Tom Collins: Erfahrungsbericht: JS ist _nicht_ selbstverständlich

Hallo Leute,

ich habe bisher auch immer gedacht, dass Javascript eigentlich bei jedem Browser läuft, es sei denn, ein versierter User schaltet es aus.

_falsch_

Ich habe gerade für meine Firma in einer Nacht- und Nebelaktion eine Schulungs-CD für den Außendienst gebastelt. So richtig "schön" mit Menü per Javascript (ich weiß, würde ich auf einer Site im Internet auch nie machen, war mal ein Versuch) und einem Test hinten dran.

Die Rückmeldungen das Außendienstes haben mich fast vom Glauben abfallen lassen.

Fehlerhafte Rückmeldungen insgesamt: 12 %
1,5 % hat keinen Doppelklick auf die index.html gemacht sondern erstmal ein Textverarbeitungsprogramm geöffnet und sich dann damit den Quellcode angesehen ("was soll ich den mit diesen kryptischen Zeichen?").
3 % hatte Probleme wegen MSIE 4 (hatte ich konsequent misachtet)
0,5 % wusste nicht, was der Internet Explorer ist (mit ihm hat es dann funktioniert)
7 % verwendeten MSIE 6 auf Windows ME oder XP und hier wird es interessant: Diese Leute konnten entweder gar nichts sehen, was ich per Javascript erzeugt habe oder sie konnten nur den Test nicht machen. Fast _keiner_ wusste, was Javascript ist und dass man das ausschalten kann. Sie kamen aufgrund irgendwelcher nicht nachvollziehbarer konfigurationen ihrer Systeme nicht in den Genuss meiner mühsamen Arbeit ;-)

Fazit: Niemand sollte behaupten, Javascript sein eine Selbstverständlichkeit und jemand, der es ausschaltet, sei einer dieser merkwürdigen Cracks und hätte es halt nicht anders verdient. Die meisten, bei denen Javascript nicht läuft, wissen das gar nicht und wissen erst recht nicht, warum das so ist und was das überhaupt ist!

Nichtsdestotrotz ist eine Ausfallquote von 12 % nach meinen bisherigen Erfahrungen mit CDs ganz gut.
Bei anderen Techniken (diverse Officelösungen, Flash, extra programmioerte Executables) gibt es Ausfallquoten bis zu 50 %.

Vielleicht hilft dieser Erfahrungsbericht ja dem einen oder anderen Newby, der immer noch vehement auf JS setzt.

Gruß von Tom

--
ó2o ###### Vmax only on tracks! (emptyBAB = track)
  1. Hi,

    Fehlerhafte Rückmeldungen insgesamt: 12 %
    1,5 % hat blahblah

    wie bei jeder Statistik sind zum Nachvollziehen Deiner Betrachtungen zwei Parameter essentiell: Größe der Grundgesamtheit und Repräsentativität. Die hast Du geflissentlich unterschlagen. Wenn diese CD an 500 Anwender ging, die überwiegend aus einer Branche kommen, welche für die Rückständigkeit ihres Equipments sowie unterdurchschnittlichen Bildungsgrad und nicht existente Weiterbildung ihrer EDV-Nutzer bekannt ist, dann sei Dir des bauchklopfenden Gelächters eines jeden in Sachen Wahrscheinlichkeitstheorie nur Halbgebildeten gewiss!

    HTH Robert

    1. habe d'ehre

      Wenn diese CD an 500 Anwender ging, die überwiegend aus einer Branche kommen, welche für die Rückständigkeit ihres Equipments sowie unterdurchschnittlichen Bildungsgrad und nicht existente Weiterbildung ihrer EDV-Nutzer bekannt ist

      Interessante Einstellung. ;-)
      Du scheinst Sicherheitsbewusstsein mit Rueckstaendigkeit gleichzusetzen.

      Ich kenne einen Versicherungsvertreter der ein vorkonfiguriertes Notebook von seinem Arbeitgeber einsetzt. Das System laesst keinerlei Installationen und Aenderungen von Systemeinstellungen zu.

      carpe diem
      Wilhelm

      1. Hi Wilhelm

        Du scheinst Sicherheitsbewusstsein mit Rueckstaendigkeit gleichzusetzen.

