Hallo,
ich könnte mich schon wieder darüber aufregen, wie mit Freiheit (in dem Fall Pressefreiheit) umgegangen wird.
Zu dem Fall des Flugzeugabsturzes in Korea melden Bild und Kölner Stadtanzeiger, der auch nicht immer sachlich ist, zwei verschiedene Dinge.
KStA:
"Nach dem Absturz eines chinesischen [...] Die Unglücksursache ist weiterhin unklar. (dpa)"
Bild:
"Der Pilot [...] riskanten Wendemanöver gegen einen Berg geprallt. [...] wird ihm nach seiner Genesung der Prozess gemacht. Spezialisten werten Flugschreiber und Stimmenrecorder aus, um die Absturzursache zu klären. Aber schon jetzt scheint eine Mitschuld des Piloten klar: Er flog viel zu tief. In China wird die Todesstrafe per Genickschuss vollstreckt."
Ich finde das unheimlich und menschenverachtend, welche Schlußfolgerung gezogen werden. Wenn eine Mitschuld vorliegt, würde einem Piloten auch in Deutschland der Prozeß gemacht. Aber daraus zu schlußfolgern, daß wg. härterer Strafen gleich die Todesstrafe verhängt werden kann, finde ich unmöglich!
Die Bildzeitung macht sich aber durch Ihren Satzbau auch unangreifbar, denn wenn man die mal interessehalber genau liest, fällt einem auf, daß die meisten Schlagzeilen eine Frage sind. Tja, fragen kann man sich vieles, aber ob diese wilde Spekulation, die wohl nur dazu dient, den Verkauf anzuheizen, solche Vorgehensweise rechtfertigt?
Ich bin für (Presse-)Freiheit, aber solche Dinge sollten in geeigneter Weise unterbunden werden dürfen.
Reiner