweiteres ziemlich sicher nicht (ähnlich wie es im Zweifelsfall auch nicht strafbar ist, für das Spiel, das man auf CD gekauft hat, einen No-CD-Crack zu installieren um das Medium zu schonen).

                          Ob sich der Ersteller des Cracks (oder noch präziser: der Anbieter des Cracks, der den Crack weitergibt) nicht bei zweiterem auch strafbar macht, steht auf einem anderen Blatt - aber das muss den Endverbraucher imho nicht interessieren, für den ist nur relevant, ob er eine Lizenz besitzt oder nicht.

                          Das ist auch der Knackpunkt an der zweiteiligen Definition von Crack. Cracks "erster Art", also modifizierte Programmdateien, sind (für den Ersteller vielleicht aber für den Anbieter auf jeden Fall) strafbar, weil fremde Software verändert und abgesetzt wird, ohne dass die Rechte dazu eingeräumt wurden. Cracks "zweiter Art", also dritte Programme, die während der Laufzeit Einfluss nehmen aber nicht aus Programmkomponenten fremder Software bestehen, sind weder für den Ersteller noch den Anbieter strafbar.

                          Um was es sich bei der fraglichen DLL handelt ist auch nicht so ohne weiteres klar, sie könnte ja auch im Sinne eines Cracks "erster Art" aus urheberrechtsgeschützten anderen DLLs zusammengestellt sein - aber wie schon erwähnt spielt hinsichtlich Strafbarkeit des Anwenders nur die Frage nach der gültigen Lizenz eine Rolle.

                          Grüße,

                          RIDER

                          -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
                          Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

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                          1. Tach,

                            Strafbar ist weder das eine noch das andere. Immerhin erwerbe ich das Recht zur Nutzung der Software, also möchte ich dieses Recht auch ohne weitere Gängelung ausüben können.

                            woodfighter hat imho überlesen, dass du den Schutz nicht umgehst, um Missbrauch zu betreiben (aka die Software ohne Lizenz zu betreiben), sondern um die Software, für die du eine gültige Lizenz besitzt, auf eine bestimmte Weise zu nutzen.

                            nein, das hatte ich gelesen, aber den folgenden Teilsatz vergessen: „wenn die Tat nicht ausschließlich zum eigenen privaten Gebrauch des Täters erfolgt“. Solange es also um ein nicht geschäftlich genutztes Windows geht, ist das also rechtlich auch ok.

                            mfg
                            Woodfighter

                          2. Mahlzeit,

                            UAC istunter Vista kein Sicherheitsfeature, jedes Programm kann die Abfrage umgehen und bekommt die Rechte trotzdem.

                            Ups, ist das so?? Das ist mir neu.
                            Gilt das speziell für Vista, oder auch für Windows 7?

                            AFAIK und aus meiner Erfahrung heraus gilt das nur für Vista. Windows 7 ist nach allem was ich da schon gesehen habe ein ordentliches System (im Gegensatz zu Vista - sofern man bei Windows von einem ordentlichen System reden kann) und ich arbeite jetzt schon seit 4 Jahren damit, habe also schon ausreichend Erfahrung.

                            okay, also darf man hier wohl von einem unausgereiften Konzept in Vista sprechen, das erst später noch nachgebessert wurde und seither praxistauglich ist.

                            Mit Windows 7 war ich damals auch zufrieden von XP umzusteigen; Vista wäre mir nicht auf den Rechner gekommen. Und an der Einschätzung hat sich bis heute nichts geändert...

                            Vista hat ja, bevor es überhaupt am Markt war, schon eine Menge Vorschussbrennnesseln erhalten (als Gegenstück zu den sonst üblichen Lorbeeren), und als es dann tatsächlich da war, haben sich einige der schlimmsten Befürchtungen sogar noch als untertrieben herausgestellt. Ich denke zum Beispiel an Berichte von Systemen, die weit über eine halbe Stunde brauchten, um Vista überhaupt zu booten, obwohl die Hardware die Mindestanforderungen erfüllt oder sogar übertroffen hat.

                            Deshalb habe ich auch um Vista einen großen Bogen gemacht und bin lange Zeit noch bei 2000/XP geblieben. Als Windows 7 angekündigt wurde, war ich wieder vorsichtig optimistisch und habe mich sogar an der Verlosung von ich-weiß-nicht-wieviel Lizenzen zum Vorzugspreis beteiligt und so tatsächlich eine Windows-7-Lizenz für 50 Euro bekommen.

                            Und als es dann tatsächlich erhältlich war, habe ich es auf einem Testrechner installiert - und war entsetzt. Grau-en-haft! Noch verspielter, noch bunter, noch unübersichtlicher als XP, und einige der Nervensägen sind noch schwieriger abzustellen, manche gar nicht. Das System ist IMO perfekt darauf abgestimmt, einen am Arbeiten zu hindern.

                            Sofort wieder runter damit! Dann war klar: Ich bleibe also solange wie möglich bei XP - dass ich mich mittelfristig in Richtung Linux umorientieren wollte, war zu der Zeit eh schon beschlossen, das Fiasko namens Windows 7 war sozusagen der letzte entscheidende Auslöser.

                            Inzwischen muss ich bei Kunden gelegentlich mit Windows 7 umgehen, und ja, es geht so einigermaßen. Trotzdem schwillt mir jedesmal der Kamm, wenn ich dauernd irgendwo behindert oder durch tolle Effekte belästigt werde, oder erst irgendwelche Spielereien wegklicken muss, um dahin zu kommen, wo ich hin will, oder erst eine Klick-Odyssee machen muss, um irgendeine triviale Funktion zu erreichen.

                            woodfighter hat imho überlesen, dass du den Schutz nicht umgehst, um Missbrauch zu betreiben (aka die Software ohne Lizenz zu betreiben), sondern um die Software, für die du eine gültige Lizenz besitzt, auf eine bestimmte Weise zu nutzen.

                            Möglich.

                            Ersteres wäre, wie er richtig sagt, sicher strafbar, zweiteres ziemlich sicher nicht (ähnlich wie es im Zweifelsfall auch nicht strafbar ist, für das Spiel, das man auf CD gekauft hat, einen No-CD-Crack zu installieren um das Medium zu schonen).

                            D'accord.

                            Ob sich der Ersteller des Cracks (oder noch präziser: der Anbieter des Cracks, der den Crack weitergibt) nicht bei zweiterem auch strafbar macht, steht auf einem anderen Blatt

                            Der macht sich nach meinem Rechtsempfinden auf jeden Fall strafbar, auch wenn das jetzt bloß ein Bauchgefühl ist. Aber was soll's, letzten Samstag war ja der Tag des Bierbauchs. ;-)

                            Cracks "zweiter Art", also dritte Programme, die während der Laufzeit Einfluss nehmen aber nicht aus Programmkomponenten fremder Software bestehen, sind weder für den Ersteller noch den Anbieter strafbar.

                            Hmm. Sicher?

                            So long,
                             Martin

                            1. Aloha ;)

                              Inzwischen muss ich bei Kunden gelegentlich mit Windows 7 umgehen, und ja, es geht so einigermaßen. Trotzdem schwillt mir jedesmal der Kamm, wenn ich dauernd irgendwo behindert oder durch tolle Effekte belästigt werde, oder erst irgendwelche Spielereien wegklicken muss, um dahin zu kommen, wo ich hin will, oder erst eine Klick-Odyssee machen muss, um irgendeine triviale Funktion zu erreichen.

                              Einerseits hast du damit teilweise recht, andererseits übertreibst du aber auch ;)

                              Ich hab in Windows 7 so gut wie keine Spielereien aktiviert, auch die teiltransparenten Fensterrahmen etc. sind bei mir zugunsten der Performance deaktiviert.

                              Es gibt aber echt so ein paar Dinge, die ich persönlich an Windows 7 schätzen gelernt habe - unter anderem die Taskleiste (Superbar), die die Schnellzugriffliste und die Taskliste vereint. Ein Hovern zeigt mir die geöffneten Fenster inklusive Beschreibung. Das ist für mich schon eine der Funktionen, die ich super komfortabel finde im Vergleich zur alten, klobigen Variante, die einem nur allzu oft mal den Bildschirm unten vollkleistert.

                              Andere Änderungen im Vergleich zu Windows XP sind reine Umbenennungen (über deren Sinn ich auch gern den Kopf schüttel).

                              Also ja, ich kann die Vorbehalte einigermaßen nachvollziehen, finde aber einige der neu hinzugekommenen Funktionen als tatsächliches Bedienbarkeitsplus im Vergleich zu XP. Klar muss man kein Fan von Windows 7 sein, ich bin aber ziemlich sicher, dass dein sehr hartes Urteil mitunter daran liegt, dass du Windows 7 nicht genug Zeit auf deinem Rechner eingeräumt hast, um dich daran so zu gewöhnen, dass du deinen Windows-XP-Workflow erreichst (immerhin ist der ja über Jahre trainiert). Dass der Workflow in 7 schon vielleicht auch ein bisschen anders funktioniert als unter XP, das ist unbestritten. Aber nicht unbedingt schlechter, nur anders ;)

                              Und jetzt rate mal, wie meine Mint-Taskleiste aussieht :P :D

                              Taskleiste

                              Cracks "zweiter Art", also dritte Programme, die während der Laufzeit Einfluss nehmen aber nicht aus Programmkomponenten fremder Software bestehen, sind weder für den Ersteller noch den Anbieter strafbar.

                              Hmm. Sicher?

                              Ja, da bin ich ziemlich sicher. Ich bin natürlich auch kein Experte, ich weiß aber nicht wo in diesem Prozess sich jemand strafbar machen sollte.

                              Die Strafbarkeit bei Cracks liegt normal darin, dass Software dekompiliert, verändert und wieder angeboten wird, ohne dass nur eins dieser Dinge durch eine Lizenz abgedeckt wäre - es ist eine Urheberrechtsverletzung.

                              Wenn ich jetzt aber eine Software entwickle, die nicht aus fremdem geistigem Eigentum besteht, sondern komplett meiner Feder entspringt (unabhängig davon, was die Software tut) und diese Software, deren Rechte allein bei mir liegen, dann zum Download anbiete, mache ich mich meinem Empfinden nach nicht strafbar.

                              Müsste ich, um meine Software zu entwickeln, zunächst andere Software dekompilieren um diese zu verstehen (aber nicht um diese dann in mein Programm einzubauen) wäre das zwar strafbar - dass ich die Software allerdings dazu dekompiliert habe, müsste mir ja erstmal nachgewiesen werden, denn meine Crack-Software beinhaltet ja keinen Bestandteil des Programms und was ich in meiner Freizeit so alles dekompiliere und anschaue kann ja niemand so einfach nachvollziehen.

                              Wenn ein Endbenutzer meine Software jetzt dazu benutzt, einen Kopierschutz zu umgehen für ein Programm, für das er keine Nutzungslizenz besitzt, macht dieser sich natürlich lizenzrechtlich strafbar.

                              Solange ich nicht damit werbe, dass man mit meiner Software die fremde Software nutzen kann ohne sie zu kaufen (z.B. indem ich ausdrücklich darauf hinweise, dass meine Software nur zu benutzen ist, wenn eine Lizenz für die Fremdsoftware besteht) bin ich mMn als Anbieter für die Taten der Endbenutzer in etwa so verantwortlich wie ein Baumarktverkäufer, der einen Hammer verkauft, der dann für einen Mord missbraucht wird.

                              Grüße,

                              RIDER

                              -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
                              Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

                              # Facebook # Twitter # Steam # YouTube # Self-Wiki #

                              ch:? rl:| br:> n4:? ie:% mo:| va:) js:) de:> zu:) fl:( ss:| ls:[
                              1. Mahlzeit,

                                Inzwischen muss ich bei Kunden gelegentlich mit Windows 7 umgehen, und ja, es geht so einigermaßen. Trotzdem schwillt mir jedesmal der Kamm, wenn ich dauernd irgendwo behindert oder durch tolle Effekte belästigt werde, oder erst irgendwelche Spielereien wegklicken muss, um dahin zu kommen, wo ich hin will, oder erst eine Klick-Odyssee machen muss, um irgendeine triviale Funktion zu erreichen.

                                Einerseits hast du damit teilweise recht, andererseits übertreibst du aber auch ;)

                                nein, im Gegenteil. Die Darstellung ist noch untertrieben.

                                Ich hab in Windows 7 so gut wie keine Spielereien aktiviert, auch die teiltransparenten Fensterrahmen etc. sind bei mir zugunsten der Performance deaktiviert.

                                Wenn ich kann, stelle ich mir Windows 7 auch im Classic-Look ein - also kein Aero, schlichte "klassische" Windows-Ansicht. Aber viele Eigenheiten stecken dann trotzdem noch drin.

                                Es gibt aber echt so ein paar Dinge, die ich persönlich an Windows 7 schätzen gelernt habe - unter anderem die Taskleiste (Superbar), die die Schnellzugriffliste und die Taskliste vereint.

                                Die ist für mich ein Beispiel von PITA. Allein schon wenn ich versuche, die Startparameter eines an der Taskleiste angehefteten Programms zu verändern. Rechtsklick, Eigenschaften? Pfeifadeckl!

                                Ein Hovern zeigt mir die geöffneten Fenster inklusive Beschreibung.

                                Genau. Nerv! Man kann den Mauszeiger kaum irgendwo stehenlassen, ohne dass irgendwelche Info-Fensterchen aufpoppen. Und dieses Auflisten der gruppierten Taskleisten-Einträge passiert auch, wenn man die Gruppierung eigentlich dekativiert hat und für jedes offene Fenster einen eigenen Button anzeigen lässt. Extrem sinnvoll. :-(

                                Also ja, ich kann die Vorbehalte einigermaßen nachvollziehen, finde aber einige der neu hinzugekommenen Funktionen als tatsächliches Bedienbarkeitsplus im Vergleich zu XP.

                                Ich habe noch nichts gefunden, was ich wirklich als Vorteil empfinde.

                                Beispiel Windows-Explorer:
                                Früher[tm] zeigte er in der Statuszeile an, wieviel Speicherplatz mehrere markierte Dateien in Summe belegen. Heute nur noch Detailinformationen über die markierten Dateien, die ich in den meisten Fällen nicht wissen will.
                                Früher[tm] war beim Drücken von F2 (Umbenennen) der gesamte Dateiname markiert, jetzt ist die Extension von der Markierung ausgenommen, und man bekommt Doppel-Extensions, weil man sie ja instinktiv beim Eingeben des neuen Namens wieder mit eingibt (ganz zu schweigen davon, dass es deutlich umständlicher geworden ist, die Extension mit umzubenamsen).
                                Früher[tm] klickte man ein Verzeichnis mit der rechten Maustaste an und wählte dann "Suchen" aus dem Kontextmenü, und dann konnte man Dateien anhand verschiedenster Merkmale suchen (Größe, Timestamp, Attribute, natürlich auch Name). Heute hat man nur noch das Suchfeld oben rechts, in dem man Fragmente des Namens eingeben kann. Andere Suchkriterien? Nicht mehr "in".

                                Ich könnt' noch weitermachen, aber ich glaub, mir wird gerade übel ...

                                Klar muss man kein Fan von Windows 7 sein, ich bin aber ziemlich sicher, dass dein sehr hartes Urteil mitunter daran liegt, dass du Windows 7 nicht genug Zeit auf deinem Rechner eingeräumt hast, um dich daran so zu gewöhnen, dass du deinen Windows-XP-Workflow erreichst (immerhin ist der ja über Jahre trainiert).