        ??? Wo steht das? Ich schreibe ganz am Anfang: "... es sei denn, ein versierter User schaltet es aus"

        Ich selbst habe bei meinem Browser auch die meisten JS-Funktionen ausgeschaltet. Aus Sicherheitsüberlegungen. Ich bin aber bisher davon ausgegangen, dass dies nur versierte, also erfahrene User tun. Die beschriebene Geschichte hat jedoch gezeigt, dass bei vielen Usern JS nicht läuft, obwohl die gar nicht wissen, _was_ das ist und _wie_ man das ausschaltet.

        Ziel des Postings war, den Leuten klar zu machen, das nicht nur sicherheitsbewusste Anwender JS deaktivieren, sondern dass JS bei vielen Anwendern deaktiviert ist, die _keine_ Ahnung von ihrem Computer haben. Sozusagen eine Warnung an alle Leute, die auf ihren Sites immer noch intensiv JS verwenden.

        Wenn Du Dir mein Posting und diesen Kommentar dazu noch mal durchliest, wird Dir auffallen, dass ich eben genau nicht Sicherheitsbewusstsein und Rückstädigkeit gleichsetze. Es ergeben sich lediglich die gleichen Konsequenzen für eine Site: Wenif JS.

        Gruß von Tom

        1. ...habe es immer geahnt ;-)

          verlass dich nie auf JS !

          bisher habe ich auf den einsatz von js vermieden.
          das wird auch so bleiben ;-)

          grüsse,
          andreas

          1. Hallo Andreas,

            verlass dich nie auf JS !

            Hier hast du meine uneingeschränkte Zustimmung.

            bisher habe ich auf den einsatz von js vermieden.

            Warum? JS kann, sinnvoll eingesetzt, überaus nützlich sein.

            das wird auch so bleiben ;-)

            Darüber würde ich noch einmal nachdenken. ;-)

            Gruß

            Kurt

            --
            "Das Glueck besteht darin, in dem zu Masslosigkeit neigenden Leben das rechte Mass zu finden."  (Leonardo da Vinci; it. Universalgenie; 1452-1519)
            http://elektro-dunzinger.at
            http://shop.elektro-dunzinger.at
        2. Hi Wilhelm,

          sorry, habe gerade gesehen, dass sich Dein Posting gar nicht auf mich bezog.

          Schäm.

          Tom

      2. habe d'ehre

        Ich auch!

        Interessante Einstellung. ;-)
        Du scheinst Sicherheitsbewusstsein mit Rueckstaendigkeit gleichzusetzen.

        Nein, das hast Du falsch verstanden. Der Satz von mir stellte doch nur ein mögliches (extremes) Szenario bezüglich der Repräsentativität seiner Erhebung dar, genauso wie jedes andere denkbar ist. Weder formuliere ich damit meine Perspektive noch treffe ich irgendwelche wertenden Aussagen, sondern drücke lediglich aus, daß seine Statistik ohne die von mir geforderten Angaben nutzlos ist; ebenso gut könnte man die Zahlen erfinden, und es wird immer eine passende Grundgesamtheit aus dem wirklichen Leben geben.

        Statistiken sind ein gefährliches Werkzeug, mit dem permanent Schindluder getrieben wird. Deshalb fordere ich einen sorgfältigen Umgang damit!

        HTH Robert

        1. habe d'ehre

          Interessante Einstellung. ;-)
          Du scheinst Sicherheitsbewusstsein mit Rueckstaendigkeit gleichzusetzen.

          Nein, das hast Du falsch verstanden.

          <srob meinte>
          Wenn diese CD an 500 Anwender ging, die überwiegend aus einer Branche kommen, welche für die Rückständigkeit ihres Equipments sowie unterdurchschnittlichen Bildungsgrad und nicht existente Weiterbildung ihrer EDV-Nutzer bekannt ist, dann sei Dir des bauchklopfenden Gelächters eines jeden in Sachen Wahrscheinlichkeitstheorie nur Halbgebildeten gewiss
          </srob meinte>

          Ich lese Rueckstaendigkeit, unterdurchnittlicher Bildungsgrad, nicht existente Weiterbildung. Was kann man da falsch verstehen?

          <Rueckstaendigkeit Equipment>
          Viele Firmen verweigern sich dem permanenten Updatedruck, teils mangels finanzieller Mittel, teils aus Ueberzeugung.

