TS: Wertigkeit des Domainnamens

Hello,

ich möchte gerne wissen, was ein sprechender Domainname heute überhaupt noch wert ist. In der Anfangszeit des HTTP-Webs waren Firmennamen, Marken, Städtenamen und Eigennamen äußerst wertvoll. Über die Reihenfolge der Wichtigkeit wurde oft gestritten.

Wie sieht das heute im Zeitalter der mächtigen Suchmaschinen aus?
Welche davon sind überhaupt noch relevant?
Sucht noch jemand nach Städten, um dann in den Städteseiten einen Betrieb ausfindig zu machen, oder guckt man immer sofort in der allwissenden Müllhalde?

Wäre es vielleicht an der Zeit, den Städten und ihren Domains wieder mehr Bedeutung zuzumuten und sie dazu zu ermuntern, diese auch für ihre Bürger wahrzunehmen?

Glück Auf
Tom vom Berg

-- Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
Das Leben selbst ist der Sinn.
  1. Hallo TS,

    vor wenigen Jahren ist man ja sogar noch eine Schritt weiter gegangen und hat Regio-TLDs verkauft.

    http://rathaus.koeln http://stadtwerke.koeln

    http://lukas-podolski.koeln

    Die Poldi-Domain war allerdings ein Geschenk des Registrars, um Werbung für die TLD zu machen. Die beiden anderen sind Weiterleitungen auf existierende Domains. Wieviele .koeln Domains es gibt, keine Ahnung.

    Rolf

    -- sumpsi - posui - clusi
    1. Hello,

      vor wenigen Jahren ist man ja sogar noch eine Schritt weiter gegangen und hat Regio-TLDs verkauft.

      http://rathaus.koeln http://stadtwerke.koeln

      http://lukas-podolski.koeln

      Die Poldi-Domain war allerdings ein Geschenk des Registrars, um Werbung für die TLD zu machen. Die beiden anderen sind Weiterleitungen auf existierende Domains. Wieviele .koeln Domains es gibt, keine Ahnung.

      Genau hier sehe ich ein schweres Versäumnis der regionalen Instanzen, die zwar einerseits ihre "City Domain" für sich freigeklagt haben, aber andereseits selten ihrem damit verbundenen öffentlichen Auftrag für die Vertretung ihrer Bürger nachgekommen sind.

      Ich bin der Meinung, dass jeder, der eine Knotendomain innehat, verpflichtet sein sollte, auf dieser auch auf qualifzierte (Unter-)Seiten hinweisen zum müssen. Dafür dürfte er dann sogar 1€ pro Monat und Link berechnen (als Schutzgebühr gegen Blindlinks) und hätte damit einen kleinen ROI. Und wenn man dann die Erträge (Zufluss - Rückfluss) solcher Knoten bis ca. 2000 aktive Sublinks auch noch steuerfrei gestalten würde, hätte man schon eine Alternative für das "bedingungslose Grundeinkommen" und gleichzeitig eine Reorganisation der heimischen Wirtschaft.

      Ich denke, dass damit auch die Bäume der allgmeinen Suchmaschinen bezüglich des ewigen Wachtums geregelt sein würden...

      Deutschland könnte hier weltweit führend werden in der Transparenz-Rechtsprechung (im Web).

      Wir müssten nur mal einen Vorstoß machen!

      Glück Auf
      Tom vom Berg

      -- Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
      Das Leben selbst ist der Sinn.
      1. He Tom,

        Transparenz würde heißen, daß Inhalte vom Domänennamen unabhängig sind. Aber wahrscheinlich meinst Du eher das Gegenteil.

        MfG

      2. Lieber TS,

        Deutschland könnte hier weltweit führend werden in der Transparenz-Rechtsprechung (im Web).

        wäre das denn DSGVO-konform?

        Wir müssten nur mal einen Vorstoß machen!

        Wir müssten in aller erster Linie in anderen Bereichen klar Schiff machen. Die Domain-Frage ist eine Luxus-Frage. Die Frage nach z.B. quasi-erlaubter Bestechung ist dagegen keine Luxus-Frage.

        Liebe Grüße,

        Felix Riesterer.

    2. hallo

      von welchem .koeln ist hier die Rede?

      Konstruktiv wäre eine sub-TLD a la .koeln.de

      -- https://beat-stoecklin.ch/pub/index.html
      1. Hallo beatovich,

        ob Regio-TLDs gut sind oder nicht will ich doch gar nicht diskutieren. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die von TS gewünschte Entwicklungsrichtung genau in umgekehrter Richtung verläuft.

        Und ich bezweifle auch, ob man einer Seite vertrauen würde, die sxhtjfhkzrb.de heißt und als Treffer für die Stadtwerke Köln angeboten wird. Natürlich ist das Augenwischerei; https://www.stadtwerke-koeln.de/ würde viel freundlicher klingen, ist aber auch falsch. Da moppert mein Proxy rum mit einem tlsv1 handshake error. Ob da die Stadtwerke die Synonym-Domain absichern wollten? Oder ob ein Phisher nicht aufgepasst hat?

        Es sieht aber einfach schäbig aus, wenn eine bekannte Gruppierung wie - sagenwirmal - Selfhtml eine Adresse selfhtml.u8924357489543.manitu.de hätte, oder? Das macht 2nd-Level Domain Namen wertvoll. Dass der User sie über Mr. Bing Googlesby genauso gut finden kann, ist eine andere Sache.

        Rolf

        -- sumpsi - posui - clusi