Bio: (HARDWARE) ADSL-Modem fiept!

Sup!

Heute morgen musste ich feststellen, dass mein ADSL-Modem fiept. Ich glaube, daß dies ein neues Phänomen sein muß, sonst wäre es mir sicher vorher aufgefallen.
Tricky, wie ich bin, habe ich das Modem (XAVI-DSL? - drin sind alle möglichen Chips von Intel über ARM und Xilinx bis hin zu sonstwas...) sofort geöffnet, um etwaige fiepsende Elemente zu identifizieren und ggf. zum Schweigen zu bringen.
Ungünstigerweise entzog sich die Quelle des sehr hochfrequenten Fiepsens jeglicher genauerer Lokalisierung durch die unsensiblen menschlichen Ohren.

Nun weiss ich natürlich, daß ICs im Prinzip nicht fiepsen - aber welche Bauteile können sowas möglicherweise? Vielleicht Entstör-Drosseln? Oder Dioden? Oder Kondensatoren?

Gebt mir einen Tipp, und ich vergiesse die verdächtigen Bauteile mit Heisskleber (Es sei denn, das ist zu heiss?) oder meinetwegen Uhu oder Silikon - Hauptsache, das blöde Modem gibt Ruhe!

Oder ist "Fiepen" etwa ein Reklamationsgrund für ADSL-Modems?

Gruesse,

Bio

  1. Sup!

    Hossa!

    Heute morgen musste ich feststellen, dass mein ADSL-Modem fiept. Ich glaube, daß dies ein neues Phänomen sein muß, sonst wäre es mir sicher vorher aufgefallen.
    Tricky, wie ich bin, habe ich das Modem (XAVI-DSL? - drin sind alle möglichen Chips von Intel über ARM und Xilinx bis hin zu sonstwas...) sofort geöffnet, um etwaige fiepsende Elemente zu identifizieren und ggf. zum Schweigen zu bringen.
    Ungünstigerweise entzog sich die Quelle des sehr hochfrequenten Fiepsens jeglicher genauerer Lokalisierung durch die unsensiblen menschlichen Ohren.

    Aha!

    Nun weiss ich natürlich, daß ICs im Prinzip nicht fiepsen - aber welche Bauteile können sowas möglicherweise? Vielleicht Entstör-Drosseln? Oder Dioden? Oder Kondensatoren?

    Hmmmm...

    Gebt mir einen Tipp, und ich vergiesse die verdächtigen Bauteile mit Heisskleber (Es sei denn, das ist zu heiss?) oder meinetwegen Uhu oder Silikon - Hauptsache, das blöde Modem gibt Ruhe!

    Also ich benutz da immer ein Hammer. Vorteil: Es gibt kein Piepsen mehr. Nachteil: Der Rest funktioniert dann auch nicht...

    Oder ist "Fiepen" etwa ein Reklamationsgrund für ADSL-Modems?

    Reklamation?! Hmmm.. gute Idee.

    Gruesse,

    Yo...

    Bio

    Manaman

    1. Hallo Bio,

      auf die Gefahr, dass da schon wieder ein Trollscherz entsthet...

      Fiepen ist immer ein Zeichen von ... Akustik
      Na, und Akustik hat mit Luft und Schwingung zu tun, oder sitzt Dein Modem im Aquarium? Wöre ja auch möglich.

      Na, und die Luft wird zum Schwingen gebracht. Dazu bedarf es Masse.
      Masse ist meistens dort vorhanden, wo Eisen ist. Eisen oder auch drähte würde ich suchen im HF-Koppler (das ist die kliene meistens kackbraune rechteckige Schachtel in dr Nähe der Netzwerk-Buchse. Müssten eigentlich zwei Stück bzw bei ATM+Ethernet-fähigen Modems sogar drei drin sein. Wenn das Fiepen in Intervallen auftritt, deutet das darauf hin.

      Wenn es deuernd fiept -> Schaltnetzteil. Das könnte dann demnächst wohl die Füße durchstrecken.

      Mußtest Du das Modem kaufen?

      Sonst solltest Du vielleicht mal<img src="http://bitworks.de/~images./Absturz2.gif" border=0 alt="">
      die Maus rauslassen.