                                Nein, das ist der falsche Approach. Nicht ich will mich an den vom System vorgegebenen Workflow anpassen (das ist nämlich der eigentliche Knackpunkt), sondern das System hat sich an meinen Workflow anzupassen bzw. muss entsprechend anpassbar sein. Das war in XP schon grenzwertig, aber gerade noch akzeptabel.
                                Aus meiner Sicht war die beste Windows-Version aller Zeiten eindeutig Windows 2000 - in puncto Stabilität, Zuverlässigkeit, aber vor allem auch Usability. Danach ging's ziemlich schnell bergab.

                                So long,
                                 Martin

                                1. Aloha ;)

                                  Es gibt aber echt so ein paar Dinge, die ich persönlich an Windows 7 schätzen gelernt habe - unter anderem die Taskleiste (Superbar), die die Schnellzugriffliste und die Taskliste vereint.

                                  Die ist für mich ein Beispiel von PITA. Allein schon wenn ich versuche, die Startparameter eines an der Taskleiste angehefteten Programms zu verändern. Rechtsklick, Eigenschaften? Pfeifadeckl!

                                  Das Problem verstehe ich nicht ;) Die "Anheftungen" in der Taskleiste sind nichts weiteres als (eigenständige) Verknüpfungen, die - wie jede andere Verknüpfung - eben und sehr wohl mit Rechtsklick, Eigenschaften bearbeitet werden können, auch hinsichtlich Startparameter ;) Der einzige Unterschied ist, dass es nicht einen Rechtsklick braucht, sondern zwei; das ist dem geschuldet, dass die Standardaktion bei Rechtsklick ist, eine Liste der zuletzt mit dem Programm ausgeführten Dateien sowie Shortcuts zu wichtigen Funktionen bereitzustellen - in dieser Liste findet sich unterhalb eines Trennstrichs aber auch die eigentliche Verknüpfung, die wie jede andere Verknüfung bearbeitet werden kann.

                                  Dieses von dir beschriebene Problem gibts also gar nicht. Das ist lediglich ein Indiz dafür, dass du dir nicht die Zeit genommen hast zu verstehen, wie dieses System funktioniert.

                                  Und dieses Auflisten der gruppierten Taskleisten-Einträge passiert auch, wenn man die Gruppierung eigentlich dekativiert hat und für jedes offene Fenster einen eigenen Button anzeigen lässt. Extrem sinnvoll. :-(

                                  Dass das nicht sinnvoll ist gebe ich zu. Keine Frage. Das liegt aber nicht an Windows, sondern an deiner Konfiguration (zumindest wenn wir über die Vorschaubilder sprechen). Wenn du Aero deaktivierst (z.B. indem du die Darstellung Windows klassisch wählst) gibt es auch keine Vorschaubilder mehr und ohne Gruppierung taucht auch die Auflistung nicht auf, wenn du draufklickst. Du hast Recht, dass weiterhin eine Auflistung (dann mit einem Eintrag und ausschließlich dem Titeltext des Fensters) auftaucht, wenn du die Maus über dem Eintrag schweben lässt. Das wiederum ist aber sinnvoll, denn du kannst damit a) das Fenster schließen ohne es zuerst in den Fokus holen zu müssen und b) den kompletten Titeltext des Fensters lesen, der in der Taskleiste ja doch immer abgeschnitten wird. Das entspricht sogar dem Verhalten was ich erwarte, wenn ich meine Maus über einem abgeschnittenen Text schweben lasse - dass er mir in einer Art Tooltipp angezeigt wird. Ich kann die Kritik auch hier nicht nachvollziehen.

                                  Beispiel Windows-Explorer:
                                  Früher[tm] zeigte er in der Statuszeile an, wieviel Speicherplatz mehrere markierte Dateien in Summe belegen. Heute nur noch Detailinformationen über die markierten Dateien, die ich in den meisten Fällen nicht wissen will.

                                  Sicher?

                                  Dateigröße in Summe

                                  Informationen, die du nicht bekommen willst, kannst du auch über die globalen Ordneroptionen deaktivieren. Die Dateigröße (und damit automatisch die Summe bei mehreren Dateien) ist standardmäßig aktiviert.

                                  Früher[tm] war beim Drücken von F2 (Umbenennen) der gesamte Dateiname markiert, jetzt ist die Extension von der Markierung ausgenommen, und man bekommt Doppel-Extensions, weil man sie ja instinktiv beim Eingeben des neuen Namens wieder mit eingibt (ganz zu schweigen davon, dass es deutlich umständlicher geworden ist, die Extension mit umzubenamsen).

                                  Ja, das ist aber lediglich dem Umstand geschuldet, dass der Normalanwender (und damit die Standardkonfiguration) die extensions ausgeblendet halten - und das ist tatsächlich nur ein Versuch, den technischen Hintergrund für diejenigen rauszunehmen, die den gar nicht wissen wollen (alle anderen können es sich ja anders einstellen). Das war im Übrigen auch schon unter Windows XP Standardeinstellung.

                                  Und was die Sache mit F2 angeht: Wie oft kommt es vor, dass man die Extension einer Datei ändert? Genau. Sehr selten. Und wenn, dann tut man das, weil man es bewusst tun möchte. Wenn F2 nur den Namen und nicht die Extension markiert, dann beugt das dem vor, dass man aus Versehen die Extension mitlöscht. Es macht doch durchaus Sinn, den Namensteil einer Datei, der so gut wie nie verändert wird, beim Umbenennen standardmäßig nicht mit zu markieren, denn gewöhnlich bleibt er gleich.

                                  Dass das nicht deiner Gewohnheit entspricht heist nicht unbedingt, dass das Feature schlecht ist - im Gegenteil, deine Gewohnheit hat sich so entwickelt, weil das Komfortfeature bisher nicht zur Verfügung stand. Für alle, die diese Gewohnheit nicht so entwickelt haben, ist das aktuelle Verhalten ein deutliches Plus in der usability!

                                  Früher[tm] klickte man ein Verzeichnis mit der rechten Maustaste an und wählte dann "Suchen" aus dem Kontextmenü, und dann konnte man Dateien anhand verschiedenster Merkmale suchen (Größe, Timestamp, Attribute, natürlich auch Name). Heute hat man nur noch das Suchfeld oben rechts, in dem man Fragmente des Namens eingeben kann. Andere Suchkriterien? Nicht mehr "in".

                                  Ob die Suche früher standardmäßig mehr konnte als Ort, Größe, Timestamp und Name will ich so dahinstellen - aus Windows XP kann ich mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass mehr möglich gewesen wäre.

                                  Und deine weiteren Behauptungen zu anderen Suchkriterien sind leider falsch. Man kann nach wie vor nach Ort, Größe, Timestamp und Name suchen. Der Ort bestimmt sich danach, von welchem Ort im Explorer aus du die Suche startest - definitiv komfortabler, als den Ort eintippen zu müssen, denn so gut wie immer befindet man sich auf der manuellen Suche ja sowieso schon an diesem Ort. Der Dateiname ist sehr offensichtlich als Suchkriterium verwendbar. Und für Größe und Timestamp gibt es Suchfilter, die sich durch einen einfachen Klick auf das Lupensymbol hinzufügen lassen.

                                  Keinerlei Funktionsdowngrade, nur eine integriertere Einbindung in den Windows Explorer.

                                  Suchfilter

                                  Ich könnt' noch weitermachen, aber ich glaub, mir wird gerade übel ...

                                  Ich bitte darum - denn bisher kamen lediglich Argumente, die entweder davon zeugen, dass du Windows 7 nicht lange genug getestet hast, oder die darauf beruhen, dass Windows 7 deine Gewohnheiten, die du aus anderen Betriebssystemen hast, nicht eins zu eins umsetzt - ohne Betrachtung dessen, welches der beiden Betriebssysteme dabei die besseren Argumente für seinen Weg vorzuweisen hat.

                                  Klar muss man kein Fan von Windows 7 sein, ich bin aber ziemlich sicher, dass dein sehr hartes Urteil mitunter daran liegt, dass du Windows 7 nicht genug Zeit auf deinem Rechner eingeräumt hast, um dich daran so zu gewöhnen, dass du deinen Windows-XP-Workflow erreichst (immerhin ist der ja über Jahre trainiert).

                                  Nein, das ist der falsche Approach. Nicht ich will mich an den vom System vorgegebenen Workflow anpassen (das ist nämlich der eigentliche Knackpunkt), sondern das System hat sich an meinen Workflow anzupassen bzw. muss entsprechend anpassbar sein. Das war in XP schon grenzwertig, aber gerade noch akzeptabel.

                                  Ich widerspreche vollkommen. Das ist genau der richtige Approach - solange wir über Windows sprechen. Kein Windows jemals kann diesem Anspruch genügen, sich einem Workflow anzupassen, der unter einem anderen System erlernt wurde. Dazu braucht es ein hochgradig konfigurierbares System (wie Linux), aber diesen Anspruch kann kein Windows erfüllen. Nicht Windows 2000, nicht Windows XP, nicht Windows 7.

                                  Aus meiner Sicht war die beste Windows-Version aller Zeiten eindeutig Windows 2000 - in puncto Stabilität, Zuverlässigkeit, aber vor allem auch Usability. Danach ging's ziemlich schnell bergab.

                                  Zu Stabilität und Zuverlässigkeit kann ich nichts sagen. Was Usability angeht halte ich das für eine hochgradigst subjektive Meinung - ich glaube nicht, dass du dafür objektive Argumente findest, die nicht für dich, sondern für einen Nutzer gelten, der zum ersten Mal vor einem PC sitzt.

                                  Ich will vielleicht sogar noch ein bisschen weitergehen - erlaube mir eine gewisse Überspitzung - und es tut mir leid sollte ich dir zu nahe treten, aber manche Aussagen schreien geradezu danach: Ich habe eher den Eindruck, als wenn Windows 2000 nicht das beste Windows aller Zeiten war, sondern eine ziemliche Katastrophe, da es dich dazu gebracht hat, "schlechte" Gewohnheiten zu entwickeln.

                                  Hättest du gesagt "für mich war Windows 2000 ideal" oder "ich habe mich an die Umsetzung in Windows 2000 gewöhnt und kann damit am besten umgehen" hätte ich nie und nimmer widersprochen, aber objektiv betrachtet (und deine Aussagen suggerieren Objektivität) kann ich dir auf keinen Fall zustimmen.

                                  Grüße,

                                  RIDER

                                  -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
                                  Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

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                                  1. Hallo,

                                    die Taskleiste (Superbar), die die Schnellzugriffliste und die Taskliste vereint.

                                    Die ist für mich ein Beispiel von PITA. Allein schon wenn ich versuche, die Startparameter eines an der Taskleiste angehefteten Programms zu verändern. Rechtsklick, Eigenschaften? Pfeifadeckl!

                                    Das Problem verstehe ich nicht ;) Die "Anheftungen" in der Taskleiste sind nichts weiteres als (eigenständige) Verknüpfungen, die - wie jede andere Verknüpfung - eben und sehr wohl mit Rechtsklick, Eigenschaften bearbeitet werden können, auch hinsichtlich Startparameter ;) Der einzige Unterschied ist, dass es nicht einen Rechtsklick braucht, sondern zwei

                                    also umständlicher als vorher.

                                    das ist dem geschuldet, dass die Standardaktion bei Rechtsklick ist, eine Liste der zuletzt mit dem Programm ausgeführten Dateien sowie Shortcuts zu wichtigen Funktionen bereitzustellen - in dieser Liste findet sich unterhalb eines Trennstrichs aber auch die eigentliche Verknüpfung, die wie jede andere Verknüfung bearbeitet werden kann.

                                    Dann ist das auf dem Win7-PC, den ich benutzen darf, anscheinend per Group Policy wegkonfiguriert worden.

                                    Dieses von dir beschriebene Problem gibts also gar nicht. Das ist lediglich ein Indiz dafür, dass du dir nicht die Zeit genommen hast zu verstehen, wie dieses System funktioniert.

                                    Das will ich auch gar nicht - ich will das System so einrichten können, wie ich funktioniere.

                                    Und dieses Auflisten der gruppierten Taskleisten-Einträge passiert auch, wenn man die Gruppierung eigentlich dekativiert hat und für jedes offene Fenster einen eigenen Button anzeigen lässt. Extrem sinnvoll. :-(

                                    Dass das nicht sinnvoll ist gebe ich zu. Keine Frage. Das liegt aber nicht an Windows, sondern an deiner Konfiguration (zumindest wenn wir über die Vorschaubilder sprechen).

                                    Tun wir nicht. Vorschaubilder gibt's nur mit full-fledged Aero.

                                    Wenn du Aero deaktivierst (z.B. indem du die Darstellung Windows klassisch wählst) gibt es auch keine Vorschaubilder mehr und ohne Gruppierung taucht auch die Auflistung nicht auf, wenn du draufklickst. Du hast Recht, dass weiterhin eine Auflistung (dann mit einem Eintrag und ausschließlich dem Titeltext des Fensters) auftaucht, wenn du die Maus über dem Eintrag schweben lässt. Das wiederum ist aber sinnvoll

                                    Nö. Zumindest kann ich darin für mich keinen Sinn erkennen.

                                    denn du kannst damit a) das Fenster schließen ohne es zuerst in den Fokus holen zu müssen

                                    Rechtsklick auf den Button, "Schließen". Bei cleveren UIs auch Mittelklick, fertig.

                                    Das entspricht sogar dem Verhalten was ich erwarte, wenn ich meine Maus über einem abgeschnittenen Text schweben lasse - dass er mir in einer Art Tooltipp angezeigt wird.

                                    Richtig, hat der Windows-Explorer früher auch gemacht, wenn die Spalte so schmal war, dass der Dateiname nicht komplett angezeigt werden konnte. Hat er jetzt wohl auch nicht mehr nötig.

                                    Beispiel Windows-Explorer:
                                    Früher[tm] zeigte er in der Statuszeile an, wieviel Speicherplatz mehrere markierte Dateien in Summe belegen. Heute nur noch Detailinformationen über die markierten Dateien, die ich in den meisten Fällen nicht wissen will.

                                    Sicher?

                                    Ja, sicher. Dein Screenshot weicht deutlich von meiner Erfahrung ab.

                                    Informationen, die du nicht bekommen willst, kannst du auch über die globalen Ordneroptionen deaktivieren. Die Dateigröße (und damit automatisch die Summe bei mehreren Dateien) ist standardmäßig aktiviert.

                                    Da habe ich wissentlich nichts vom Default abweichendes eingestellt.

                                    Früher[tm] war beim Drücken von F2 (Umbenennen) der gesamte Dateiname markiert, jetzt ist die Extension von der Markierung ausgenommen, und man bekommt Doppel-Extensions, weil man sie ja instinktiv beim Eingeben des neuen Namens wieder mit eingibt (ganz zu schweigen davon, dass es deutlich umständlicher geworden ist, die Extension mit umzubenamsen).

                                    Ja, das ist aber lediglich dem Umstand geschuldet, dass der Normalanwender (und damit die Standardkonfiguration) die extensions ausgeblendet halten

                                    Und das ist galoppierender Blödsinn!! Die Extension ist integraler Bestandteil des Namens, dessen historischer Zweck es war, dem Benutzer Aufschluss über Zweck und Typ der Datei zu geben. Erst sehr viel später hat es sich ergeben, dass auch das GUI selbst sich daran orientiert. Es ist daher im Ansatz schon falsch, diese Information vor dem Nutzer zu verbergen, zumal die Ersatz-Info durch das Symbol oft mehrdeutig ist.

