Hi Sven!
... Ich glaube dir zwar, daß du denkst, gewisse Medien würden scheinbar mehr Echtheit vermitteln als andere Medien, ...
Und genau das ist es doch die Wirkung auf den Personal-Menschen und der wird in diesem Punkt geauso reagieren wie Michael oder die meisen anderen. Gescannte Vorlagen schauen eben "echter" aus.
Weiter muss die kriminelle Energie bei der Fälschung eines Scanns größer sein. Man muss die Note Ausschneiden, sich 'ne andere Vorlage suchen wieder einfügen... einen Tippfehler kann man da schon schneller "passieren lassen", und sich dann gut rausreden, hat sich halt vertippt. Daher würde ich gescannten Zeuginssen - auch nach Deinen Ausführungen - immer noch als glaubhafter einstufen.
Also, eine große Grafik hat zwei Probleme zu lösen, die nicht gleichzeitig lösbar sind:
Erstens sollte sie bei einer gewissen Bildschirmauflösung komplett (oder zumindest in der Breite) auf den Bildschirm passen. Das begrenzt die Breite in Pixeln im Prinzip auf unter 800. Macht man die Grafik breiter, gibts möglicherweise horizontale Scrollbalken, die das Lesen extrem stören. Schneidet man den bei Papierseiten üblichen breiten Rand einfach weg, sieht das Ergebnis extrem eklig und schlecht aus (sofern man dadurch nicht ohnehin Briefköpfe wegschneiden würde, was sich natürlich verbietet).
Den Rand kann man etwas beschneiden, das geht schon.
Zweitens: Man muß soviele Pixel Breite und Höhe erzeugen, daß man die Seite überhaupt lesen kann. Faxgeräte arbeiten gewöhnlich mit 100 dpi - die Ergebnisse von Faxausdrucken sind bei unpassender Schrift entsprechend unlesbar. 150 dpi wäre eine gute Idee - als ersten Scan, der noch nachzubearbeiten ist (und vielleicht verkleinert werden kann) ist aber 300 dpi anzuraten.
Die Qualität eines Faxgerätes ist nicht unbedingt mit einem guten Scanner gleichzusetzen, mit 100dpi bekommt man schon recht brauchbare Ergebnisse, etwas mehr darf es aber auch sein. Ich würde gleich mit der endgültigen Auflösung scannen (abh. von optischer Auflösung des Scanners), da es beim herunterskalieren das Bild meist nicht besser wird.
Clemens