Karl Heinz: Hat ein natürliches Linksprofil primär nofollow Links?

Hallo,

man hört ja immer wieder, dass nur Follow Links Link Juice vererben können. Nehmen wir mal an man hält sich an die Google Richtlinien und baut keine künstlichen Links auf, stattdessen erstellt man hochwertigen Content der so gut ist, dass die Links ganz von alleine kommen. Die Links die ganz von alleine kommen werden vermutlich fast immer nofollow Links sein, weil per Default in fast allen Systemen (Foren, Blog z.B. Wordpress usw.) nofollow eingestellt ist, wenn man einen Links setzt. Die wenigsten die guten Content verlinken machen sich Gedanken über die Suchmaschine und ersetzen die Default Einstellung nofollow sicherlich NICHT durch Follow. Ein natürliches Linkprofil würde nach dieser Theorie demnach fast immer zu einem sehr großen Teil aus nofollow Links bestehen. Diese Tatsache wird Google sicherlich auch bekannt sein, aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass zum einen auch nofollow Links, anders als von vielen behauptet, einen GROSSEN Einfluss auf das Ranking haben müssen und zum anderen ein zu großer Anteil an Follow Links im Linksprofil ganz klar auf künstlichen Linkaufbau hindeutet, was dann wiederrum ein Penalty von Google zur Folge haben könnte.

Stimmt Ihr mit meinem Gedankengang überein?

Viele Grüße

-- "Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."
  1. Wenn ich auf echten, hochwertigen Content (der also keine Werbung ist) verlinke, dann gönne ich dem verlinkten durchaus das rel="follow".

    Andererseits ist Google & Co. ja nicht blöd. Die wissen, dass relevanter Content durchaus auch eine Menge Links mit "nofollow" in Bereichen mit "user-generated content" nach sich zieht. Der Rest ist eine Frage von Spamfiltern, Aliasen (weswegen Google ja auch einen Translator anbietet, die brauchen die Technik selbst) und Statistik, nebst Wichtung. Einem Link nicht zu folgen (und eine Webseite also nicht abzuholen um diese zu indexieren) und einen Link auf eine indexierte Webseite nicht zu zählen sind zwei völlig verschiedene Sachen.

    Außerdem spioniert Google auch die Benutzer aus, ebensowenig grundlos gibt es die DNS-Server 8.8.8.8 und 8.8.4.4 (nebst den IPv6-Adressen). Die Benutzer interessiert das nofollow nicht, ist der Content aber relevant, dann bleiben die auf der Seite und folgen dortigen Links.

    Z.B. kann ich mir vorstellen, dass Google einen Link mit dem Text "Neulich habe ich zufällig dieses tolle Vergleichsportal von private Krankenversicherungen gefunden." auf einer Seite über die Benutzung von "gelben Gummienten" ganz anders (der Spamdetektor löst Endzeitalarm aus) bewertet als ein Link mit dem Text "Dein Problem mit der Quietschfrequenz hat schon mal einer gelöst" auf einer Seite unter dem Titel "Quietschfrequenz anpassen?" - natürlich nur wenn "Quietschfrequenz", "Quitschen" und/oder "Frequenz" dann auch Thema der verlinkten Seite ist, die zudem dann womöglich noch Begriffe wie "Hz", "kHz" oder gar Formeln enthält...

    1. @@ursus,

      Wenn ich auf echten, hochwertigen Content (der also keine Werbung ist) verlinke, dann gönne ich dem verlinkten durchaus das rel="follow".

      Du machst das, 95% haben allerdings viel weniger Ahnung wie du und machen das nicht. Und selbst wenn man es weiß meistens wird man zu faul sein die default Einstellung nofollow zu ändern.

      Einem Link nicht zu folgen (und eine Webseite also nicht abzuholen um diese zu indexieren) und einen Link auf eine indexierte Webseite nicht zu zählen sind zwei völlig verschiedene Sachen.