                                    Das war im Übrigen auch schon unter Windows XP Standardeinstellung.

                                    Ich weiß, das war schon unter Windows 98 Standard. Davon wird's aber nicht besser oder richtiger.

                                    Und was die Sache mit F2 angeht: Wie oft kommt es vor, dass man die Extension einer Datei ändert? Genau. Sehr selten.

                                    Nö. Bei mir relativ oft. Beispiel: Ein Programm erzeugt ein Protokoll mit der Extension .txt, von der Struktur her ist es aber CSV. Also soll es bitte auch so heißen. Bei reinen Textdokumenten verwende ich die Extension auch gern, um eine differenziertere Information zu vermitteln als einfach "Text", etwa die Sprache. So heißt ein Dokument bei mir beispielsweise gern mal "lyrics.de" oder "lyrics.en".

                                    Dass das nicht deiner Gewohnheit entspricht heist nicht unbedingt, dass das Feature schlecht ist - im Gegenteil, deine Gewohnheit hat sich so entwickelt, weil das Komfortfeature bisher nicht zur Verfügung stand.

                                    Weil es meinem üblichen Workflow entgegenstehen würde.

                                    Früher[tm] klickte man ein Verzeichnis mit der rechten Maustaste an und wählte dann "Suchen" aus dem Kontextmenü, und dann konnte man Dateien anhand verschiedenster Merkmale suchen (Größe, Timestamp, Attribute, natürlich auch Name). Heute hat man nur noch das Suchfeld oben rechts, in dem man Fragmente des Namens eingeben kann. Andere Suchkriterien? Nicht mehr "in".

                                    Ob die Suche früher standardmäßig mehr konnte als Ort, Größe, Timestamp und Name will ich so dahinstellen - aus Windows XP kann ich mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass mehr möglich gewesen wäre.

                                    In XP war die Suche ja gegenüber 98 und 2000 schon deutlich beschränkt. So hat XP beispielsweise Systemdateien prinzipiell von der Suche ausgeschlossen, und auch die Suche im Dateiinhalt hat in vielen Fällen nicht wie erwartet funktioniert.

                                    Und deine weiteren Behauptungen zu anderen Suchkriterien sind leider falsch. Man kann nach wie vor nach Ort, Größe, Timestamp und Name suchen. Der Ort bestimmt sich danach, von welchem Ort im Explorer aus du die Suche startest

                                    Das war ja schon immer so. Ich wusste gar nicht, dass man bei früheren Versionen einen abweichenden Startpunkt für die Suche eingeben konnte.

                                    Der Dateiname ist sehr offensichtlich als Suchkriterium verwendbar. Und für Größe und Timestamp gibt es Suchfilter, die sich durch einen einfachen Klick auf das Lupensymbol hinzufügen lassen.

                                    Wuah! Hidden Features! Wie hinterhältig ist das denn??

                                    Keinerlei Funktionsdowngrade, nur eine integriertere Einbindung in den Windows Explorer.

                                    Muss ich bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren.

                                    Ich könnt' noch weitermachen, aber ich glaub, mir wird gerade übel ...

                                    Ich bitte darum - denn bisher kamen lediglich Argumente, die entweder davon zeugen, dass du Windows 7 nicht lange genug getestet hast

                                    Das mag sein, reicht mir aber schon als KO-Kriterium.

                                    oder die darauf beruhen, dass Windows 7 deine Gewohnheiten, die du aus anderen Betriebssystemen hast, nicht eins zu eins umsetzt

                                    Und das ist ein zweites KO-Kriterium, wenn es sich nicht so einstellen lässt, dass es auf meine Vorlieben und Gewohnheiten passt. Ich verlange ja gar nicht viel - eigentlich nur, dass das System in vielen Situation einfach nichts tut.

                                    Und was das Weitermachen betrifft: Am Freitag darf ich mich wieder mit einer Windows-7-PC rumärgern, da habe ich am Abend bestimmt wieder reichlich Munition.

                                    Nein, das ist der falsche Approach. Nicht ich will mich an den vom System vorgegebenen Workflow anpassen (das ist nämlich der eigentliche Knackpunkt), sondern das System hat sich an meinen Workflow anzupassen bzw. muss entsprechend anpassbar sein. Das war in XP schon grenzwertig, aber gerade noch akzeptabel.

                                    Ich widerspreche vollkommen. Das ist genau der richtige Approach - solange wir über Windows sprechen.

                                    Nein. Die Arbeitsumgebung muss sich dem Arbeiter anpassen (können), nicht umgekehrt.

                                    Kein Windows jemals kann diesem Anspruch genügen, sich einem Workflow anzupassen, der unter einem anderen System erlernt wurde. Dazu braucht es ein hochgradig konfigurierbares System (wie Linux), aber diesen Anspruch kann kein Windows erfüllen. Nicht Windows 2000, nicht Windows XP, nicht Windows 7.

                                    Windows 98 und 2000 waren in den meisten Punkten noch so "unobtrusive", dass sie es konnten - nämlich indem sie in vielen Situationen einfach gar keine Aktion angeboten haben (einfach das Maul gehalten haben), anstatt mich mit irgendwelchen gut gemeinten Hilfen zu belästigen. Gut gemeint ist nämlich oft das Gegenteil von gut gemacht.

                                    Aus meiner Sicht war die beste Windows-Version aller Zeiten eindeutig Windows 2000 - in puncto Stabilität, Zuverlässigkeit, aber vor allem auch Usability. Danach ging's ziemlich schnell bergab.

                                    Zu Stabilität und Zuverlässigkeit kann ich nichts sagen. Was Usability angeht halte ich das für eine hochgradigst subjektive Meinung - ich glaube nicht, dass du dafür objektive Argumente findest, die nicht für dich, sondern für einen Nutzer gelten, der zum ersten Mal vor einem PC sitzt.

                                    Für den spreche ich auch nicht, ich sagte ganz bewusst: "Aus meiner Sicht"

                                    Ich will vielleicht sogar noch ein bisschen weitergehen - erlaube mir eine gewisse Überspitzung - und es tut mir leid sollte ich dir zu nahe treten, aber manche Aussagen schreien geradezu danach: Ich habe eher den Eindruck, als wenn Windows 2000 nicht das beste Windows aller Zeiten war, sondern eine ziemliche Katastrophe, da es dich dazu gebracht hat, "schlechte" Gewohnheiten zu entwickeln.

                                    Nein. Es war einfach erfreulich unauffällig. Es hat sich nicht in meinen Workflow eingemischt, hat nicht an -zig Ecken versucht, mir irgendwas anzubieten - es hat einfach funktioniert, wo es sollte, und sich ansonsten nicht bemerkbar gemacht. So soll es für mich sein.
                                    Mit dem Wissen, dass ich mir bestimmte Hilfestellungen geben lassen kann, wenn ich das explizit will, oder mir auch mit cleveren Scripten bestimmte Arbeiten erleichtern kann, aber - und das ist mir eben wichtig - nur, wenn ich das ausdrücklich will. Eine unaufgefordert gegebene Hilfestellung ist in den allermeisten Fällen ein Ärgernis.

                                    So long,
                                     Martin

                                    1. Aloha ;)

                                      Der einzige Unterschied ist, dass es nicht einen Rechtsklick braucht, sondern zwei

                                      also umständlicher als vorher.

                                      Ja, wenn man den Vergleich "umständlicher" zwischen einem neuen Feature, das zwei alte Features ablöst, und einem der alten Features zulassen will.

                                      Dieses von dir beschriebene Problem gibts also gar nicht. Das ist lediglich ein Indiz dafür, dass du dir nicht die Zeit genommen hast zu verstehen, wie dieses System funktioniert.

                                      Das will ich auch gar nicht - ich will das System so einrichten können, wie ich funktioniere.

                                      Dass das unter Windows (und schätzungsweise in der Mac-Welt genauso) gar nicht möglich ist, habe ich ja schon erwähnt. Wo Designentscheidungen und optische/UI-Features fest in ein System integriert sind, ist es gar nicht möglich, sich ein System auf seine Bedürfnisse einzurichten. Dann kann man allenfalls das Glück haben, dass das fragliche System schon von Haus aus den eigenen Erwartungen genügt - die subjektive Passung ist dann aber sicher kein Merkmal, welches das Betriebssystem zu einem objektiv besseren macht.

                                      Nö. Zumindest kann ich darin für mich keinen Sinn erkennen.

                                      denn du kannst damit a) das Fenster schließen ohne es zuerst in den Fokus holen zu müssen

                                      Rechtsklick auf den Button, "Schließen". Bei cleveren UIs auch Mittelklick, fertig.

                                      Nur weil es auch anders geht heißt es nicht, dass es nicht vielleicht trotzdem smart ist, die Funktion noch an anderer Stelle passend anzubieten :P

                                      Das entspricht sogar dem Verhalten was ich erwarte, wenn ich meine Maus über einem abgeschnittenen Text schweben lasse - dass er mir in einer Art Tooltipp angezeigt wird.

                                      Richtig, hat der Windows-Explorer früher auch gemacht, wenn die Spalte so schmal war, dass der Dateiname nicht komplett angezeigt werden konnte. Hat er jetzt wohl auch nicht mehr nötig.

                                      Jetzt drehst du dich aber im Kreis argumentativ ;) Also ist es ja doch ein sinnvolles Feature, wenn du an anderer Stelle das Fehlen bemängelst (was ich jetzt nicht nachprüfen werde, einmal extra Windows zu booten um Bildbeweise zu liefern war mir schon genug PITA :P)

                                      Ja, sicher. Dein Screenshot weicht deutlich von meiner Erfahrung ab. Da habe ich wissentlich nichts vom Default abweichendes eingestellt.

                                      ;) FYI: Die Screenshots stammen vom PC meiner Frau, den ich extra dafür angeworfen habe. Der ist Windows 7 Home Premium, 64bit und relativ neu installiert; an der Konfiguration wurde definitiv gar nichts verändert, wenn man mal vom Hintergrundbild absieht.

                                      Und das ist galoppierender Blödsinn!! Die Extension ist integraler Bestandteil des Namens, dessen historischer Zweck es war, dem Benutzer Aufschluss über Zweck und Typ der Datei zu geben. Erst sehr viel später hat es sich ergeben, dass auch das GUI selbst sich daran orientiert. Es ist daher im Ansatz schon falsch, diese Information vor dem Nutzer zu verbergen, zumal die Ersatz-Info durch das Symbol oft mehrdeutig ist.

                                      Ja, ursprünglich mal war das so. Ursprünglich, als zum PC-Bedienen technische Grundkenntnisse Voraussetzung waren. Diese Zeiten sind vorbei. Die Nutzerbasis wird zur gravierenden Mehrheit heute von Menschen gestellt, die keine bis kaum technische Kenntnisse besitzen. Außerdem stimmt es nicht, dass diese Information verborgen wird und nur durch das unzulängliche Symbol angezeigt wird. In der Listenansicht und im vorher schon diskutierten Detailbereich wird die Information als deskriptiver String wiedergegeben, mit dem ein technisch nicht-affiner Nutzer mehr anfangen kann als mit der Extension.

                                      Und es kommt noch schlimmer (nicht-ironisch): Die Mehrdeutigkeit des Symbols ist auch noch vollkommen egal, weil es den 0815-PC-Bediener nicht interessiert, ob es ein JPEG-Bild oder ein PNG-Bild ist.

                                      Das, was da dahintersteht, nämlich die Reduktion der Anzeige auf das, was der Durchschnittsbenutzer wissen will, ist für Menschen wie dich und mich sicher nichts gutes. Dafür gibts für Menschen wie dich und mich aber auch die Einstellmöglichkeiten, die extensions wieder herzuholen.

                                      Was ich sagen will: Das sind die ganz normalen Abstriche (bzw. Mehr-Aufwand für sinnvolle Konfiguration für uns), die man machen muss, wenn ein System heutzutage auch massentauglich sein soll. Das ist nervig, aber nichts Schlimmes.

                                      Das war im Übrigen auch schon unter Windows XP Standardeinstellung.

                                      Ich weiß, das war schon unter Windows 98 Standard. Davon wird's aber nicht besser oder richtiger.

                                      Nein, aber dein ursprüngliches Hauptthema war der Vergleich zwischen Windows 7 und Windows 2000/XP, deshalb ist dieses Argument schon relevant.

                                      Und was die Sache mit F2 angeht: Wie oft kommt es vor, dass man die Extension einer Datei ändert? Genau. Sehr selten.

                                      Nö. Bei mir relativ oft. Beispiel: Ein Programm erzeugt ein Protokoll mit der Extension .txt, von der Struktur her ist es aber CSV. Also soll es bitte auch so heißen. Bei reinen Textdokumenten verwende ich die Extension auch gern, um eine differenziertere Information zu vermitteln als einfach "Text", etwa die Sprache. So heißt ein Dokument bei mir beispielsweise gern mal "lyrics.de" oder "lyrics.en".

                                      Ja. Ganz genau meine These. Wie oft ändert man den Typ einer Datei? Genau so oft wie du schilderst. Maximal einmal. Denn die extension sagt etwas über die formale Ebene des Inhalts aus - und die ändert sich nicht. Was sich sehr wohl öfters ändern kann ist der Dateiname ohne Extension, der den Inhalt auf, naja, inhaltlicher Ebene beschreibt.

                                      Während mir haufenweise Beispiele einfallen, in denen es sinnvoll ist, den Dateinamen ohne Extension gleich mehrfach im livecycle einer Datei zu ändern, will mir kein Beispiel einfallen, bei dem es sinnvoll ist, die extension einer Datei mehr als einmal zu ändern. Gerade Durchschnittsbenutzer ändern Dateinamen oft zigmal, wollen dabei aber kein einziges Mal die Extension mitändern - im Gegenteil. Wenn ihnen das aus Versehen passieren würde wäre das Geschrei sehr groß, weil das Word-Dokument auf einmal nicht mehr von selber in Word aufgeht.

                                      Dass das nicht deiner Gewohnheit entspricht heist nicht unbedingt, dass das Feature schlecht ist - im Gegenteil, deine Gewohnheit hat sich so entwickelt, weil das Komfortfeature bisher nicht zur Verfügung stand.

                                      Weil es meinem üblichen Workflow entgegenstehen würde.

                                      Der sich überhaupt erst so entwickelt hat, weil die Umstände so waren. Da dreht man sich schnell im Kreis.

                                      Der Dateiname ist sehr offensichtlich als Suchkriterium verwendbar. Und für Größe und Timestamp gibt es Suchfilter, die sich durch einen einfachen Klick auf das Lupensymbol hinzufügen lassen.

                                      Wuah! Hidden Features! Wie hinterhältig ist das denn??

                                      Hidden Features? :D Hab ich nur die Ironie-Tags übersehen? Wo erwartest du Suchfilter sonst, wenn nicht beim Klick auf das Such-Icon/Suchfeld? (BTW: du musst nichtmal die Lupe klicken, ein Klick ins Suchfeld reicht schon)

                                      Das mag sein, reicht mir aber schon als KO-Kriterium. [...] Und das ist ein zweites KO-Kriterium, wenn es sich nicht so einstellen lässt, dass es auf meine Vorlieben und Gewohnheiten passt. Ich verlange ja gar nicht viel - eigentlich nur, dass das System in vielen Situation einfach nichts tut.

