Entwickler erstellt neue Programmiersprache mit Claude
- ki
- lesetipp
Entwickler erstellt neue Programmiersprache mit Claude: Warum er sein Werk auch kritisch sieht
„Er vergleicht KI-Agenten mit Spielautomaten: ‚Wenn du ein Problem an Claude übergibst, kannst du nie sagen, wie die Antwort ausfällt. Es könnte ein schweres Problem, mit dem du dich seit Wochen quälst, sofort lösen – oder ein gigantisches Durcheinander anrichten. Wie bei einem Spielautomaten weißt du nie, was passieren wird. Das schafft den Drang, es ständig für alles zu nutzen.‘ Deshalb musste sich Sethi selbst Limits setzen, wie lange er Claude Code nutzen darf, um nicht davon abhängig zu werden. Er fügt hinzu: ‚Da LLMs immer breiter verfügbar sind, müssen wir als Gesellschaft einen Weg finden, um sie bestmöglich nutzen zu können, ohne unsere mentale Gesundheit zu zerstören.‘“
🖖 Live long and prosper
Wer dazu etwas ohne die T3N Werbepest lesen will, hier der Link zum Blog desjenigen, der es getan hat und aus dem T3N zitiert:
Bei t3n bekommt man soviel Werbemüll dazu, dass zumindest mein Browser nur noch humpelt.
Rolf
Ohne diese neue Sprache zu kennen, frage ich mich ob die Welt wirklich nochmal eine neue braucht. Oder vielleicht doch bereits 10 mal zu viele hat?
Meistens geht es doch neben dem "ich hab endlich auch…" letztendlich nur um ein oder zwei tolle Features. Die wären in bestehende Sprachen auch integrierbar. Dafür wird alles andere mit umgekrempelt, damit man neu lernen muss.
Gut dass die Position der Pedale im Auto oder des Blinkerhebels usw. nicht von Erfindern von ach so tollen neuen Programmiersprachen geplant werden 😉
Hallo encoder,
es ging nicht darum, die Welt mit einer neuen Sprache zu beglücken. Es ging um ein Experiment, mit dem Ankur herausfinden wollte, ob Claude ihm bei einem solchen Vorhaben sinnvoll helfen kann. Zweck war wohl auch, KI-Prompterstellung zu üben.
Ich habe selbst auch schon mal eine eigene Sprache gebastelt - zumindest bin ich bis ins Beta-Stadium gekommen. Ich habe die Syntax als EBNF definiert und mir dann von ANTLR einen Parser generieren lassen. Dieser liest den Quellcode und erzeugt daraus einen Parse-Tree. Es sollte ein Interpreter sein, deswegen habe ich nicht versuchgt, einen Optimizer zu bauen oder Maschinencode zu generieren, sondern habe einfach meine Execution Engine auf den Tree losgelassen und die diversen Nodes interpretiert. Im Tree stehen Nodes wie "Statement", "StatementBlock", "Literal", "Variable", "For-Loop" und damit war das erstaunlich einfach.
Trotzdem habe ich dafür mehrere Monate gebraucht, natürlich immer nur nebenbei, und die Hauptarbeit war, das Verständnis für ANTLR und dessen Konzepte zu entwickeln. Wenn man das zum ersten Mal tut, rennt man in eine Menge Sackgassen. Ich habe für meine Sprache die Spec mehrfach neu geschrieben. Leider ist das Projekt dann liegengeblieben.
Wenn ich den Blog so lese, dann bestand Ankurs Arbeit als Entwicklers darin, die Sprache zu spezifizieren und Claude in langen Iterationen zu erklären, was es damit anfangen soll. Technische Detailkenntnisse hat er immer noch gebraucht. Und Claude hat die Literatur zum Compilerbau durchflöht und daraus dann gelernt, wie man einen Interpreter für die Sprache erstellt. Ob er auch einen Optimizer und Native Code Generator erstellen konnte? Keine Ahnung, Problem dabei sind die Tests. Ein Interpreter kackt nur kurz ab, ungültiger Native Code kann die ganze Kiste abschießen.
Rolf
Gut dass die Position der Pedale im Auto oder des Blinkerhebels usw. nicht von Erfindern von ach so tollen neuen Programmiersprachen geplant werden 😉
Au ja!
Hab mir weil es im Artikel so freundlich erwähnt wird, gerade mal lua installiert.
... geht nicht, weil
make
make install
fehlt. Hab ich also mal gemacht. Und siehe da ...
Erster Test:
#!/usr/local/bin/lua
myTimeFormat='%F %z (%Z)'
print( os.date( myTimeFormat ) )
2026-03-12 15:30:51 +0100 (CET)
Wieso ist es so schwer, die Installation und die Sprache vernünftig zu dokumentieren? (Weder %z noch %Z noch %F sind dokumentiert - ich habe das mal wild getestet