Michael: Wahre Freiheit?

Beitrag lesen

Hallo Christian,

das es wahre Freiheit nicht geben kann, dass zeigt sich ja schon an viel trivialeren Dingen. Man ist immer Zwängen ausgesetzt. Stell Dir nurmal vor, was für ein Chaos es gäbe, wenn keine Gesetze da wären und jeder wirklich machen könnte, was er wollte. Würdest Du das für gut befinden?
Grenzen zu haben ist also was ganz natürliches. Das gab es schon immer und nicht nur in der sogenannten Leistungsgesellschaft. Würdest Du vor 10000 Jahren leben und müsstest zum Beispiel Dir im Wald Nahrung suchen oder erjagen, Du hättest nicht minder Probleme. Heutzutage gehst Du einfach zum Kühlschrank und fertig. Du denkst da nichtmal mehr darüber nach. So gesehen ist es in unserer angeblich so unmenschlichen Leistungsgesellschaft gar nicht so schlecht, oder?
Und wie schon angedeutet, Leistung wird immer erwartet. Von nichts kommt nichts. Da hilft es auch wenig, immer alles auf die angeblich so schlechte Gesellschaft zu schieben. Das Fassade auch eine gewisse Frustration und Unehrlichkeit mitsich bringt, läßt sich leider nicht verhindern.

Ich stimme Dir zu mit dem was Du sagst, daß man heutzutage Präsentation sehr wichtig ist und daher der Ausgleich (gute Freunde zu haben) wiederum auch. Aber Du hast insofern die Freiheit Dir solche Dinge auszusuchen. Du hast die Möglichkeit Freunde zu gewinnen. Du hast die Möglichkeit ein Beruf zu ergreifen, indem Präsentation eine nicht ganz so starke Rolle spielt. Das willst Du aber vielleicht nicht tun, weil Dir die Arbeit bei IBM ja auch irgendwo Spaß macht. Aber dann musst Du halt auch die negativen Seiten in Kauf nehmen. Gewisse Pflichten und Zwänge sind überall mit dabei. Das läßt sich leider nicht umgehen.

Gruß
   Michael