                                      Das ist ja auch voll okay. Ich will dir ja auch nicht Windows 7 empfehlen (Gott bewahre, ich empfehle niemandem Windows, wenn er auch Linux akzeptiert), sondern nur die Vehemenz der Ablehnung bzw. die von dir vorgebrachten Argumente etwas relativieren.

                                      Und was das Weitermachen betrifft: Am Freitag darf ich mich wieder mit einer Windows-7-PC rumärgern, da habe ich am Abend bestimmt wieder reichlich Munition.

                                      Glaub ich dir ;) Wenn man Linux-Maßstäbe anlegt ist es ja auch ein reiner Sumpf.

                                      Ich widerspreche vollkommen. Das ist genau der richtige Approach - solange wir über Windows sprechen.

                                      Nein. Die Arbeitsumgebung muss sich dem Arbeiter anpassen (können), nicht umgekehrt.

                                      Der jumping point war das Sprechen über Windows, und kein Windows war je in der Lage, sich dem Arbeiter anzupassen.

                                      Windows 98 und 2000 waren in den meisten Punkten noch so "unobtrusive", dass sie es konnten - nämlich indem sie in vielen Situationen einfach gar keine Aktion angeboten haben (einfach das Maul gehalten haben), anstatt mich mit irgendwelchen gut gemeinten Hilfen zu belästigen.

                                      Ja. Das ist aber nur ein glücklicher Zufall (oder auch nicht so ganz zufällig, deine Gewohnheiten/Erwartungen haben sich ja auch irgendwo entwickelt) und kein Feature des Betriebssystems.

                                      Gut gemeint ist nämlich oft das Gegenteil von gut gemacht.

                                      FACK.

                                      Was Usability angeht halte ich das für eine hochgradigst subjektive Meinung - ich glaube nicht, dass du dafür objektive Argumente findest, die nicht für dich, sondern für einen Nutzer gelten, der zum ersten Mal vor einem PC sitzt.

                                      Für den spreche ich auch nicht, ich sagte ganz bewusst: "Aus meiner Sicht"

                                      War mir im Prinzip schon klar, nur schwingt in deiner Argumentationsweise oft ein Anspruch auf Objektivität mit (zumindest für mich, z.B. wenn du ein Feature als fehlend oder falsch umgesetzt beklagst) - und diese mitschwingende Objektivität in den Argumenten ist letztendlich auch das einzige, was ich bestreite.

                                      Wie gesagt: Das versteht sich jetzt nicht als Fürsprache für Windows (7) oder als Gegenrede zu deiner persönlichen Meinung, sondern mehr als Versuch, auch eine andere Sichtweise hier mit Argumenten zu Wort kommen zu lassen.

                                      Ich bin ja bekanntlich sowieso schon lange Linux-Fan und seit kurzem jetzt auch bis auf das Notwendigste von Windows weg.

                                      Mein Hauptkritikpunkt an Windows 7 (das ist aber eher nicht 7-spezifisch sondern Windows-spezifisch): Ich hatte den Rechner erst mit großer Sorgfalt neu aufgesetzt und sehr darauf geachtet, was so alles auf den Rechner kommt. Trotzdem wurde er auch nach kurzer Zeit schon spürbar langsamer, vor allem nach dem Hochfahren. Das war für mich eins der größeren No-Go's.

                                      Grüße,

                                      RIDER

                                      -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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                                      1. Hey ihr beiden,

                                        ich glaube, wir brauchen ein „Windows-Selbsthilfe“-Subforum ;-)

                                        LG,
                                        CK

                                        -- CK kennt Wayne
                                  2. Hallo

                                    Allein schon wenn ich versuche, die Startparameter eines an der Taskleiste angehefteten Programms zu verändern. Rechtsklick, Eigenschaften? Pfeifadeckl!

                                    Das Problem verstehe ich nicht ;) Die "Anheftungen" in der Taskleiste sind nichts weiteres als (eigenständige) Verknüpfungen, die - wie jede andere Verknüpfung - eben und sehr wohl mit Rechtsklick, Eigenschaften bearbeitet werden können, auch hinsichtlich Startparameter ;) Der einzige Unterschied ist, dass es nicht einen Rechtsklick braucht, sondern zwei;

                                    Nicht, dass ich alle Tricks kennte, aber ich komme, egal, wie oft ich, in welchen Kombinationen auch immer, rechts oder auch links klicke, um's Verrecken nicht an die Eigenschaften der Verknüpfung. Das Menü (hier das des Firefox), sieht immer und ewig so aus, wie in folgendem Screenshot zu sehen.

                                    Kontextmenü einer unter Win7 angehefeten Verknüpfung

                                    Tschö, Auge

                                    -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
                                    Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
                                    1. Aloha ;)

                                      Nicht, dass ich alle Tricks kennte, aber ich komme, egal, wie oft ich, in welchen Kombinationen auch immer, rechts oder auch links klicke, um's Verrecken nicht an die Eigenschaften der Verknüpfung. Das Menü (hier das des Firefox), sieht immer und ewig so aus, wie in folgendem Screenshot zu sehen.

                                      Kontextmenü einer unter Win7 angehefeten Verknüpfung

                                      Ich verrats dir ;) Rechtsklick auf das Firefox-Symbol innerhalb der Liste (das ist faktisch die Verknüpfung mit all ihren Eigenschaften). Das im untersten Bereich, das dritte Symbol von unten.

                                      [Screenshot kommt noch per edit hinterher]

                                      Grüße,

                                      RIDER

                                      -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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                                      1. Hallo

                                        Ich verrats dir ;) Rechtsklick auf das Firefox-Symbol innerhalb der Liste (das ist faktisch die Verknüpfung mit all ihren Eigenschaften).

                                        Zur Kenntnis genommen.

                                        Tschö, Auge

                                        -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
                                        Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
                                      2. Hi,

                                        Nicht, dass ich alle Tricks kennte, aber ich komme, egal, wie oft ich, in welchen Kombinationen auch immer, rechts oder auch links klicke, um's Verrecken nicht an die Eigenschaften der Verknüpfung. Das Menü (hier das des Firefox), sieht immer und ewig so aus, wie in folgendem Screenshot zu sehen.

                                        Kontextmenü einer unter Win7 angehefeten Verknüpfung

                                        Ich verrats dir ;) Rechtsklick auf das Firefox-Symbol innerhalb der Liste (das ist faktisch die Verknüpfung mit all ihren Eigenschaften). Das im untersten Bereich, das dritte Symbol von unten.

                                        ich sag's ja, Hidden Features! Oder würde jemand da ohne Hinweis drauf kommen? *schnauf*

                                        [Screenshot kommt noch per edit hinterher]

                                        Lass stecken, glaub ich dir nach der Erklärung auch so. :-)

                                        Apropos Hidden Features: Vor ein paar Wochen bin ich schier wahnsinnig geworden, als ich durch die Company Policy aufgefordert wurde, mein Windows-Kennwort zu ändern.
                                        Ich drücke also Ctrl-Alt-Del, wähle "Kennwort ändern", und gebe dann ein ...
                                        Altes Kennwort <tab> Neues Kennwort <tab> Neues Kennwort nochmal <return>

                                        Das Kennwort-Fenster schließt sich und alles ist paletti. Dachte ich. Beim nächsten Login wollte ich michmit dem neuen Passwort anmelden - Fehlanzeige. Vertippt? Nochmal. Nochmal Fehlanzeige. Einer Eingebung folgend mit dem alten Kennwort versucht - tadaa!

                                        Okay, die Änderung des Passworts ist also nicht durchgeführt worden. Hab ich das also erneut versucht. Diesmal fiel mir auf, dass unter den Passwort-Eingabefeldern zwar ein Abbrechen-Button war, aber nirgends ein OK. Hatte ich also mit meinem intuitiven Enter-Drücken die einzig mögliche Art erwischt? Nein, Kennwort wurde wieder nicht geändert.
                                        Der Verzweiflung nahe habe ich dann einen Kollegen gefragt, wo denn da der Trick sei. "Du musst da unten rechts auf den Pfeil klicken", erklärte er mir, als sei das das Normalste der Welt.
                                        Hallo Microsoft?? Geht's noch?

                                        So long,
                                         Martin

                                        1. Aloha ;)

                                          Ich verrats dir ;) Rechtsklick auf das Firefox-Symbol innerhalb der Liste (das ist faktisch die Verknüpfung mit all ihren Eigenschaften). Das im untersten Bereich, das dritte Symbol von unten.

                                          ich sag's ja, Hidden Features! Oder würde jemand da ohne Hinweis drauf kommen? *schnauf*

                                          Ich gebs zu, das ist nicht offensichtlich :D Aber ich bin auch ohne Hinweis draufgekommen, ich bin allgemein eher der trial-and-error-Typ und irgendwann klappt dann immer das was ich haben will ;)

                                          Man setzt in dem Fall halt drauf, dass die Verknüpfung in der Liste als Verknüpfung erkannt wird... Das grundsätzliche Problem wird sein, dass es da keinen so rechten Königsweg gibt, weil man mit der Verknüpfung funktional noch viel mehr machen kann als nur auf die Eigenschaften zugreifen, d.h. die Verknüpfung in der Liste durch "Eigenschaften" zu ersetzen reicht halt wahrscheinlich nicht... Und die Rechtsklick-Möglichkeiten (Aufgaben, Häufig), die die Programme bieten schätze ich tatsächlich sehr als vereinfachte Bedienung - und vermisse es jetzt unter Linux, da die Implementation der superbar als Cinnamon-Applet das leider, leider nicht kann (und vermutlich auch nie können wird, weil ich davon ausgehe, dass der Effekt unter Windows davon kommt, dass die Programme extra darauf getrimmt wurden).

                                          Hallo Microsoft?? Geht's noch?

                                          Au ja, sowas kenne ich auch. Windows ist ja "privat" schon echt suboptimal, aber in einem Unternehmen, wenn da auch noch die Company-Policy und das Windows-Netzwerk und der Windows-Server oder (an Schulen *gern* gesehen) so Gedöns wie Novell mitmischt, dann wird es echt unerträglich...

                                          Grüße,

                                          RIDER

                                          -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
                                          Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

                                          # Facebook # Twitter # Steam # YouTube # Self-Wiki #

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                              2. Tach,

                                Wenn ich jetzt aber eine Software entwickle, die nicht aus fremdem geistigem Eigentum besteht, sondern komplett meiner Feder entspringt (unabhängig davon, was die Software tut) und diese Software, deren Rechte allein bei mir liegen, dann zum Download anbiete, mache ich mich meinem Empfinden nach nicht strafbar.

                                in diesem Land leider schon: http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__95a.html (nur Ordnungswidrigkeit und http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__108b.html (Straftat) In Kurz: die Herstellung, Vertrieb, etc. einer Software deren Zweck es ist einen Kopierschutz zu umgehen, die nicht ausschließlich für dich (und Freunde/Familie) gedacht ist, ist problematisch.

                                mfg
                                Woodfighter

                                1. Hallo und guten Tag,

                                  in diesem Land leider schon: http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__95a.html (nur Ordnungswidrigkeit und http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__108b.html (Straftat) In Kurz: die Herstellung, Vertrieb, etc. einer Software deren Zweck es ist einen Kopierschutz zu umgehen, die nicht ausschließlich für dich (und Freunde/Familie) gedacht ist, ist problematisch.

                                  Es gibt keinen rechtgültigen Kopierschutz in DE, nur diverse Verstöße gegen die Bildung krimineller Vereinigungen, Kartellabsprachen, usw. Wenn ein Hardwarehersteller in seine Hardware Funktionen einbaut, die es Softwareherstellern ermöglicht, Marktvorteile zu erringen, ist dies eine unerlaubte Absprache...

                                  Die Verbreitung von (wie auch immer) angefertigten Kopien ist hingengen gesetzlich sauber geregelt.

                                  Grüße
                                  TS

                                  1. Tach,

                                    Es gibt keinen rechtgültigen Kopierschutz in DE, nur diverse Verstöße gegen die Bildung krimineller Vereinigungen, Kartellabsprachen, usw. Wenn ein Hardwarehersteller in seine Hardware Funktionen einbaut, die es Softwareherstellern ermöglicht, Marktvorteile zu erringen, ist dies eine unerlaubte Absprache...

                                    Die Verbreitung von (wie auch immer) angefertigten Kopien ist hingengen gesetzlich sauber geregelt.

                                    ???

                                    mfg
                                    Woodfighter

                                2. Aloha ;)

                                  Wenn ich jetzt aber eine Software entwickle, die nicht aus fremdem geistigem Eigentum besteht, sondern komplett meiner Feder entspringt (unabhängig davon, was die Software tut) und diese Software, deren Rechte allein bei mir liegen, dann zum Download anbiete, mache ich mich meinem Empfinden nach nicht strafbar.

                                  in diesem Land leider schon: http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__95a.html (nur Ordnungswidrigkeit und http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__108b.html (Straftat) In Kurz: die Herstellung, Vertrieb, etc. einer Software deren Zweck es ist einen Kopierschutz zu umgehen, die nicht ausschließlich für dich (und Freunde/Familie) gedacht ist, ist problematisch.

                                  Hm, das ist interessant. Ich sehe da aber erhebliche Lücken / Grauzonen.

                                  Du hast prinzipiell schon Recht, wenn man §95a, Absatz 3.3 liest...

                                  Verboten sind die Herstellung, die Einfuhr, die Verbreitung, der Verkauf, die Vermietung, die Werbung im Hinblick auf Verkauf oder Vermietung und der gewerblichen Zwecken dienende Besitz von Vorrichtungen, Erzeugnissen oder Bestandteilen sowie die Erbringung von Dienstleistungen, die [...] hauptsächlich entworfen, hergestellt, angepasst oder erbracht werden, um die Umgehung wirksamer technischer Maßnahmen zu ermöglichen oder zu erleichtern.

                                  Und jetzt die große Lücke, die ich da sehe, wenn wir darüber reden, dass jemand ein Nutzungsrecht besitzt:

                                  Das beruht allerdings auf der Definition von "technische Maßnahmen". Der Paragraph meint damit wie in Absatz 1 "Wirksame technische Maßnahmen zum Schutz eines nach diesem Gesetz geschützten Werkes oder eines anderen nach diesem Gesetz geschützten Schutzgegenstandes".

                                  Wenn ich aber eine Lizenz zur Nutzung einer Software besitze, dann ist das bezogen auf mich als Anwender keine technische Maßnahme zum Schutz eines geschützten Werkes, da ich ja durch den Erwerb der Lizenz das Gebrauchsrecht erworben habe, ergo gegen mich gar keine technische Maßnahme zum Schutz getroffen werden kann. Wenn ich so etwas also umgehe, umgehe ich dabei gar keine technische Maßnahme zum Schutz vor der unerlaubten Nutzung - denn ich habe eine Lizenz zur Nutzung. Ich umgehe dabei die technische Maßnahme, die mich als Lizenzinhaber nötigt, eine bestimmte CD einzulegen.

                                  Wenn wir mal davon ausgehen, dass obige Argumentation legitim ist (was für mich weder eindeutig wahr noch eindeutig falsch ist), dann wäre es demnach auch nicht strafbar, etwas zu entwerfen/herzustellen, das hauptsächlich dafür gedacht ist, von Lizenzinhabern eingesetzt zu werden.

                                  Ich gebe zu, dass das ganze Ding wackelt. Allerdings irgendwie in beide Richtungen.

                                  Ich bin aber schon davon überzeugt, dass zumindest ein Teil meiner obigen Argumentation legitim ist - ich halte es für sehr gut möglich, dass man, wen eine Lizenz zur Nutzung besteht, nicht mehr von Umgehung technisch wirksamer Maßnahmen zum Schutz sprechen kann.