          <Unterdurchschnittliche Bildung>
          Dies Mitarbeitern von bestimmten Branchen zu unterstellen halte ich fuer eine Anmassung deinerseits.

          <Nicht existente Weiterbildung>
          Schoen fuer Dich, dass Du dies fuer alle Branchen einschaetzen kannst.

          Fuer die Halbbildung gebe ich Dir sogar recht. ;-)

          carpe diem
          Wilhelm

          1. Hi!

            Jesus, Ihr Tagediebe! Spreche ich mit Gummiwänden?

            Sagte ich nicht, daß es ich angesichts der fehlenden Rahmenparameter ein mögliches (extremes, nenn es satirisches, auf die Spitze getriebenes, wie auch immer nötig um die Problematik deutlich zu machen) Szenario aufführte?

            HTH Robert

            1. Hi,

              Jesus, Ihr Tagediebe! Spreche ich mit Gummiwänden?

              Sagte ich nicht, daß es ich angesichts der fehlenden Rahmenparameter ein mögliches (extremes, nenn es satirisches, auf die Spitze getriebenes, wie auch immer nötig um die Problematik deutlich zu machen) Szenario aufführte?

              Dein Problem ist, dass Du sehr formal denkst und argumentierst, beim Gegenueber immer den Deppen oder Gegner vermutest und in der Folge erst bei Dir dann bei anderen schlechte Stimmung generierst.

              Gruss,
              Lude

              ---
              "Bis Weihnachten wollen wir Klarheit bei der Maut."

              1. Hi,

                Dein Problem ist, dass Du sehr formal denkst und argumentierst, beim Gegenueber immer den Deppen oder Gegner vermutest und in der Folge erst bei Dir dann bei anderen schlechte Stimmung generierst.

                es tut mir leid, wenn dieser Eindruck entsteht. Es mag sein, daß ich das in der Diskussion mit Dir bewußt so mache, aber das ist ein Sonderfall - Reaktion auf Deine Attitüden mit der Erwartung, daß Du das angesichts der in Deinen Statements implizierten Haltung abzukönnen hast. Zu formal? Wir verstehen uns schon;-).

                Im Bezug auf Wilhelm T. (den ich als einen der lesenwerten Poster hier im Forum schätze) war ich einfach nur perplex, weil ich in seiner Antwort keinerlei Kontext mit meiner Aussage finden konnte, aber allerlei Interpretationen, die überhaupt nicht zutreffen.

                Darüber hinaus neige ich mitnichten dazu, "beim Gegenueber immer den Deppen oder Gegner" zu vermuten. Im Gegenteil, ich gehe fast grundsätzlich von meiner Position als der schwächeren oder fehlerhaften aus und pflege nach der Unschuldsvermutung gegenüber dem Anderen zu handeln. Das geht soweit, daß meine Frau mir gelegentlich vorwirft, ich sei meinen Mitmenschen gegenüber zu arglos und mir selber gegenüber zu kritisch...

                So ist das Leben.

                HTH Robert

    2. Hi Robert,

      falls es Dir hilft: Diese Auswertung ist nicht repräsentativ und soll es auch gar nicht sein. Sie dient lediglich der Veranschaulichung einer falschen Annahme, die, wie ich vermute, bei vielen Anfängern zu finden ist.

      Und außerdem: Welche Branche, außer EDV, glänzt nicht durch rückständiges Equipment und fehlende Weiterbildung in Sachen Computer? ;-)
      Den Bildungsgrad würde ich bei diesem Thema mal außen vor lassen, das bekommt schnell einen bitteren Beigeschmack.

      Gruß von Tom

    3. Fehlerhafte Rückmeldungen insgesamt: 12 %
      1,5 % hat blahblah

      wie bei jeder Statistik sind zum Nachvollziehen Deiner Betrachtungen zwei Parameter essentiell: Größe der Grundgesamtheit und Repräsentativität. Die hast Du geflissentlich unterschlagen. Wenn diese CD an 500 Anwender ging, die überwiegend aus einer Branche kommen, welche für die Rückständigkeit ihres Equipments sowie unterdurchschnittlichen Bildungsgrad und nicht existente Weiterbildung ihrer EDV-Nutzer bekannt ist, dann sei Dir des bauchklopfenden Gelächters eines jeden in Sachen Wahrscheinlichkeitstheorie nur Halbgebildeten gewiss!

