Ole: Elektronik : Ein PC-Netzteil missbrauchen für Musikerequipment

Hi

bin ein wenig am verzeifeln mit meinem Gitarrenequipment.
ich brauche nämlich ein Netzteil mit mind. 1,8 A um eines meiner Geräte zu betreiben.

Da hab ich mir gedacht: kann doch nicht so schwer sein was zu finden.
Aber ich hab mich getäuscht.

Steckernetzteile gibt es anscheinend nur bis max 1,5 A und damit läuft das Gerät einfach nicht (nunja, die lämpchen gehen schon mal an, da hörts dann aber auch auf ;-)).

dann hab ich mir gedacht: hmmm....du hast doch soooo viele pc-netzteile bei dir rumliegen...so ein 300 watt exemplar läßt sich doch bestimmt missbrauchen.

ein netzteil hat ja bekanntlich folgende stränge:

+3.3V/4A +5V/20A +12V/6A +5VBS/2A

und da sind ja ampere genug für jeden dabei :)

meine frage nun an die bastelbegeisterten unter euch:
wie kann ich aus diesen leitungen eine basteln die 9 V und mind 1,8 A hat?

der saft würde ja ausreichen um meine ganze pereferie (schreibt man das so?? :-)) zu befeuern *g*.

wenn niemand eine idee hat, würden mir auch links zu guten elektronik-bastler-seiten helfen.

alles liebe
ole
(8-)>

  1. Moin!

    ein netzteil hat ja bekanntlich folgende stränge:

    +3.3V/4A +5V/20A +12V/6A +5VBS/2A

    und da sind ja ampere genug für jeden dabei :)

    meine frage nun an die bastelbegeisterten unter euch:
    wie kann ich aus diesen leitungen eine basteln die 9 V und mind 1,8 A hat?

    Eher garnicht. Computernetzteile sind heutzutage gewöhnlich Schaltnetzteile, in denen mit viel Elektronik, aber ganz wenig Trafo aus 220 Volt (bzw. eigentlich aus einer recht beliebigen Spannung) die am Ausgang zur Verfügung gestellten Gleichspannungen erzeugt werden. Rumbasteln ist nicht vorgesehen - und auch nicht empfehlenswert, wenn du keine Ahnung hast, was du tust.

    wenn niemand eine idee hat, würden mir auch links zu guten elektronik-bastler-seiten helfen.

    Geh in den Elektronik-Handel deines Vertrauens und besorge dir etwas passendes. Beispielsweise einen Ringkern-Transformator mit mindestens den benötigten Ausgangswerten, und dazu einen Festspannungsregler/Gleichrichter für 9V/1,8 A (Überdimensionieren der Stromleistung ist sicherlich nicht verkehrt).

    Und dann bastel dir dein Netzteil so zusammen, wie du es brauchst.

    Vorsicht (natürlich): Für unsachgemäße und potentiell lebensgefährliche Arbeiten an 200V Netzspannung bist du selbst verantwortlich, nicht ich.

    1. Hallo,

      Eher garnicht. Computernetzteile sind heutzutage gewöhnlich Schaltnetzteile, in denen mit viel Elektronik, aber ganz wenig Trafo aus 220 Volt (bzw. eigentlich aus einer recht beliebigen Spannung) die am Ausgang zur Verfügung gestellten Gleichspannungen erzeugt werden. Rumbasteln ist nicht vorgesehen - und auch nicht empfehlenswert, wenn du keine Ahnung hast, was du tust.

      Wobei noch dazu gesagt werden sollte, daß in Schaltnetzteilen die Eingangsspannung bereits als Gleichstrom vorhanden ist, noch dazu mit einer hohen Stromstärke. Also ich würde dringend davon abraten, da drin was herum zu basteln. Ein Stromschlag von 200V Gleichstrom ist mehr als gefährlich.

      abgesehen davon, denke ich, daß die Ausgangsspannungen eines PC-Netzteils alles andere als sauber geglättet sind. Ein Brummen in Audio-Geräten ist da äußerst wahrscheinlich.

      Geh in den Elektronik-Handel deines Vertrauens und besorge dir etwas passendes. Beispielsweise einen Ringkern-Transformator mit mindestens den benötigten Ausgangswerten, und dazu einen Festspannungsregler/Gleichrichter für 9V/1,8 A (Überdimensionieren der Stromleistung ist sicherlich nicht verkehrt).
      Und dann bastel dir dein Netzteil so zusammen, wie du es brauchst.

