Gunnar Bittersmann: Nachdenkliches zum Wochenende: Alternativen zu Googles Überwachungskapitalismus

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Thread von Jen Simmons (Übersetzung von mir):

Ich bin froh, dass wir endlich darüber reden, wie fürchterlich das Facebooks Ausspionieren ist. Können wir auch über Google reden? Wir haben Google all unsere E-Mails über Jahre hinweg sammeln lassen. Und viele von uns auch all unsere Arbeitsdokumente. Deren Bots lesen und speichern unsere geschäftlichen Dokumente. Warum?

Und wenn du Chrome benutzst, verfolgt Google alles, was du online tust. Wenn du Android benutzst, sammeln sie die Datenhistorie von wirklich allem, was du tust – online und offline. Warum lassen wir das zu? Weil uns die UX von deren freier Software gefällt?

[„Freie Software“ wie in Free is a lie (Aral Balkan). – Anmerkung des Übersetzers]

Wenn du Google Analytics auf den Seiten einbaust, die du erstellst, dann hilfst du Google, Datenprofile der Menschen zu erstellen, die deine Website besuchen. Weil wir Charts mögen? Darüber müssen wir unbedingt mal nachdenken. Wir brauchen Alternativen. DuckDuckGo. Fastmail. Gauges. Firefox. Das ist ein Schritt. Wir können versuchen zu entkommen.

Wer von Gaug.es noch nichts gehört hat: es ist eine Alternative zu Google Analytics. Ich habe all meine Websites darauf umgestellt. Man bezahlt dafür. Ich hoffe, dass die Daten nicht gesammelt und weiterverkauft werden. Es hat nicht denselben Funktionsumfang, aber es hat alles, was ich brauche. Es erlaubt mir, Google Analytics zu verbannen.

Ich habe auch GMail verbannt und bin mit meiner persönlichen E-Mail, Kalender usw. zu Fastmail.fm umgezogen. Ich bezahle sie, anstatt dass sie meine Daten an ihre „wahren“ Kunden verkaufen. Das hat vieles, was GMail hat: Web-Interface, IMAP, Kalender mit Einladungen usw.

Das Schlimmste daran ist der Gruppenzwang, Google zu verwenden: E-Mail, Einladungen zu Meetings, Google Docs. Wenn andere das benutzen, muss ich das auch tun. Besonders für die Arbeit. Insbesondere Google Docs. Ich muss das benuzten, obwohl ich das nicht will. Und wieder werde ich ausspioniert.

Ich hätte gern eine Alternative zu Google Docs. Dummerweise ist das kein offenes Protokoll wie E-Mail; es führt kein Weg daran vorbei, Google Docs zu nutzen, wenn andere das tun.

Wir sitzen im selben Boot. Wir müssen da zusammen raus.

Teams bei Mozilla arbeiten daran, mit Firefox soviele dieser Probleme wie möglich zu beheben. Es ist kompliziert. Man kann sich aber vor Tracking schützen, den privaten Modus verwenden u.a.m. Wie diesen Facebook Container.

LLAP 🖖

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„Wer durch Wissen und Erfahrung der Klügere ist, der sollte nicht nachgeben. Und nicht aufgeben.“ —Kurt Weidemann
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Nachdenkliches zum Wochenende: Alternativen zu Googles Überwachungskapitalismus

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