      Das eine Firmeninterne Präsentation keine allgemeingültige Statistik ist, sollte eigentlich jedem schon aufgefallen sein. Was trotzallem aber der intention des Postings gerecht wird, ist, dass du als Entwickler keinen Einfluss auf bestimmte Gegebenheiten hast und die auch hier oft vorgetragene Einstellung, dass JS ausschalten und Netscape 4.x benutzen, eine Sache von Rückständigkeit und/oder übertriebener Sicherheitswahn ist, zeugt eher von einer engstirnigen Ansicht von Fortschritt und modernität.
      Ich bin in keiner grossen Firma, aber ich kann mir vorstellen, dass wenn man versucht eine Firma mit 500 EDV Arbeitsplätzen immer auf dem laufenden zu halten, die Kosten kaum noch überschaubar sind und der nutzen eher gering ist.

      Ich glaube das Gelächter wäre größer wenn eine Firma versucht auf den neusten Stand zu kommen und dadurch ein evtl. gut funktionierendes System (für die Firmenzwecke) umkrempelt, plötzlich nichts mehr so klappt wie vorher - und das ist eher der Fall, als das es zu Problemen kommt, nur weil ein paar Internetseiten nicht mehr aufrufbar sind.

      Struppi.

      1. Oi,

        Das eine Firmeninterne Präsentation keine allgemeingültige Statistik ist, sollte eigentlich jedem schon aufgefallen sein.

        Mein voriger Arbeitgeber beschäftigt etwa 150.000 Mitarbeiter, davon einige zehntausend in Außendienstpositionen die über sämtliche nur denkbaren Permutationen aus Hard- und Software verschiedenster Generationen verfügen. Dort könnte ich eine ausreichende Repräsentativität unterstellen. Im vorliegenden Fall finde ich keinerlei entsprechende Informationen, auch keine, die den o.a. Satz von Dir rechtfertigen.

        Ansonsten siehe Antwort an Wilhelm T.

        Was trotzallem aber der intention des Postings gerecht wird, ist, dass du als Entwickler keinen Einfluss auf bestimmte Gegebenheiten hast

        Ja klar, danach pflege ich zu handeln und habe auch nichts gegenteiliges behauptet. Allerdings pflege ich auch nicht im Dunkeln zu tappen und davon auszugehen, daß ich alle nur denkbaren Clientkonfigurationen zu erwarten habe und dementsprechend auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner entwickle. Eine Betrachtung der Zielgruppe vor Beginn der Entwicklung kann sehr fruchtbar sein, besonders hätte es das im vorliegenden Fall sein können.

        und die auch hier oft vorgetragene Einstellung, dass JS ausschalten und Netscape 4.x benutzen, eine Sache von Rückständigkeit und/oder übertriebener Sicherheitswahn ist, zeugt eher von einer engstirnigen Ansicht von Fortschritt und modernität.

        ? Der Schuh paßt mir wieder nicht.

        Ich bin in keiner grossen Firma, aber ich kann mir vorstellen, dass wenn man versucht eine Firma mit 500 EDV Arbeitsplätzen immer auf dem laufenden zu halten, die Kosten kaum noch überschaubar sind und der nutzen eher gering ist.
        Ich glaube das Gelächter wäre größer wenn eine Firma versucht auf den neusten Stand zu kommen und dadurch ein evtl. gut funktionierendes System (für die Firmenzwecke) umkrempelt, plötzlich nichts mehr so klappt wie vorher - und das ist eher der Fall, als das es zu Problemen kommt, nur weil ein paar Internetseiten nicht mehr aufrufbar sind.

        Das ist ein weites und beliebig ausuferndes Diskussionsfeld. Es fehlt mir an Zeit, mich in sowas zu verstricken (ich muß mir irgendwie noch mein Essen für heute verdienen). Die Fragen nach systemadministrativer Strategie kann von niemanden befriedigend beantwortet werden. Schon gar nicht pauschal, es liegen immer Besonderheiten im Einzelfall vor. Aber Deine Implikation von "Never change a running system" ("500 EDV Arbeitsplätzen immer auf dem laufenden zu halten") ist sicherlich eine falsche Pauschalierung; eine nicht optimale Strategie, denn sie sorgt für eine systematisch Entkopplung von der Entwicklung der Außenwelt und endet langfristig in einer großangelegten Systeminnovation mit entprechenden Umstellungsproblemen. Vielleicht gibt es auch einen Einzelfall, in dem das nicht zutrifft - müßig, darüber zu diskutieren...