      Liebe Grüße

      Tom

      1. Sup!

        Masse ist meistens dort vorhanden, wo Eisen ist. Eisen oder auch drähte würde ich suchen im HF-Koppler (das ist die kliene meistens kackbraune rechteckige Schachtel in dr Nähe der Netzwerk-Buchse. Müssten eigentlich zwei Stück bzw bei ATM+Ethernet-fähigen Modems sogar drei drin sein. Wenn das Fiepen in Intervallen auftritt, deutet das darauf hin.

        Tja, da ist aber nur so ca. eine kleine rechteckige braune Schachtel, auf der steht .151 drauf. Sie scheint zwei Kontakte zu haben, und die Platine nennt sie "L5". Wenn die fiept, dann kann man wohl nix machen, hmm?

        Gruesse,

        Bio

        1. Hi Bio,

          Tja, da ist aber nur so ca. eine kleine rechteckige braune Schachtel, auf der steht .151 drauf. Sie scheint zwei Kontakte zu haben, und die Platine nennt sie "L5". Wenn die fiept, dann kann man wohl nix machen, hmm?

          Aufmachen und soviel Draht abwickeln, bis nix mehr geht...

          Oder eingießen in Kunstharz

          Gruß

          Tom

      2. Sali

        Sonst solltest Du vielleicht mal<img src="http://bitworks.de/~images/Absturz2.gif" border=0 alt="">
        die Maus rauslassen.

        mit gruss
        dongga

  2. Heute morgen musste ich feststellen, dass mein ADSL-Modem fiept. Ich glaube, daß dies ein neues Phänomen sein muß, sonst wäre es mir sicher vorher aufgefallen.
    Tricky, wie ich bin, habe ich das Modem (XAVI-DSL? - drin sind alle möglichen Chips von Intel über ARM und Xilinx bis hin zu sonstwas...) sofort geöffnet, um etwaige fiepsende Elemente zu identifizieren und ggf. zum Schweigen zu bringen.

    Nun weiss ich natürlich, daß ICs im Prinzip nicht fiepsen - aber welche Bauteile können sowas möglicherweise? Vielleicht Entstör-Drosseln? Oder Dioden? Oder Kondensatoren?

    Pfeif-, Pieps- und Fiepgeräusche geben grundsätzlich nur Spulen (dazu gehören Drosseln, aber auch Transformatoren) von sich. Du hast nicht geschrieben, ob Dein Modem ein eingebautes Netzteil besitzt; falls dem so ist, ist der Störenfried mit hoher Wahrscheinlichkeit dort zu suchen, weil dort die meiste Leistung verwurstet wird.

    Plastikspray ist normalerweise die erste Wahl. Da sowas aber nicht in jedem Haushalt zu finden ist, kannst Du auch Heißkleber benutzen. Achte aber darauf, daß das betreffende Bauteil unter Umständen im Betrieb warm/wärmer/heiß wird und der Kleber sich dementsprechend selbstständig machen kann - also nicht zu viel, ansonsten schwimmt nachher das ganze Gerät in Klebe.
    Lokalisieren lässt sich der Störenfried, indem man mit einem isolierenden Gegenstand (zum Beispiel ein Plastik- oder Holzstab) die Spulen von oben auf die Platine drückt.

    ABER: Man arbeitet NICHT in elektrischen Geräten und insbesondere in Netzteilen, solange das Gerät unter Spannung steht und man keinen speziell eingerichteten Arbeitsplatz für solche Sachen hat (Stichwort: Trenntrafo)! Es können ÜBERALL im Gerät Spannungen von bis zu 325 Volt anliegen; das gilt ausdrücklich nicht nur für die Platinenunterseite, sondern auch die Bauteile selber!

    Also: Keine Bastel- und Probierstunde am Küchentisch, auch wenn Dir bekannt sein sollte, an welchem Ende ein Lötkolben heiß wird. Besser:

    Oder ist "Fiepen" etwa ein Reklamationsgrund für ADSL-Modems?

    Wenn's stört und/oder das Ding aus dem Fachhandel kommt (damit meine ich nicht Mediamarkt und andere Kistenschieber oder Billigramscher), geht's auch.

    Gruß,
      soenk.e

    1. Hi Bio

      vielleicht hast Du Deine Rechnung nicht bezahlt?

