Jurist erfindet neues Mailverfahren
Hausmeister
- menschelei
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Guten Tag liebe Leser,
man lernt ja nie aus. Als Hausmeister, da kriegt man ja viel mit, was so los ist in der Welt in und um die Kanzlei herum. Und da ist man ja von Natur aus auch technisch schon etwas beschlagen.
Und letztens hab ich was gelesen, beim Post holen - ja ich muss immer den Briefkasten leeren, das gehört zu meinen Aufgaben - das fand ich interessant.
Da wird einer beschuldigt, einen anderen per Mail belästigt zu haben, und zwar durch Versenden eines Mails auf eine Adresse die war wie folgt aufgebaut:
name § domainname.tld
Ein Druckfehler war das nicht, denn es kam auf mehreren Seiten in immer der selben Schreibweise vor.
Da frag ich doch jetzt mal das werte Publikum, wie das geht.
Ich bin ja nun schon etwas älter und versteh das ganze moderne Zeugs vielleicht nicht mehr so ganz richtig. Oder haben die den Namensraum für e-Mail-Adressen erweitert und ich hab's nicht gemerkt ???
Vielleicht kann mir ja mal einer Licht ins Dunkel bringen.
Da das vielleicht hier etwas vom Thema weggeht könnt Ihr mir auch heimleuchten nach:
advograf.de und dort im AdvoBoard.
Schönen nachdenklichen Tag noch
Euer Hausmeister
Hi,
name § domainname.tld
Ein Druckfehler war das nicht, denn es kam auf mehreren Seiten in immer der selben Schreibweise vor.
wenn beim Ausdruck das "@" in ein "§" umgewandelt wird...
Da frag ich doch jetzt mal das werte Publikum, wie das geht.
Ich kann Dir eine eMail schicken, in der "To: billg@microsoft.com" steht, oder auch "To: verweigert wegen § 218". Gar kein Problem. Das To: sagt nämlich so ziemlich gar nichts aus...
HTH
Cheatah
Guten Tag Cheatah,
Ich kann Dir eine eMail schicken, in der "To: billg@microsoft.com" steht, oder auch "To: verweigert wegen § 218". Gar kein Problem. Das To: sagt nämlich so ziemlich gar nichts aus...
Das ist mir bekannt, wenn denn die zugeordnete Adresse hinter dem to: ordentlich aufgebaut ist oder dem Namen "verweigert wegen § 218" im Mailprogramm eine richtige Adresse zugeordnet ist.
Aber sollte ein Anwalt nicht seinen Computer wenigstens richtig bedienen können, wenn er sich schon keinen Mahn-O-Mat(tm)leisten kann (der Ärmste).
Nachdenkliche Grüße
Euer Hausmeister
Hi,
Ich kann Dir eine eMail schicken, in der "To: billg@microsoft.com" steht, oder auch "To: verweigert wegen § 218". Gar kein Problem. Das To: sagt nämlich so ziemlich gar nichts aus...
Das ist mir bekannt, wenn denn die zugeordnete Adresse hinter dem to: ordentlich aufgebaut ist oder dem Namen "verweigert wegen § 218" im Mailprogramm eine richtige Adresse zugeordnet ist.
nope. Eine eMail ist Text, nichts anderes. Ob da jetzt irgendein Mailprogramm (Du meinst sicher Outlook, gell?) noch etwas anderes drin sieht, ist absolut unerheblich.
Ich kann Dir eine Mail schicken, in der der _Text_ "To: verweigert wegen § 218" im Header steht, wo also nicht der geringste Hinweis auf Deine Adresse zu finden ist. Trotzdem wird die Mail von den Servern, über die sie läuft, zu Dir übermittelt werden.
Für den Empfänger sind Header zuständig, die Du am Ende nicht mehr siehst. Das "To:" sagt darüber nichts aus. Es kann fehlen, es kann irgendwas anderes enthalten - es kann aber auch übereinstimmen.
