Gunnar Bittersmann: Generative KI: Finger weg von Bildgeneratoren

Generative KI: Finger weg von Bildgeneratoren (Essay von Sebastian Meineck auf netzpolitik.org)

„Die andere Seite ist düster. Je mehr sich generative KI verbreitet, desto mehr zementieren deren Anbieter ihre Machtposition. […] Heute kontrollieren einige wenige Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Microsoft, Meta und Google die populären und effizienten KI-Anwendungen. Sie sammeln die Risiko-Milliarden ein, steigen zu den reichsten Unternehmen der Welt auf oder festigen diese Position. Unter der Regie der KI-Konzerne entsteht eine technologische Infrastruktur, die Produktionsweisen zentralisiert. Die Konzerne bestimmen in der Folge, welche KI-Anwendungen kostenlos sind und wofür man zahlen muss. Sie bestimmen, für welche Sprachen, welche gesellschaftlichen Gruppen, welche Einsatzmöglichkeiten ihre Dienste optimiert werden.“

🖖 Live long and prosper

--
“In my home, the America I love, the America I've written about, that has been a beacon of hope and liberty for 250 years, is currently in the hands of a corrupt, incompetent and treasonous administration. Tonight, we ask all who believe in democracy and the best of our American spirit, to rise with us, raise your voices against authoritarianism, and let freedom reign.”
— Bruce Springsteen, Manchester 2025-05-14
  1. Hi there,

    Generative KI: Finger weg von Bildgeneratoren (Essay von Sebastian Meineck auf netzpolitik.org)

    Ja, aber, Dein Vorschlag ist?

    Wenn ich einem Kunden (der zumeist sehr wohl über die Möglichkeiten der KI zumindest ungefähr Bescheid weiß) erzähle, daß er für einen Graphiker ein paar hundert bis tausend Euro abdrücken soll, für eine Leistung, die, von einer KI erzeugt, fast umsonst ist, dann fragt er mich entweder, ob ich komplett bescheuert bin oder ich kann das selbst bezahlen (was ich natürlich eher nicht vorhabe).

    Zumal, wenn ich das richtig sehe, die Kritik richtet sich ja nicht gegen generative KI an sich sondern gegen eine Monopolisierung derselben. Und da sind imho Gesetzgeber und Politiker gefordert, nicht die Anwender...

    1. Hallo,

      Zumal, wenn ich das richtig sehe, die Kritik richtet sich ja nicht gegen generative KI an sich sondern gegen eine Monopolisierung derselben. Und da sind imho Gesetzgeber und Politiker gefordert, nicht die Anwender...

      Ja. Es sollte eine Automatisierungssteuer eingeführt werden!

      Gruß
      Kalk

      1. Hi there,

        Zumal, wenn ich das richtig sehe, die Kritik richtet sich ja nicht gegen generative KI an sich sondern gegen eine Monopolisierung derselben. Und da sind imho Gesetzgeber und Politiker gefordert, nicht die Anwender...

        Ja. Es sollte eine Automatisierungssteuer eingeführt werden!

        Ja, warum nicht? Das wird als Maschinensteuer so weit ich mich erinnern kann schon seit 50 Jahren und mehr diskutiert und scheitert überall gleich am Widerstand sogenannter "konservativer" Parteien...

    2. Hallo @klawischnigg,

      dein Beispiel ist gut gewählt und erinnert mich an Anfangszeiten von Webseiten, zuerst Schlaraffenland was die Leute bereit waren zu zahlen, dann immer öfter "Kann mein Neffe, Tochter, etc. für mich machen die haben das drauf" Ähnlich eben heute mit KI, Zeiten, Berufe ändern sich eben. Und was KI betrifft, ja da sehe ich eine grosse Gefahr oder einen Messias (Beide Richtungen möglich), in vielen, vor allem juristischen und politischen Bereichen würde ich eine objektive (ja ich weiss dass ist genau der Haken) KI immer vorziehen.

      vg.

  2. Lieber Gunnar,

    Generative KI: Finger weg von Bildgeneratoren (Essay von Sebastian Meineck auf netzpolitik.org)

    ich finde den Blickwinkel von Cory Doctorow zielführender: AI companies will fail. We can salvage something from the wreckage (theguardian.com) Natürlich denkt er in wesentlich größeren Zeitspannen, als der Artikel von Sebastian Meineck. Wer ein kostenpflichtiges (oder werbefinanziertes) Tool (also eine Software oder einen Webservice) nutzt, handelt eben so, wie ein Verbraucher das schon seit Jahrzehnten tut. Dass wir im 21. Jahrhundert mithilfe des Internets mit jeder neuen digitalen Technologie letzten Endes eine Konzentrierung auf wenige große Techfirmen in den USA beobachten können (dazu auch Doctorows schöner Neologismus Enshittification (Wikipedia)), hat auch damit zu tun. Und dass das sehr hohe Tempo, mit dem sich diese digitale Welt verändert, unsere Politik ganz sprichwörtlich überrollt, ist nicht nur der Tatsache geschuldet, dass diese in der erdrückenden Mehrheit keine digital natives sind, sondern auch, dass die Folgen dieser Veränderungen erst beobachtet und dann (hoffentlich richtig) verstanden und gedeutet werden müssen, bis man dann auf den Trichter kommt, dass entsprechende Vorkehrungen (lies: Regulierungen und Gesetze) getroffen werden müssen, um der neuen veränderten Lage einigermaßen Herr zu werden.

    Trumps lautstarkes Herumpoltern hat immerhin in Fragen der europäischen Abhängigkeit vom US-Militär ein Umdenken eingeläutet, und dazu zeitgleich auch in Fragen von Software und der Abhängigkeit von Tech-Firmen aus den USA (EU-Parlament macht Vorschläge für mehr digitale Souveränität, netzpolitik.org), was im weiteren Verlauf sicherlich auch den Umgang und die Nutzung von generativer KI betreffen wird. Und hier bietet Doctorow an, dass nach dem (aus seiner Sicht absehbaren) Platzen der KI-Blase nützliche Reste zu verwerten sein werden, wie z.B. KI-gestützte Funktionen in Programmen, die wie Plugins zu sehen sein werden, um z.B. das Freistellen in Bildbearbeitungen besser zu leisten.

    Liebe Grüße

    Felix Riesterer