      ICh würde, äh habe, wenn ich schon dort bin, mir gleich ein gutes Labor-Netzteil besorgt. Ds kostet auch nicht die Welt, und ist das Beste, was man seinen 'Tretminen', außer Batterien natürlich, bieten kann. Wenn es dann auch noch ein 19"-Gehäuse hat, dann ist man wirklich vorne dabei, da man das auch Problemlos in ein Musiker-Rack einbauen kann.

      Grüße
        Klaus

      1. juhu

        ich hatte nicht daran gedacht im netzteil zu basteln, sondern eher dahinter.

        z.B. einen 4,5 ohm wiederstand an die 12 V leitung packen oder so

        die idee mit dem 19" labornetzteil ist auch nicht schlecht...mal schaun wo sowas zu bekommen ist :)

        dank euch :)

        und wenn mir was passiert: keine sorge ich werd euch nichts anhängen :)

        @sven

        ich habe worte wie "Ringkern-Transformator" oder "Festspannungsregler/Gleichrichter" schon mal gehört, aber wie aowas aussieht weiß ich beim besten willen nicht, geschwiege denn wie man das zusammenbaut.

        ich bin musiker, geht das auch mit gaffa? *fg* ;)

        alles liebe
        ole
        (8-)>

        1. Hallo,

          ich hatte nicht daran gedacht im netzteil zu basteln, sondern eher dahinter.
          z.B. einen 4,5 ohm wiederstand an die 12 V leitung packen oder so

          Ja, aber die ganzen gebastelten Lösungen machen mehr Probleme, als sie  Geld sparen helfen. Meist ist es doch so, daß zuerst herumgebastelt und dabei schon einmal Geld ausgegeben wird. Dann wird auch fast immer irgendwas kaputt. Am Ende hat man dann neben der 'ordentlichen' Lösung auch noch die Reparatur zu berappen.

          Angesehen davon, will ich mich einach nicht mehr auf irgendwelche Teile verlassen müssen. Ein Auftritt oder ein Studiojob ist so schon stressig genug;-)

          ich habe worte wie "Ringkern-Transformator" oder "Festspannungsregler/Gleichrichter" schon mal gehört, aber wie aowas aussieht weiß ich beim besten willen nicht, geschwiege denn wie man das zusammenbaut.

          Das eine istrund und sieht aus wie ein Raumschiff (*g*) das andere ist  rechteckig, wesentlich kleiner, meist schwarz und hat ein paar Metallfüße;-)

          ich bin musiker, geht das auch mit gaffa? *fg* ;)

          No na:-))

          Grüße
            Klaus

          PS.: normalerweise haben gut sortierte Musikalienhändler (gibts außer Thoman und MP auch noch sowas bei euch in Deutschland?) auch fertige Lösungen. AFAIK bietet Mackie ein Board mit Netzteil an. die Tretminen werden dann mit Klettbänder am Board befestigt.

          1. hi klaus

            PS.: normalerweise haben gut sortierte Musikalienhändler (gibts außer Thoman und MP auch noch sowas bei euch in Deutschland?) auch fertige Lösungen.

            naja, die beiden sind mit die größten, dann gibts in köln noch den music store und das wars im prinzip in der größenordnung (soviel ich weiß)

            AFAIK bietet Mackie ein Board mit Netzteil an. die Tretminen werden dann mit Klettbänder am Board befestigt.

            das problem ist das ich eben nicht nur tretminen mit strom versorgen muß, sondern auch 2 rackgeräte.

            hab vorhin festgestellt das ich einen elektroniker in meinem bekanntenkreis habe. werd den mal anhauen ob der mir was schönes basteln kann :)

            wo gibts den eigentlich diese 19" labornetzgeräte? :)

            alles liebe
            ole
            (8-)>

            1. Servus

              ich würde dir auf jeden Fall vom rumbasteln abraten. Frag mal bei http://www.soundland.de nach, ob die sowas liefern können. Mit Basteleien kannst du dich vielleicht viel zu schnell von deinen Geräten verabschieden. Die sind doch leicht empfindlich und rauchen ziemlich schnell ab. Außerdem wirst du wahrscheinlich ein ziemliches Brummen zu hören kriegen, da dein Selbergebasteltes einfach nicht für Musikerequipment gebaut ist. Nur so aus reiner Neugier: Was ist das denn für ein Gerät? Mir ist sowas nämlich nicht bekannt.
              By Goofy

              1. hi Goofy

                im speziellen geht es bei mir um die versorgung eines rocktron pto gap v2. der brauch diese hohen ampere zahlen.

                alles liebe
                ole
                (8-)<

      2. Moin!

        Wobei noch dazu gesagt werden sollte, daß in Schaltnetzteilen die Eingangsspannung bereits als Gleichstrom vorhanden ist, noch dazu mit einer hohen Stromstärke. Also ich würde dringend davon abraten, da drin was herum zu basteln. Ein Stromschlag von 200V Gleichstrom ist mehr als gefährlich.

