xwolf: Stelle im öffentlichen Dienst

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Hi,

ha, da hast Du ja von den lieben KollegInnen die volle Kelle Vorurteile serviert bekommen *g*

Leider stimmt davon fast gar nichts mehr:

ACK.

  1. Arbeitsplatzsicherheit:
    Immer mehr Stellen im öffentlichen Bereich werden befristet, zugunsten privater Konstruktionen abgeschafft usw.

Oh ja.
Hier wird und gibt es auch deswegen schon gewaltige Probleme!
Spätestens nach 6 Jahren müssen die Leute gehen.
Da können die noch so gut sein, der Betrieb und die Einrichtungen können noch so angeweisen auf den Menschen sein, an der Stelle kann da vom Beamtenrecht her nicht gerüttelt werden, weil irgendwelche Beamten (mit festen Stellen) mal entscheiden haben, dass es nicht sein kann, dass jemand anders dann ein Anrecht auf Weiterbeschäftigung hat. (Welche eben nach 6 Jahren vorläge).

Folge gerade an Unis: Personal wird dort gut ausgebildet und dann wenn
es dann endlich wirklich Kompetent und gut ist, muss es gehen.

  1. Formale Qualifikation ist unabdingbare Voraussetzung.

Jup..
Auch ein Übel aus alten Zeiten.
Du kannst noch so gut sein, du kannst mit deinen Fachwissen deinen Vorgesetzten und dessen Chef vom Boden aufwischen, du wirst deswegen weder eine Gehaltserhöhung bekommen, noch hast du große Chancen "aufzusteigen".
Die einzige Möglichkeit im oeffentlichen Dienst Karriere zu machen besteht darin, lange genug dazubleiben damit die anderen Kollegen aus den Dienst ausscheiden und du dann als einziger übrig bleibst um Abteilungsleiter zu werden.
Aber ohne DOktortitel kommst du dann auch nicht viel weiter.

  1. Laumalocherei:
    Die Zeiten, wo man sich im öffentlichen Dienst nur durch Büroschlaf seine Brötchen verdienen konnte, sind in vielen Bereichen vorbei. In einigen Bereichen herrscht durch Personalabbau und dauernde Experimente und Umstrukturierungen sogar ein ganz schöner Stress.

Insbesondere im Bereich der IT im oeffentlichen Dienst.
Dies sind in der Regel die Rechenzentren der Universitaeten und Kommunen.
Denn wenn die IT nicht laeuft, dann sind die Kunden die Kollegen aus anderen Abteilungen.
Und im Gegensatz zu "Normalmenschen" die in den Aemtern von Buerodiktatoren tyrannisiert werden können, wissen die Kollegen genau wie die Hebel in Gang zu setzen sind.
Der SPruch "Eine Hand wäscht die andere" wird im öffentlichen Dienst in der IT oft sehr überstrapaziert (zu Lasten der IT-Leute, die dann auch noch verständniss dafür haben sollen, dass die User {die Kollegen aus anderen Abteilungen so blöde sind}, schließlich bist du ja der Diplom-Informatiker {und das klingt dann manchmal so wie ein Vorwurf.})

  1. Alles über einen Kamm scheren
    Die Situation in den verschiedenen öffentlichen und halböffentlichen Institutionen sehr verschieden. Nur eins haben alle gemeinsam: Ohne akademischen Abschluss isses mit der dicken Kohle nickes, aber das wurde ja bereits gesagt.

Ein Vorteil gibt es aber doch, wie oben gesagt: Wenn du an der richtigen Stelle landest, kannst du es ausnutzen um dich da sehr viel durch Kurse etc weiterzuqualifizieren.
Das kann man dann mitnehmen.

Ciao,
  Wolfgang