      Ich bin der Meinung es wird weder dem Link gefolgt noch wird der Link gezählt. Würde der Link gezählt (berücksichtigt) dann würde doch der Nutzen von nofollow seinen kompletten Sinn verlieren. nofollow wurde geschaffen um Links eben nichtmehr zu zählen (zu berücksichtigen). Demnach ist "nicht folgen" und "nicht berücksichtigen" eben doch gleichzusetzen.

      Das untermauert der folgende Artikel:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Nofollow

      Da steht u.a. folgendes:

      nofollow ist eine Anweisung innerhalb des HTML-Codes, welche Suchmaschinen anweist, Verweise auf andere Seiten nicht in die Berechnung deren Linkpopularität einzubeziehen.

      Die Angabe soll dazu dienen, die Auswirkungen von Spam zu vermeiden.

      Viele Spammer versuchen, durch häufige Platzierung von Links auf die von ihnen beworbenen Webseiten ihre Linkpopularität beziehungsweise ihren PageRank-Wert zu erhöhen und dadurch die Position ihrer Website innerhalb der Suchergebnisse bei Suchmaschinen zu verbessern (Suchmaschinen-Spamming). Da derartige Links unerwünscht sind, wird an vielen Orten, an denen Besucher eigenständig Links hinzufügen können (etwa Kommentare in Blogs), zu allen Links automatisch das rel="nofollow"-Attribut hinzugefügt. Die so markierten Links werden von den Suchmaschinen dann nicht zur Berechnung der Linkpopularität herangezogen, ein Missbrauch wird somit ausgeschlossen.

      Fazit:

      Ein natürliches Linkprofil hat fast nur nofollow Links.

      1. https://de.wikipedia.org/wiki/Nofollow Da steht u.a. folgendes:

        nofollow ist eine Anweisung innerhalb des HTML-Codes, welche Suchmaschinen anweist, Verweise auf andere Seiten nicht in die Berechnung deren Linkpopularität einzubeziehen.

        Ja und? Wer will Google vorschreiben, was Google zu tun hat? Und auf wessen "Anweisung" hin? Die "Anweisung" ist tatsächlich ein "Vorschlag".

        in der englischen Version heisst es:

        nofollow is a value that can be assigned to the rel attribute of an HTML a element to instruct some search engines that the hyperlink should not influence the ranking of the link's target in the search engine's index.

        Übersetzt:

        nofollow ist ein Wert, der zu einem rel-Attribut eines a-Elements zugeordnet werden kann um einige Suchmaschinen zu instruieren, dass diese durch den Link nicht das Ranking der verlinkten Seite im Suchmaschinenindex beeinflusst werden soll.

        Es ist also ein Wunsch, eine Bitte. Dem(der) kann man folgen oder nicht. Bei einem Befehl - dem man (eigentlich) folgen muss - stände dort statt "should" (soll) das Wort "must" (muss) oder eine Formulierung wie "not allowed to influence the ranking of the link's target".

        Die deutsche Übersetzung in der deutschen Wikipedia ist also missverständlich.

        1. Hallo ursus contionabundo,

          Es ist also ein Wunsch, eine Bitte.

          Genau. Im Wiki heißt es „Hyperlinks können aber auch mit dem Attribut rel="nofollow" versehen werden, mit dem Suchmaschinen gebeten werden, den Link nicht in die Berechnung des Rankings einzubeziehen“

          Bis demnächst
          Matthias

          -- Pantoffeltierchen haben keine Hobbys.
          1. @@Matthias,

            Genau. Im Wiki heißt es „Hyperlinks können aber auch mit dem Attribut rel="nofollow" versehen werden, mit dem Suchmaschinen gebeten werden, den Link nicht in die Berechnung des Rankings einzubeziehen“

            Sie werden darum gebeten, die Suchmaschinen halten sich allerdings nicht an diese Bitte. Wo ist dann noch der Nutzen von nofollow. Dann ist follow oder oder nofollow Jacke wie Hose.