        Da möchte ich doch bei zwei Dingen widersprechen.

        1. Auch ein Schaltnetzteil hat einen magnetischen Überträger. Der wird mit sehr hohen Frequenzen (50 Kilohertz?) und auf jeden Fall mit Wechselspannung betrieben - genau deshalb ist er ja so effektiv. Je höher die Frequenz in der Spule, desto besser. Gleichstrom erzeugt kein wechselndes magnetisches Feld, welches zum Funktionieren eines Transformators unbedingt notwendig ist. Die Gleichspannung entsteht erst dahinter, wird noch durch Festspannungsregler gejagt und steht dann mit relativ hohen Stromstärken zur Verfügung.

        So ist jedenfalls mein Informationsstand zum Thema Schaltnetzteile.

        2. Nicht die Spannung ist das gefährliche am Strom, sondern der Strom. Man kann sich ganz wunderbar elektrischen Entladungen mit mehrern Kilovolt Spannung aussetzen - solange der fließende Strom sich im Mikroampere-Bereich bewegt, wie es bei statischer Aufladung meist der Fall ist, passiert außer dem unangenehmen Funken garnichts.

        Gefährlich wird's bei Strömen ab 10 Milliampere, vor allem, wenn sie durch die Herzgegend fließen, und noch schlimmer sind die 50Hz-Wechselströme, weil die ziemlich gut die Herz-Taktung des Sinus-Knotens überlagern können. Es hat auch schon Todesfälle mit 12 Volt-Elektroschweißgeräten gegeben - obwohl jeder sagen wird: 12 Volt sind ungefährlich.

        abgesehen davon, denke ich, daß die Ausgangsspannungen eines PC-Netzteils alles andere als sauber geglättet sind. Ein Brummen in Audio-Geräten ist da äußerst wahrscheinlich.

        Die Soundkarte beschwert sich zwar nicht, aber so ganz unwahrscheinlich ist es auch nicht.

        ICh würde, äh habe, wenn ich schon dort bin, mir gleich ein gutes Labor-Netzteil besorgt. Ds kostet auch nicht die Welt, und ist das Beste, was man seinen 'Tretminen', außer Batterien natürlich, bieten kann. Wenn es dann auch noch ein 19"-Gehäuse hat, dann ist man wirklich vorne dabei, da man das auch Problemlos in ein Musiker-Rack einbauen kann.

        Auch ein guter Vorschlag. Vor allem, weil er so schön schnell einsatzbereit ist - man muß nichts mehr zusammenbasteln.

        - Sven Rautenberg

        1. Hallo Sven,

          Wobei noch dazu gesagt werden sollte, daß in Schaltnetzteilen die Eingangsspannung bereits als Gleichstrom vorhanden ist, noch dazu mit einer hohen Stromstärke. Also ich würde dringend davon abraten, da drin was herum zu basteln. Ein Stromschlag von 200V Gleichstrom ist mehr als gefährlich.

          Da möchte ich doch bei zwei Dingen widersprechen.

          1. Auch ein Schaltnetzteil hat einen magnetischen Überträger. Der wird mit sehr hohen Frequenzen (50 Kilohertz?) und auf jeden Fall mit Wechselspannung betrieben ...

          <cite src="http://www.aegsvs.de/vorschau/schaltnetzteile/faq.htm#aw1>

          Wie funktioniert ein Schaltnetzteil?

          Ein Schaltnetzteil formt die Eingangsspannung in eine geglättete Gleichspannung um. Transistoren erzeugen daraus eine hochfrequente Wechselspannung. Mit Hilfe eines Übertragers erfolgt die Potentialtrennung und die Spannungsanpassung an die Sekundärseite.
          Die hochfrequente Wechselspannung der Sekundärseite wird über Dioden gleichgerichtet. Zur Herabsetzung der Spannungswelligkeit ist ein Ausgangsfilter nachgeschaltet. Die Regelung der Ausgangsspannung und des Ausgangsstromes erfolgt durch Pulsweitenmodulation der Transistorschalter auf der Primärseite.

