Sonia: WOLLEN WIR NICHT EINE GEWERKSCHAFT GRÜNDEN?

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Hallo Frank,

Tschuldigung: Wieso sage ich viel besser, es reicht etwas und Machen, das wäre ja schon was. -

Das Problem ist doch, selbst wenn du eine ganz neue Gewerkschaft gruendest,
bist du ein Zahnrad unter einer Maschinerie. Die hat ihr eigenes Uhrwerk
und zwingt dich damit in eine Zwangsjacke von Verhaltensregeln. Ich sage
nicht das sich damit nichts aendern wuerde, aber das diese neue Gewerkschaft
genauso wie die anderen enden wuerde. Bestes Beispiel (ist zwar keine G.
aber...) sind die Gruenen, als kleine unwichtige Partei, die idealistischen
Vorstellungen und wenn sie dann da sind, wo sie wirklich was bewirken
koennen, muessen sie das Spiel der anderen doch zum grossen Teil mitspielen.

Nichts tun ist immer schlimmer, als wenigstens etwas, um ein bissl was zu
aendern. Aber ich glaub ausserdem, den Leuten gehts noch zu gut, um
ihren Hintern hochzukriegen. Die Gewerkschaft lebt ja bekanntlich
von den Mitgliedern

NOCH NIE IN DER GESCHICHTE: Das ist sehr sehr vermessen. Weisst Du, es gab die 6-Tagewoche in D, und es gab in Tarifverträgen nicht schon immer 6 Wochen Urlaub (30 Tage). Dafür ist gestreikt worden, das waren keine Geschenke.

Damit spiele ich auf den ganzen Apparat an und nicht auf einzelne
Errungenschaften. Mit "noch nie in der Geschichte"   meine ich, das noch nie
ein grosses altes System durch ein neues ersetzt wurde ohne irgendwann
wieder die selben Probleme mit sich rumzutragen oder andere Mutationen
davon. Das gilt auch dann, wenn du neben das alte System ein neues baust.
Es spielt immer der grundsaetzliche Kraftfaktor die Rolle:
die Mitglieder (Gewerkschaft,Vereine usw.),das Volk (Politik)(sehr allgemein),
die Arbeitnehmer (Arbeitsklima,soz Verhalten), usw usw usw.
solange es all den Leuten, bei dem was sie grundsaetzlich tun, gut geht
behaupte ich, das es sogar so weit geht, das das sozialverhalten andern
gegenueber verkuemmert --> Mir gehts ja gut.

Amen ;-)

Gruss
Sonia