Cheatah
Guten Abend Cheatah,
Für den Empfänger sind Header zuständig, die Du am Ende nicht mehr siehst. Das "To:" sagt darüber nichts aus. Es kann fehlen, es kann irgendwas anderes enthalten - es kann aber auch übereinstimmen.
Irgendwie muß ja aber die Adresse in den Header gelangen. Und wenn sie dann da ist, dann muss sie doch einem vorgeschriebenen Syntax genügen, der meines Wissens nach Empfänger@Domain.tld lautet.
Ich wollte auch garnicht den Platz der Mail-Adresse innerhalb der Mail erfragen, sondern den vorgeschriebenen Syntax. Wenn ich also dem "Sende-Programm" egal ob selbstgeschrieben oder z.B. Outloock für diese Aufgabe etwas in der Form Empfänger§Domain.tld übergebe, dürfte die Mail meines Wissens nach im Orkus landen, bei den Daemons, die sofort mit meutern anfangen ;-)oder ???
Nachdenklichen Abend
Euer Hausmeister
Hi,
Für den Empfänger sind Header zuständig, die Du am Ende nicht mehr siehst. Das "To:" sagt darüber nichts aus.
Irgendwie muß ja aber die Adresse in den Header gelangen. Und wenn sie dann da ist, dann muss sie doch einem vorgeschriebenen Syntax genügen, der meines Wissens nach Empfänger@Domain.tld lautet.
ja, aber dieser (relevante) Header ist beim Empfänger nicht mehr verfügbar - er ist _nicht_ der To-Header! Was dort drin steht, ist wie gesagt absolut unerheblich. Das To: sagt _nichts_ über den Empfänger aus.
Ich wollte auch garnicht den Platz der Mail-Adresse innerhalb der Mail erfragen, sondern den vorgeschriebenen Syntax.
Ach so. Die steht in RFC 822, ftp://ftp.isi.edu/in-notes/rfc822.txt.
Wenn ich also dem "Sende-Programm" egal ob selbstgeschrieben oder z.B. Outloock für diese Aufgabe etwas in der Form Empfänger§Domain.tld übergebe, dürfte die Mail meines Wissens nach im Orkus landen, bei den Daemons, die sofort mit meutern anfangen ;-)oder ???
Was ich Dir die ganze Zeit zu sagen versuche: Die Demons, Server oder wer auch immer interessieren sich gar nicht dafür, was im To: steht. Das ist ihnen egal, weil sie wissen, daß es für sie keine nennenswerten Informationen enthält. Sie schauen nach anderen Headern, die Du, wie gesagt, am Ende dann nicht mehr zu Gesicht bekommst.
Wäre es anders, würde auch Bcc: nicht funktionieren.
Cheatah
Guten Tag Cheatah,
Du siehst, Hausmeister müssen auch Samstags ran. Müll rausschaffen, Post holen ...
Irgendwie muß ja aber die Adresse in den Header gelangen. Und wenn sie dann da ist, dann muss sie doch einem vorgeschriebenen Syntax genügen, der meines Wissens nach Empfänger@Domain.tld lautet.
Was ich Dir die ganze Zeit zu sagen versuche: Die Demons, Server oder wer auch immer interessieren sich gar nicht dafür, was im To: steht. Das ist ihnen egal, weil sie wissen, daß es für sie keine nennenswerten Informationen enthält. Sie schauen nach anderen Headern, die Du, wie gesagt, am Ende dann nicht mehr zu Gesicht bekommst.
Dann muss ich die Frage anders stellen, denn irgendwie reden wir aneinander vorbei.
Wie weiss mein Mailprogramm wo mein Mail hinsoll, wenn ihm (nach deiner Aussage) der to:Eintrag egal ist. Das kann doch nicht hellsehen.
Nehmen wir an ich will dir zum Beispiele eine Mail senden. Dan trage ich entweder
to:Hajo@hadiko.de ein oder deinen Namen "Cheatah", wenn ich im Adressbuch zu Cheatah die Verknüpfung mit Hajo@hadiko.de eingetragen habe.