        Fakt ist, daß an den entscheidenden Stellen Leute sitzen, die das alles nicht im Griff haben. Das führt dann zu Dingen wie: gigantisch großer Versicherungskonzern läßt sein Legion von Vertretern mit Netscape 4.x surfen, "weil das das sicherste ist". Tatsächlich haben die Verantwortlichen keinen Plan, welche Gefahren tatsächlich beim Einsatz modernerer Clients drohen und wie diese mit kalkulierbarem Risiko beherrscht werden können. Schon gar nicht stellt sich ihnen die Frage, welche negativen Implikationen der Netscape-Einsatz auf der anderen Seite der Waagschale aufwirft. Eines meiner Lieblingsstichworte: Vollkostenbetrachtung. Aber dafür braucht man statt BWL- und Informatik-fachidiotenbestückter Projektteams universell gebildete Generalisten. Bang! Da bin ich schon wieder voll drin in meinem Sermon... Deshalb steige ich hier besser aus der Diskussion aus; ich muß noch arbeiten!

        HTH Robert

        1. Oi,

          saufen!

          Skin?

          Das eine Firmeninterne Präsentation keine allgemeingültige Statistik ist, sollte eigentlich jedem schon aufgefallen sein.

          Mein voriger Arbeitgeber beschäftigt etwa 150.000 Mitarbeiter, davon einige zehntausend in Außendienstpositionen die über sämtliche nur denkbaren Permutationen aus Hard- und Software verschiedenster Generationen verfügen. Dort könnte ich eine ausreichende Repräsentativität unterstellen. Im vorliegenden Fall finde ich keinerlei entsprechende Informationen, auch keine, die den o.a. Satz von Dir rechtfertigen.

          Ich fand, das Tom ziemlich deutlich gemacht hat, das er keine repräsentative Aussage treffen wollte - allein schon der Titel läßt diesen Schluss nicht zu.
          Insofern war dein Kommentar diesbezüglich überflüssig.
          Und meine Aussage hätte eher lauten müssen: "Das eine Firmeninterne Präsentation keine allgemeingültige Statistik sein muss..."

          egal.

          Ja klar, danach pflege ich zu handeln und habe auch nichts gegenteiliges behauptet. Allerdings pflege ich auch nicht im Dunkeln zu tappen und davon auszugehen, daß ich alle nur denkbaren Clientkonfigurationen zu erwarten habe und dementsprechend auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner entwickle. Eine Betrachtung der Zielgruppe vor Beginn der Entwicklung kann sehr fruchtbar sein, besonders hätte es das im vorliegenden Fall sein können.

          JaJa, dass ist mit Sicherheit das Hauptmanko bei vielen EDV Anwendungen. Die Interessen des Kunden rausfinden und in Verbindung mit den techn. Möglichekeiten bringen.

          Aber das schrieb ja Tom auch, dass er es in diesem Fall nicht gemacht.

          Eines meiner Lieblingsstichworte: Vollkostenbetrachtung. Aber dafür braucht man statt BWL- und Informatik-fachidiotenbestückter Projektteams universell gebildete Generalisten. Bang! Da bin ich schon wieder voll drin in meinem Sermon...

          volle Zustimmung.

          Letztlich ist wohl auch genau das was Tom zum Ausdruck bringen wollte, dass eine vernegte Sicht auf das was allgemeingültig sein soll (z.b. die immer wieder vorgetragenen Aussage: im Internet benutzen alle IE und surfen mit eingeschaltetem JS) zu massiven Problemen führen kann. Deine Antwort klang so, als ob du dem widersprechen würdest.

          Struppi.

          1. Oi,

            Oi,
            saufen!
            Skin?

            ich stehe auf dem Schlauch: was heißt das? Hat "Oi" was mit Rechtsradikalismus zu tun? Ich nicht! Herkunft _meines_ Ois: Schüleraustausch in Südengland 1981. Dort wurde ich wochenlang ständig so gegrüßt und habe es in meinen kindlichen Sprachschatz aufgesogen. Ob seiner Kürze erscheint es mir hier im Forum als sehr praktisch.