      Die haben da ja jetzt ganz subtile Sachen drauf, um Rückstände einzutreiben...

      Butzi

    2. Sup!

      Pfeif-, Pieps- und Fiepgeräusche geben grundsätzlich nur Spulen (dazu gehören Drosseln, aber auch Transformatoren) von sich. Du hast nicht geschrieben, ob Dein Modem ein eingebautes Netzteil besitzt; falls dem so ist, ist der Störenfried mit hoher Wahrscheinlichkeit dort zu suchen, weil dort die meiste Leistung verwurstet wird.

      Ne, das Netzteil ist extern und brummt höchstens, aber so ein wenig Brummen ist viel weniger schlimm als fiepsen - auf jeden Fall höre ich nix davon.

      Plastikspray ist normalerweise die erste Wahl. Da sowas aber nicht in jedem Haushalt zu finden ist, kannst Du auch Heißkleber benutzen. Achte aber darauf, daß das betreffende Bauteil unter Umständen im Betrieb warm/wärmer/heiß wird und der Kleber sich dementsprechend selbstständig machen kann - also nicht zu viel, ansonsten schwimmt nachher das ganze Gerät in Klebe.

      Vielleicht sollte ich mir sowas mal kaufen.

      Lokalisieren lässt sich der Störenfried, indem man mit einem isolierenden Gegenstand (zum Beispiel ein Plastik- oder Holzstab) die Spulen von oben auf die Platine drückt.

      Hmm... ich habe immer Angst vor "auf Platinen drücken"... aber ich probier's mal.

      (Minuten später)

      Ich habe das dämliche Bauteil gefunden! Es war so ein verhältnismässig großer, kupferdrahtumwickelter gelber Eisenring (Entstördrossel, anscheinend). Draufgedrückt: Ruhe. Losgelassen: Fiepst! Gleich ertränke ich das Ding in Plastikspray... den ich mir mal eben kurz besorgen muß.

      ABER: Man arbeitet NICHT in elektrischen Geräten und insbesondere in Netzteilen, solange das Gerät unter Spannung steht und man keinen speziell eingerichteten Arbeitsplatz für solche Sachen hat (Stichwort: Trenntrafo)! Es können ÜBERALL im Gerät Spannungen von bis zu 325 Volt anliegen; das gilt ausdrücklich nicht nur für die Platinenunterseite, sondern auch die Bauteile selber!

      Ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass mit Kuchenhandschuhen bekleidet die 12V, die das Modem vom Netzteil bekommt, nicht lethal sein können, wenn ich mit einem Platikstab auf das Bauteil drücke.

      Wenn's stört und/oder das Ding aus dem Fachhandel kommt (damit meine ich nicht Mediamarkt und andere Kistenschieber oder Billigramscher), geht's auch.

      Ne, gehört Arcor.

      Und danke für den Tipp mit den Spulen... ich werde eine "Modem-Entfiepsen-Howto schreiben" - vielleicht ;-)

      Gruesse

      Bio

      1. Lokalisieren lässt sich der Störenfried, indem man mit einem isolierenden Gegenstand (zum Beispiel ein Plastik- oder Holzstab) die Spulen von oben auf die Platine drückt.

        Hmm... ich habe immer Angst vor "auf Platinen drücken"... aber ich probier's mal.

        Nachtrag für's Archiv: Mit "von oben auf die Platine drücken" meinte ich hauptsächlich die Bewegungsrichtung, vielleicht hätte ich auch "leicht anpressen" schreiben sollen. "Drücken" heißt ja nicht gleich mit aller Gewalt in den Erdboden rammen; es geht hier nur darum, das Bauteil "festzuhalten".

        Das Fiepsen kommt daher, daß durch die Spule ein Wechselstrom fließt, welcher wiederum ein wechselndes Magnetfeld erzeugt, welches die Spule dann zum Schwingen bringt, was sich schlußendlich (bei entsprechender Frequenz und Wackeligkeit) als Fiepsen äußert.