            1. Hallo Karl Heinz,

              Sie werden darum gebeten, die Suchmaschinen halten sich allerdings nicht an diese Bitte. Wo ist dann noch der Nutzen von nofollow. Dann ist follow oder oder nofollow Jacke wie Hose.

              Ich tippe darauf, dass Links mit nofollow trotzdem anders berücksichtigt werden, als solche ohne nofollow.

              Bis demnächst
              Matthias

              -- Pantoffeltierchen haben keine Hobbys.
              1. @@Matthias,

                Ich tippe darauf, dass Links mit nofollow trotzdem anders berücksichtigt werden, als solche ohne nofollow.

                Mit anders meinst du weniger stark?

            2. hallo

              Genau. Im Wiki heißt es „Hyperlinks können aber auch mit dem Attribut rel="nofollow" versehen werden, mit dem Suchmaschinen gebeten werden, den Link nicht in die Berechnung des Rankings einzubeziehen“

              Sie werden darum gebeten, die Suchmaschinen halten sich allerdings nicht an diese Bitte. Wo ist dann noch der Nutzen von nofollow. Dann ist follow oder oder nofollow Jacke wie Hose.

              Nicht, wenn ich das Attribut dem User sichtbar mache 😉

              -- https://beat-stoecklin.ch/pub/index.html
        2. @@ursus,

          Es ist also ein Wunsch, eine Bitte. Dem(der) kann man folgen oder nicht. Bei einem Befehl - dem man (eigentlich) folgen muss - stände dort statt "should" (soll) das Wort "must" (muss) oder eine Formulierung wie "not allowed to influence the ranking of the link's target".

          Ich gebe Dir ja Recht und bin auch der Überzeugung das NoFollow Links ähnlich viel Einfluss auf das organische Ranking haben wie Follow Links.

          Trotzdem finde ich folgendes seltsam:

          • Google führt 2005 nofollow ein
          • Warum: Weil bei nofollow keine Linkkraft weitergegeben wird
          • Und jetzt stellen wir beide fest das eben doch Linkkfraft weitergeben wird
          • Demnach ist der Nutzen von Nofollow nicht bzw. nichtmehr vorhanden. Linkkraft wird so oder so mitgegeben.
          • Wo ist dann noch der Vorteil/Unterschied von/zwischen follow gegenüber nofollow?
          1. Trotzdem finde ich folgendes seltsam:

            • Google führt 2005 nofollow ein

            Das war vor 13 Jahren. Politiker interessiert schon das Geschwätz von gestern nicht mehr.

            • Demnach ist der Nutzen von Nofollow nicht bzw. nichtmehr vorhanden. Linkkraft wird so oder so mitgegeben.
            • Wo ist dann noch der Vorteil/Unterschied von/zwischen follow gegenüber nofollow?

            Ganz einfach. Google könnte aus der eigenen Statistik heraus z.B. feststellen, ob alle Links einer Seite mit "nofollow" markiert sind oder nur ausgewählte und daraus Schlüsse ziehen. Die Vorgehensweise oder den Ranking-Algo gibt Google aus gutem Grund nicht bekannt. Vergiss auch nicht, dass Google ja immer noch das Nutzerverhalten beachtet.

            1. @@ursus,

              Ganz einfach. Google könnte aus der eigenen Statistik heraus z.B. feststellen, ob alle Links einer Seite mit "nofollow" markiert sind oder nur ausgewählte und daraus Schlüsse ziehen. Die Vorgehensweise oder den Ranking-Algo gibt Google aus gutem Grund nicht bekannt. Vergiss auch nicht, dass Google ja immer noch das Nutzerverhalten beachtet.

              Klar, Usersignals sich ein sehr wichtiges Thema. Links nutzen nur dann was wenn a) Traffic über diese kommt und b) der auch länger auf der Seite bleibt.