          </cite>

          1. Nicht die Spannung ist das gefährliche am Strom, sondern der Strom.

          ACK.

          und noch schlimmer sind die 50Hz-Wechselströme, weil die ziemlich gut die Herz-Taktung des Sinus-Knotens überlagern können.

          AFAIK ist aber gerade die Herzfrequenz der Grund für 50 respektive 60 Hz Wechselstromfrequenz. Andernfalls würde durch den Wechselstrom die Herzfrequenz derart beeinflußt, daß es leichter zu einem Infarkt (Ich denke es ist ein Infarkt)  führen würde. Aber ich bin ja kein Mediziner.

          Die Soundkarte beschwert sich zwar nicht, aber so ganz unwahrscheinlich ist es auch nicht.

          Wenn ich mich an die ersten Soundkarten erinnere, dann kann ich Dir anderes erzählen.
          Allerdings wird innerhalb eines Rechners der Pegel nicht markant erhöht. Da spielt sich aller mehr oder weniger auf Line-Pegel ab, was zur Folge hat, daß Störsignale im Vergleich zum Nutzsignal nicht so stark zur Geltung kommen. (Allerdings kenne ich auch das Phänomen, daß eine USB-Maus ganz schön laut werden kann, wenn sie in der Nähe von einem Brüllwürfel ist *g*)

          In der Musikelektronik gibt es allerdings viele Signal, welche so kleine Pegel aufweisen, Mikrofone oder passive Gitarrenabnehmer, welche zuerst auf Linepegel gebracht werden müssen. Wenn der Vorverstärker dann über ein schlecht glättendes Netzteil betrieben wird, dann hört man dies in Form eines Brummens. Ein Schaltnetzteil hat dabei Aufgrund der HF-Taktung auf der Sekundärseite einfahc noch schlechtere Karten, als ein Trafo-System. Licht-Dimmerpacks arbeiten mit einem ähnlichen System, und sind, sicherlich auch Aufgrund der höheren Leistungen (10-20 KW und aufwärts), immer ein Problem für die Audiotechnik.

          Aber ich bewege mich hier sicherlich schon zuweit OT ;-)

          Was ich eigentlich Ole sagen wollte, ist, daß man irgendwann den Punkt erreicht, wo man sich sagt, daß das Beste gerade gut genug ist, da es  dadurch die wenigsten Scherereien gibt.

          Grüße
            Klaus

          1. Hallo Klaus, Sven,

            ...Ein Stromschlag von 200V Gleichstrom ist mehr als gefährlich.

            es sind etwa 340Volt Gleichspannung und die sind richtig gefährlich!

            und noch schlimmer sind die 50Hz-Wechselströme, weil die ziemlich gut die Herz-Taktung des Sinus-Knotens überlagern können.

            AFAIK ist aber gerade die Herzfrequenz der Grund für 50 respektive 60 Hz Wechselstromfrequenz.

            Weder noch. Die Frequenz hat(te) technische Gründe. Am gefährlichsten ist Gleichspannung, weil die Muskeln sich dabei verkrampfen, so dass man nicht mehr loslassen kann.

            Gruss,
             Carsten

        2. Hallo Sven!

          Es hat auch schon Todesfälle mit 12 Volt-Elektroschweißgeräten gegeben - obwohl jeder sagen wird: 12 Volt sind ungefährlich.

          Legende des 20ten Jahrhunderts, die immer wieder kolportiert wird.

          Ein Schweißtrafo liefert einen Strom (der Trafo hat einen hohen Innenwiderstand). Ein Schweisslichtbogen (eigentlich alle Entladungen) ist an einer Spannungsquelle nicht stabil betreibbar.

          Von daher hat er immer eine höhere Leerlaufspannung. Das kann durchaus auch 48Volt sein, früher wohl auch mal 60Volt. Das ist normal noch einigermassen harmlos, kann aber unter Umständen (satte Kontaktfläche, gute Erdverbindung, schwaches Herz) zuviel sein.

          Ansonsten können 12Volt durchaus gefählich sein .. leg mal nen Schraubenschlüssel auf die Pole einer Autobatterie[1]....

          Gruss,
           Carsten

          [1] don't do this at home kids!