                                  Ich sage nicht, dass man von einem deutschen Richter nicht doch dafür verknackt werden kann ;)

                                  Grüße,

                                  RIDER

                                  -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
                                  Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

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                                  1. Tach,

                                    Ich gebe zu, dass das ganze Ding wackelt. Allerdings irgendwie in beide Richtungen.

                                    jup, die Formulierungen des Gesetzes sind schlecht (alleine schon Umgehung technisch wirksamer Maßnahmen, wären sie dies, wären sie ja nicht umgehbar), aber das hilft dir halt im Zweifelsfall erstmal nicht.

                                    mfg
                                    Woodfighter

                        2. Tach,

                          Admins tun das, normale User nicht

                          ach nein? Die normalen User, die ich im Lauf der Jahre betreut habe, taten das fast alle. Da bin ich oft gebeten worden, mal die Programmeinstellungen zu kontrollieren oder nachzubessern, "weil da vor ein paar Tagen ein Update gelaufen ist".

                          die User hätten ohne das ohne Admin also nicht selber machen können.

                          UAC istunter Vista kein Sicherheitsfeature, jedes Programm kann die Abfrage umgehen und bekommt die Rechte trotzdem.

                          Ups, ist das so?? Das ist mir neu.
                          Gilt das speziell für Vista, oder auch für Windows 7?

                          Ich glaube das galt nur für Vista; MS machte damals groß Werbung im Vorfeld, für das großartige neue Feature und musste dann zurückrudern, dass es sich dabei natürlich nicht um ein Sicherheitsfeature handeln würde und dass das auch nie so geplant gewesen wäre (ich glaube sie haben dann auch verstanden, wie unsinnig das Feature dann wäre und das Konzept entsprechend geändert, spätestens mit Win7).

                          mfg
                          Woodfighter

    4. Aloha ;)

      Nur wieder als kleine Ergänzung ;) (diesmal aber wirklich klein!) (@edit: Okay, mit klein ist leider doch nix geworden...)

      2.) Bezogen auf das RAM waren die Antworten etwas widersprüchlich. Einer von Euch hat 32 GB vorgeschlagen. Grundsätzlich wäre das kein Problem, allerdings nur dann, wenn ich wirklich einen Nutzen daraus ziehen kann. Bildbearbeitung ab und an aber eher selten, in dem Kontext tendiere ich eher zu 16 GB. Was denkt ihr?

      Wie gesagt - wenn ich es schaffe, mit 8 GB aktuelle Spiele inklusive deren Hardwarehunger bei akzeptablen FPS zu spielen, dann solltest du für deine Office-/Bildbearbeitungsaufgaben mit 16 GB locker (!) ausreichend gerüstet sein. Bei 16GB ist auch die VM imho kein wirkliches Problem mehr, denn während du in der VM tätig bist, kann dein Hauptsystem (natürlich je nachdem wie du es einsetzt) so gut wie ruhen. Wenn du auch nur die Hälfte deines Arbeitsspeichers für die VM abstellst (und du kannst im idle-Zustand sicher auch mehr dafür abstellen), dann hast du innerhalb der VM mit 8GB schon mehr als genug Arbeitsspeicher zu verfügen. Bedenke: Ich bin mal einfach so frech, davon auszugehen, dass sowohl WISO als auch die WaWi 32bit-Programme sind (kann ich mir nicht anders vorstellen; verschiedene Versionen wären zumindest für WISO viel zu umständlich) - dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Software für ein System geschrieben wurde, dass nur maximal 4GB Arbeitsspeicher haben kann. Da lachst du mit deinen 8-14GB, die du je nach Benutzungsart zeitweise in die VM stecken kannst, drüber.

      4.) Einer von euch schreibt:

      „Ich würde wine so oft wie möglich vermeiden. Das in einer virtuellen Maschine (VM-Ware ist eine der (und vermutlich nicht die Beste) Möglichkeiten dazu) laufen zu lassen, hängt halt von der verfügbaren Hardware ab.“

      Ist das nutzen einer VM-Ware so Hardwarehungrig?

      Dazu wurde schon sehr viel geschrieben. Aber noch ein kleiner Punkt dazu: Ein weiterer Vorteil der VM gegenüber Wine ist: "es funktioniert einfach". Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus ist es u.U. wirklich merklich einfacher, eine VM aufzusetzen und die Programme in ihrer nativen Umgebung laufen zu lassen, als Wine so zu konfigurieren, dass das Programm richtig läuft. Nicht falsch verstehen - ich schätze es sehr, dass es Wine gibt, und dass sich in diese Richtung was bewegt (denn wenn das mal "fertig" ist kann Windows auch bzgl. VM einpacken). Wine ist da aber noch nicht weit genug und noch nicht stabil genug - und vor allem für den Anfänger aus meiner Erfahrung heraus wirklich schwer zu durchschauen/konfigurieren.

      8.) Folgende Software nutze ich ebenfalls in Windows. Gibt es dazu eine gute Linux Alternative?

      newsbin.com

      Das weiß ich nicht, ich habe aber ein Posting im offiziellen Forum gefunden, das den Gebrauch der Software auch unter Linux propagiert und die verschiedenen Möglichkeiten ausführlich erklärt.

      9.) Abschließend noch die Frage warum DOS und Windows überhaupt so eine große Verbreitung haben? Es liegt doch auf der Hand das Linux um Welten besser ist als Windows.

      Ergänzend zu den anderen (schon sehr vollständigen Antworten): Ich glaube ja, dass wir jetzt im Moment an einen Punkt kommen, der bisher so nicht möglich war. Linux hat, wenn man so die Entwicklung speziell der letzten paar Jahre betrachtet, noch einmal viele "Kinderkrankheiten" besiegt; sowohl die Softwareunterstützung als auch die Emulationsmöglichkeiten als auch die Treiberunterstützung hat sich in den letzten Jahren nach meinem Empfinden noch einmal rasant verbessert. Viele Migrationsfragen, auf die du hier jetzt auch zu sprechen kommst, sind erst in den letzten Jahren wirklich zu lösen. Solche Fragen haben lange gerade auch Unternehmen von einem Wechsel abgehalten, so langsam werden diese Wechsel aber realisierbar. Es geschieht aktuell sogar, dass einzelne staatliche/kommunale Behörden auf Linux umgestellt werden, was vor einigen Jahren so noch nicht voraussehbar war.

      Auch in der Endanwendersparte tut sich aktuell gerade sehr viel. Was mich und sehr viele andere meiner Generation, die ja eigentlich technikaffin genug ist, um Linux problemlos bewältigen zu können, lange von einem Wechsel abgehalten hat war die bodenlos schlechte Unterstützung von Linux in der Spieleindustrie (und die Gamerszene wächst unaufhaltsam).

      Das wird gerade massiv verändert. Der Dienst Steam (der nicht zu Unrecht deutlicher Marktführer ist - man spricht von etwa 70% Marktanteil, Tendenz steigend) zeigt in letzter Zeit massive Bestrebungen, die angebotenen Spiele möglichst plattformübergreifend anzubieten (was natürlich auch daraus resultiert, dass die jüngst gestarteten Steam-Konsolen mit SteamOS auf einer eigenen Linuxdistribution basieren) - und das ohne, dass man die Spiele neu kaufen müsste.

      Ich kann als Gamer jetzt also so langsam hergehen und das Betriebssystem wechseln - und ich kann zumindest einen nicht unerheblichen Teil meiner Spiele weiter konsumieren, ohne auch nur einen weiteren Cent dafür ausgeben zu müssen, weil die Spiele über Steam ja quasi lizenzbasiert verkauft werden und nicht wie eine Retailversion OS-spezifisch.

      Auch Humblebundle und GOG (good old games), die ihre Spiele drm-frei und teilweise selbst-überarbeitet als Multiplattformprodukte zum Download anbieten sowie die rasant wachsende Indie-Szene, die sich sehr gut mit freier Software identifizieren kann, tragen dazu bei. Gerade bei den Indie-Entwicklern (Indie wie Independent) ist ja der Knackpunkt, dass die Grundsatzentscheidungen wie Multiplattformverfügbarkeit nicht mehr von einem Publisher und damit auch nicht von Nutzer-/Verkaufszahlen, sondern viel stärker von Ideologiefragen abhängt.

      Betrachtet man all diese Argumente, die Linux speziell auch in den letzten zwei Jahren seit der Ankündigung von SteamOS im Herbst 2013 für eine viel breitere Nutzerbasis a) nutzbar und b) attraktiv macht und schaut man sich dann noch an, dass Microsoft mit Windows 10 eine - wie ich es sehe - Kehrtwende in der Unternehmensphilosophie und im Vermarktungsmodell hinlegt, dann ist folgendes klar:

      Es kommen im Moment einfach verdammt viele gute Argumente dazu, einen Wechsel in Betracht zu ziehen - und durch glückliche Fügung ist bei Linux auch gerade jetzt zu dieser Zeit die entsprechende Reife erreicht, um einen Wechsel von Normalverbrauchern auf Linux einfach und fast einschränkungsfrei zu machen.

      TL;DR: Okay, ich glaube ich werde es nie schaffen kurze Antworten zu finden. Sorry. Irgendwie habe ich hier ein großes Mitteilungsbedürfnis...

      Grüße,

      RIDER

      P.S.: Persönliche Randnotiz: Nachdem ich lange Linux Mint auf dem Netbook zum reinen Arbeiten eingesetzt hatte und auf dem Desktop-PC (Gaming und Arbeit) trotz vorhandenem Dualboot immer auf Windows unterwegs war, bin ich seit einer guten halben Woche jetzt auch auf dem Desktop-PC vollständig umgestiegen (ja, Windows ist noch drauf, aber ich boote nur noch auf Windows für Spiele, die unter Linux noch nicht unterstützt werden - und jedes mal ists mir ein Graus). Vergleicht man das Mint 17.2, das ich jetzt hier betreibe mit dem Mint 16 bzw. 17, das ich vor einem Viertel Jahr hier installiert hatte, merkt man die beschriebene Entwicklung sehr krass. Beispiel Multimonitorbetrieb: Während ich mit Mint 16/17 noch Konfigurationsaufwand gehabt hätte, den ich damals gescheut habe hat Mint 17.2 sofort ohne Konfiguration den Multimonitorbetrieb gestartet. Zwei Bildschirme waren bei mir definitiv ein muss. Da hat sich innerhalb eines halben Jahres eine PITA in ein Komfortfeature verwandelt. Ähnlich bei Spielen. Während es 2013 auf Steam nur Windowsspiele und einige wenige Mac-Titel gab stehen mir jetzt von den 180 Spielen in meiner Steambibliothek schon knapp 70 Titel auf Linux zur Verfügung - Tendenz rapide steigend - und dank gemeinsam genutztem Steam-Bibliotheksordner auf einer NTFS-Platte muss ich das Gedöns nicht mal neu runterladen (die Performance muss sich da allerdings noch bewähren, das kann ich mangels Test aktuell noch nicht beurteilen).

      -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
      Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

      # Facebook # Twitter # Steam # YouTube # Self-Wiki #

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  7. Vorab: die Fragen sind nicht korrekt durchnummeriert. Im Edit-Modus habe ich die Fragen mit 1-8 durchnummeriert. Im Thread selbst werden die dann aber nicht als 1-8 dargestellt. Ein Bug oder mein Unvermögen?

    Da bin ich schonwieder mit den nächsten Folgefragen :-)...

    1. Bezogen auf die bekannten Linux Distributionen muss man ja zwischen Distributionen unterscheiden, wo ein Unternehmen dahinter sitzt und wo kein Unternehmen dahinter sitzt.
    • Debian (nur die Community)
    • Mint (nur Community)
    • Ubuntu (Canonical und die Community)
    • openSUSE (SUSE Linux GmbH und die Community)
    • usw.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sitzt hinter Debian und Mint kein Unternehmen, dass bedeutet diese Distributionen werden ausschließlich durch die Community weiterentwickelt, sprich durch freiwillige Helfer die nichts verdienen. Bei Ubuntu und openSuse wird diese ehrenamtliche Community zusätzlich noch durch die Unternehmen Canonical und die SUSE Linux GmbH unterstützt. Falls das so korrekt ist frage ich mich wie Canonical und die SUSE Linux GmbH Ihre Mitarbeiter bezahlen. Die Distributionen sind ja beide kostenfrei sprich die Firmen verdienen erstmal nichts müssen aber trotzdem Mitarbeiter bezahlen die die Projekte weiterentwickeln. Wie soll das funktionieren?

    1. Im Jahr 2006 wurde Mint ja aus Ubuntu abgezweigt. Was konkret bedeutet in diesem Kontext abgezweigt. So wie ich das verstanden habe hat die ursprüngliche Mint Community die damalige Ubuntu Version 1:1 kopiert und diese Version dann über die Jahre auf die eigene Art und Weise weiterentwickelt. Bedeutet das über die Jahre triften Mint und Ubuntu immer weiter auseinander?

    2. Was passiert, wenn es eine bedeutende Änderung an Ubuntu gibt. Fließt die dann mit in Mint ein oder bleibt Mint davon absolut unberührt?

    3. Wie sieht es mit den Quellen aus. Hat Mint immer alle Ubuntu Quellen die dann einfach nur um die Mint Quellen ergänzt werden oder kann es sein das es in Ubuntu Quellen gibt die in Mint nicht vorhanden sind?

    4. Auf der Seite https://de.wikipedia.org/wiki/Debian ist folgendes zu lesen:

    Die aktuelle Version ist Debian 8 „Jessie“.[3] Seit Version 6.0 „Squeeze“ ist mit Debian GNU/kFreeBSD die erste offizielle Portierung auf einen anderen Betriebssystemkern – jenen des FreeBSD-Projektes – als Technologievorschau verfügbar.

    Diesen Satz verstehe ich nur so halb, bedeutet das, dass die Quellen von Debian mit dem Kernel von FreeBSD verknüpft sind, womit sich dann sozusagen eine Unix Distribution ergibt die die gleichen Quellen wie Debian hat?

    1. Welches Windows würdet ihr für die Virtual Box verwenden. Windows 7, Windows 8.1 oder Windows 10?

    2. Die Frage zu Adobe LiveCycle möchte ich noch etwas genauer erläutern. Mit LiveCylcle habe ich ein Formular erstellt das ich Neukunden senden kann. Die Neukunden können das Formular ausfüllen und über einen Button „per E-Mail senden“ alle Daten im Anhang einer E-Mail im XML-Format an mich übersenden. Die XML-Datei die ich von den Kunden per E-Mail bekomme muss ich ja irgendwie in das leere PDF-Formular (das mit LiveCycle erstellt wurde) importieren. Das Importieren habe ich ursprünglich immer mit Adobe Acrobat Pro gemacht. Ich benötigte nun ein Programm auf Linux Basis das dazu in der Lage ist. Gibt es sowas? Ich möchte das Formular natürlich nicht neu erstellen.

    3. Die nachfolgenden Programme nutze ich alle auf Windows. Gibt es die alle auch auf Mint bzw. gibt es diesbezüglich für Mint vielleicht sogar eine bessere Alternative?

    • Filezilla
    • Notepad++
    • Daemon Tools Lite
    • PicPick
    • TeamViewer
    • CD Burner XP
    • VLC-Player
    • WinRAR
    • Flash
    • Silverlight
    1. Hallo,

      Vorab: die Fragen sind nicht durchnummeriert. Im Edit-Modus habe ich die Fragen mit 1-8 durchnummeriert. Im Thread selbst werden die dann aber nicht als 1-8 dargestellt. Ein Bug oder mein Unvermögen?