        Da mit steigender Stromstärke auch die Stärke des Magnetfeldes zunimmt (und somit die Bewegung der Spule) finden sich Fiepser meistens in den Gegenden eines Gerätes, in dem viel Strom (Leistung) verarbeitet wird: das ist zu allererst die Spannungsversorgung.
        Was übrigens nicht unbedingt gleich ein 230V-Netzteil sein muß; Dein Gerät könnte zum Beispiel ebenfalls eine Stufe besitzen, die aus der einen Spannung des Steckernetzteiles mehrere erzeugt (auch höhere, für die Telefonleitung benötigte). Darauf deutet Deine Beschreibung eines "verhältnismässig großen, kupferdrahtumwickelten, gelben Eisenringes" hin und die Tatsache, daß das Ding offensichtlich mit hoher Frequenz bearbeitet wird (ergo: Schaltnetzteil).

        ABER: Man arbeitet NICHT in elektrischen Geräten und insbesondere in Netzteilen, solange das Gerät unter Spannung steht und man keinen speziell eingerichteten Arbeitsplatz für solche Sachen hat (Stichwort: Trenntrafo)! Es können ÜBERALL im Gerät Spannungen von bis zu 325 Volt anliegen; das gilt ausdrücklich nicht nur für die Platinenunterseite, sondern auch die Bauteile selber!

        Ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass mit Kuchenhandschuhen bekleidet die 12V, die das Modem vom Netzteil bekommt, nicht lethal sein können, wenn ich mit einem Platikstab auf das Bauteil drücke.

        Gut, wenn's ein _externes_ Netzteil hat, ist die Sache nicht ganz so wild.
        Bei Telefongeschichten sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben, daß beispielsweise analoge Telefone an Ihrer Telefonbuchse AFAIK mindestens 100 Volt spannungsfest sein müssen, der Normalbetrieb liegt irgendwo zwischen 40 und 60 Volt (auch bei ISDN).
        Das ist aber nur aus meinem verstaubten Gedächtnis gekramt, für DSL kenne ich garkeine Werte. Da die Dinger aber fast direkt an der Buchse klemmen, parallel zum Telefon, sollte man auch dort mit sowas rechnen.

        Gruß,
          soenk.e

        1. Sup!

          Ehm... egal wieviele Volt, ich lebe noch, und das Fiepsen ist IMHO nun, nachdem ich die gesamte Drossel in Heisskleber quasi ertränkt und eingesargt habe, wesentlich gedämpft, wenn auch leider nicht total weg. Vielleicht kann der Metallkern in seiner gelben Ummantelung noch weiterschwingen, obwohl die ganzen Kupferdrahtwicklungen mit Heisskleber ummantelt sind. Aber man hört es nur noch aus naechster Naehe, ist also wesentlich besser.

          Gruesse,

          Bio

          1. Oooh Bio, Chance vertan ...

            Ich hab da nen Kumpel in Köln, dessen Chefs Schwagers Frau
            hat mal von ner Freundin ihrer Nichte dritten Grades erzählt,
            deren Oma ihre Katzenallergie mit ADSL-Modem-Fiepen bekämpfen konnte
            und jetzt sehr froh über ihre Rheumaeinlagen ist.

            Ich hoffe, Du bist noch jung und hast noch einige Modemleben vor Dir,
            bevor Du Dich mit sowas beschäftigen muss.

            Mehr Glück beim nächsten Modem, itsme

            P.s.: Ensteht wahrer Smog nicht erst durch dauernde Penetranz
            der kaum bewusst wahrnehmbaren Beeinträchtigungen?

        2. Hai,

          stimmt, in der Vermittlungsstelle der Telekom werden an deine Leitung 60 V angelegt. Danach folgen noch ca. 5 - 10 km Kabel mit 0,6 (?) mm² Durchmesser. Auf dieser Strecke wird das Ding min 6 mal gelötet. Bei Körperkontakt kommt dann noch ein Übergangswiderstand > 1kOhm plus dein Körperwiderstand ~ 1 kOhm dazu. Also alles in allem kann da keine lethale Dosis bei rauskommen. In den 5 Jahren die ich vor Urzeiten bei der Telekom gearbeitet habe, war nie was zu merken. Es sei denn du warst sehr nahe an der Vermittlungsstelle und hattest bei einem eingehenden Rufwechselstrom die blanken Enden in der Hand, daß bitzelt schon ein Wenig.

          Also Entwarnung. ;-)

          Uhf