            Ansonsten habe ich das Gefühl, das wir grundsätzlich in dieselbe Richtung denken.

            Wogen geglättet?! Schönen Tag!

            HTH Robert

            1. Oi,

              Oi,
              saufen!
              Skin?

              ich stehe auf dem Schlauch: was heißt das? Hat "Oi" was mit Rechtsradikalismus zu tun? Ich nicht! Herkunft _meines_ Ois: Schüleraustausch

              Ohje, näxte Diskussion ;-)

              OI ist so'n Schlagwort der Skinhead szene (woher und warum weiß ich nicht), das für alles Mögliche verwendet wird. (Begrüßung, Füllwort,...).

              Und Skin != Nazi
              Je nach Region können Skins Oberfaschos sein aber genauso findest du Linksradikale Skins. Für außenstehende manchmal nicht zu unterscheiden und selbst wenn man so Leute kennt ist es nicht immer klar wie die zu erkennen sind und zwischen Links und rechts gibt's bei denen alle Kombinationen (Rechte, die sich linke Parolen zu eigen machen - Linke, die in Wirklichkeit Erzkonservativ denken - usw.).

              Struppi.

              1. Hi,

                OI ist so'n Schlagwort der Skinhead szene (woher und warum weiß ich nicht), das für alles Mögliche verwendet wird. (Begrüßung, Füllwort,...).

                das wußte ich nicht. Was fällt den Pis*ern ein, meine Kindheitserinnerungen für ihren ideologischen Schei* zu verwenden? Soll ich Oi jetzt nicht mehr als Gruß verwenden? Ich habe es oben mal mit einer ähnlich knappen Alternative versucht; bis mir dann irgendjemand steckt, daß das in der neofachistischen Szene als Akronym für "Heil Hitler" verwendet wird. Und dann? Merkst Du was? Dieses Pack nimmt Einfluß auf mein Leben, und das will ich nicht!

                Und Skin != Nazi

                Von mir aus, ich möchte mich damit nicht beschäftigen. Sack Reis usw.

                Je nach Region können Skins Oberfaschos sein aber genauso [...]

                Solange sie nicht Angst und Beklemmungen bei Mitmenschen auslösen, können sei sein und machen was sie wollen. Andernfalls sind sie nichts weniger als asozialer Pöbel.

                HTH Robert

                1. das wußte ich nicht. Was fällt den Pis*ern ein, meine Kindheitserinnerungen für ihren ideologischen Schei* zu verwenden? Soll ich Oi jetzt nicht mehr als Gruß verwenden? Ich habe es oben mal mit einer ähnlich knappen Alternative versucht; bis mir dann irgendjemand steckt, daß das in der neofachistischen Szene als Akronym für "Heil Hitler" verwendet wird. Und dann? Merkst Du was? Dieses Pack nimmt Einfluß auf mein Leben, und das will ich nicht!

                  Da gibt es glaub ich ein Haufen andere Menschen denen es ähnlich geht, die aber nicht das Glück lediglich in ihrem Sprachgebrauch eingeschränkt zu werden.

                  Das Akronym für Heil hitler ist übrigens 88 (*) - also wenn du sowas liest wie skin88 oder OI88 dann weißt du bescheid.

                  Je nach Region können Skins Oberfaschos sein aber genauso [...]

                  Solange sie nicht Angst und Beklemmungen bei Mitmenschen auslösen, können sei sein und machen was sie wollen. Andernfalls sind sie nichts weniger als asozialer Pöbel.

                  Angst und Beklemmung lösen bei mir einiges aus, z.b. Menschenmassen auf Jahrmärkten. Ich würde aber schon eine Unterscheidung treffen zu gewaltbereiten intoleranten Schlägern.

                  Struppi.

                  * zu Erklärung der 8 Buchstabe des alfabets ist das H

        2. Hallo.

          Oi,

          Zur Ergänzung: http://www.oiwarning.de/.