      Weder noch, sondern Markdown. Siehe Hinweis überm Editfenster.

      Gruß
      Kalk

    2. Hallo,

      Da bin ich schonwieder mit den nächsten Folgefragen :-)...

      und ich gehe mal nur auf einen Teil ein.

      1. Im Jahr 2006 wurde Mint ja aus Ubuntu abgezweigt. Was konkret bedeutet in diesem Kontext abgezweigt. So wie ich das verstanden habe hat die ursprüngliche Mint Community die damalige Ubuntu Version 1:1 kopiert und diese Version dann über die Jahre auf die eigene Art und Weise weiterentwickelt. Bedeutet das über die Jahre triften Mint und Ubuntu immer weiter auseinander?

      Ja und nein. Also es ist nicht so, dass Mint für alle Zeiten auf dem 2006er-Ubuntu aufbaut. Es ist vielmehr so, dass Mint bei jedem neuen Release die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Ubuntu-Version als Basis nimmt (inzwischen nur noch LTS), und darauf die Mint-spezifischen Änderungen und Ergänzungen anwendet.

      1. Was passiert, wenn es eine bedeutende Änderung an Ubuntu gibt. Fließt die dann mit in Mint ein [...]?

      Selbstverständlich.

      1. Wie sieht es mit den Quellen aus. Hat Mint immer alle Ubuntu Quellen die dann einfach nur um die Mint Quellen ergänzt werden oder kann es sein das es in Ubuntu Quellen gibt die in Mint nicht vorhanden sind?

      Da bin ich nicht sicher, aber da der Paketmanager von Mint auch die Repositories (Paketquellen) der zugrundeliegenden Ubuntu-Version in seiner Liste hat, müsste das eigentlich vollständig sein.

      1. Welches Windows würdet ihr für die Virtual Box verwenden. Windows 7, Windows 8.1 oder Windows 10?

      Ich selbst vermutlich XP. Aber die Antwort solltest du nicht als repräsentativ ansehen.

      • Notepad++

      Für Linux gibt es zahlreiche Editoren, welcher davon der beste ist, ist ein Glaubensfrage. Ich selbst habe mich im Lauf der Zeit ganz gut mit Bluefish angefreundet.

      • Daemon Tools Lite

      Brauchst du nicht. Linux kann jederzeit mit Bordmitteln ein Image einer CD oder DVD mounten.

      • TeamViewer

      Gibt's auch für Linux, benutze ich oft, wenn ich mal wieder auf dem PC irgendeines Schützlings nach dem Rechten sehen soll.

      • CD Burner XP

      Eine wirklich gute CD-Brennsoftware für Linux ist mir noch nicht vor die Füße gefallen. Das Standardprogramm in Mint ist Brasero, aber so ganz zufrieden bin ich damit nicht.

      • VLC-Player

      Klar, gibt's auch für Linux.

      • WinRAR

      Die meisten Distros unterstützen gängige Archivtypen "out of the box".

      • Flash

      Gibt's für Linux nicht mehr, die Entwicklung hat Adobe Anfang des Jahres eingestellt. Für Alternativvorschläge wäre ich auch dankbar.

      So long,
       Martin

    3. Tach,

      Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sitzt hinter Debian und Mint kein Unternehmen, dass bedeutet diese Distributionen werden ausschließlich durch die Community weiterentwickelt, sprich durch freiwillige Helfer die nichts verdienen.

      jein, es gibt bei Debian auch Leute, die ihr Geld damit verdienen, einen Teil ihrer Zeit Debian Developer zu sein.

      Falls das so korrekt ist frage ich mich wie Canonical und die SUSE Linux GmbH Ihre Mitarbeiter bezahlen.

      Canonical hat Geld, weil es einen Sponsor hat und weiterhin verkauft es Services, wie z.B. Support oder Anpassungen. SUSE verkauft ihre Distribution SUSE Linux Enterprise Server und Dienstleistungen im Umfeld.

      5. Auf der Seite https://de.wikipedia.org/wiki/Debian ist folgendes zu lesen:

      Die aktuelle Version ist Debian 8 „Jessie“.[3] Seit Version 6.0 „Squeeze“ ist mit Debian GNU/kFreeBSD die erste offizielle Portierung auf einen anderen Betriebssystemkern – jenen des FreeBSD-Projektes – als Technologievorschau verfügbar.

      Diesen Satz verstehe ich nur so halb, bedeutet das, dass die Quellen von Debian mit dem Kernel von FreeBSD verknüpft sind, womit sich dann sozusagen eine Unix Distribution ergibt die die gleichen Quellen wie Debian hat?

      Nein, es gibt quasi mehrere Debian-Distributionen (oder Ports wie Debian sie nenen würde); der erste Unterschied zwischen diesen ist die Hardwarearchitektur. Jessie mit Linux-Kernel gibt es für

      • 64-bit PC (amd64)
      • 32-bit PC (i386)
      • EABI ARM
      • PowerPC
      • Hard Float ABI ARM
      • MIPS (little endian)
      • MIPS (big endian)
      • IBM System z
      • 64-bit ARM (AArch64)
      • POWER Processors

      das spielt z.B. dann eine Rolle, wenn man ein Betriebssystem für einen Raspberry Pi (ARM) oder einen alten Mac (PowerPC) sucht; für die PC-Plattformen gibt es dann noch die Möglichkeit Debian mit einem FreeBSD-Kernel zu betreiben

      • kfreebsd-amd64
      • kfreebsd-i386

      Das sind die offiziellen Ports und dann gibt es noch ein paar, die (noch) nicht den Anforderungen erfüllen, die das Debian Projekt an einen Port stellt, z.B. Debian mit einem Hurd- oder einem Netbsd- statt einem Linux-Kernel.

      Ein Unix ist auch kfreebsd-amd64 nicht, da nur der Kernel ein Unix-Kernel ist, der Rest des Betriebssystems aber zum größten Teil GNU sein dürfte; es ist quasi eine Mischung.

      6. Welches Windows würdet ihr für die Virtual Box verwenden. Windows 7, Windows 8.1 oder Windows 10?

      Der Support für 7 läuft bald endgültig aus, 8.1 hat noch 3 Jahre Mainstream-Support, 10 habe ich noch nicht live gesehen.

      7. Die Frage zu Adobe LiveCycle möchte ich noch etwas genauer erläutern. Mit LiveCylcle habe ich ein Formular erstellt das ich Neukunden senden kann. Die Neukunden können das Formular ausfüllen und über einen Button „per E-Mail senden“ alle Daten im Anhang einer E-Mail im XML-Format an mich übersenden. Die XML-Datei die ich von den Kunden per E-Mail bekomme muss ich ja irgendwie in das leere PDF-Formular (das mit LiveCycle erstellt wurde) importieren. Das Importieren habe ich ursprünglich immer mit Adobe Acrobat Pro gemacht. Ich benötigte nun ein Programm auf Linux Basis das dazu in der Lage ist. Gibt es sowas? Ich möchte das Formular natürlich nicht neu erstellen.

      Das kann ich mit einem klaren keine Ahnung beantworten.

      8. Die nachfolgenden Programme nutze ich alle auf Windows. Gibt es die alle auch auf Mint bzw. gibt es diesbezüglich für Mint vielleicht sogar eine bessere Alternative?

      • Filezilla

      ja, die meisten Funktionen bringen schon die üblichen Dateimanager mit

      • Notepad++

      Die Editorfrage ist eine der umstrtittensten Fragen überhaupt; aber auch du wirst vermutlich einen finden, der dir gefällt; die Auswahl ist nicht gerade übersichtlich: https://packages.debian.org/jessie/editors/ und es gibt ein Projekt für ein notepad++ für Linux http://notepadqq.altervista.org/wp/

      • Daemon Tools Lite

      built in

      • PicPick

      vermutlich diverse

      • TeamViewer

      gibts auch für Linux, aber ich würde das eher auf etwas anderes wie z.B. vnc umstellen.

      • CD Burner XP

      diverse

      • VLC-Player

      gibt es

      • WinRAR

      diverse Oberflächen für rar

      • Flash

      Flash ist tot (endlich), aber das gibts auch für Linux

      • Silverlight

      via pipelight

      mfg
      Woodfighter

    4. Aloha ;)

      auch wieder nur ergänzend, aber ich versuch jetzt gar nicht mehr zu versprechen mich kurz zu halten...

      1. Bezogen auf die bekannten Linux Distributionen muss man ja zwischen Distributionen unterscheiden, wo ein Unternehmen dahinter sitzt und wo kein Unternehmen dahinter sitzt.
      • Debian (nur die Community)
      • Mint (nur Community)
      • Ubuntu (Canonical und die Community)
      • openSUSE (SUSE Linux GmbH und die Community)
      • usw.

      So klar ist das nicht zu unterscheiden. Bei Debian ja, bei Ubuntu und OpenSuse, ja, das stimmt. Aber schon bei Mint wirds schwierig das so zu trennen. Immerhin baut Mint alle zwei Jahre auf einer neuen LTS (Long Term Support) Version von Ubuntu auf, das ja von Canonical entwickelt wird. Das ist also gar nicht ganz so sauber zu trennen.

      Das ist aber im Endeffekt auch nicht so wichtig. Nimm Firefox (Mozilla) oder Apache (Apache Software Foundation) oder OpenJDK/Java (Sun/Oracle). Das ist alles freie Software, hinter der ein Unternehmen steht. Oft sind die Unternehmen auch als Zweckgemeinschaft entstanden, um der freien Software eine sichere Basis zu bieten (z.B. bei Canonical der Fall). Der Knackpunkt an der Sache ist imho nicht so sehr, ob da jetzt Privatleute dahinterstehen oder einzelne Unternehmen mitmischen, der Knackpunkt ist: Die Quelltexte sind offen - und dadurch kann man so gut wie sicher sein, dass kein Schindluder getrieben wird, oder falls doch, dass es zügig bekannt wird.

      1. Im Jahr 2006 wurde Mint ja aus Ubuntu abgezweigt. Was konkret bedeutet in diesem Kontext abgezweigt. So wie ich das verstanden habe hat die ursprüngliche Mint Community die damalige Ubuntu Version 1:1 kopiert und diese Version dann über die Jahre auf die eigene Art und Weise weiterentwickelt. Bedeutet das über die Jahre triften Mint und Ubuntu immer weiter auseinander?

      Abzweigen ist eigentlich falsch. Richtiger ist, dass die erste Mint-Version auf dem Ubuntu von 2006 basierte. Die 2. dann auf der nächsten Ubuntu-Version, usw. usf.

      Ursprünglich wurde für jede Ubuntu-Version eine neue Mint-Version herausgegeben (aka jedes halbe Jahr), seit Mint 17 basiert Mint aber nicht mehr auf den Standardversionen von Ubuntu, sondern auf den stabilen LongTermSupport-Versionen (die nur alle zwei Jahre erscheinen); seit Mint 17 und in Zukunft wird es eine neue Hauptversion mit jeder neuen Ubuntu-LTS-Version geben (d.h. Mint 18 mit Ubuntu 16.04 LTS im April 2016) sowie während der zwei Jahre kleinere Versionen mit vereinfachtem Upgrade-Mechanismus für aktuelle Patches etc. (aktuell ist Linux Mint 17.2).

      1. Wie sieht es mit den Quellen aus. Hat Mint immer alle Ubuntu Quellen die dann einfach nur um die Mint Quellen ergänzt werden oder kann es sein das es in Ubuntu Quellen gibt die in Mint nicht vorhanden sind?

      Ja, das kann (selten) vorkommen, hat aber seine Gründe. Prinzipiell sind die Paketquellen von Mint eine (fast komplette) Teilmenge der Paketquellen von Ubuntu zuzüglich eigener Quellen. Mint wird mit der Zielsetzung entwickelt, ein gut harmonierendes System zu sein, auch hinsichtlich Software, d.h. Software wird grundsätzlich von den Entwicklern dem Test unterzogen, wie sie sich auf Mint und mit anderen Mint-Programmen verhält und teilweise dann auch für Mint extra optimiert. Das dauert seine Zeit und deshalb kann es vorkommen, dass die in Mint standardmäßig verfügbare Programmversion (die "optimierte") ein wenig hinter der aktuellen Programmversion (die in Ubuntu vielleicht schon verfügbar ist) hinterherhinkt. In der Praxis sollte sich das aber eher weniger bemerkbar machen, und abgesehen davon, dass die verfügbare Programmversion abweicht wäre mir nicht bekannt, dass Programme aus den Ubuntu-Quellen in Mint fehlen würden.

      1. Welches Windows würdet ihr für die Virtual Box verwenden. Windows 7, Windows 8.1 oder Windows 10?

      Bei der Auswahl auf jeden Fall Windows 7. Klar läuft da irgendwann der Support aus, trotzdem ist zu erwarten, dass die Programme weiterhin darauf laufen. Während ich Windows 7 noch für eine gelungene Umsetzung halte, nehmen mir Apps und Co. in Windows 8.1/10 zu viel Platz ein. Immerhin willst du damit arbeiten und damit Software bedienen, keine "Progrämmchen" betatschen. Windows XP, wie von Martin in den Raum geworfen, wäre sicher auch eine mögliche Variante, sofern deine Software unter Windows XP läuft. XP ist halt eben einfach schlanker als 7/8/10 und damit schon fast für eine VM prädestiniert...

      1. Die nachfolgenden Programme nutze ich alle auf Windows. Gibt es die alle auch auf Mint bzw. gibt es diesbezüglich für Mint vielleicht sogar eine bessere Alternative?
      • Notepad++

      Ja, der Editor. Ich bin seit Weihnachten konsequent in allen Belangen, auch unter Windows, dabei, nur noch offene Multiplattform-Software zu verwenden, soweit möglich.

      Am liebsten wäre mir ja gewesen, wenn es Notepad++ für Linux gäbe. Gibt es aber nicht.

      Hängen geblieben bin ich nach vielen (!) Versuchen (die Shareware SublimeText - nicht frei, brrr -, gedit - viel zu wenig Möglichkeiten -,atom.io - grottige Performance aktuell -,...) bei Geany hängen geblieben. Geany benutzt unter der Haube die selbe Engine wie Notepad++, d.h. vieles wird dir bekannt vorkommen, die Umstellung ist nicht so rießig. Es gibt zwar ein paar Punkte, die in Notepad++ besser gelöst sind (ein paar mehr Einstellungsmöglichkeiten, mehr Plugins, ein bisschen intuitiver), aber wenn du dich mal dran gewöhnt hast (was schnell geht), wirst du Geany zu schätzen wissen. Es kommt dazu, dass Geany sich nicht nur als Editor versteht, sondern auch als IDE (Entwicklungsumgebung). Letzteres ist dabei nicht auf die Goldwaage zu legen, die IDE-Features sind relativ low-level. Dadurch störts aber auch nicht, und ich z.B. ziehe schon Vorteile daraus, dass ich in Geany mit einem Klick zum Ort einer Funktionsdefinition springen kann. Geany verbindet also irgendwie die besten Elemente eines smarten Editors und einer schmalen IDE; zumindest für mich ist das Perfekt.