  2. bin ein wenig am verzeifeln mit meinem Gitarrenequipment.
    ich brauche nämlich ein Netzteil mit mind. 1,8 A um eines meiner Geräte zu betreiben.

    dann hab ich mir gedacht: hmmm....du hast doch soooo viele pc-netzteile bei dir rumliegen...so ein 300 watt exemplar läßt sich doch bestimmt missbrauchen.

    ein netzteil hat ja bekanntlich folgende stränge:

    +3.3V/4A +5V/20A +12V/6A +5VBS/2A

    und da sind ja ampere genug für jeden dabei :)

    Wie hier bereits gesagt wurde: Das wird nix. Schaltnetzteile, und dazu gehören auch die PC-Dinger, benötigen meistens eine gewisse Grundlast, um vernünftig zu funktionieren. Ich bin mir nicht sicher, ob Du das garantieren kannst.
    Hinter dem Netzteil rumzubasteln ist mit Deinen Elektronikkenntnissen eh wenig ratsam, zum einen wird das in einer wüsten Bastelei ausarten, ohne jemals zu einem dauerhaft akzeptablen Ergebnis zu kommen, und zum anderen ist mit Leistungen von 70 Watt nicht unbedingt zu spaßen (fass mal eine 70-Watt-Glühbirne an, dann weißt Du, was ich meine - und da sind zwischen Deinen Fingern und dem glühenden Draht noch ein paar Zentimeter Leerraum).

    Das "Finger weg" gilt erst recht für den "Ringkerntrafo und Festspannungsregler kaufen"-Vorschlag - mal ganz abgesehen davon, daß zu einem Netzteil noch ein Dutzend Bauteile mehr gehört, bevor es a) funktioniert und b) Du obendrein auch noch sicher sein kannst, daß es Dir nicht die Hütte abfackelt.

    Also:
    Du solltest Dir erst überlegen, was für Leistung Du benötigst, die Angabe "9V bei mindestens 1,8A" reicht absolut nicht, denn erst andersrum wird ein Schuh draus: 9V, _maximal_ soundsoviel Ampere (oder Watt).

    Labornetzteile (die den Namen auch verdienen) kosten ab ca. 130€ aufwärts. Das wird Dir vielleicht ein wenig teuer sein, zumal Du die Features nicht brauchst, deshalb würde ich Dir folgendes empfehlen: Bei Tante Reichelt (http://reichelt.de) gibt es 30-Watt-Mininetzteile für 37,85€, also genau das richtige (24h-Lieferung ohne Aufpreis ist dort nebenbei bemerkt selbstverständlich).

    Übrigens wirst Du leistungsstärkere Netzteile für den Hausgebrauch mit 9 Volt wahrscheinlich nicht oder nur sehr schwer finden.

    wenn niemand eine idee hat, würden mir auch links zu guten elektronik-bastler-seiten helfen.

    Wie gesagt: Lass bitte die Finger davon, wenn es irgendwie mit Netzspannung zu tun hat.

    Gruß,
      soenk.e

    1. Hinter dem Netzteil rumzubasteln ist mit Deinen Elektronikkenntnissen eh wenig ratsam, zum einen wird das in einer wüsten Bastelei ausarten, ohne jemals zu einem dauerhaft akzeptablen Ergebnis zu kommen, und zum anderen ist mit Leistungen von 70 Watt nicht unbedingt zu spaßen (fass mal eine 70-Watt-Glühbirne an, dann weißt Du, was ich meine - und da sind zwischen Deinen Fingern und dem glühenden Draht noch ein paar Zentimeter Leerraum).

      auch wenn ich Deine Warnung grundsätzlich unterschreibe, diese Rechnung verstehe ich wirklich nicht!
      Was meinst Du damit, daß 70 Watt gefährlich sind?

      Version 1)
      U=1V
      I=70A
      =>P=70W

      Version 2)
      U=700V
      I=100mA
      =>P=70W

      beide Schaltungen verbraten also 70W, aber ich sehe dennoch einen gewissen Unterschied bzgl. der Gefährlichkeit!

      Reiner

      1. Hallo Reiner,

        Was meinst Du damit, daß 70 Watt gefährlich sind?

        Ich denke, Sönke wollte zu allen anderen Aspekten, die hier schon genannt wurden, auch noch das thermische Problem ansprechen. Und da kann ich nur bestätigen: 70W, irgendwo in Wärme umgesetzt, das kann ganz herrliche Brandwunden geben. Sogar 5W sind schon eklig, wenn man aus Unachtsamkeit ausgerechnet diesen einen heißen Widerstand in die Finger nimmt...