          Mein voriger Arbeitgeber beschäftigt etwa 150.000 Mitarbeiter, davon einige zehntausend in Außendienstpositionen die über sämtliche nur denkbaren Permutationen aus Hard- und Software verschiedenster Generationen verfügen. Dort könnte ich eine ausreichende Repräsentativität unterstellen. Im vorliegenden Fall finde ich keinerlei entsprechende Informationen, auch keine, die den o.a. Satz von Dir rechtfertigen.

          Die Größe der Zahlenbasis bestimmt mitnichten die Glaubwürdigkeit einer Statistik. -- Auch eine noch so breit angelegte Umfrage in Japan über etwa das dortige Lieblingsessen wird hierzulande niemals statistisch relevant und damit für hiesige Restaurant nutzbar sein.

          Deshalb steige ich hier besser aus der Diskussion aus; ich muß noch arbeiten!

          Na, das ist ja gründlich in die Hose gegangen ;-)
          MfG, at

    4. Moin Robert,

      wie bei jeder Statistik sind zum Nachvollziehen Deiner Betrachtungen zwei Parameter essentiell: Größe der Grundgesamtheit und Repräsentativität. Die hast Du geflissentlich unterschlagen. Wenn diese CD an 500 Anwender ging, die überwiegend aus einer Branche kommen, welche für die Rückständigkeit ihres Equipments sowie unterdurchschnittlichen Bildungsgrad und nicht existente Weiterbildung ihrer EDV-Nutzer bekannt ist, dann sei Dir des bauchklopfenden Gelächters eines jeden in Sachen Wahrscheinlichkeitstheorie nur Halbgebildeten gewiss!

      Falsch Robert!
      Bei jedem Produkt ist es nicht wichtig wie repräsentativ die Umfrage ist, sondern wie die Zielgruppe an das Produkt herangeht.
      Die Repräsentativität ist hierbei völlig nebensächlich.

      :-)
      In diesem Sinne eine schönen Tag.
      TomIRL

      1. Hallo TomIRL,

        Falsch Robert!
        Bei jedem Produkt ist es nicht wichtig wie repräsentativ die Umfrage ist, sondern wie die Zielgruppe an das Produkt herangeht.

        Richtig Tom!

        Die Repräsentativität ist hierbei völlig nebensächlich.

        Sie und nur sie ist für mein Statement von Belang, den ich störte mich an seinem Umgang mit der Statistik als solche. Der Kern seiner Aussage lautete: "Seht her: 12 % aller Nutzer haben Probleme mit JS. Zum Beleg hier meine statistische Auswertung. Fazit: setzt nicht auf JS!" Der sachliche Gegenstand seiner Betrachtung ist belanglos; so geht man mit Statistik nicht um.

        In diesem Sinne eine schönen Tag.

        Ihr macht mich noch ganz gaga mit der Verstrickung in multiple Diskussionssträngen mit allerlei Unterstellungen, was ich so alles gesagt haben soll und vor allem zu denken scheine. Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir, das es dennoch ein genial schöner Tag wird. Ich hoffe, auch für Euch!

        HTH Robert

        1. Ihr macht mich noch ganz gaga mit der Verstrickung in multiple Diskussionssträngen mit allerlei Unterstellungen, was ich so alles gesagt haben soll und vor allem zu denken scheine. Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir, das es dennoch ein genial schöner Tag wird. Ich hoffe, auch für Euch!

          Willkommen im self Forum ;-)

          Struppi.

          1. Oi!

            Ihr macht mich noch ganz gaga mit der Verstrickung in multiple Diskussionssträngen mit allerlei Unterstellungen, was ich so alles gesagt haben soll und vor allem zu denken scheine. Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir, das es dennoch ein genial schöner Tag wird. Ich hoffe, auch für Euch!
            Willkommen im self Forum ;-)

            Danke! Müßt Ihr eigentlich nichts arbeiten? Es freut mich, meine Steuergelder und Sozialabgaben gut angelegt zu wissen!-) Ich Idiot fühle mich auch noch verpflichtet, auf alles antworten zu müssen; das sollte ich mal lassen. Wenn überhaupt, dann muß ich endlich Zeit finden, um Christian Seiler unten im OO-Thread [pref:t=66513&m=379819] zu antworten ...

            HTH Robert

  2. Hallo Tom,

    ich habe bisher auch immer gedacht, dass Javascript eigentlich bei jedem Browser läuft, es sei denn, ein versierter User schaltet es aus.