      Die Entscheidung für den Editor muss du natürlich letztendlich selbst treffen; ich kann dir nur meine Argumente für geany liefern und dir einen Test ans Herz legen. Da kommt dir geany geradezu entgegen: da geany multiplattform ist, kannst du es einfach unverbindlich unter Windows testen ;)

      Grüße,

      RIDER

      -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
      Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

      # Facebook # Twitter # Steam # YouTube # Self-Wiki #

      ch:? rl:| br:> n4:? ie:% mo:| va:) js:) de:> zu:) fl:( ss:| ls:[
  8. So langsam wird die Anzahl der Fragen kleiner, ein paar habe ich allerdings noch:

    Warum empfehlt ihr mir TeamViewer durch VNC zu ersetzen?

    Das Flash tot ist wusste ich nicht. Es gibt doch auf zig Webseiten integrierte Flash-Elemente. Wie soll ich mir die anschauen, wenn ich kein Flash im Browser mehr installiere?

    Bezogen auf Silverlight schreibt Ihr „via Pipelight“. Ich verstehe nicht was genau damit gemeint ist?

    1. Hallo,

      Warum empfehlt ihr mir TeamViewer durch VNC zu ersetzen?

      vermutlich weil Teamviewer eine nicht quelloffene, kommerzielle Software ist, die sogar ein proprietäres, nicht offengelegtes Protokoll zur Kommunikation benutzt - auch wenn die Nutzung für den privaten Gebrauch kostenlos ist.
      Die verschiedenen Inkarnationen von VNC sind dagegen Open Source, und jede hat ihre ganz persönlichen Stärken und Schwächen; sie benutzen ein standardisiertes Protokoll, so dass die meisten dieser Programme dann sogar kompatibel untereinander sind.

      Ich persönlich würde für den nichtkommerziellen Bereich trotzdem Teamviewer empfehlen.
      Warum? - Weil's einfach funktioniert.

      Bei der Nutzung von irgendwelchen VNC-Varianten muss man immer darauf achten, dass auf den beteiligten Routern auch ein passendes Port Forwarding eingerichtet ist, dass eventuelle Firewalls (Windows!) entsprechend eingestellt sind, ankommende VNC-Verbindungen zuzulassen. Den ganzen Trouble hat man mit Teamviewer nicht. Der funktioniert über die meisten Router hinweg ohne irgendwelche Eingriffe, sogar zwischengeschaltete Proxies sind in der Regel kein Problem.

      Das Flash tot ist wusste ich nicht.

      Ist es nicht. Leider nicht. Nur das Flash-Plugin für Linux ist tot.

      Es gibt doch auf zig Webseiten integrierte Flash-Elemente. Wie soll ich mir die anschauen, wenn ich kein Flash im Browser mehr installiere?

      Genau vor dieser Frage stehe ich seit einigen Monaten auch.

      Bezogen auf Silverlight schreibt Ihr „via Pipelight“. Ich verstehe nicht was genau damit gemeint ist?

      https://en.wikipedia.org/wiki/Pipelight

      Eine Kompatibilitätsschicht ähnlich WINE, mit der Browserplugins wie Silverlight, die eigentlich für Windows geschrieben sind, auch unter Linux benutzt werden können.

      Toll - jetzt erkläre ichschon, was pipelight ist, dabei hatte ich bis gestern noch nicht einmal von Silverlight gehört ...

      So long,
       Martin

      1. Hallo Martin,

        Ich persönlich würde für den nichtkommerziellen Bereich trotzdem Teamviewer empfehlen.
        Warum? - Weil's einfach funktioniert.

        ACK. Ich sage das nicht gerne, aber VNC macht immer wieder Probleme… Teamviewer ist den mir bekannten VNC-Lösungen definitiv überlegen.

        Das Flash tot ist wusste ich nicht.

        Ist es nicht. Leider nicht. Nur das Flash-Plugin für Linux ist tot.

        Flash ist de facto tot. Die Mobile-Geräte können alle kein Flash (immerhin über 50% des Internet-Traffics seit 2014), Flash unter Apple-Geräten ans laufen zu bekommen erfordert Mehraufwand den $user nicht tätigen wird. Flash unter Linux scheidet bei vielen aus ideellen Gründen aus (das gleiche gilt für Apple-User), ausserdem wird das Plugin schlecht bis gar nicht gepflegt.

        Flash ist tot.

        Es gibt doch auf zig Webseiten integrierte Flash-Elemente. Wie soll ich mir die anschauen, wenn ich kein Flash im Browser mehr installiere?

        Genau vor dieser Frage stehe ich seit einigen Monaten auch.

        Gar nicht. Benutzt andere Websites. Wer heutzutage noch auf Flash setzt, dem kann man nicht trauen. Man schaue sich die Sicherheits-Historie von Flash nur schon der letzten zwei Monate an…

        LG,
        CK

        -- CK kennt Wayne
        1. Hallo und guten Abend,

          ACK. Ich sage das nicht gerne, aber VNC macht immer wieder Probleme… Teamviewer ist den mir bekannten VNC-Lösungen definitiv überlegen.

          Das Flash tot ist wusste ich nicht.

          Ist es nicht. Leider nicht. Nur das Flash-Plugin für Linux ist tot.

          Flash ist tot.

          Ich denke, Ihr wisst auch Alle, wovon Ihr sprecht und was Flash alles kann?

          http://tv.adobe.com/de/watch/lerne-flash-cs4/getting-started-01-was-kann-flash/

          Ich will Flash nicht schönreden, aber es kann doch mehr, als Videos abspielen. Man sollte den Flash-Player nicht ohne seinen Builder/Designer betrachten und auch nicht ohne Flash Script.

          Grüße
          TS

          1. Hallo TS,

            Ich denke, Ihr wisst auch Alle, wovon Ihr sprecht und was Flash alles kann?

            Das ist irrelevant. In Anbetracht des Security-Tracks ist Flash nicht tragbar und in Anbetracht der Verbreitung (die ist bei zwei Desktop-Plattformen schwierig und bei Mobil-Plattformen nicht vorhanden) ist der Einsatz völlig unsinnig.

            Selbst Adobe Air hat einen ausgesprochen schlechten Ruf; im Desktop-Umfeld, ausserhalb des Webs konnte Flash sich nicht durchsetzen.

            LG,
            CK

            -- CK kennt Wayne
      2. Hallo

        Das Flash tot ist wusste ich nicht.

        Ist es nicht. Leider nicht. Nur das Flash-Plugin für Linux ist tot.

        Es gibt doch auf zig Webseiten integrierte Flash-Elemente. Wie soll ich mir die anschauen, wenn ich kein Flash im Browser mehr installiere?

        Genau vor dieser Frage stehe ich seit einigen Monaten auch.

        Mal ehrlich, steht „man“ wirklich vor der Frage und – insbesondere – tust du es? Wo begegnet einem Flash? Auf Videoportalen (noch!), um die Videos abspielen zu können und auf irgendwelchen Seiten, wo sie meist 1 irrelevante Spielereien, manchmal Verschönerungen aber oft Nervereien feil bieten. Dass gerade du, der sonst gefühlt alles abschaltet, unter Flash-Entzug leidet, erstaunt mich.

        … Pipelight …

        Eine Kompatibilitätsschicht ähnlich WINE, mit der Browserplugins wie Silverlight, die eigentlich für Windows geschrieben sind, auch unter Linux benutzt werden können.

        Kannte ich noch nicht. Hat Silverlight jemals eine relevante Verbreitung gehabt? Mir ist es nämlich nie als fehlend aufgefallen.

        Toll - jetzt erkläre ichschon, was pipelight ist, dabei hatte ich bis gestern noch nicht einmal von Silverlight gehört ...

        Hart ist das Leben …

        Tschö, Auge

        1. Für das „meist“ gilt natürlich der Disclaimer „IMHO“.

        -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
        Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
        1. Hi,

          Es gibt doch auf zig Webseiten integrierte Flash-Elemente. Wie soll ich mir die anschauen, wenn ich kein Flash im Browser mehr installiere?

          Genau vor dieser Frage stehe ich seit einigen Monaten auch.

          Mal ehrlich, steht „man“ wirklich vor der Frage und – insbesondere – tust du es? Wo begegnet einem Flash? Auf Videoportalen (noch!), um die Videos abspielen zu können und auf irgendwelchen Seiten, wo sie meist [^1] irrelevante Spielereien, manchmal Verschönerungen aber oft Nervereien feil bieten. Dass gerade du, der sonst gefühlt alles abschaltet, unter Flash-Entzug leidet, erstaunt mich.

          ja, das darf es auch. Für die Fälle, wo Sachen nötig sind, die ich sonst normalerweise nicht will, hab ich ja Firefox als Schmuddelbrowser. Der ist dann bewusst sehr weltoffen eingestellt, macht Javascript, Flash und sonstige lustige Dinge - nur dass er anstatt eines Flash-Objekts eben seit Monaten für Sekundenbruchteile so'n komischen Legostein irgendwo auf der Seite anzeigt, der aber nach einem Augenblick verschwunden ist. Es hat lange gebracht, bis ich dieses eigenartige Lego-Symbol mit Flash in Verbindung gebracht habe.

          Mir begegnet Flash übrigens oft in Form von Captchas. Da muss ich dann halt manchmal ein halbes Dutzend mal "New Captcha" klicken, bis eins mit reiner Grafik kommt.

          Hat Silverlight jemals eine relevante Verbreitung gehabt? Mir ist es nämlich nie als fehlend aufgefallen.

          Keine Ahnung. Wie gesagt, ich habe auch gestern zum ersten Mal davon gehört.

          So long,
           Martin

    2. Tach,

      Warum empfehlt ihr mir TeamViewer durch VNC zu ersetzen?

      Teamviewer hat eine zentrale Infrastruktur, d.h. sind die Server von TeamViewer nicht erreichbar, geht nix; und außerdem ist es keine freie Software, es ist also nicht nachvollziehbar, welche Informationen an die Server von TeamViewer geschickt werden oder ob z.B. alle Teamviewer-Instanzen eine Backdoor eingebaut haben, die den Zugriff auf alle Systeme erlaubt.

      Das Flash tot ist wusste ich nicht.

      Das war eine Hyperbel.

      Es gibt doch auf zig Webseiten integrierte Flash-Elemente.

      Die Menge an nützlichen Flash-Dingen ist inzwischen zum Glück sehr gering.

      Wie soll ich mir die anschauen, wenn ich kein Flash im Browser mehr installiere?

      Wenn Flash nötig ist, geht es unter Linux noch mit Chrome, ansonsten hat Adobe die Enwicklung für Linux eingestellt; ich gehe davon aus, dass Flash spätestens im nächsten Jahr eingestellt wird.

      Bezogen auf Silverlight schreibt Ihr „via Pipelight“. Ich verstehe nicht was genau damit gemeint ist?

      Was hat deine Recherche nach dem Stichwort denn ergeben? Und welche konkreten Fragen bleiben dann noch?

      mfg
      Woodfighter

    3. Aloha ;)

      Das Flash tot ist wusste ich nicht. Es gibt doch auf zig Webseiten integrierte Flash-Elemente. Wie soll ich mir die anschauen, wenn ich kein Flash im Browser mehr installiere?

      Flash ist halt nicht zukunftsträchtig und ne Virenschleuder; und seit HTML 5 stirbt Flash tatsächlich aus - und wird ersetzt durch HTML5-Player.

      Bist du dir sicher, dass es noch derart viele Seiten gibt, die Flash benötigen? Ganz sicher? Immerhin gibts auch für Android und iOS kein Flash.

      Ich bin eher ziemlich sicher, dass wir es noch gewohnt sind, Flash zu brauchen, aus alten Zeiten. Jedenfalls nutze ich mein Android-Tablet, das erwiesenermaßen kein Flash kann (ganz genau einen Ort kenne ich, an dem flash noch eingesetzt wird, und zwar das Vorlesungsaufzeichnungssystem meiner Uni, das tut auf dem Android-Tablet nicht) sehr häufig und bin, bis auf die erwähnte Ausnahme, noch nicht auf etwas gestoßen, das nicht darstellbar gewesen wäre.

      Und wenn dich das beruhigt: Unter Linux Mint 17.2 / Chromium funktionieren Flash-Inhalte. Und ich hab nichts dafür extra installiert. Und, oh Wunder, unter Linux Mint 17.2 / Firefox gehts auch.

      Wie sie das genau machen - keine Ahnung. Aber es funktioniert in der aktuellen Mint-Version.

      @Der Martin - Probleme wie du sie berichtest hatte ich auch mal / habe ich teilweise immer noch in dem Mint, das bei mir auf dem Netbook läuft. Das ist ein Mint 15, das ich "manuell" (via manueller Anpassung der Paketquellen etc.) auf Mint 16 upgedatet habe; da motzt der Firefox immer wegen der alten Flash-Version (wenn man die Ausnahme erlaubt gehts aber trotzdem). Ich rate ins Blaue, aber vielleicht musst du mal ne neue Mint-Version aufspielen?

      Grüße,

      RIDER

      -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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      ch:? rl:| br:> n4:? ie:% mo:| va:) js:) de:> zu:) fl:( ss:| ls:[
      1. Hi,

        @Der Martin - Probleme wie du sie berichtest hatte ich auch mal / habe ich teilweise immer noch in dem Mint, das bei mir auf dem Netbook läuft. Das ist ein Mint 15, das ich "manuell" (via manueller Anpassung der Paketquellen etc.) auf Mint 16 upgedatet habe; da motzt der Firefox immer wegen der alten Flash-Version (wenn man die Ausnahme erlaubt gehts aber trotzdem). Ich rate ins Blaue, aber vielleicht musst du mal ne neue Mint-Version aufspielen?

        von der Gurke, an der ich momentant sitze, reden wir mal nicht; da ist ein hoffnungslos veraltetes Mint 12 (Lisa) drauf. Aber sowohl auf'm Notebook als auch auf dem "Großen" läuft Mint 13 (Maya), und das wird ja noch gepflegt, sollte daher "aktuell" im weitesten Sinn sein. Aber da habe ich das Flash-Plugin auch "nur" in Version 11.2.202, und der Firefox zeigt jedesmal ein Warnsymbol an.
        Wie meinst das das mit "die Ausnahme erlauben"? - Ich bekomme ja keine Meldung oder so, nur das rote Lego-Symbol ganz links in der Adressleiste, und ein dunkelgraues, etwas größeres, das beim Laden der Seite mal irgendwo im Seiteninhalt kurz aufblitzt. Irgendwo hatte ich es mal, das dieses graue Symbol sichtbar blieb, und da konnte ich dann tatsächlich reinklicken und das Plugin zulassen - aber eben nur für diese spezifische Seite, nicht generell. :-(

        So long,
         Martin

        1. Aloha ;)

          Wie meinst das das mit "die Ausnahme erlauben"? - Ich bekomme ja keine Meldung oder so, nur das rote Lego-Symbol ganz links in der Adressleiste, und ein dunkelgraues, etwas größeres, das beim Laden der Seite mal irgendwo im Seiteninhalt kurz aufblitzt.

          Ich hab da so nen roten Legostein, der sagt "dieses Plugin ist veraltet und sollte aus Sicherheitsgründen nicht mehr benutzt werden" (oder so) und kann da dann aber auswählen, dass ich die Benutzung für diese eine Webseite doch genehmige... Das was du beschreibst hört sich aber so an, wie wenn das Ding bei dir tatsächlich tot ist, während es bei mir nur veraltet ist und aus Sicherheitsgründen geblockt wird.

          von der Gurke, an der ich momentant sitze, reden wir mal nicht; da ist ein hoffnungslos veraltetes Mint 12 (Lisa) drauf. Aber sowohl auf'm Notebook als auch auf dem "Großen" läuft Mint 13 (Maya), und das wird ja noch gepflegt, sollte daher "aktuell" im weitesten Sinn sein. Aber da habe ich das Flash-Plugin auch "nur" in Version 11.2.202, und der Firefox zeigt jedesmal ein Warnsymbol an.