        Gruß,

        Martin

        1. Was meinst Du damit, daß 70 Watt gefährlich sind?

          Ich denke, Sönke wollte zu allen anderen Aspekten, die hier schon genannt wurden, auch noch das thermische Problem ansprechen. Und da kann ich nur bestätigen: 70W, irgendwo in Wärme umgesetzt, das kann ganz herrliche Brandwunden geben. Sogar 5W sind schon eklig, wenn man aus Unachtsamkeit ausgerechnet diesen einen heißen Widerstand in die Finger nimmt...

          Ok, wenn nur die Leistung -> Hitzeentwicklung gemeint war, war es richtig dargestellt!

        2. Was meinst Du damit, daß 70 Watt gefährlich sind?

          Ich denke, Sönke wollte zu allen anderen Aspekten, die hier schon genannt wurden, auch noch das thermische Problem ansprechen. Und da kann ich nur bestätigen: 70W, irgendwo in Wärme umgesetzt, das kann ganz herrliche Brandwunden geben. Sogar 5W sind schon eklig, wenn man aus Unachtsamkeit ausgerechnet diesen einen heißen Widerstand in die Finger nimmt...

          Wobei es hier garnicht mal um diese Anfass-Brandwunden gehen sollte, sondern eher um jene, die entstehen, wenn man aus einem brennenden Haus nicht mehr rechtzeitig rauskommt..
          Wie gesagt, ein glühender Draht, etwas Plastik oder Staub..

          Gruß,
            soenk.e

  3. Hi

    bin ein wenig am verzeifeln mit meinem Gitarrenequipment.
    ich brauche nämlich ein Netzteil mit mind. 1,8 A um eines meiner Geräte zu betreiben.

    Moin Moin!

    Ich kann mich den anderen nur anschließen: Finger weg von PC-Netzteilen, die Dinger sind im offenen Zustand für Leute ohne E-Kenntnisse lebensgefährlich.

    Reichelt http://www.reichelt.de (Katalog gibt's gratis) hat auch Nicht-PC-Schaltnetzteile. 9V bei 3,2A liefert z.B. das "PSA 31U-090" für 37,85 EUR. Eingang: 90..264 V, 47..63 Hz, Kaltgerätestecker, Kabel extra bestellen, z.B. "NKSK 200 sw" für 1,65 EUR. Ausgang: 2,1 mm Hohlstecker (*schnipp!*), überlast- und kurzschlußfest. Maße: 113x61x34 mm. Prüfzeichen: GS, TÜV, CE und andere.

    Alexander

    1. Hallo,

      Ich kann mich den anderen nur anschließen: Finger weg von PC-Netzteilen, die Dinger sind im offenen Zustand für Leute ohne E-Kenntnisse lebensgefährlich.

      Offene Netzteile sind auch für Leute mit E-Kenntnissen durchaus lebensgefährlich;-)

      Grüße
        Klaus

      1. Hallo,

        Ich kann mich den anderen nur anschließen: Finger weg von PC-Netzteilen, die Dinger sind im offenen Zustand für Leute ohne E-Kenntnisse lebensgefährlich.

        Offene Netzteile sind auch für Leute mit E-Kenntnissen durchaus lebensgefährlich;-)

        Ja, aber Leute mit E-Kenntnissen (so wie ich) wissen das, das verringert das Risiko geringfügig.

        Grüße
          Klaus

        Oh, da hängt eine Staubfluse am Eingangselko. Ich wisch die mal eben w... WAAAAAAAHHHHHH! "§%&/"!§$%&/(      NO CARRIER

  4. hallo alle zusammen

    vielen dank für euer zahl- und hilfreiches feedback :).

    nach so viel gutem zureden werde ich auf jedne fall die finger von meinem pc-netzteil lassen und mich nach einer anderen lösung umschauen :).

    das ist soweit auch schon geschehen, mit hilfe eines bekannten (Radio- und Fernsehtechniker, wußte ich vorher auch nicht :)).
    wir werden jetzt in ein 19" rack meine komplette stromversorgung bauen, für alles was ich so an equipment habe 230 v, 9v 1,5 A, 9v 900mA, 12v 1 A etc.

    alles liebe
    ole
    (8-)>