hi,
Wie ist es mit den Ethernet-Anschlüssen? Funktioniert 100Mbit noch zuverlässig mit einem ungeschirmten Kabel, also CAT5 UTP? Wenn ja, würde ich dort ausnahmsweise kurze, ungeschirmte Netzwerkkabel verwenden, obwohl ich sonst immer nur geschirmte habe.
Kurz gesagt: Kurz fassen. An die Grenzen bin ich schonmal gekommen mit einer unverdrillten Leitung (mehr als 15m), 10Mbit ging noch, mit 100Mbit ging nichts mehr. Paarweises Verdrillen (twisted pair) verringert die Störstrahlung, aber wo die Grenzen liegen, keine Ahnung. UTP-Kabel mit max 3m Länge haben bei mir jedoch mit 100Mbit immer funktioniert.
Oder habt ihr noch bessere Ideen?
Erfahrungen mit NF (Audio). Abschirmung nur an einer Stelle auf Masse legen, an der Baugruppe, die sendet. Ich hatte mal einen Impulsgeber in der Nähe eines 200-Watt Motors mit Kohlebürsten (funkt wie Sau) unterzubringen, Verbindung über Diodenkabel mit dem Steuergerät. Der Unterschied hinsichtlich der "Masselegung Abschirmung" war krass, Schirm am Steuergerät (Empfänger) auf Masse brachte jede Menge Störstrahlung mit, was ein Arbeiten unmöglich machte, Schirm in der Nähe des Motors an Masse, alles OK. Auf einem Oszillografen war das sehr schön zu sehen ;-)
Brummschleifen entstehen auch innerhalb eines Gerätes, insbesondere wenn ein Trafo in der Nähe ist, Abhilfe: Abschirmungen stets nur an einer Seite auf Masse legen und das nur an einem Lötstützpunkt (Stern).
Leider bringt eine äußerliche und nachträglich angebrachte "Sternpunkt-Erdung" bei dedizierten Geräten (Plattenspieler, Verstärker) i.d.R. nichts, weil infolge Schutzleiter eine Brummschleife faktisch schon eingebaut ist. Manchmal hilft es jedoch, den Netzstecker rumzudrehen (Stromschlag-Studie mit Allstrom-Fernseher an moderner Gemeinschaftsantenne).
Horst Fehlstrom