          Hm, das heist aber, dass du etwa 4 Versionen hinterherhinkst. Das mit dem "noch gepflegt" ist so eine Sache. Ja, es wird noch gepflegt, ja, es gibt Patches für Sicherheitslücken. Ich bin aber nicht sicher, inwiefern das auch auf alle (!) Programmpakete zutrifft. Bzw. ich habe noch einen anderen Grund, dem Braten ein wenig zu misstrauen.

          Firefox ist ja der Standardbrowser von Mint. Und zumindest in meinem Mint 15 (vor dem manuellen Update auf die Paketquellen von Mint 16) hatte ich eine besondere Version von Firefox (Standard-)installiert. Das war irgendeine speziell auf Mint abgestimmte Version, die Firefox-Versionsnummer war aber vollkommen veraltet. Tatsächlich war einer der Gründe für mein Update, dass der Firefox kein Flash mehr abgespielt hat. In meinem Mint 17.2 ist habe ich Firefox 39 (Ubuntu). Da steht zwar auch noch Firefox für Mint im "about"-Infofenster, aber wenigstens ist die Version aktuell. Check doch mal deine Versionsnummer...

          Meine Vermutung ist, dass die Mint-Entwickler irgendwann in der Versionsgeschichte (schätzungsweise zwischen Mint 15 und Mint 16) was an der Art gedreht haben, wie Firefox ins System eingebunden wird. Das ist reine Spekulation, würde aber ins Bild passen. Keine Ahnung was, vielleicht haben sie zuvor einen eigenen Firefox-Ableger benutzt und benutzen jetzt den Ubuntu-Ableger - das würde erklären, warum der Mint-eigene Ableger keine Updates mehr erhält und du folgerichtig auch keine Updates dafür bekommst, wenn der halt in deinen Paketquellen so eingetragen ist. Wie gesagt, reine Spekulation, aber könnte ja sein.

          In einem aktuellen™ Firefox solltest du jedenfalls keine Flash-Probleme bekommen...

          Grüße,

          RIDER

          -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
          Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

          # Facebook # Twitter # Steam # YouTube # Self-Wiki #

          ch:? rl:| br:> n4:? ie:% mo:| va:) js:) de:> zu:) fl:( ss:| ls:[
          1. Hi,

            Ich hab da so nen roten Legostein, ....

            den hast du wo genau? Den hab ich nämlich in der Adresszeile ganz links. Ich bin aber noch nicht auf die Idee gekommen, da draufzuklicken - wer klickt schon die Stelle an, wo normalerweise das Favicon steht? Wozu? ;-)

            Und ich hab's gerade mal probiert ... ey, tatsächlich, da passiert was. Wer rechnet denn damit?

            Das was du beschreibst hört sich aber so an, wie wenn das Ding bei dir tatsächlich tot ist, während es bei mir nur veraltet ist und aus Sicherheitsgründen geblockt wird.

            Ich muss mich korrigieren: Was ich beschrieben habe, ist die Situation auf der alten Büchse. Ich war aus der Erinnerung eigentlich der Meinung, es sei beim anderen Rechner genauso, habe mich aber wohl geirrt.
            Ich hab's nämlich eben nochmal ausprobiert: Da ist das Lego-Symbol in der Adresszeile nicht rot, sondern grau, und beim Anlicken verrät es mir, das Flash Plugin für Linux sei "enabled". - Ich muss allerdings dazusagen, dass heute nachmittag, als ich die Mühle angeworfen habe, etliche Updates gezogen wurden, unter anderem auch Firefox. Ich weiß also nicht genau, welche Version es vorher war, jetzt ist es jedenfalls "Firefox for Linux Mint" in Version 39.0.

            Hm, das heist aber, dass du etwa 4 Versionen hinterherhinkst. Das mit dem "noch gepflegt" ist so eine Sache. Ja, es wird noch gepflegt, ja, es gibt Patches für Sicherheitslücken. Ich bin aber nicht sicher, inwiefern das auch auf alle (!) Programmpakete zutrifft.

            Naja, mir ist bewusst, dass ich da nicht die neuesten Versionen sämtlicher Pakete bekomme, LibreOffice beispielsweise wird im Maya-Repository mit 3.5.7.irgendwas geführt, obwohl es ja schon längst eine 4er-Version gibt. Aber bei den funktions- und sicherheitsrelevanten Updates vertrau ich den Jungs schon einigermaßen.

            In einem aktuellen™ Firefox solltest du jedenfalls keine Flash-Probleme bekommen...

            Scheint so zu sein, danke für den Anstoß. :-)

            So long,
             Martin

            1. Hallo

              den hast du wo genau? Den hab ich nämlich in der Adresszeile ganz links. Ich bin aber noch nicht auf die Idee gekommen, da draufzuklicken - wer klickt schon die Stelle an, wo normalerweise das Favicon steht? Wozu? ;-)

              Und ich hab's gerade mal probiert ... ey, tatsächlich, da passiert was. Wer rechnet denn damit?

              Jeder, dem aufgefallen ist, dass der Bereich mit dem Favicon anders gestaltet ist und neben dem Hinweiskästchen steht. Das wird z.B. unter bestimmten Umständen auch bei https-Seiten eingeblendet und man findet dann dort Detailinfos zum Zertifikat.

              Aber lass mal, ich falle gerne anders herum auf diese gestaltung herein. Und zwar dann, wenn ich das Hinweiskästchen dazu benutzen will, ein Lesezeichen anzulegen.

              Hm, das heist aber, dass du etwa 4 Versionen hinterherhinkst. Das mit dem "noch gepflegt" ist so eine Sache. Ja, es wird noch gepflegt, ja, es gibt Patches für Sicherheitslücken. Ich bin aber nicht sicher, inwiefern das auch auf alle (!) Programmpakete zutrifft.

              Naja, mir ist bewusst, dass ich da nicht die neuesten Versionen sämtlicher Pakete bekomme, LibreOffice beispielsweise wird im Maya-Repository mit 3.5.7.irgendwas geführt, obwohl es ja schon längst eine 4er-Version gibt.

              Ahem, die aktuellste Version von LibreOffice für die, die den heißen Scheiß ausprobieren wollen, ist mittlerweile die 5.0.0. Der Rest möchte (mit Datum von heute) die 4.4.5 benutzen. Da kommt der Nachteil der Distributionsrepositories zum tragen. Bis neue Programmversionen eingepflegt werden, sind sie in vielen Fällen schon wieder alt. Die Distributoren entscheiden halt, diese oder jene Version einzubinden und dann gibt es für den Rest der Laufzeit der Distributionsversion nur noch Updates im Bereich ab der dritten Versionsnummerstelle. Das ist nicht immer wichtig, aber manchmal hätte man doch gerne die Features der neueren Version und muss dann Fremdquellen einbinden und mit den Warnungen leben, um sie zu bekommen.

              Aber bei den funktions- und sicherheitsrelevanten Updates vertrau ich den Jungs schon einigermaßen.

              Für einen Großteil der Software kommen diese Updates ja von Debian und werden über die Ubuntu-Repos durchgereicht. Und zum Glück werden viele Fehlerupdates neuerer Versionen auf ältere zurückportiert.

              Tschö, Auge

              -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
              Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
              1. Aloha ;)

                Ahem, die aktuellste Version von LibreOffice für die, die den heißen Scheiß ausprobieren wollen, ist mittlerweile die 5.0.0. Der Rest möchte (mit Datum von heute) die 4.4.5 benutzen. Da kommt der Nachteil der Distributionsrepositories zum tragen. Bis neue Programmversionen eingepflegt werden, sind sie in vielen Fällen schon wieder alt. Die Distributoren entscheiden halt, diese oder jene Version einzubinden und dann gibt es für den Rest der Laufzeit der Distributionsversion nur noch Updates im Bereich ab der dritten Versionsnummerstelle. Das ist nicht immer wichtig, aber manchmal hätte man doch gerne die Features der neueren Version und muss dann Fremdquellen einbinden und mit den Warnungen leben, um sie zu bekommen.

                Zumindest für Linux Mint ist das kein Nachteil, sondern ein bewusstes Feature. Linux Mint ist ja sehr darauf bedacht, ein stabiles System zur Verfügung zu stellen, dessen Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Es ist in Mint gar nicht unbedingt vorgesehen, dass ein Programm in einer veröffentlichten Distribution auf eine neuere Hauptversion geupt wird. Dafür ist dann ausdrücklich die Möglichkeit da, sich ein aktuelles Linux Mint zu installieren, wenn man das möchte. Mint ist nicht ohne Grund keine rollende Distribution, es gibt in Mint nicht einmal eine vorgesehene Möglichkeit zum Distributionsupgrade, es wird sehr bewusst auf manuelle Neuinstallation gepocht, wenn ein Upgrade gewünscht ist.

                Grüße,

                RIDER

                -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
                Erreichbar manchmal im Self-TS (ts.selfhtml.org) oder sonst - wenn online - auf dem eigenen TeamSpeak-Server (fritz.campingrider.de) oder unter:

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                1. Hallo Camping_RIDER,

                  […] rollende Distribution

                  Man muss wirklich nicht alles eindeutschen… (und dann auch noch falsch: Rolling Release, nicht Rolling Distribution ;-)

                  LG,
                  CK

                  -- CK kennt Wayne
                  1. Aloha ;)

                    […] rollende Distribution

                    Man muss wirklich nicht alles eindeutschen… (und dann auch noch falsch: Rolling Release, nicht Rolling Distribution ;-)

                    Okayokay, schon beim Schreiben kam mir das seltsam vor xD

                    Grüße,

                    RIDER

                    -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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                2. Hallo,

                  [...] dass ein Programm in einer veröffentlichten Distribution auf eine neuere Hauptversion geupt wird.

                  autsch. ;-)

                  Mint ist nicht ohne Grund keine rollende Distribution

                  Mit Ausnahme von LMDE. (Aber Glückwunsch zum korrekten Triple Negative!)

                  es gibt in Mint nicht einmal eine vorgesehene Möglichkeit zum Distributionsupgrade

                  Inzwischen schon, AFAIK. Ich meine, ich hätte im Mint-Wiki mal eine entsprechende Anleitung gesehen.

                  es wird sehr bewusst auf manuelle Neuinstallation gepocht, wenn ein Upgrade gewünscht ist.

                  Das ist die empfohlene Vorgehensweise.

                  So long,
                   Martin

                  1. Aloha ;)

                    es gibt in Mint nicht einmal eine vorgesehene Möglichkeit zum Distributionsupgrade

                    Inzwischen schon, AFAIK. Ich meine, ich hätte im Mint-Wiki mal eine entsprechende Anleitung gesehen.

                    AFAIK gibts das seit dem Paradigmenwechsel, der mit der Umstellung auf LTS kam - und zwar innerhalb einer Hauptversion, d.h. es gibt einen vereinfachten Upgrademechanismus zwischen Mint 17, Mint 17.1 und Mint 17.2. Ich meine zu wissen, dass das Upgraden von Hauptversionen dabei nicht umgestellt wurde, der bisherige Mechanismus soll also beim Upgrade von 17.x zu 18 wieder greifen.

                    es wird sehr bewusst auf manuelle Neuinstallation gepocht, wenn ein Upgrade gewünscht ist.

                    Das ist die empfohlene Vorgehensweise.

                    Ja, und wenn man dran vorbei will muss man ganz hässliche Dinge per Hand anstoßen. Geht auch, ist aber nicht gerade bequem. Weil nicht vorgesehen.

                    Grüße,

                    RIDER

                    -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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                3. Hallo

                  … Da kommt der Nachteil der Distributionsrepositories zum tragen. Bis neue Programmversionen eingepflegt werden, sind sie in vielen Fällen schon wieder alt. Die Distributoren entscheiden halt, diese oder jene Version einzubinden und dann gibt es für den Rest der Laufzeit der Distributionsversion nur noch Updates im Bereich ab der dritten Versionsnummerstelle. Das ist nicht immer wichtig, aber manchmal hätte man doch gerne die Features der neueren Version und muss dann Fremdquellen einbinden und mit den Warnungen leben, um sie zu bekommen.

                  Zumindest für Linux Mint ist das kein Nachteil, sondern ein bewusstes Feature. …

                  Das habe ich, zugegebenerweise etwas kompliziert formuliert, gesagt 1. Das ist an sich auch kein Problem. Die Version einer Software wird u.A. nach ihrer Stabilität ausgesucht und wird dann nur noch mit Sicherheits- und Bugfixes versorgt. Die nächste Majorversion gibt's mit dem nächsten Release der Distribution. Ausnahme davon sind z.B. Browserversionen. Während ich bei Ubuntu 10.04 auf dem Firefox 3.0 festgelegt war (aktuell war mittlerweile 4 oder 5), wurde diese restriktive Politik kurz vor der Ablösung durch 12.04 aufgegeben und ich konnte dann aus dem Ubuntu-Repo wenigstens auf Version 3.6 updaten. Danach wurden auch in den LTS-Versionen spätestens zwei Tage nach der Veröffentlichung die aktuellen Versionen angeboten.

                  So weit, so schick.

                  Dennoch gibt es Fälle, in denen man wegen eines oder mehreren neuen Features eine aktuellere Version einer Software haben will oder genau diese Features braucht. Dann geht die Sucherei los. Bei Ubuntu-basierten Distros findet man oft ein PPA, manche Programmanbieter stellen DEB-Pakete bereit, manchmal muss man selbst kompilieren.

                  Unabhängig von der konkreten Updatepolitik von Mint wünsche ich mir eine allgemein zügigere Bereitstellung von neueren Softwareversionen. Auch wenn das nicht bei jeder Software machbar ist, sehen wir grundsätzlich, dass es bei Browsern auch geht.

                  Tschö, Auge

                  1. „Die Distributoren entscheiden halt …“

                  -- Es schimmerte ein Licht am Ende des Tunnels und es stammte von einem Flammenwerfer.
                  Terry Pratchett, „Gevatter Tod“
    4. Aloha ;)

      Und noch mal was...

      Bezogen auf Silverlight schreibt Ihr „via Pipelight“. Ich verstehe nicht was genau damit gemeint ist?

      Ich wage jetzt mal noch ne steile Vermutung:

      Nachdem Flash gerade dabei ist, den Sprung über die Klippe zu machen, bin ich ziemlich davon überzeugt, dass dieses Schicksal auch Silverlight ereilen wird.

      Während Flash damals™ noch in eine Nische geschlüpft ist und sich nicht zuletzt deshalb so hartnäckig halten konnte, ist Microsofts Alternative zu Flash ja noch nicht mal breit etabliert. Dazu kommt, dass Silverlight genauso wenig wie Flash einwandfrei und problemlos plattformunabhängig verfügbar ist.

      Ich bin der festen Überzeugung, dass sich ein Ding wie Flash oder Silverlight seit HTML5 nicht mehr halten kann - und schon gar nicht etablieren.

      Ich habe, glaube ich, nur ein einziges Mal in meinem Browser Silverlight gebraucht... und nachdem ichs drauf hatte und den Inhalt gesehen habe, war mein einziger Gedanke, dass es sich dafür nicht gelohnt hat.

      Grüße,

      RIDER

      -- Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
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      # Facebook # Twitter # Steam # YouTube # Self-Wiki #

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