    [..]

    7 % verwendeten MSIE 6 auf Windows ME oder XP und hier wird es interessant: Diese Leute konnten entweder gar nichts sehen, was ich per Javascript erzeugt habe oder sie konnten nur den Test nicht machen. Fast _keiner_ wusste, was Javascript ist und dass man das ausschalten kann. Sie kamen aufgrund irgendwelcher nicht nachvollziehbarer konfigurationen ihrer Systeme nicht in den Genuss meiner mühsamen Arbeit ;-)

    das ist allerdings unerwartet.

    1,5 % hat keinen Doppelklick auf die index.html gemacht sondern erstmal ein Textverarbeitungsprogramm geöffnet und sich dann damit den Quellcode angesehen ("was soll ich den mit diesen kryptischen Zeichen?").

    das kann vielleicht mit automatischem CD-Start und / oder start.com o.ä. noch verbessert werden.

    3 % hatte Probleme wegen MSIE 4 (hatte ich konsequent misachtet)

    Klar, da hätte ich zwar weniger erwartet, aber der ist ja bei win 9x dabei, weswegen ich diesen Browser noch berücksichtige.

    0,5 % wusste nicht, was der Internet Explorer ist (mit ihm hat es dann funktioniert)

    Fazit: Niemand sollte behaupten, Javascript sein eine Selbstverständlichkeit und jemand, der es ausschaltet, sei einer dieser merkwürdigen Cracks und hätte es halt nicht anders verdient. Die meisten, bei denen Javascript nicht läuft, wissen das gar nicht und wissen erst recht nicht, warum das so ist und was das überhaupt ist!

    Stimmt so nicht ganz. Du bestätigst dass kaum jemand JavaScript bewusst abschaltet.
    Und die 7% problematischen IE 6 sollten mal genauer hinterfragt werden.

    Bei anderen Techniken (diverse Officelösungen, Flash, extra programmioerte Executables) gibt es Ausfallquoten bis zu 50 %.

    Besonders peinlich finde ich "ppt" als E-Mail Anhang.

    Mein Fazit: du hast Webtechniken auf lokalen PCs oder Intranet eingesetzt und deshalb den Vorteil dass übliche PCs über die nötigen Grundlagen verfügen, und den Nachteil dass halt über 10 % der PCs nicht fürs Internet geeignet waren.

    Abgesehen von dem vielleicht zu klärenden Zusammenhang mit IE6 und XP also eher ein Bestätigung für JavaScript welches offenbar trotz denkbarer Risiken im Internet gerade dort vermutlich eher selten abgestellt wird.
    Natürlich auch eine Bestätigung für den Sinn von Alternativen zu solch einer Technik.

    Grüsse

    Cyx23

  3. Hallo Tom,

    die besten Erfahrungen habe ich in diesem Zusammenhang mit Flash gemacht. Der große Vorteil ist dabei, das ein Flashprojektor (.exe) den Player gleich in der richtigen Version mitbringt.

    Wenn man sich dann noch ein wenig Gedanken um Videodatenraten und Performanceaspekte macht, und alle größeren Dateien mit einem Ladebalken versieht, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen, technisch jedenfalls nicht...

    Viele Grüße

    Henk

    1. Hallo Henk,

      mit Flash haben wir auch mal eine CD machen lassen, allerdings für potenzielle Kunden. Trotz .exe, autostart.inf (was logischer Weise nicht bei allen funktioniert) und resourcenschonenden Datenmaterials war die Fehlerquote deutlich höher. Was auch an der Zielgruppe lag, da sie dafür bekannt war, nicht immer die neuesten Geräte einzusetzen (Performance). Leider bot sich uns damals aus anderen Gründen keine sinnvolle Alternative.

      Ansonsten halte ich Flash für eine gute Lösung.

      Gruß von Tom

      1. Hallo Tom,

        Was auch an der Zielgruppe lag, da sie dafür bekannt war, nicht immer die neuesten Geräte einzusetzen (Performance).

        Performance ist m.E. das größte Problem bei Flash. v.a. deshalb, weil man nur mit enormer Erfahrung abzuschätzen kann, wodurch Engpässe zustande kommen können...

        Gruß Henk