Gebe ich aber (z.B.) nur "Hajo § hadiko.de" ein, passiert im schlechtesten Fall garnichts, ODER ????
Vielleicht begreife ich es ja noch
mit weiterhin grübelnden Grüßen
Der Hausmeister
Hi,
Du siehst, Hausmeister müssen auch Samstags ran. Müll rausschaffen, Post holen ...
ich bin kein Hausmeister, sitze aber gerade in der Firma...
Wie weiss mein Mailprogramm wo mein Mail hinsoll, wenn ihm (nach deiner Aussage) der to:Eintrag egal ist. Das kann doch nicht hellsehen.
Deinem Mailprogramm (Client) ist der To-Header vermutlich nicht egal (kommt auf das Mailprogramm an). Dem Rest der Netzwelt schon. Das ist aber eine Einschränkung Deiner Software, keine des Transportprotokolls.
Gebe ich aber (z.B.) nur "Hajo § hadiko.de" ein, passiert im schlechtesten Fall garnichts, ODER ????
Dann mußt Du ein anderes Mailprogramm benutzen, daß nicht nur To-, Cc- und Bcc-Header nach Rezipienten durchforstet. Das bekannte (ursprünglich Unix-)Programm sendmail tut dies beispielsweise nur, wenn man es ihm mit der Option -t sagt; ansonsten muß man ihm den/die Empfänger explizit mitteilen. Was dann im To: steht, ist - mal wieder - egal.
Cheatah
Guten Abend Cheatah,
Wie weiss mein Mailprogramm wo mein Mail hinsoll, wenn ihm (nach deiner Aussage) der to:Eintrag egal ist. Das kann doch nicht hellsehen.
Deinem Mailprogramm (Client) ist der To-Header vermutlich nicht egal (kommt auf das Mailprogramm an). Dem Rest der Netzwelt schon. Das ist aber eine Einschränkung Deiner Software, keine des Transportprotokolls.
Gebe ich aber (z.B.) nur "Hajo § hadiko.de" ein, passiert im schlechtesten Fall garnichts, ODER ????
Dann mußt Du ein anderes Mailprogramm benutzen, daß nicht nur To-, Cc- und Bcc-Header nach Rezipienten durchforstet. Das bekannte (ursprünglich Unix-)Programm sendmail tut dies beispielsweise nur, wenn man es ihm mit der Option -t sagt; ansonsten muß man ihm den/die Empfänger explizit mitteilen. Was dann im To: steht, ist - mal wieder - egal.
Irgendwie habe ich die Vermutung, dass wir andauernd über zwei verschiedene Dinge reden. Du erzählst laufend etwas von einem Header.
An der Stelle, wo der eine Rolle spielt, sind wir aber noch garnicht angekommen.
Selbst Deinem Sendmailprogramm musst du doch irgendwie mitteilen, also z.B. als Eingabe, wohin es den bitteschön deine Mail senden soll. Weil das Programm ja nicht hellsehen kann.
Und dieser String muß Dinge enthalten, wie den Namen des Mailpostfaches und den Domain-Servernamen auf welchem das Postfach sich befindet. Und um diese Dinge einheitlich zu übergeben gibt es doch den Syntax wie eine e-Mail-Adresse aufgebaut ist. Also nach meiner Kenntnis eben "Postfachname@Domainname.tld".
Das mit dem To: und Bcc: usw. ist doch nur Oberfläche oder Bedienhinweis für das E-Mail-Programm, enthebt doch aber nicht von der Aufgabe innerhalb des To: oder Bcc: "richtige" e-Mailadressen oder einen Verweis aufs Adressbuch welches dann ebend die "richtige" e-Mailadressen enthält anzugeben.
Wenn man einfach nur einen Textstring mit dem Inhalt an sendmail sendet ohne sowas wie ein Ziel für den String, dann dürfte es dem Programm schwerfallen, diesen richtig zuzustellen.
Sonst sag mir mal woher das Programm diese Information nimmt.
Sehr gespannt auf die Auflösung
dieser Zauberei wartend
Euer Hausmeister